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Der Dekabristenaufstand 1925


Nr. 176
Der Dekabristenaufstand 1925
Der Text ist ein Versuch, in Kürze die verschiedenen Facetten des Dekabristenaufstandes aufzuzeigen.
2,180 Wörter (ca. 5.5 Seiten) | 13 Quellen | 2009


Inhaltsangabe:

Gerne wird der Dekabristenaufstand, der am 26. Dezember 1825 in St. Petersburg stattfand, als Russlands erste Revolution bezeichnet. Im kollektiven russischen Gedächtnis ist es eines der wichtigsten Ereignisse des 19.Jahrhunderts. Mitglieder und Sympathisanten der Dekabristenbewegung sind im Volk sehr beliebt und werden bis heute hoch geachtet.
Doch, dieser Aufstand ist, milde ausgedrückt, gescheitert. Und selbst A.S. Puschkin, der den Dekabristen sehr nahe stand, schrieb „in ihrem tiefsten Inneren waren sie nicht revolutionär gesinnt. Es entsprach alles ihrer Langeweile, dem Tatenhunger ihres jungen Gemüts. Erwachsene Männer zwar, flüchteten sie doch in die tollkühne Abenteuerlust der Jugend“.
Welche Rolle spielte der Dekabristenaufstand nun in der russischen Geschichte? War er mehr als eine „Spinnerei“ einiger gelangweilter junger Menschen?

I Einleitung: Beliebtheit der Dekabristen im Volk – „Aufstand aus Langeweile“

II Dekabristenbewegung und ihre Rolle in der russischen Geschichte

1) Geschichtlicher Kontext
2) Dekabristenbewegung
3) Der eigentliche Aufstand

III Schluss: unmittelbare und mittelbare Folgen

Aus der Arbeit:

Um die Entstehung und die scheinbare Widersprüchlichkeit der Dekabristenbewegung zu verstehen, muss sie in ihrem zeitlichen und räumlichen Kontext betrachten werden.
Zu Beginn des 19.Jahrhunderts war Russland zu einer Weltmacht aufgestiegen. Das Reich war beständig gewachsen und hatte mit der Niederlage Napoleons den Höhepunkt seiner politischen Stärke erreicht. Die junge russische Elite wuchs mit dem Bewusstsein auf, jedem noch so unbesiegbar erscheinenden Feind überlegen zu sein. Doch die napoleonischen Kriege hatten sie auch darauf aufmerksam gemacht wie rückständig Russland in vielen Bereichen war. Sie hatten die Ideale der Aufklärung bzw. der französischen Revolution kennen gelernt und viele hatten sich davon begeistern lassen. Mit Zar Alexander I. war 1801 ein junger und zunächst reformwilliger Zar auf den Thron gekommen. Doch der „Befreier Europas“ herrschte in Russland weiterhin autokratisch und unternahm wenig, um die sozialen Probleme seines Landes zu lösen. Zu jener Zeit konnten etwa 97-98% der russischen Bevölkerung nicht lesen und schreiben , ein überwiegender Teil der Bauern waren Leibeigene ohne jegliche Rechte, im Militär kam es häufig schon bei kleinen Delikten zu grausamen Folterungen...

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