Die Türkische Gemeinde in Tirol: Gut integriert, oder eine ethnische Ökonomie?
In dieser Arbeit befasst sich der Autor mit den in Tirol ansässigen türkischen Unternehmen. Insbesondere um die Integration der türkischen Ökonomie Tirols in die einheimische Wirtschaft.
22,940 Wörter (
ca. 57.4 Seiten) |
0 Quellen |
2007
Published on: 15.04.2010
Inhaltsangabe:
Mit der Diplomarbeit soll die wirtschaftliche Integration der türkischen Bevölkerung in Tirol untersucht werden. Die türkische Bevölkerung beinhaltet dabei sowohl türkische Staatsbürger, die in Tirol leben, als auch Österreicher, die in der Türkei geboren wurden und später die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten haben.
Durch eine Befragung von etwa 150 Unternehmen, die von Türken oder Österreichern, die in der Türkei geboren wurden, geleitet werden, soll herausgefunden werden, wie stark diese Unternehmen und die türkische Bevölkerung in die österreichische Volkswirtschaft integriert sind. Extremfälle sind einerseits, dass die türkische Gemeinde eine separate Volkswirtschaft (ethnische Ökonomie) in Österreich darstellt, und andererseits, dass sie sehr stark mit österreichischen Unternehmen und Arbeitnehmern verflochten ist und man nicht von einer eigenen Volkswirtschaft sprechen kann.
Durch Verknüpfung der Daten aus der Befragung mit den Daten aus der Volkszählung 2001 könnte auch untersucht werden, ob die Integration auch von anderen Faktoren abhängt.
Outline:
Einleitung
Migration
Unternehmertum bei türkischen Immigranten in Tirol
Verflechtung türkischer Unternehmer mit der österreichischen Wirtschaft
Schlussfolgerungen und Resümee
Literatur
Aus der Arbeit:
Der Umgang mit Migration ist sowohl in Industrieländern als auch in armen Nationen eine große Herausforderung für die Wirtschaft und die Gesellschaft. In Einwanderungsländern wird oft argumentiert, dass die Einwanderer auf den Arbeitsmarkt drängen und dadurch entweder die Arbeitslosigkeit erhöhen oder die Löhne senken lassen. Zudem werden oft Vorbehalte gegenüber den Einwanderern wegen ihrer angeblich mangelnden Integrationswilligkeit und wegen der Belastung des Sozialsystems, die durch sie entsteht, geäußert. Demgegenüber herrscht auch in Einwanderungsländern die Meinung, dass Immigranten eine Bereicherung für die Gesellschaft und unverzichtbare zusätzliche Arbeitskräfte sind, in großen Teilen der Bevölkerung vor.
Während in Einwanderungsländern oft befürchtet wird, dass der Arbeitsmarkt mit billigen, unqualifizierten Arbeitskräften aus dem Ausland überschwemmt wird, herrscht in Auswanderungsländern eher die Sorge, dass hochqualifizierte Arbeitskräfte abwandern, weil sie in reichen Industrieländern bessere Jobchancen sehen, vor. Migration ist also ein sehr spannendes Thema, das sehr viele Menschen quer durch alle Einkommens- und Bildungsschichten beeinflusst bzw. beeinflussen kann.