Bakkalaureatsarbeit - Entscheidungsprozess des Athleten zum Doping
Bakkalaureatsarbeit - Entscheidungsprozess des Athleten zum Doping
In dieser Arbweit wird die Sicht des Dopingmissbrauchs aus psychologischer Perspektive betrachtet. Die Schwierigkeit ist, die externen Faktoren des Missbrauchs auf die internen Informationsverarbeitsungsprozesse zu integrieren.
9,750 Wörter (ca. 24.4 Seiten) |
36 Quellen |
2008
Inhaltsangabe:
Das Phänomen des Dopingmissbrauchs bei Athleten basiert auf unserem Sportsystem. Das System Hochleistungssport polarisiert den dualen Code von Sieg und Niederlage. Folglich haben die Sportler einen hohen psychischen Druck zu bewältigen. Die Tatsache, dass Dopingsubstanzen die sportliche Leistung erhöhen, beeinflusst die Entscheidung des Athleten, ob er Dopingmittel anwenden soll oder nicht. Aber es gibt auch noch weitere interne und externe Faktoren, welche den Entscheidungsprozess wesentlich beeinflussen. Die externen Faktoren sind die Wirkung und die Nebenwirkungen der Dopingsubstanzen, die Nebenwirkungen, die Kontrollverfahren der WADA, die Gefahr einer positiven Dopingkontrolle und dem Ausmaß der Konsequenzen, der Trainer und das Umfeld, Verletzungen und anderen Faktoren. Die internen Entscheidungsfaktoren sind die persönliche Biografie, die ethischen Werte, die Moral, die Bedeutung des sportlichen Erfolgs und das Wissen über Dopingrisiken. In weiterer Folge verarbeitet das kognitive System des Athleten die internen und externen Faktoren. Es ist nicht die alleinige Entscheidung des Athleten, weil es auch vom System des Hochleistungsleistungssports erzwungen wird. Letztendlich hat der Athlet drei Optionen: Er kann Dopingmittel einnehmen, darauf verzichten oder dem Leistungssport den Rücken kehren.
Einleitung
Beschreibung des wissenschaftlichen Problems
Wissenschaftliche Fragestellungen
Wissenschaftliche Vorgangsweise
Überblick über die Kapitel
Das Wesen des sportlichen Erfolgs
Der duale Code des Hochleistungsports
Werte und Normen im Sport
Ethik im Spitzensport
Die Bedeutung des sportlichen Erfolges
Doping im Spitzensport
Doping
Definition
Welt-Anti-Doping-Code
Anti Doping Bestimmungen
Dopingentscheidungen
Dopingmittel
Anabolika und ihre Wirkung
Peptidhormone und ihre Wirkung
Glukokortikoide und ihre Wirkung
Stimulanzien und ihre Wirkung
Nebenwirkungen von Doping
Dopingmissbrauch und Herzkreislaufsystem
Androgene Wirkung von Wachstumshormonen
Die Nebenwirkungen von Blutdoping
Die Nebenwirkungen von Stimulanzien
Soziale Nebenwirkungen
Gefährdung der persönlichen Gesundheit
Todesrisiko
Dopingkontrollverfahren
Die Dopingkontrollverfahren der WADA
Die Vorgehensweise der Dopingtäter bei Kontrollen
Betrug durch Doping - Wettkampfsperren bei Dopingtätern
Weitere Faktoren
Der Trainer
Sportverletzungen
Entscheidungsprozessmodelle zum Doping
Die Entscheidung des Athleten zum Doping
Der Prozess der Entscheidungsfindung
Deduktive und Induktive Schlussfolgerungen
Kognitive Entscheidungsprozesse
Dissonanztheorie
Eine Verhaltensorientierte Betrachtungsweise
Die Dopingspirale
Realitätsverzerrungen von Athleten
Schlussteil
Literaturverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Einverständniserklärung
Aus der Arbeit:
''In der Literatur werden die Anabolika in Anabole Steroide, Prohormone sowie Beta-2-Mimetika unterteilt. (vgl. Kern, 2002, S. 43ff; Bergner, 2005, S 85ff)
Zu den anabolen Steroiden zählen nach Kern (2002, S. 43ff) Wirkstoffe wie Testosteron, Nandrolon, Stanzolol, Halotestin, Vebenolol und Oral Turinabol. Ihre Wirkung zeigt sich nach Bergner (2005, S.85) prinzipiell in der Förderung des Muskelaufbaus.
Die Prohormone werden nach Kern (2002, S. 59) im Körper teilweise zu anabolen Steroiden umgewandelt. Dazu zählen exemplarisch Substanzen wie Dehydroepiandrosteron (DHEA), Androstendion, Androstendiol, Norandrostendion und Norandrostendiol. Bergner (2005, S. 96ff) beschreibt, dass Prohormone „… in den USA und auch in einigen europäischen Ländern als Zusatz zu Nahrungsergänzungsmittel…“ erlaubt sind. Daher gilt diese Art des Dopings auch als besonders beliebt.
Als eine weitere Gruppe der Anabolika führt Kern (2002, S. 65ff) die Beta-2-Mimetika an, zu denen exemplarisch Clenbuterol, Salbutamol und Terbutalin zählen. Dabei handelt es sich um Substanzen, die zu einer Bronchiendilatation führen. Dies hat eine gestärkte Lypolyse und Proteinsynthese zur Folge. Vor allem Clenbuterol ist weit untersucht, da es sich um ein potenzielles Anabolikum handelt, welches auch als Rindermastmittel verwendet wird. Eine weitere Besonderheit der Beta-2-Mimetika ist, dass diese sowohl als Anabolika, als auch als Stimulanzien in der Dopingliste angeführt werden.''