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Europäische Integration. Neofunktionalismus. Integrationstheorie

Nr. 36
In dieser Arbeit wird dargelegt wie die Bildung der Europäischen Union und die damit verbundene Europäische Integration anhand mehrerer politikwissenschaftlich bekannter Integrationstheorien analysiert und interpretiert werden kann.
1,860 Wörter (ca. 4.7 Seiten) | 5 Quellen | 2009
Published on: 18.03.2009

Inhaltsangabe:

Es bieten u.a. die Integrationstheorie des Intergouvernementalismus, wie auch des Neofunktionalismus klar definierte Analysetheorien, welche die europäische Integration transparenter und nachvollziehbarer veranschaulicht.
In diesem Essay wird die Europäische Integration anhand der Integrationstheorie bzw. des Integrationsansatzes des Neofunktionalismus (definiert von Ernst Haas), und dem damit unmittelbar verbundenen integrationstheoretischen Vorgänger, dem Funktionalismus (definiert von David Mitrany) erläutert.

Outline:
Einleitung
Haupteil
Fazit
Literaturverzeichnis

Aus der Arbeit:

Integrationstheorien wie der Neofunktionalismus „verdeutlichen die Entwicklungslinien eines multidimensionalen Prozesses und dessen mögliche Projektion in die Zukunft.“ (Bieber 2006: 46) Betrachtet man den Neofunktionalismus so darf keinesfalls die von David Mitrany, welcher der „unangefochten wichtigste Theoretiker funktionalistischer Friedensprogrammatik“ (Schieder 2003: 144) ist, vorgestellte Theorie des Funktionalismus außer Acht gelassen werden, da der Neofunktionalismus quasi auf der Theorie des Funktionalismus aufbaut. Betrachtet man die europäische Integration, so stellt sich heraus, dass es mehrere Stufen oder temporäre Absätze der Entwicklung gab. Der Funktionalismus wurde bereits vor der ersten Stufe der europäischen Integration, der Gründung der EGKS, der europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (auch Montanunion genannt), welche von 1952 bis zum Jahre 2002 bestand hatte, datiert. Die Gründung der EGKS war deshalb so besonders und ausschlaggebend für den Beginn der europäischen Integration, da die 6 Mitglieder der EGKS Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande und die Bundesrepublik Deutschland, welche durch die beiden Weltkriege gebrandmarkt waren, erstmals auf friedlicher Basis eine Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Sektor suchten und darüber hinaus den Anfangspunkt für weitere Kooperationen (Gründung der EWG und Euratom) zwischen den Staaten darstellte. „Die EGKS sollte einen gemeinsamen Markt schaffen und eine gemeinsame Kontrolle, Planung und Verwertung dieser für die damalige Kriegführung (Kalter Krieg) so wichtigen Industriezweige ermöglichen.“ (Harth 2008: 14) Eine friedenssichernde Politik und die „Befriedigung individueller gesellschaftlicher Bedürfnisse“ (Schieder 2003: 141) standen aufgrund der Schrecken und Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges und wegen des Scheiterns des Völkerbundes in den Nationalstaaten und in der sich anbahnenden europäischen Zusammenarbeit an höchster Stelle. Aufgrund dessen basiert der funktionalistische Theorieansatz Mitranys vor allem auf den „Großtheorien des Liberalismus bzw. des Idealismus […]“ (Schieder 2003: 141).

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