Italien geprägt von sozialen und politischen Konflikten, zu sehen im Kontext von globalen Auseinandersetzungen wie dem Kalten Krieg und theoretischen Streitigkeiten über Kapitalismus und Kommunismus.
Essay Nr. 47 |
4,020 Wörter (
ca. 10.1 Seiten ) |
13 Quellen |
2007
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Inhaltsangabe
Dieses Essay soll die Inhalte und Ergebnisse der Sitzungen zur Zeit der Revolte der Übung „Einführung in die zeitgenössische Geschichte Italiens: 1943-1992“ aus dem Sommersemester 2007 zusammenfassen und punktuell vertiefen.
Der Aufbau orientiert sich an den Themen der einzelnen Sitzungen, Methodisch sei der Hinweis erlaubt, dass jegliche Quellendokumentation dem Literaturverzeichnis zu entnehmen ist. Ein im Kontext des Essays thematisierter und in der Übung angesprochener Schwerpunkt stellt die Entführung Aldo Moros dar. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in den politischen Konflikten zwischen den verschiedenen Parteien und deren Versuch, sich zu einigen. Die Betrachtung Italiens ist hierbei besonders interessant aufgrund der Größe und Wirkkraft der Kommunisten Italiens. Die kommunistische Partei Italiens war die größte außerhalb des Ostblocks. Als Kern dieser Arbeit lässt sich daher der Machtkampf von konservativen und progressiven Kräften erkennen.
Outline:
Einleitung
Vom centro-sinistra zur Protestbewegung: 1960-1969
Von der Protestbewegung zum „Historischen Kompromiss“: 1970-1976
Die bleiernen Jahre Italiens: 1974-1980
Die Entführung Aldo Moros
Schlussbetrachtung Literaturverzeichnis
Textauszug
''Die wichtigsten politischen Phänomene in Italien gegen Ende der 1950er und den anfangenden 1960er Jahre waren einerseits das Auseinanderbrechen der Aktionseinheit der beiden großen linken Parteien, der Partito Comunista Italiano (PCI) und der Partito Socialista Italiano (PSI), seit 1956. Die offizielle Kündigung der seit 1948 bestehenden Aktionseinheit erfolgte 1957. Es blieb lediglich eine Beratungseinheit, patto di consultazione, übrig. Andererseits ist die Regierungsbeteiligung der PSI an einer Mitte-Links-Regierung, der centro-sinistra, unter der Führung der Democrazia Cristiana (DC), gebildet von Aldo Moro, als ein wichtiges Merkmal jener Zeit zu identifizieren.
Das Zustandekommen der centro-sinistra bedurfte auf beiden Seiten eines Umdenkens und wurde sowohl von internationalen Entwicklungen - so das Ende des Koreakrieges mit den nachfolgenden Veränderungen in der Sowjetunion - als auch durch das Ende des Pontifikats Pius XII. begünstigt. Der verstorbene Papst hatte nicht nur Faschismus und Nationalsozialismus zumindest wohlwollend unterstützt, sondern in der Nachkriegszeit auch eine aktive Antikommunismuspolitik zu Gunsten der DC praktiziert. Sein Nachfolger Papst Johannes XXIII. wurde 1958 gewählt, benötigte allerdings ein wenig Zeit, bis seine neuen Weisungen konkrete Gestalt annahmen. Weiterhin spielte in dieser Entwicklung auch die 1958 angekündigte UdSSR-Reise des Staatspräsidenten Gronchi eine Rolle. Sie wurde als ein innenpolitisches Signal für eine Öffnung nach links verstanden, auch wenn die Reise letztendlich auf öffentlichen Druck hin abgesagt wurde und unter dem Vorwand einer Erkrankung auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.
In diesem Kontext lösten sich die Regierung von Amintore Fanfani, einer Koalition aus DC und der Partito Socialista Democratio Italiano (PSDI) sowie die Regierung Antonio Segni, einer DC-Regierung, auf. Neuer Generalsekretär der DC wurde Aldo Moro. Diesem gelang es, die Partei mit seinen unterschiedlichen Strömungen nach links und rechts in den Griff zu bekommen. So war er einerseits zu der Erkenntnis gekommen, dass langfristig eine Beteiligung sowohl der Sozialisten als auch der Kommunisten unausweichlich ist. Andererseits hatte er zum Sturz Fanfanis beigetragen, indem er ihn von rechts angegriffen hatte. Zunächst galt es aber, die DC zu einen, um die verfeindeten Strömungen bzw. Blöcke innerhalb der Partei wieder zueinander zu führen. Zu diesem Zweck entstand 1960 eine alternativa di destra, geführt von Fernando Tambroni und unter Beteiligung der Movimento Sociale Italiano (MSI) und den Monarchisten. Diese Regierung währte allerdings nur bis Juli 1960. Die neofaschistische MSI hatte im Mai 1960 versucht, ihren Parteitag in Genua abzuhalten. In dieser Hochburg des Antifaschismus kam es zu großen Demonstrationen und Auseinandersetzungen mit der Polizei, in der Folge auch zu einem Generalstreik nicht nur in Genua, sondern auch in anderen Städten Norditaliens. Unter großem Jubel reisten die Neofaschisten letztendlich wieder ab und die Regierung Tambroni war gescheitert. Die alternativa di destra hatte sich hiermit als langfristig unmöglich erwiesen. ''
Tags:Aldo Moros, Folgen des Kalten Krieges, Politik
Diese Ausarbeitung des Referats über Multilingualität in der irischen Gesellschaft und Schule beschäftigt sich mit der gesellschaftlichen Struktur der Gesellschaft und der Schulpolitik.
Essay Nr. 52 |
4,616 Wörter (
ca. 11.5 Seiten ) |
18 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Diese Analyse der Gesellschaftsstruktur beschäftigt sich mit der geografischen Verbreitung der gälischen Sprache, ihrer historischen Entwicklung und dem heutigen Sprachbewusstsein der Bevölkerung. Darüber hinaus untersucht sie die Relation von Englisch zu Gälisch als Minderheitensprache, beleuchtet Gälisch als Teil der kulturellen Identität und behandelt die Fremdsprachenpolitik der irischen Medienlandschaft. Im zweiten Teil werden sprachliche Angebote der Schulen, ihre Zielsetzungen und die wirtschaftliche Aspekten betrachtet. Für eine Darstellung der Bildungslandschaft und den schulischen Gälischunterricht verweist die Autorin auf die Ausarbeitung des zweiten Teils des Referats, der zudem auch die Sprachenpolitik, Einwanderungspolitik und den Integrationsgrad der gälischsprachigen Bevölkerung thematisiert.
Die Ausarbeitung endet mit der Auswertung, in der vier Bereiche genannt werden, die nach der Einschätzung der Autorin Basis einer Minderheitensprache bilden, wenn sie in einem multilingualen Land wie Irland einer so starken Sprache wie Englisch gegenübersteht. Die Ausarbeitung endet mit einem Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der gälischen Sprache.
Outline:
Einführung
Geografische Verbreitung: Das Gaeltacht
Restliche Republik Irland
Praktizierte Mehrsprachigkeit
Entstehung von Mischformen
Dynamik der einzelnen Sprachen und Sprachbewusstsein
Akzeptanz bzw. Anerkennung von Fremdsprachen in Irland
Praktizierte Multikulturalität
Bedeutung der Sprache als Teil einer kulturellen Identität
Sprachliche Struktur der irischen Medien
Schulpolitische Aspekte
Sprachpolitische Zielsetzungen in der Schule
Ziele des Fremdsprachenunterrichts
Vielfalt des Angebots
Gesellschaftspolitische Ziele des sprachlichen Curriculums
Multikulturalität und Chancengleichheit
Auswertung
Literatur
Textauszug
Nur in kleinen Gebieten, hauptsächlich im Westen Irlands, übersteigt der Anteil des Gälischen am täglichen Sprachgebrauchs teilweise noch den von Englisch. In diesen Regionen wird Gälisch häufig noch als Muttersprache erworben. Die besagten Gebiete werden unter dem Begriff Gaeltacht zusammengefasst.
Eine 2007 veröffentlichte Linguistikstudie des Department of Community, Rural and Gaeltacht Affairs hatte zum Ziel, den Sprachgebrauch in Irland zu untersuchen. Darin wird auch die Definition des Gaeltacht thematsiert, da der Sprachgebrauch nicht als einziger Grund für eine Mitgliedschaft im Gaeltacht gilt. Ein starker Gebrauch des Gälischen ist zwar der Hauptanlass, eine Region als Teil des Gaeltacht zu betrachten, jedoch werden teilweise auch Gebiete in denen nur ein kleiner Bevölkerungsanteil, beispielsweise Schüler, Gälisch spricht dazu gezählt. Die Studie basiert auf der 1956 verfassten staatlichen Definition des Gaeltacht, dem Ministers and Secretaries (Amendment) Act.
In der Studie wird vorgeschlagen das Gaeltacht je nach Sprachgebrauch in drei Kategorien zu unterteilen. Dabei umfasst Kategorie A Gebiete in denen mehr als 67% der Bevölkerung (über 3 Jahren) Gälisch täglich gebraucht. Kategorie B beinhaltet diejenigen Gebiete in denen dieser Anteil der Bevölkerung 44-66% beträgt. In diesen Regionen herrscht somit vermutlich Englisch vor, jedoch ist der Sprachgebrauch abhängig vom Alter der Bevölkerung, Mitgliedschaft in Institutionen und/oder spezifischen sozialen Netzwerken. Kategorie C umfasst schliesslich hauptsächlich Gebiete in denen weniger als 44% der Bevölkerung täglich Gälisch spricht. Hier sind es hauptsächlich die Schüler, die den höchsten Gälischgebrauch aufweisen, da sie die Sprache in der Schule sprechen.
Tags:Sprache, Minderheiten, Soziales
Diese Arbeit widmet sich der Fragestellung: Wie unvermeidlich war das Scheitern der Suffragists?
Essay Nr. 60 |
2,048 Wörter (
ca. 5.1 Seiten ) |
3 Quellen |
2005
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Inhaltsangabe
Zunächst klärt der Autor das Wesen der Suffragists, ohne allzu ausführlich in dieser kurzen Arbeit auf Details einzugehen. Darüber hinaus geht es um unterschiedliche Vorgehensweisen der Suffragists und Suffragettes und wie sich dies auf die Erfolge beider Gruppen auswirkten.
Textauszug
''Die Suffragists - suffrage bedeutet Wahl - war eine feministische Bewegung, die in ihren Anfängen hauptsächlich von der Familie Pankhurst aus Manchester organisiert wurde und sich für das Frauenwahlrecht einsetzte. Die Bewegung entstand in den 1860er Jahren und 1866 wurde die erste Petition zum Frauenstimmrecht bei der Regierung eingereicht. In den folgenden Jahren wurde für jede Regierungszeit ein neuer Gesetzesentwurf vorgelegt, zunächst aber wenig beachtet.''
Tags:Politik, Frauenwahlrecht, Feminismus
Kylon, einer der ersten historisch fassbaren Persönlichkeiten des alten Athen. Er war adeliger Herkunft und Sieger bei den Olympischen Spielen. Um das Jahr 632 v. Chr. versuchte er in Athen, seine Popularität zu einem Staatsstreich auszunutzen.
Essay Nr. 89 |
2,490 Wörter (
ca. 6.2 Seiten ) |
13 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
In dieser Arbeit geht es um Kylon, einem Olympiasieger, dem zugute kam, dass er mächtige Verbündete besaß und deshalb versuchte, die Macht Athens an sich zu reißen. Sein Schwiegervater war der Tyrann Theagenes von Megara. Auch das Orakel von Delphi soll ihm geraten haben, die Macht in Athen während der Feiern des Zeus an sich zu reißen, womit wohl die Olympischen Spiele gemeint waren. Allerdings stieß Kylon bei seiner Aktion in Athen auf heftigen Widerstand, sodass er sich mit seinen Leuten in den Athene-Tempel auf der Akropolis zurückziehen musste. Plutarch und Thukydides berichten, dass Kylon daraufhin von den Archonten angeboten worden sei, dass man ihm das Leben lassen würde, wenn er den Tempel verlassen und sich einem Prozess stellen würde. Allerdings kam es anders und diese wird in vom Autor sehr anschaulich dargstellt.
Textauszug
Kylon war von adeliger Herkunft aus dem Geschlecht der Eupatriden und trug als Teilnehmer an den Olympischen Spielen den Sieg im doppelten Stadionlauf (Diaulos) davon, angeblich war er der schönste Mann seiner Zeit. Möglicherweise war die Teilnahme und der Sieg bei den Olympischen Spielen die Voraussetzung für die Bekanntschaft Kylons mit den mächtigen Tyrannen Griechenlands, was den Olympioniken wiederum zu seinem Vorhaben in Athen gewaltsam eine Tyrannis zu installieren inspirierte. Um das Jahr 632 v. Chr., die genaue Datierung ist umstritten, versuchte er im Archontat des Alkmeoniden Megakles, seine Popularität dazu auszunutzen um in einem Staatsstreich in Athen die Macht zu ergreifen.
Megakles entstammte dem Geschlecht der Alkmeoniden, einem angesehenem Adelsgeschlecht, welches seinen Ursprung von Alkmeon, einem Urenkel des Nestor ableitet und sich durch hohe politische Einflussnahme, Reichtum und Gegnerschaft zur Tyrannis definiert.
Gemeinsam mit der Hetärie, ein Freundschaftsverband von Adeligen, dessen Mitglieder sich durch Eide verpflichteten, führte er seinen Plan mit dieser kleinen „Privatarmee“ aus. Während Thukydides von „Freunden“ spricht, orientiert sich Herodot an der Terminologie seiner Zeit und nennt die Adelsvereinigung als politisches Instrument. Dabei stützte er sich außerdem auf die Verbindung zum Tyrannen Theagenes von Megara, mit dessen Tochter er verheiratet war. Weiters soll ihm das Orakel zu Delphi geraten haben, die Macht in Athen während der Feiern des Zeus an sich zu reißen. Ob mit dem Spruch der Pythia, der Priesterin im Orakel die Olympischen Spiele gemeint waren, bzw. von Kylon gedeutet wurden, ist ebenfalls unklar. Es gelang dem Olympioniken aber nicht die Unterstützung des Volkes zu erlangen, er stieß bei seiner Aktion in Athen auf heftigen Widerstand, sodass er sich mit seinen Leuten in den Athene Tempel auf der Akropolis flüchten musste.
Die Ursache, dass der Alkmeonide Megakles im Demos eine breite Unterstützung gegen Kylon fand, lag möglicherweise in der ungewünschten Verbindung Kylons mit Megara, da in dieser Zeit heftige Auseinandersetzungen zwischen Athen und Megara um die umkämpfte Insel Salamis stattfanden. Auch scheiterte der Staatsstreich daran, dass die Bauern von Attika treu dem Ruf des Adels folgten, der Wunsch nach einer Tyrannis wurde nicht laut, weil die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen dafür in Athen noch nicht gegeben waren.
Tags:Kultur, Anthropologie, Geschichte, Athen
Hanna Arendt beschäftigt sich in ihrer Arbeit „Was ist Politik?“ mit zentralen Fragen um Politik. Unter anderem mit Vorurteilen gegenüber Politik, oder der Frage nach dem Sinn der Politik.
Essay Nr. 45 |
1,270 Wörter (
ca. 3.2 Seiten ) |
1 Quelle |
2008
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Inhaltsangabe
In diesem Essay wird der Text von Hanna Arendt behandelt. So setzt sich Hanna Arendt zu Beginn mit folgenden Fragen auseinander: Ist Politik Freiheit, bzw. kann man diese zwei Dinge unter einen Hut bringen oder fängt Freiheit eigentlich erst dort an wo Politik aufhört? Die Autorin des Essays stimmt zu, dass der Sinn der Politik Freiheit ist, aber würde es eher wie folgt ausdrücken: Die Politik hat die Pflicht gewisse Freiheiten des Einzelnen in einem bestimmten Rahmen zu gewährleisten. Leider schaffte das die Politik in der Vergangenheit sehr oft nicht. Eine der politischen Grunderfahrungen unserer Zeit, die auch Arendt in ihrem Text nennt, sind die totalitären Staatsformen, in denen die Menschen jeglicher Freiheiten beraubt wurden.
Textauszug
Das Problem dabei ist meiner Meinung nach, dass die Politik schon immer eine gewisse Tendenz zum Totalitären inkludierte. Vom alten Athen, hier möchte ich nur Lysander nennen, der um 405 v. Chr. die Führung in Athen übernahm und ein Jahr lang eine autoritäre Staatsform ausübte, bis zum alten Rom, wo Cäsar die vorhandenen demokratischen Spielregeln für seine politischen Ziele außer Kraft setzte. Genau diese immer wieder auftauchende Tendenz vom Demokratischen zum Diktatorischen war schon so oft der Grund für politische „Krisen“.
Aber auf der anderen Seite müssen wir, das so genannte Volk, auch gewisse Freiheiten aufgeben um Freiheit zu erlangen. Ich gebe zum Beispiel die Freiheit, also das Recht auf Waffen für jeden gerne auf und bekomme dafür aber auch etwas, und zwar Sicherheit (zumindest sollte es so sein). Hierbei zeigt sich aber immer wieder das Problem, dass solche übertragenen Rechte zu oft missbraucht werden. Um dies besser zu veranschaulichen, ein Beispiel:
In den früheren Stammesgesellschaften hatten alle freien Stammesmitglieder das Recht auf Waffen. Die Bauern, bzw. die einfachen Leute gaben dieses Recht auf und es entstanden dadurch Kriegerkasten. So schaffte man anfänglich für jeden einen Vorteil. Die Bauern hatten mehr Zeit für ihre Felder und konnten sich sicher fühlen und die Kriegerkasten hatten Zeit um zu trainieren. Einfache Arbeitsteilung, eigentlich ein fairer Tausch. Doch die Kriegerkasten wurden durch ihr Training den einfachen Stammesmitgliedern schon bald überlegen und nutzten dies aus. In den später daraus entstandenen Armeen wurden schlussendlich diese Bauern zum Dienst in der Armee gezwungen.
Tags:Staatsführung, Freiheit
In dieser Arbeit wird dargelegt wie die Bildung der Europäischen Union und die damit verbundene Europäische Integration anhand mehrerer politikwissenschaftlich bekannter Integrationstheorien analysiert und interpretiert werden kann.
Essay Nr. 36 |
1,860 Wörter (
ca. 4.7 Seiten ) |
5 Quellen |
2009
$ 6.95
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Inhaltsangabe
Es bieten u.a. die Integrationstheorie des Intergouvernementalismus, wie auch des Neofunktionalismus klar definierte Analysetheorien, welche die europäische Integration transparenter und nachvollziehbarer veranschaulicht.
In diesem Essay wird die Europäische Integration anhand der Integrationstheorie bzw. des Integrationsansatzes des Neofunktionalismus (definiert von Ernst Haas), und dem damit unmittelbar verbundenen integrationstheoretischen Vorgänger, dem Funktionalismus (definiert von David Mitrany) erläutert.
Outline:
Einleitung
Haupteil
Fazit
Literaturverzeichnis
Textauszug
Integrationstheorien wie der Neofunktionalismus „verdeutlichen die Entwicklungslinien eines multidimensionalen Prozesses und dessen mögliche Projektion in die Zukunft.“ (Bieber 2006: 46) Betrachtet man den Neofunktionalismus so darf keinesfalls die von David Mitrany, welcher der „unangefochten wichtigste Theoretiker funktionalistischer Friedensprogrammatik“ (Schieder 2003: 144) ist, vorgestellte Theorie des Funktionalismus außer Acht gelassen werden, da der Neofunktionalismus quasi auf der Theorie des Funktionalismus aufbaut. Betrachtet man die europäische Integration, so stellt sich heraus, dass es mehrere Stufen oder temporäre Absätze der Entwicklung gab. Der Funktionalismus wurde bereits vor der ersten Stufe der europäischen Integration, der Gründung der EGKS, der europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (auch Montanunion genannt), welche von 1952 bis zum Jahre 2002 bestand hatte, datiert. Die Gründung der EGKS war deshalb so besonders und ausschlaggebend für den Beginn der europäischen Integration, da die 6 Mitglieder der EGKS Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande und die Bundesrepublik Deutschland, welche durch die beiden Weltkriege gebrandmarkt waren, erstmals auf friedlicher Basis eine Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Sektor suchten und darüber hinaus den Anfangspunkt für weitere Kooperationen (Gründung der EWG und Euratom) zwischen den Staaten darstellte. „Die EGKS sollte einen gemeinsamen Markt schaffen und eine gemeinsame Kontrolle, Planung und Verwertung dieser für die damalige Kriegführung (Kalter Krieg) so wichtigen Industriezweige ermöglichen.“ (Harth 2008: 14) Eine friedenssichernde Politik und die „Befriedigung individueller gesellschaftlicher Bedürfnisse“ (Schieder 2003: 141) standen aufgrund der Schrecken und Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges und wegen des Scheiterns des Völkerbundes in den Nationalstaaten und in der sich anbahnenden europäischen Zusammenarbeit an höchster Stelle. Aufgrund dessen basiert der funktionalistische Theorieansatz Mitranys vor allem auf den „Großtheorien des Liberalismus bzw. des Idealismus […]“ (Schieder 2003: 141).
Tags:Politik, Neofunktionalismus
Das Manifest der Kommunistischen Partei wurde im Jahre 1847 von Karl
Marx und Friedrich Engels im Auftrag des Bundes der Kommunisten
verfasst und ist am 21. Februar 1848 in England erschienen.
Essay Nr. 112 |
4,490 Wörter (
ca. 11.2 Seiten ) |
1 Quelle |
2008
$ 11.95
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Inhaltsangabe
Diese Arbeit beschreibt das Buch ''Manifest der kommunistischen Partei'' von Karl Marx und Friedrich Engels. Das Werk umfasst ca. 30 Seiten und ist in 4 Kapitel gegliedert. Nach der Einleitung bezieht sich das ersten Kapitel auf Gesellschaftsentwicklungen, die von Klassenkämpfen bestimmt waren. Gegensätzliche Klassen bekämpften einander: Freie und Sklaven, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigene. Im zweiten Kapitel wird auf Proletarier und Kommunisten eingegangen. Im dritten Kapitel stellen Marx und Engels andere Ansätze vor und grenzen sich aber gleichzeitig vom kleinbürgerlichen Sozialismus, vom deutschen Sozialismus und vom kritischen-utopischen Sozialismus ab. Im vierten Kapitel wird die Stellung der Kommunisten zu verschiedenen oppositionellen Parteien behandelt.
Abschließend blickt der Autor dieser Buchbeschreibung auf alte Strukturen des Kommunismus zurück und vergleicht mit heutiger Zeit.
Outline:
Gesellschaftsentwicklungen
Proletarier und Kommunisten
Sozialistische und kommunistische Literatur
Die Stellung der Kommunisten zu verschiedenen
oppositionellen Parteien
Ein Zurückblicken in alte Strukturen
Textauszug
''Der erste Schritt der Erhebung des Proletariats zur herrschenden Klasse beginnt mit der Erkämpfung der Demokratie. Die Produktionsmittel in den Händen des Staates, der herrschenden Klasse des organisierten Proletariats werden zentralisiert. An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihrer Klassengegensätze tritt die freie Entwicklung eines jeden, mit der Notwendigkeit der Enteignung des Grundeigentums und die Errichtung industrieller Armeen; Es kommt auch zur Beseitigung von
Unterschieden zwischen Stadt und Land, öffentlich unentgeltliche
Erziehung der Kinder und Abschaffung der Jugendarbeit wird möglich
gemacht.''
Tags:Kommunismus, Politik
Wie es zum Tiefstand kam; Mittel und Wege alternativer Finanzierungsquellen
Essay Nr. 33 |
3,200 Wörter (
ca. 8 Seiten ) |
6 Quellen |
2008
$ 10.95
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Inhaltsangabe
Gemeinnützige Kulturinstitutionen stehen ohne Frage vor einem existentiellen Problem, welches auf der drastischen Kürzung staatlicher Subventionen für Kultureinrichtungen gründet. Die Frage, die sich aufgrund der aktuellen Lage stellt, ist: Gibt es alternative Finanzierungsmöglichkeiten im gleichen Umfang wie die
bisherigen, staatlichen Subventionen und falls ja – verfügen staatlich geförderte Kulturinstitutionen über das notwendige Know-How um diese ein- und umzusetzen? Dass die staatlich subventionierten Einrichtungen in der Krise stecken ist ein Faktum. Aber wie kam es überhaupt zu dieser drastischen Entwicklung in der deutschen Kulturförderung?
Der Autor behandelt in dieser Arbeit die Geschichte der Kulturförderung ab dem 19. Jahrhundert, wie es zur aktuellen Lage kam und nennt und erklärt Finanzierungsquellen und Kooperationsmodelle.
Outline:
Momentane Lage vieler öffentlich geförderter
Kultureinrichtungen in Deutschland
Wie kam es dazu?
Neuer Kulturbegriff
Gemeinschaftsstiftungen
Matching Funds
Kooperationsmodelle
Mittel und Wege alternativer Finanzierungsquellen
Fazit
Textauszug
''Mit diesem „bürgerlich-restaurativen Kulturbegriff“, welchen man aus dem Kaiserreich übernommen hatte, konnten sich die nachfolgenden Generationen jedoch nicht identifizieren. Aufgrund nachfolgender Aufstände kam es in den 60er Jahren dazu, dass sich neben dem traditionellen Kulturangebot eine Subkulturszene herausbildete, welche es - wie in Heinrichs nachzulesen - schaffte eine breit angelegte „alternative Kultur“ nach amerikanischem Vorbild zu etablieren.
Ziel dieser Subkulturszene war es, durch Überwindung des traditionellen, an Institutionen wie Museen gebundenen Kulturbegriffs der „schönen Kunst“, kulturpolitische und gesellschaftliche Veränderungen zu provozieren, so Heinrichs. Das neue Ziel war von nun an, wie von Willy Brandt formuliert: „Kultur für Alle“ - dieser neue Kulturbegriff beinhaltete eine neue „Soziokultur“: Von nun an sollte Kultur in größeren Zusammenhängen gesehen werden, in der Stadtentwicklung bedacht werden und um den Faktor kulturelle Bildung erweitert werden. Vor allem
aber sollte niemand mehr aus geographischen oder sozialen Gründen an der Wahrnehmung des kulturellen Angebots gehindert werden.
Um diese neue Vorstellung eines Kulturbegriffs in die Tat umzusetzen, bedurfte es einiger struktureller Veränderungen. Um Kultur wirklich Jedermann zugänglich zu machen wurden Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre Volkshochschulen, Musikschulen, Kunstschulen , sowie soziokulturelle und in den jeweiligen Stadtteilen städtische Kulturzentren erbaut. Auch Museums-, und Theaterpädagogen kamen zum Einsatz um kulturelle Inhalte zu vermitteln. Ursprünglich konzipierte man die
neuen soziokulturellen Einrichtungen als Ersatz für „alte“, traditionelle
Kultureinrichtungen, dies funktionierte jedoch nicht im vorgesehenen Maße. So kam es zunächst dazu, dass traditionelle Einrichtungen neben den neugeschaffenen Zentren bestanden, und diese sehr bald wieder die Kulturarbeit dominierten.'
Tags:Kulturgeschichte, Museum
Eine Darstellung des Sudan Dafur Konflikts. Die Daten und Fakten und die möglichen Friedensmissionen, die unter der Vorraussetzung, dass die AU und die UN mit der Basis eines gemeinsamen Ziels - dem Schutz der Würde des Menschen - zusammen arbeiten, um ei
Essay Nr. 34 |
2,106 Wörter (
ca. 5.3 Seiten ) |
11 Quellen |
2009
$ 7.95
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Inhaltsangabe
Der folgende Essay wird sich speziell mit der humanitären Katastrophe des Sudan-Darfur Konflikts beschäftigen, welcher bisweilen mehr als 200.000 Menschen das Leben gekostet hat und über 2 Millionen Vertriebene hervorbrachte.
Die Frage, wie es zu diesem Konflikt kam und weshalb es teils massive Schwierigkeiten gab eine internationale Friedensmission, geleitet durch die Vereinten Nationen (UN), in die Wege zu leiten, soll geklärt werden. Des weiteren richtet dieser Essay sein Augenmerk auf die theoretische Durchführung bzw. Inkraftsetzung von Friedensmissionen seitens der UN und den damit zusammenhängenden Problemen, welche auftreten können. Anhand empirischer Fakten des Sudan-Darfur Konflikts werden diese Umstände untermauert.
Outline:
Einleitung
Hauptteil
Fazit
Literaturverzeichnis
Textauszug
„Die Wurzeln der Darfur-Krise liegen in einer Kombination von Faktoren: die durch extreme Dürren verschärfte Ressourcenknappheit, Stammeskonflikte und das Gefühl der Bewohner Darfurs, an den Rand gedrängt und von den Gewinnen aus der Ölforderung im Sudan ausgeschlossen zu werden“ , sind zentrale Probleme des Konflikts.
Seit dem Jahre 2003 gab es unzählige Übergriffe der Sudanesischen Regierung, der NCP und derer in Auftrag stehenden Milizen, der Dschandschawid, eine berittene Nomadenarmee, auf die Bevölkerung Darfurs. „Dem Sudan wurde vorgeworfen, arabische Milizen zu bewaffnen, die als janjaweed dafür bekannt sind, wahllos schwarze Zivilisten in Darfur zu töten“ . Die Ursachen für den Konflikt reichen bis in die Kolonialzeit zurück, in der vornämlich Frankreich und Großbritannien die Grenzen zwischen der späteren Republik Sudan und dem Tschad ohne jegliche Beachtung der ethnischen Ausprägungen der Bevölkerung gezogen haben. „[…] Ihre Politik schuf [..] zugleich Bedingungen, die später zur Marginalisierung der nicht am Fluss gelegenen Teile Sudans beitrugen“ . Dieses Faktum war quasi der Grundstein der darauf folgenden Konflikte.
Tags:Politik, Konflikte
In Österreich sind bereits 460 000 Menschen von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen, das sind 15.5%, wobei diese Zahl stetig ansteigt; nicht zuletzt wegen der Weltwirtschaftskrise.
Essay Nr. 104 |
1,499 Wörter (
ca. 3.7 Seiten ) |
14 Quellen |
2009
$ 4.95
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Inhaltsangabe
In diesem Essay geht der Verfasser verstärkt auf die soziale Reaktion zur offensichtlichen Armut (sei es durch Bettler oder Spendenaufforderungen) der Gesellschaft ein und somit auch auf die Frage der sozialen Ungleichheit und der gesellschaftlichen Schichtung. Während diese Themen angegangen werden, fragt die Arbeit nach Auswegen bzw. Ideen für Auswege aus der Armut, der man nur zusammen entkommen könne, als eine gemeinsame Gesellschaft.
Outline:
Einleitung
Definition von sozialer Ungleichheit und der daraus folgenden Armut
Armutsgefährdung in Österreich
Die Reaktion der Gesellschaft auf die Konfrontation mit Armut
Wege zur Bekämpfung der Armut
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Seit Jahrhunderten sind manche Menschen besser als andere gestellt, dies begann bereits in der Antike, in der Sklaven unter schlechteren Umständen lebten als Bürger. Wesentlich kann zusammengefasst werden, dass die soziale Ungleichheit mit dem Einführen von Besitz entstand und durch die Industrialisierung ein noch breiterer Abstand zwischen „Arm“ und „Reich“ gebildet wurde.
In einem Land wie Österreich schien Armut jedoch bis 1990 als
„peripheres, ein fremdes Thema, möglicherweise andernorts in fernen Ländern oder Kontinenten, nicht aber bei uns beheimatet. Armut und Armutsforschung wurden von Politik und Wissenschaft gleichermaßen nahezu ignoriert“ (Stelzer-Orthofer 2008, S. 33).
Durch die steigende Arbeitslosigkeit und vor allem mittels der Initiativen der Europäischen Union, welche beim Lissaboner Gipfel 2000 zu einer „Wende in der europäischen Politik gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ geführt haben, wurde das Thema Armut und Armutsbekämpfung in Österreich in die politische und sozialwissenschaftliche Diskussion miteinbezogen und somit aus derer Abstinenz in die Öffentlichkeit gezogen (Hartmann 2002, S.165).''
Tags:Politik, Wirtschaftskrise, Austria, Europa