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Die Geschichte Italiens 1960-1980: Die Zeit der Revolte


Nr. 47
Die Geschichte Italiens 1960-1980: Die Zeit der Revolte
Italien geprägt von sozialen und politischen Konflikten, zu sehen im Kontext von globalen Auseinandersetzungen wie dem Kalten Krieg und theoretischen Streitigkeiten über Kapitalismus und Kommunismus.
4,020 Wörter (ca. 10.1 Seiten) | 13 Quellen | 2007


Inhaltsangabe:

Dieses Essay soll die Inhalte und Ergebnisse der Sitzungen zur Zeit der Revolte der Übung „Einführung in die zeitgenössische Geschichte Italiens: 1943-1992“ aus dem Sommersemester 2007 zusammenfassen und punktuell vertiefen.
Der Aufbau orientiert sich an den Themen der einzelnen Sitzungen, Methodisch sei der Hinweis erlaubt, dass jegliche Quellendokumentation dem Literaturverzeichnis zu entnehmen ist. Ein im Kontext des Essays thematisierter und in der Übung angesprochener Schwerpunkt stellt die Entführung Aldo Moros dar. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in den politischen Konflikten zwischen den verschiedenen Parteien und deren Versuch, sich zu einigen. Die Betrachtung Italiens ist hierbei besonders interessant aufgrund der Größe und Wirkkraft der Kommunisten Italiens. Die kommunistische Partei Italiens war die größte außerhalb des Ostblocks. Als Kern dieser Arbeit lässt sich daher der Machtkampf von konservativen und progressiven Kräften erkennen.


Outline:
Einleitung
Vom centro-sinistra zur Protestbewegung: 1960-1969
Von der Protestbewegung zum „Historischen Kompromiss“: 1970-1976
Die bleiernen Jahre Italiens: 1974-1980
Die Entführung Aldo Moros
Schlussbetrachtung Literaturverzeichnis

Aus der Arbeit:

''Die wichtigsten politischen Phänomene in Italien gegen Ende der 1950er und den anfangenden 1960er Jahre waren einerseits das Auseinanderbrechen der Aktionseinheit der beiden großen linken Parteien, der Partito Comunista Italiano (PCI) und der Partito Socialista Italiano (PSI), seit 1956. Die offizielle Kündigung der seit 1948 bestehenden Aktionseinheit erfolgte 1957. Es blieb lediglich eine Beratungseinheit, patto di consultazione, übrig. Andererseits ist die Regierungsbeteiligung der PSI an einer Mitte-Links-Regierung, der centro-sinistra, unter der Führung der Democrazia Cristiana (DC), gebildet von Aldo Moro, als ein wichtiges Merkmal jener Zeit zu identifizieren.
Das Zustandekommen der centro-sinistra bedurfte auf beiden Seiten eines Umdenkens und wurde sowohl von internationalen Entwicklungen - so das Ende des Koreakrieges mit den nachfolgenden Veränderungen in der Sowjetunion - als auch durch das Ende des Pontifikats Pius XII. begünstigt. Der verstorbene Papst hatte nicht nur Faschismus und Nationalsozialismus zumindest wohlwollend unterstützt, sondern in der Nachkriegszeit auch eine aktive Antikommunismuspolitik zu Gunsten der DC praktiziert. Sein Nachfolger Papst Johannes XXIII. wurde 1958 gewählt, benötigte allerdings ein wenig Zeit, bis seine neuen Weisungen konkrete Gestalt annahmen. Weiterhin spielte in dieser Entwicklung auch die 1958 angekündigte UdSSR-Reise des Staatspräsidenten Gronchi eine Rolle. Sie wurde als ein innenpolitisches Signal für eine Öffnung nach links verstanden, auch wenn die Reise letztendlich auf öffentlichen Druck hin abgesagt wurde und unter dem Vorwand einer Erkrankung auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.
In diesem Kontext lösten sich die Regierung von Amintore Fanfani, einer Koalition aus DC und der Partito Socialista Democratio Italiano (PSDI) sowie die Regierung Antonio Segni, einer DC-Regierung, auf. Neuer Generalsekretär der DC wurde Aldo Moro. Diesem gelang es, die Partei mit seinen unterschiedlichen Strömungen nach links und rechts in den Griff zu bekommen. So war er einerseits zu der Erkenntnis gekommen, dass langfristig eine Beteiligung sowohl der Sozialisten als auch der Kommunisten unausweichlich ist. Andererseits hatte er zum Sturz Fanfanis beigetragen, indem er ihn von rechts angegriffen hatte. Zunächst galt es aber, die DC zu einen, um die verfeindeten Strömungen bzw. Blöcke innerhalb der Partei wieder zueinander zu führen. Zu diesem Zweck entstand 1960 eine alternativa di destra, geführt von Fernando Tambroni und unter Beteiligung der Movimento Sociale Italiano (MSI) und den Monarchisten. Diese Regierung währte allerdings nur bis Juli 1960. Die neofaschistische MSI hatte im Mai 1960 versucht, ihren Parteitag in Genua abzuhalten. In dieser Hochburg des Antifaschismus kam es zu großen Demonstrationen und Auseinandersetzungen mit der Polizei, in der Folge auch zu einem Generalstreik nicht nur in Genua, sondern auch in anderen Städten Norditaliens. Unter großem Jubel reisten die Neofaschisten letztendlich wieder ab und die Regierung Tambroni war gescheitert. Die alternativa di destra hatte sich hiermit als langfristig unmöglich erwiesen. ''

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22.03.2009
Abitur 2005 (1,9) Studium der Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft, Bachelor.
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