Die Fragestellung zur Feldforschung lautete zu Beginn: „Was tun Menschen am Bahnsteig, wenn sie auf den Zug warten?“ und „Nehmen Menschen Kontakt mit anderen auf, wenn sie auf den Zug warten?“
Inhaltsangabe Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit einer Feldstudie, welche der Autor im Rahmen des Seminars „EthnographischeStudien der Interkulturalität“ selbst durchgeführt hat. In dem Seminar wurde diese Methode der Ethnographie definiert, die Fragestellung und die Feldforschung wurden selbstständig organisiert. Weiters wurden Theorie und Praxis der Ethnographie im Seminar erläutert und miteinander verbunden, worauf der Autor dieser Seminararbeit näher eingehen möchte.
Der Autor hat untersucht, was an einem Bahnsteig passiert, während Passanten auf den Zug warten. Es wurde zum Beispiel beobachtet, wie Gruppen entstehen, bzw. was passieren muss, damit Gruppen entstehen und dass Kontakt zu anderen Menschen zustande kommt. In den Mittelpunkt rückte für den Autor nun die Frage, wie Differenz bei Kontakt hergestellt und markiert wird.
Durch diese Fragestellungen lassen sich bestimmte Muster feststellen, welche in der Arbeit näher erläutert werden. Man kann beobachten, wie, wann und warum Menschen Kontakt bzw. keinen Kontakt zu anderen Menschen aufnehmen. Auch lassen sich die verschiedensten Elemente beobachten, was Menschen tun, um Kontakt mit anderen Personen zu vermeiden. Weiters bekam er Autor diverse Antworten auf die Frage, was Menschen tun, wenn sie warten.
Würde man eine größere Studie in der Ethnographie durchführen und könnte eine explizitere Fragestellung auswählen, man würde dazu tendieren, eine bestimmte Gruppe von Personen zu beobachten. Eine Möglichkeit für eine Fragestellung wäre: „Wie nehmen Reisende mit dem Zug, die sich nicht auskennen, Kontakt zu anderen Menschen auf? Nach welche Kriterien suchen die Menschen, die Hilfe brauchen, andere Personen aus?“. Damit würde man vor allem beobachten wollen, ob hier die Personen nach dem Geschlecht gehen, also ob Frauen dazu tendieren, eher Frauen anzusprechen und sie um Hilfe zu bitten und Männer eher Männer ansprechen, oder ob es ganz andere Faktoren gibt.
Outline:
Einleitung
Die Fragestellung
Die Methode
Feldnotizen
Reflexion
Synthese - Theorie und Praxis
Literaturverzeichnis
Textauszug ''Der Bahnhof Hollabrunn besteht aus zwei Bahnsteigen mit drei Gleisen. Auf den Bahnsteig zwei gelangt man durch eine Unterführung von zwei verschiedenen Seiten. An beiden Seiten ist jeweils eine Überwachungskamera angebracht. Diese geben mir gleichzeitig ein Gefühl von Sicherheit, aber ich komme mir auch beobachtet vor. Ich frage mich, ob diese Kameras wirklich notwendig sind in Hollabrunn. Vor dieser Unterführung ist auf jeder Seite ein Aschenbecher, also ein Raucherbereich, da auf dem Bahnsteig Rauchverbot herrscht. Weiters gibt es auf jeder Seite einen Ständer mit der Gratiszeitung „Heute“. Dieser ist zu diesem Zeitpunkt bereits leer. Vor jeder Unterführung gibt es außerdem eine Bushaltestelle. Geht man durch die Unterführung, hängen diverse Aushänge der ÖBB, wo Zugausfälle bekannt gegeben werden oder Aushänge wegen einem Schienenersatzverkehr. In der Unterführung selbst hängen Werbeplakate (zurzeit von einem Theaterstück und einem Konzert), auch hier gibt es wieder Überwachungskameras. Dann hat man die Möglichkeit, links und rechts auf den Bahnsteig zu gelangen. Geht man die rechte Seite hinauf, sieht man zu Beginn eine Überwachungskamera, danach einen Automaten, wo man sich Süßigkeiten und Säfte kaufen kann. Dann sind Sitzmöglichkeiten angeordnet, immer drei Plätze nebeneinander, Rücken an Rücken. Diese Sitzplätze gibt es insgesamt fünf Mal am Bahnsteig. Ich gehe dort hin, wo zwei dieser fünf Sitzmöglichkeiten waren und setze mich auf einen Platz. Zwischen den beiden Sitzgarnituren stehen ein Mistkübel und eine Säule, wo ein Zugplan hängt. Weiter oben gibt es eine Werbesäule. Auf jeder Seite der Unterführung gibt es eine große Uhr.''
Diese Arbeit befasst sich mit der Geschichte des Ethnographischen Museums in Budapest, die 1872 mit der Gründung der Ethnographischen Abteilung im Nationalmuseum begann, welche als Werkstatt der nationalen Wissenschaft diente.
Inhaltsangabe Während der vielen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen im 19. Jahrhundert entstanden neue Institutionen und alte verschwanden. Zu den neuen gehörten auch Nationalmuseen, deren Aufgabe es war, Objekte der nationalen Kultur zur Lehre der Gesellschaft zu bewahren, zu vermehren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Man wollte die geschaffene Kultur und Lebensweise der arbeitenden Schichten und anderer Klassen der ungarischen Gesellschaft als historische Lehre pflegen und wahren. Die damalige Ethnographische Abteilung bestand hauptsächlich aus der Sammlung von János Xantus, die mehrere Kulturobjekte aus mehreren ostasiatischen Ländern umfasste. Diese Arbeit berichtet über die geschichtlichen Hintergründe des Ethnographischen Museums, die dort gezeigten Sammlungen und wissenswerte Eckdaten zu Museum und Ausstellungen.
Outline:
Einleitung
Geschichtliche Entwicklung des Museums und der Sammlung
Wissenswerte Eckdaten des Museums
Wissenswertes zu den Ausstellungen
Textauszug ''Eine der ersten Sammlungen des Ethnographischen Museums war diejenige von Antal Reguly. Diese entstand 1845 und enthielt Objekte von einer Studienreise nach Russland, wo er die dort lebenden finnisch-ugrischen Sprachfamilien erforschte.
Generell wurden Objekte aller Völker der Welt gesammelt. Die ungarische Sammlung entwickelte sich recht langsam und blieb lange hinter der allgemeinen ethnographischen Sammlung zurück.
Nachfolger von Xantus wurde János Jankó (1868-1902), der in seiner späteren Karriere nicht nur die Leitung des Museums inne hatte, sondern auch ethnographischer Fachinspektor für andere ungarische Museen war. Janós Jankó bestimmte die Entwicklungsrichtung des Ethnographischen Museums maßgeblich.
Trotz bedeutender Änderungen, denen die Institution im Laufe der Jahrzehnte unterworfen war, bewahrte das Museum immer seinen Werkstattcharakter. Das Ethnographische Museum bot für die Volkskunde bis zur Errichtung des ersten Lehrstuhles in den 30er Jahren und der Gründung eines eigentständigen Forschungsinstitutes ein „Heim“, das beinahe die einzige und hinsichtlich des Forscherstandes auch heute noch größte Werkstätte der ungarischen volkskundlichen Wissenschaft ist.
Doch das Ethnographische Museum beschränkte sich nicht nur auf die Museumsarbeit selbst. 1965 wurden erste Schritte unternommen, um ein Freilichtmuseum in Szentendre zu gründen. Dieses wurde dann am 1. Jänner 1972 zu einer selbstständigen Institution und schied 1974 aus dem Verband des Ethnographischen Museums aus. Außerdem wurde von János Jankó die Museumszeitschrift „Néprajzi Értestiö“ gegründet, die es auch heute noch gibt.''
Die Kontroverse um den Status des Schreins hängt unmittelbar mit der Frage zusammen, der im Rahmen dieser Arbeit nachgegangen werden soll: Stellt der Shintô und damit auch der aus ihm abgeleitete Kaiserkult des Staatsshintô überhaupt eine Religion dar?
Inhaltsangabe Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts widmete man sich in der abendländischen Wissenschaftsliteratur dem Shintô als Volksglauben der Japaner. Der japanische Volksmoralist Inoue Tetsujirô, auf den der Autor im Laufe seiner Abhandlungen noch näher eingehen wird, befasste sich bereits 1897 mit der philosophischen Ideengeschichte Japans und sah den Shintô als nicht vergleichbar mit westlichen Vorstellungen von Religion. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trieb japanische Gelehrte vor allem die Frage nach der Beziehung von Tennô und Volk um; in diesem Zusammenhang setzte sich insbesondere Ichikawa Daiji mit dem Begriff der japanischen Nation auseinander. In der Zeit des Nationalsozialismus während der dreißiger und vierziger Jahre in Deutschland verengte sich der Blick der Japanforschung überwiegend auf die Untersuchung des „Shintoismus als Quelle des japanischen Volkscharakters und Nationalgeistes“, wie es Kurt Meissner 1939 beschrieb. Der Amerikaner D.C. Holtom brachte in den dreißiger und sechziger Jahren umfangreiche Studien zu den Interdependenzen von Nationalismus und Shintô heraus, auf denen auch die hier vorliegende Arbeit basiert. Erst in der Nachkriegszeit erschienen darüber hinaus Arbeiten, die sich stärker sozialwissenschaftlich bzw. religionssoziologisch mit dem Shintô und seiner Rolle im japanischen Ultranationalismus auseinandersetzten. Weiterhin stützt sich die vorliegende Arbeit maßgeblich auf die Veröffentlichungen von Helen Hardacre und Klaus Antoni, die in den achtziger und neunziger Jahren dem Staatsshintô ausführliche Studien widmeten sowie auf Ernst Lokowandts Schrift über die rechtliche Entwicklung des Staatsshintô während der Meiji-Zeit. Bei der Analyse der oben genannten Fragestellung bedient sich das hier vorliegende Werk einem soziologischen Koordinatensystem, das sich wesentlich nach den Ideen von Max Weber und Emile Durkheim richtet.
Outline:
Einleitung
Die Politische Theologie und der Yasukuni-Schrein
Die Politische Theologie des Carl Schmitt
Die Geschichte des Yasukuni-Schreins
Vom Verhältnis zwischen Shintô und StaatsshintôDie Meiji-Zeit und die Etablierung des Kaiserkultes
Die Trennung von Shintô und Buddhismus
Die ideologische Aufbereitung nationaler Mythen
Die Shinkoku-Ideologie
Die Ideologie vom Familienstaat und die Essenz nationalen Wesens
Fazit
Anhang
Literaturverzeichnis
Textauszug ''Um die Entwicklung des japanischen Ultranationalismus seit der Öffnung des Landes in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und sein ideologisches Grundgerüst hinreichend verstehen zu können, ist die Zuhilfenahme einer politischen Theorie über die Entstehung und Legitimation von Souveränität, die in ihrer Beschreibung auf das japanischen Herrschaftssystems der damaligen Zeit anwendbar ist, unerlässlich. Der deutsche Staatsrechtler Carl Schmitt veröffentlichte im Jahre 1922 seine Studie zur Politischen Theologie, in der er die Staatslehre in unmittelbare Beziehung zur Theologie setzte. „Alle prägnanten Begriffe der modernen Staatslehre sind säkularisierte theologische Begriffe. Nicht nur ihrer historischen Entwicklung nach, weil sie aus der Theologie auf die Staatslehre übertragen wurden, […] sondern auch in ihrer systematischen Struktur, deren Erkenntnis notwendig ist für eine soziologische Betrachtung dieser Begriffe“ (Schmitt 2004:43) Für Schmitt war die religiös begründete Herrschaft eines starken Führers der bürgerlichen parlamentarischen Demokratie überlegen, da gemäß seiner Auffassung eine Präsidialdiktatur am ehesten den Volkswillen repräsentiere. Als Bewunderer des italienischen Faschismus, rechtfertigte Schmitt in seinen Werken nach 1933 kritiklos auch den aufkeimenden Nationalsozialismus in Deutschland und das Führerprinzip. „Dass der Faschismus auf Wahlen verzichtet […], ist nicht etwa undemokratisch, sondern antiliberal und entspringt der richtigen Erkenntnis, daß die heutigen Methoden geheimer Einzelwahl alles Staatliche und Politische durch eine völlige Privatisierung gefährden, das Volk als Einheit ganz aus der Öffentlichkeit verdrängen […] und die staatliche Willensbildung zu einer Summierung geheimer und privater Einzelwillen, das heißt in Wahrheit unkontrollierbarer Massenwünsche […] herabwürdigen. Gegen ihre desintegrierende Wirkung kann man sich nur schützen, wenn man […] eine Rechtspflicht des einzelnen Staatsbürgers konstruierte, bei der geheimen Stimmabgabe nicht sein privates Interesse, sondern das Wohl des Ganzen im Auge zu haben – angesichts der Wirklichkeit des sozialen und politischen Lebens ein schwacher und sehr problematischer Schutz. Jene Gleichsetzung von Demokratie und geheimer Einzelwahl aber ist Liberalismus des 19. Jahrhunderts und nicht Demokratie“ (Schmitt 1994:126). Schmitts Äußerungen weisen ihn als Anhänger der organischen Staatstheorie aus, die durch den Berliner Verfassungsrechtler Otto von Gierke bereits Einfluss auf die japanische Verfassungsrealität genommen hatte. „Die Organismus-Theorie war vorzüglich dazu geeignet, sowohl die besondere Stellung des Kaisers, als auch seinen Herrschaftsanspruch zu untermauern. Der Vergleich Kaiser = Kopf, Gehirn des Staats-Organ-ismus erklärte die einmalige, vom Volke wesensmäßig unterschiedene Position des Kaisers und wies ihm die Leitung des Staats-Körpers als natürliche Aufgabe zu“ (Lokowandt 1978:51). Obwohl Carl Schmitt seine Ausführungen zur Politischen Theologie nie auf das System der japanischen Tennô-Herrschaft nach 1868 bezog, ist seine faschistische Systemtheorie dennoch auf Japans Kaiserkult anwendbar, da sie die Entlehnung theologischer Begriffe zur Legitimation traditionaler Herrschaftsformen, so wie im Staatsshintô geschehen, erfasst. In den folgenden Ausführungen wird dem theokratischen Herrschaftssystem Japans und dem Yasukuni-Schrein als dessen Sinnbild, stets die Schmitt’sche Definition von Politscher Theologie zugrunde gelegt.''
Tags: Japan, Politik, Meiji-Zeit, Kaiserkult, Shintô und Buddhismus
Eine Forschungsarbeit über die Bedeutung der Proteine und ihren Aufbau. Fakten über Chlorophyll und die dadurch mögliche Photosynthese mit abschließenden Informationen zur Zelle und Blutgerinnung.
Inhaltsangabe Diese Arbeit behandelt neben den Fakten des Hämoglobins (in Entstehung und Aufbau) auch sehr interessante Studien zum Wert der chemischen Bestandteile des menschlichen Körpers. Hauptthema ist der grüne Blattfarbstoff Chlorophyll, ein lichtstabiles, gegen Sauerstoff und Kohlendioxid beständiges Chromoprotein. Es wird die biochemische Funktion der Photosynthese behandelt, sowie deren Herkunft, Aufbau und Eigenschaften. Der Autor erklärt anhand von Beispielen. Ein weiterer Punkt der Arbeit ist das ''Absorptionsspektrum & der Engelmannsche Bakterienversuch". Im Anschluss wird der Abbau von Chlorophyll erklärt, seine Bedeutung und Notwendigkeit, gegen Ende des Kapitels stehen Informationen zur Entdeckung sowie die Zusammenfassung wichtiger Fakten. Der abschließende Teil der Arbeit behandelt die Blutgerinnung, mitsamt Faktoren und Enstehung des Prozesses. Zudem wird mittels Forschungsergebnissen über die Zelle an sich Darwins Theorie in Frage gestellt.
Outline:
Bedeutung der Proteine
Chlorphyll
Wo kommt die gelbe und rote Farbe der Blätter her
Was ist Chlorophyll
Wie wird Chlorophyll abgebaut
Bedeutung der Photosynthese
Entdeckung des Chlorophylls
Blutgerinnung
Textauszug ''Dabei reagieren ihre funktionellen Gruppen unter Abspaltung eines Wassermoleküls. Aufgrund des hierbei freiwerdenden Wasserstoffmoleküls wird die Reaktion als Kondensation bezeichnet. Die auf diese Weise entstandene CO-NH-Gruppe bewirkt die Verknüpfung. Sie wird als Peptidbindung bezeichnet.
Aminogruppe und Carbonsäuregruppe des entstandenen Dipeptids können sich mit weiteren Aminosäuren verbinden. So können lange Kettenmoleküle entstehen. Bis zu einer bestimmten Molekülmasse von 10 000 u heißen die Reaktonsprodukte Polypeptide, darüber hinaus Proteine.
Die Aminosäuren haben so viele Möglichkeiten sich innerhalb der Ketten unterschiedlich anzuordnen, dass jedes Lebewesen seine eigenen, einmaligen Proteine besitzt."
''Morowitz kam zu dem Schluß, daß die Menschen in Wirklichkeit durchschnittlich 245 $ pro Gramm Trockengewicht wert sind. Nachdem er die zwei Drittel Wasser von seinem eigenen 71 kg schweren Körper abgerechnet hatte, kam er für die übrigen Substanzen auf einen Wert von 6 000 015.44 $. Er sagte jedoch, wenn ein Chemiker all diese Substanzen aus den Rohstoffen synthetisch herstellen müßte, statt sie lediglich von bereits bestehenden Naturprodukten zu trennen, würden sich die Kosten auf etwa 6 Milliarden $ belaufen. Und obwohl es Menschen unmöglich ist, diese chemischen Substanzen zu Zellen zusammenzusetzen, schätzte er die Kosten dafür auf 6 000 Billionen $.''
Der vorliegenden Ausarbeitung des Referats über Erscheinungsformen und Verbreitung von Familienarmut im internationalen Vergleich basiert hauptsächlich auf Bien und Weidachers Buch „Leben neben der Wohlstandsgesellschaft“.
Inhaltsangabe Die Autorin dieser Arbeit konzentriert sich auf fünf Aspekte im Zusammenhang mit Familienarmut. Dies sind Transferleistungen, Erwerbstätigkeit bei Frauen, Indikatoren, Deprivation und Zufriedenheit. Um einen internationalen (bzw. hauptsächlich europäischen) Vergleich herstellen zu können, zieht sie Studien aus verschiedenen Quellen hinzu. Ziel ist es, einen Überblick darüber herzustellen, wie Familienarmut in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern einzuordnen und zu bewerten ist.
Outline:
Einleitung
Transferleistungen
Erwerbstätigkeit bei Frauen
Indikatoren für den europäischen Vergleich
Durchschnittliches Einkommen und Einkommensungleichverteilung (GINI-Koeffizient)
Erwerbstätigkeit
Weitere relevante Faktoren
Deprivation
Zufriedenheit
Zusammenfassung
Quellenverzeichnis
Anhang
Textauszug Die wirtschaftliche Vulnerabilität von Familien mit kleinen Kindern ist ein weltweites Problem. Dabei sind jedoch die Quantität und Qualität der Anfälligkeit je nach Land sehr unterschiedlich. Da Daten meistens auf unterschiedlicher Basis und in unterschiedlicher Systematik erhoben werden, sind internationale Vergleiche schwierig. Dabei tragen mehrere Faktoren dazu bei, letztendlich unterschiedliche Ergebnisse zu erhalten. Erstens werden Armutsgrenzen unterschiedlich definiert (40-65%). Zweitens variiert der Umfang sozialer Unterstützungsmaßnahmen durch den Staat. Drittens gibt es Differenzen bei dem Umfang der Erwerbstätigkeit der Mütter, bzw. des erziehenden Elternteils. Im Zusammenhang damit steht der ökonomische Status von Frauen in dem betroffenen Staat. Ein weiterer Faktor ist der Grad an Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen der von der Familie getrennt lebenden Elternteile.
Derzeit ist PISA wohl als Grundlage der Bildungs-Homöostase zu bezeichnen, da es versucht, einen festgelegten Status aufrechtzuerhalten und diesen effektiv in nahezu allen beteiligten Ländern zu verankern. In dieser Arbeit wird die Pisastudie analysiert.
Inhaltsangabe Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Konstitutionsprobleme der Bildungswissenschaft“ wurde das Spannungsfeld von Bildungstheorie und Bildungsforschung anhand des Praxisbeispiels PISA diskutiert. Im Zuge dessen erfolgte die intensive Auseinandersetzung mit Texten über PISA und damit einhergehenden Thematiken, z.B. Bildungsstandards. Durch die inhaltliche Vielfalt und Breite des Seminars war es nicht möglich, auf jeden Teilaspekt genauestens einzugehen; daher konzentriert sich diese Arbeit auf die Konsequenzen des neuen Steuerungskonzepts in gegenwärtiger Bildungsreform. Es stellen sich folgende Fragen: Ist PISA ein Steuerungskonzept? Inwiefern kann PISA steuern und wodurch? Was kann mittels einer Steuerung erreicht werden?
Outline:
Einleitung
PISA als Steuerungskonzept?
Basiskompetenzen, Feedback und Steuerung
Wozu überhaupt Steuerung?
Konsequenzen einer Steuerung
Was hat sich durch PISA geändert?
Wozu überhaupt PISA?
Resümee
Literaturverzeichnis
Textauszug Aus dem zweiten Kapitel dieser Arbeit ist bereits bekannt, dass PISA ein
Steuerungssystem ist und dieses mittels Basiskompetenzen operiert. Wichtig bei diesem Zusammenhang ist die Einbeziehung der Komponente des Feedbacks. Merkens (2007, S. 83) meint dazu, dass PISA sowie TIMMS und IGLU „zu einer Verbesserung des Bildungssystems beitragen können. Diese Annahme kann nur zutreffend sein, wenn man davon ausgeht, dass über Rückmeldungen steuernd in das Bildungssystem eingegriffen werden kann“. Die Messung und Veröffentlichung von Basiskompetenzen ist ein Feedback, das über die Qualität (des Bildungssystems) Auskunft gibt. Feedback, allen voran die negative Rückmeldung, veranlasst zu Handlungen, die zum gewünschten und bislang nicht oder nur
teilweise erreichtem Ziel führen sollen. Der Kreislauf schließt sich damit und das Steuerungskonzept geht auf. Das heißt auch, gemäß Merkens (2007), dass der Output zum Indikator der Rückmeldung wird (traditionell wurde eigentlich immer mittels Inputsteuerung gearbeitet). Konkreter: Das, was SchülerInnen leisten, ist die Grundlage der Feststellung, was
sie gelernt haben, ergo dessen was das System Schule zu leisten fähig ist – und das wiederum ist die Basis dessen, was verändert werden soll. Sinngemäß könnte man nun meinen, dass sich Schüler auf diese Weise „ihr eigenes Grab schaufeln“ (was überspitzt negativ formuliert ist) – dem ist jedoch nicht so. PISA wird im 3-Jahres-Rhtythmus durchgeführt (wobei die Schwerpunktmessung zyklisch auf unterschiedlichen Basiskompetenzen aufbaut), das bedeutet nichts anderes, als die Tatsache, dass sie (um beim zuvor genannten Sprichwort zu bleiben) der nachfolgenden Generation das Grab schaufeln. Das ist unter anderem deswegen problematisch, weil die Schwächen einer Generation nicht zwingend auch die der nächsten
Generation sind und weil die „Betroffenen“ nichts mehr von Verbesserungsaktionen haben, da diese einfach zu spät erfolgen und daher ein anderes Zielpublikum treffen/erreichen.
Inhaltsangabe Laut der IBM-Jugendstudie des Jahres 1992 stufen 70% der befragten Jugendlichen in den alten und neuen Bundesländern „das Umweltproblem“ als große Aufgabe ein. Bei der Wertschätzung sozialer Bewegungen nehmen im Urteil der 14 - 25-jährigen „Umweltschützer, Friedensbewegung und Kernkraftgegner“ die ersten Plätze ein (laut SHELL-Jugendstudie 1992). Es zeigt sich also, daß junge Menschen heute sich der Bedrohung der Umwelt bewußt sind und dem Schutz der Umwelt einen hohen Stellenwert einräumen.
Besagte Studien zeigen aber auch die Tendenz, daß zwischen den geäußerten Einstellungen und dem tatsächlichen Verhalten eine Diskrepanz vorliegt: Nur etwa 60% der Befragten würden aus Umweltschutzgründen die Zahl der Autofahrten einschränken. Bei zunehmenden Restriktionsgrad der Maßnahmen, z.B. einem weitgehenden Verzicht auf das Autofahren, stimmt nurmehr eine Minderheit zu.
Angesichts dieser Tatsache zu resignieren hieße nach BOLSCHO, den Erziehungsauftrag der Schule aufgeben. Umwelterziehung (UE) ist - und das belegt eine von EULEFELD, BOLSCHO & SEYBOLD 1991 durchgeführte Erhebung der Praxis schulischer UE in Deutschland - in allen Schularten noch verbesserungswürdig. Wie UE aussehen kann, die über das weitverbreitete Umweltwissen und die umweltverantwortliche Einstellung auch zu einem umweltgerechten Handeln führt, soll im folgenden gezeigt werden.
1. Vorbemerkung
2. Begriffsbestimmung und Entwicklung der Umwelterziehung
3. Rechtliche Verankerung der Umwelterziehung
4. Begründungen einer Umwelterziehung in der Grundschule
5. Methodische Grundsätze der Umwelterziehung
6. Hauptlernformen der Umwelterziehung
7. Realisierung der Umwelterziehung im Unterricht der Grundschule
8. Probleme und Grenzen der Umwelterziehung
9. Schlussbemerkung
10. Literatur
Textauszug Bereits 1953 forderte die KMK, daß dem Naturschutz und der Landschaftspflege sowie dem Tierschutz besondere Aufmerksamkeit im Unterricht gewidmet werden müsse. Es ging also zunächst nur um „Naturschutz“, d.h. um den Schutz der natürlichen Umwelt und den Erhalt bedrohter Arten.
In den 70er Jahren gelangten nach DÜRIG ökologische Krisenerscheinungen im breiteren Maße ins öffentliche Bewußtsein. Ausschlaggebend dafür waren neben aufsehenerregenden ökologischen Katastrophen wie z.B. in Seveso auch die drei UNESCO-Konferenzen - Stockholm (1972), Belgrad (1975) und Tiflis (1977) - die sich mit der „Environmental Education“ auseinandersetzten. Eingang in den deutschen Sprachgebrauch fand die von der UNESCO zum Abschluß der Konferenzen formulierten Bildungsempfehlungen unter dem Begriff „Umwelterziehung“ (UE), der maßgeblich von GÜNTER EULEFELD geprägt wurde.
Inhaltsangabe Die beiden großen christlichen Kirchen und mit ihnen verbunden die diakonischen Einrichtungen in Form von Diakonie und Caritas zählen zu den größten Arbeitgebern in Deutschland. So sind nach Aussagen von B. Lassiwe 440000 Mitarbeiter in 28000 Einrichtungen wie Heimen, Krankenhäusern und Werkstätten beschäftigt. Die diakonischen Werke stehen unter der Obhut der Kirche, sind oft Werke der Kirche. „Diakonie“ heißt „Dienst am Menschen aus christlicher Nächstenliebe“. Und so ist „das Diakonische Werk … zum Dienst der Liebe in der Nachfolge Jesu Christi in allen diakonischen Bereichen innerhalb des Kirchenkreises beauftragt“. Sie sind tätig an den bedürftigen Mitmenschen. Viele derer, die Soziale Arbeit studieren, werden später in diesem Bereich tätig sein, für den es jedoch gewisse Sonderregelungen gibt. Die Sonderstellung der diakonischen Einrichtungen beruht auf der Trennung von Kirche und Staat, die durch GG Art 140 geordnet ist. Damit kommt der Kirche zu, einige Bereichen selbstständig und in eigener Verantwortung zu ordnen. Dazu gehört auch der Bereich der Arbeitnehmervertretung und in diesem Zusammenhang auch der Umgang mit Konflikten. Diese Hausarbeit beschränkt sich auf die Mitbestimmung im Betriebsverfassungsgesetz, die Sonderrechte der Kirche und den Vergleich des Betriebsverfassungsgesetzes mit der kirchlichen Schlichtung.
1. Einleitung
2. Mitbestimmung im Betriebsverfassungsgesetz
2.1. Gründe und Ziel
2.2. Auswirkungen auf die Sozialauswahl bei Kündigungen
3. Sonderrechte der Kirche
3.1. Begründung im Grundgesetz
3.2. Eigenarten der Kirche
3.2.1. Das Wahlrecht in diakonischen Einrichtungen
3.2.2. Sind kirchliche Einrichtungen Betriebe?
3.2.3. Das Selbstverständnis der Kirche
3.3. Das Schlichtungsverfahren
3.3.1. Über den Umgang mit Konflikten
4.Vergleich des Betriebsverfassungsgesetz mit dem Mitarbeiterrecht der Kirchen
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
7. Erklärung
Textauszug Im Einzelnen geht es bei der Mitbestimmung um einen Interessenausgleich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, um beide Seiten und alle Faktoren zu berücksichtigen damit der Betriebsrat zustimmt. Grundsätzlich ist das eine freiwillige Vereinbarung. Der Betriebsrat kann die Einigungsstelle anrufen und der Arbeitgeber muss sie anrufen, da er sich sonst dem Vorwurf aussetzt, keinen ausreichenden Versuch eines Interessensausgleichs unternommen zu haben. Die Folge kann sein, dass Individualansprüche auf einen Nachteilsausgleich nach §113 BetrVG gestellt werden. So schreibt K.M. Scheriau „(1) Weicht der Unternehmer von einem Interessensausgleich über die geplante Betriebsänderung ohne zwingenden Grund ab, so können Arbeitnehmer, die infolge dieser Abweichung entlassen werden, bei Arbeitsgericht Klage erheben mit dem Antrag, den Arbeitgeber zur Zahlung von Abfindungen zu verurteilen; §10 des Kündigungsschutzgesetzes gilt entsprechend“.
Sollten die Verhandlungen scheitern, kann eine mögliche Vermittlung der Bundesagentur für Arbeit notwendig sein. Diese ist aber nur freiwillig. Diese Mitwirkung hat jedoch auch Auswirkungen auf die Sozialauswahl bei betriebsbedingten Kündigungen.