Westfälischer Friede
In dieser Arbeit geht es um die inhaltliche Darstellung und Bewertung des Westfälischen Friedens, der eine Reihe von Kriegen beendete, die unter dem Begriff "Dreißigjähriger Krieg", zusammengefasst werden.
1,604 Wörter (
ca. 4 Seiten) |
9 Quellen |
2009
Published on: 15.06.2009
Inhaltsangabe:
Die Verhandlungen wurden zwischen dem Kaiser und dessen Verbündeten mit Frankreich im katholischen Münster und mit Schweden und deren Verbündeten im protestantischen Osnabrück geführt. Vom April 1649 bis Juni 1651 wurde am Kongress in Nürnberg Einzelheiten des Vertrages diskutiert. Die Umsetzung des Pax Westphalica erfolgte schließlich auf dem Regensburger Reichstag 1653/54. Der Friedensvertrag behielt seine Gültigkeit bis 1806. Die Verträge betrafen territoriale, konfessionelle und politische Entscheidungen. Ziel des Friedensprozesses war es, die großen militärischen Konflikte, der Krieg Frankreichs mit Spanien, den Unabhängigkeitskrieg der nördlichen Niederlande gegen Spanien, die Auseinandersetzungen des Kaisers mit Frankreich und die Konflikte des Kaisers mit den Reichsständen beizulegen. Der Friedensvertrag ist ein Verfassungsdokument, das ein kompliziertes Geflecht von Rechten und Privilegien verschiedener politischer Gebilde darstellt und versucht, das Gleichgewicht der politischen Ordnung in Europa garantieren sollte. Das Haus Habsburg sollt nicht mehr in der massiven Machtkonstruktion eines Karl V. auftreten können. Aber auch die Machtkonzentration anderer Großmächte sollte verhindert werden.
Aus der Arbeit:
''Der „Böhmisch-Pfälzische Krieg“ 1618 endete 1620 mit einer Niederlage Friedrichs am Weißen Berg. Dieser verlor Böhmen und die Pfalz, Protestantismus und die ständische Verfassung in Böhmen und den österreichischen Erblanden wurde beseitigt. 1634-1630 fand der „Dänische Krieg statt. Christian IV. von Dänemark versuchte die erstarkte Macht des Habsburgers gemeinsam mit England und den Niederlande zu verhindern. Ferdinand es unter Wallenstein mit seinem Heer zu schlagen. Das Restitutionsedikt 1926 sollte dem Protestantismus die Machtgrundlage entziehen, allerdings erzwingen die Kurfürsten die Entlassung des Oberfeldherrn Wallenstein und die Verabschiedung eines Teiles seines Heeres. Die Festigung Ferdinands Macht, sowie die Pläne zur Errichtung einer kaiserlichen Ostseeherrschaft führten in den „Schwedischen Krieg“ 1630-1635. Die Bedrohung des Protestantismus und der Wunsch seine hegemonialen Ziele in Nordosteuropa durchzusetzen, veranlasste Gustav Adolf von Schweden zum Eingreifen. 1631 wurde Magdeburg erobert. In Breitenfeld erlitt das Heer Gustav Adolfs eine Niederlage und auch sein Vorstoß in den Süden wurde vom wiederbestellten Befehlshaber verhindert. In der Schlacht bei Lützen 1632 fiel Gustav Adolf, sein Kanzler Axel Oxenstierna, der die Vormundschaft für die unmündige Christina von Schweden übernahm, fasste die protestantischen Stände im „Heilbronner Bund“ zusammen. Nachdem Wallensteins ohne Einverständnis Ferdinands, 1633 Verhandlungen mit den Schweden aufnahm, wurde er erneut abgesetzt und später ermordet. Noch im selben Jahr waren die kaiserlichen Truppen in der Schlacht bei Nördlingen erfolgreich. Die Protestantischen Stände schlossen mit Ferdinand den Prager Frieden von 1635, mit dem Ziel, das Restitutionsedikt auszusetzen. Die so genannte Stichtagregelung (Die Restitution der Kirchengüter wurde zu einem Stichtag 1627 festgelegt) sollte den Krieg mit einer pragmatischen Lösung beenden. Ziel der Stichtagsregelung war es, den jeweiligen Status Quo zu sichern, konfessionelle Konflikte, die die Handlungsfähigkeit politischer Einheiten gefährden könnten, zu vermeiden. Eine vierte Phase des Krieges, der „Schwedisch-Französische Krieg“ 1635-1648 wurde unterdessen durch das Eingreifen Kardinals Richelieu aus Frankreich eingeleitet, der eine Koalition mit den Niederlanden und Italien erzielte, 1636 erklärte Frankreich dem Kaiser den Krieg.''