Arendt Hanna - Was ist Politik?
Arendt Hanna - Was ist Politik?
Hanna Arendt beschäftigt sich in ihrer Arbeit „Was ist Politik?“ mit zentralen Fragen um Politik. Unter anderem mit Vorurteilen gegenüber Politik, oder der Frage nach dem Sinn der Politik.
1,270 Wörter (ca. 3.2 Seiten) |
1 Quelle |
2008
Inhaltsangabe:
In diesem Essay wird der Text von Hanna Arendt behandelt. So setzt sich Hanna Arendt zu Beginn mit folgenden Fragen auseinander: Ist Politik Freiheit, bzw. kann man diese zwei Dinge unter einen Hut bringen oder fängt Freiheit eigentlich erst dort an wo Politik aufhört? Die Autorin des Essays stimmt zu, dass der Sinn der Politik Freiheit ist, aber würde es eher wie folgt ausdrücken: Die Politik hat die Pflicht gewisse Freiheiten des Einzelnen in einem bestimmten Rahmen zu gewährleisten. Leider schaffte das die Politik in der Vergangenheit sehr oft nicht. Eine der politischen Grunderfahrungen unserer Zeit, die auch Arendt in ihrem Text nennt, sind die totalitären Staatsformen, in denen die Menschen jeglicher Freiheiten beraubt wurden.
Aus der Arbeit:
Das Problem dabei ist meiner Meinung nach, dass die Politik schon immer eine gewisse Tendenz zum Totalitären inkludierte. Vom alten Athen, hier möchte ich nur Lysander nennen, der um 405 v. Chr. die Führung in Athen übernahm und ein Jahr lang eine autoritäre Staatsform ausübte, bis zum alten Rom, wo Cäsar die vorhandenen demokratischen Spielregeln für seine politischen Ziele außer Kraft setzte. Genau diese immer wieder auftauchende Tendenz vom Demokratischen zum Diktatorischen war schon so oft der Grund für politische „Krisen“.
Aber auf der anderen Seite müssen wir, das so genannte Volk, auch gewisse Freiheiten aufgeben um Freiheit zu erlangen. Ich gebe zum Beispiel die Freiheit, also das Recht auf Waffen für jeden gerne auf und bekomme dafür aber auch etwas, und zwar Sicherheit (zumindest sollte es so sein). Hierbei zeigt sich aber immer wieder das Problem, dass solche übertragenen Rechte zu oft missbraucht werden. Um dies besser zu veranschaulichen, ein Beispiel:
In den früheren Stammesgesellschaften hatten alle freien Stammesmitglieder das Recht auf Waffen. Die Bauern, bzw. die einfachen Leute gaben dieses Recht auf und es entstanden dadurch Kriegerkasten. So schaffte man anfänglich für jeden einen Vorteil. Die Bauern hatten mehr Zeit für ihre Felder und konnten sich sicher fühlen und die Kriegerkasten hatten Zeit um zu trainieren. Einfache Arbeitsteilung, eigentlich ein fairer Tausch. Doch die Kriegerkasten wurden durch ihr Training den einfachen Stammesmitgliedern schon bald überlegen und nutzten dies aus. In den später daraus entstandenen Armeen wurden schlussendlich diese Bauern zum Dienst in der Armee gezwungen.