In dieser Arbeit gilt es zu klären, was das Urheberrecht eigentlich ist und wie es entstand.
Hausarbeit Nr. 71 |
1,320 Wörter (
ca. 3.3 Seiten ) |
5 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Der Autor dieser Arbeit beschreibt zuerst die Geschichte des Urheberrechts, die sich bis auf die Antike und das frühere Mittelalter zurückverfolgen lässt. Allerdings ensteht erst zur Erfindung des Buchdrucks eine ernsthafte Notwendigkeit jener Urheberrechte. Im Zuge der Französischen Revolution entstehen dann die ersten Urheberrechte in Frankreich. Im zweiten Teil der Arbeit stellt der Autor die Prinzipien des Urheberrechts, wie den Schutz der Persönlichkeitsrechte und Schutz der Vermögensrechte vor. Danach werden die Verwertungsgesellschaften erklärt und im abschließenden Teil der Arbeit wird auf Verletzungen des Urheberrechts eingegangen.
Outline:
Urheberrecht
Verwertungsgesellschaften
Verletzung des UrheberrechtsQuellen
Textauszug
In der Antike und dem frühen Mittelalter war der Eigentumsbegriff eng mit dem Sachgut verknüpft – einen Schutz geistigen Eigentums im heutigen Sinne gab es nicht. Einerseits war man oft der Überzeugung, Kunst hätte göttlichen Ursprung; andererseits gab es keine zufrieden stellenden beziehungsweise effektiven Vervielfältigungsmethoden.
Erst die Erfindung des Buchdrucks in Europa durch Johannes Gutenberg 1440 stellte die westliche Welt vor neue Herausforderungen. Hinzu kamen das neue Menschenbild der Renaissance und die „Phase starken wirtschaftlichen Wachstums im späten Mittelalter, getragen durch eine entstehende Klasse internationaler Kaufleute“ , die den weltweiten Handel nachhaltig veränderten und einen Autorenschutz notwendiger denn je machten. Diesen Schutz fanden Autoren und Komponisten in Deutschland beim Kaiser, der ihn 1596 sogar höher stellte, als jenen, die Verleger und Drucker beanspruchen konnten. Jedes Reich verlangte allerdings eigene Autorenschutzbriefe, sodass der Komponist Heinrich Albert beispielsweise kaiserlichen sowie brandenburgischen, polnischen und schwedischen Rechtsschutz genoss. Auch auf den britischen Inseln gab es sogenannte „Privilegien der Krone“, doch war es bis um 1900 durchaus üblich, alle Rechte an einem Werk gegen eine einmalige Zahlung an einen Verleger zu verkaufen.
Tags:Musikindustrie, Rechte
Am 8. Mai 1693 gründete der bayrische Kurfürst Josef Clemens die Bruderschaftdes hl. Erzengels Michael. Die Verehrung des hl. Michael spielte nicht nur für das Haus Wittelsbach und ihre Politik eine große Rolle, sondern auch für die Bevölkerung der Zeit.
Seminararbeit Nr. 108 |
2,055 Wörter (
ca. 5.1 Seiten ) |
8 Quellen |
2007
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Inhaltsangabe
In dieser Arbeit geht es um den Erzengel Michael, der im Christentum als einer der vier Erzengel (die anderen sind Gabriel, Raphael und Uriel) gilt, erwähnt im Alten Testament (Daniel 12,1) und in der jüdischen Apokalyptik als Schutzengel Israels, im Neuen Testament als der Bekämpfer des Teufels (Brief des Judas 9) und Anführer der himmlischen Heerscharen im Kampf gegen den endzeitlichen Drachen (Offenbarung des Johannes 12,7). Er gilt als Vertrauter Gottes und Fürsprecher der Menschen bei Gott und ist ist heiliger Schutzpatron der Kirche - im Mittelalter des Heiligen Römischen Reiches und der christlichen Ritter - heute zahlreicher Kirchen und Städte. Als Tag seiner Verehrung (zusammen mit Gabriel und Raphael) wird der 29. September begangen (Michaelistag).
Daneben spielt Michael eine wichtige Rolle im Totenkult des traditionellen Volksglaubens. Er ist es, der ein Verzeichnis der guten und schlechten Taten eines jeden Menschen erstellt, das diesem zunächst am Tag des Sterbens (Partikulargericht), aber auch am Tage des Jüngsten Gerichts vorgelegt wird und auf dessen Basis er über ihn richtet. Er erscheint hier in der wichtigen Position des Seelenwägers, der die Seele des Verstorbenen auf ihrem Weg ins Jenseits geleitet.
Outline:
Die Erzbruderschaft St. Michael
Der Erzengel Michael
Patron der Soldaten
St. Michael, der Heilkundige
Erste Gründungen von Orden und Bruderschaften zum Hl. Michael
Gründung der Erzbruderschaft St. Michael
Das Haus Wittelsbach und der hl. Michael
Die Erzbruderschaft St, Michael heute
Textauszug
Der Hl. Michael wurde – gemeinsam mit anderen Heiligen wie dem Hl. Georg, dem Hl. Sergius oder dem Hl. Mauritius – als Patron der Soldaten und Krieger verehrt. Er gilt als Symbol der ecclesia militans, der wehrhaften Kirche: Princeps militiae coelestis quem honorificant angelorum cives (“Fürst der himmlischen Heerscharen”).
Im Spätmittelalter wurde Michael gemeinsam mit dem Heiligen
Georg zum Patron des Rittertums und speziell der ihm geweihten Ritterorden, des Ordre de Saint-Michel (Frankreich, 1469) und des Order of St. Michael and St. George (England, 1818), berufen.
Tags:Theologie, Religion
Der Zugang des Autors dieser Arbeit zu diesem Thema ergab sich aus der Diskussion mit seiner Großmutter, als er zufällig die Fernsehübertragung aus dem Parlament verfolgte, in der es um die Entschädigung der so genannten „Trümmerfrauen“ ging.
Seminararbeit Nr. 113 |
3,838 Wörter (
ca. 9.6 Seiten ) |
12 Quellen |
2006
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Inhaltsangabe
In der Auseinandersetzung mit dieser Problematik entwickelte sich die Frage, die es in dieser Arbeit zu beantworten gilt: Wie veränderte sich die wirtschaftliche uns soziale Lebenssituation (gemeint ist damit auch die Rolle) der Frau im Zeitraum von 1945 – 1968?
Aus dieser Fragestellung heraus entwickelte der Autor seine Hypothese, dass das Spektrum der Frauenrolle von der „Trümmerfrau“ der Nachkriegszeit über das Idealbild der Hausfrau und Mutter in den 50er Jahren zur emanzipierten jungen Frau der späten 60er Jahre reicht und sich zudem das Rollenbild – bedingt durch die individuelle wirtschaftliche Situation – in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten verschieden ausgeprägt zeigen müsste. In den Bildern unserer Welt lassen sich unsere Weltbilder erkennen. In historischen Abbildungen
begegnet uns die Vorstellung, die die Gesellschaft von sich hat. Dies gilt in besonderem Maße für die Werbung, die uns ständig umgibt und zur Stellungnahme herausfordert.
Die vorliegende Arbeit bezieht sich u.a. auf das Frauenbild in westdeutscher Werbung der 50er und 60er Jahre. Diese Epoche deutscher Geschichte ist für eine geschichtswissenschaftliche Darstellung der Wirtschaftswerbung besonders interessant, weil anhand der Werbung Wandlungsprozesse im Frauenbild beobachtet werden können. Der Autor hat dazu zwei Bilder zum Vergleich herangezogen. Das erste Bild zeigt eine Situation in den ersten Nachkriegsjahren, als Europa, insbesondere Deutschland und Österreich, ein Land der Frauen war. Wie nie zuvor standen Frauen im öffentlichen Leben. Als Straßenbahnschaffnerinnen, als Familienvorstände, als Trümmerfrauen, die wieder aufbauten, was die Männer im Krieg zerstört hatten.
Im Gegensatz dazu die Werbeanzeige einige Jahre später, die Wunsch statt Wirklichkeit abbildete. Die Frau auf dem Werbefoto lächelte dem Betrachter verführerisch und ein bisschen dümmlich als „Häschen“ zu. Die Werbung transportierte in den 50er Jahren offenbar ein Frauenbild, das wenige Jahre zuvor nicht denkbar gewesen wäre: Frauen hatten hübsch zu sein, die Ehe anzustreben und sich in ihre Hausfrauenrolle zu fügen. Ob es sich dabei um eine Zurückdrängung handelte oder die Frauen bereitwillig ihre alte Rolle akzeptierten, kann der Autor in dieser Arbeit nicht beantworten.
Outline:
Einleitung
Die Nachkriegszeit – Sehnsucht nach Geborgenheit und Gemütlichkeit im eigenen Heim
Hausarbeit in den vierziger und frühen fünfziger Jahren (1945 – 1955)
Die Frau als Mutter, Hausfrau und „Herzeige Objekt“
Ehe und Familie – Ideale geraten in Bewegung
Das Rollenbild der (berufstätigen) Frau
Leben, Schönheit und Konsum im "Wirtschaftswunder"
Neue Materialien – Neue Mode – Der Wunsch nach Internationalität
Wie „Frau“ wohnte
Kino, TV, Sport und Urlaub
Zusammenfassung
Anhang (Abbildungen)
Literatur
Textauszug
''Die weibliche Berufstätigkeit außerhalb der Familie wird als notwendiges Übel der Zeit betrachtet, das mit allen Mitteln abzuschaffen ist. Sie wird als etwas zeitlich Begrenztes angesehen, das durch die widrigen Umstände und die Notwendigkeit der Nachkriegszeit notwendig geworden war. In der Nachkriegszeit hatte die Hausarbeit einen außerordentlich hohen Stellenwert, sowohl in materieller als auch in ideeller Hinsicht. Durch eine geschickte Haushaltsführung konnte die Hausfrau einen großen Beitrag zur Versorgung und zum besseren Überleben der Familie beitragen. Die Themen „Hausfrauenhilfe“ und „praktische Tipps für Haushalt und Garten“ nehmen viel Platz in den Frauenzeitschriften der damaligen Zeit ein. Hausarbeit wird nicht nur für das Überleben der Familie als unentbehrlich erachtet, sondern auch die ideelle Funktion wird betont. In dieser Zeit beginnt auch die Technisierung des Haushaltes. Gegen Mitte der fünfziger Jahre avancierte der Kühlschrank zum Wunschtraum der österreichischen Durchschnittsfamilie schlechthin und zählte neben Fernseher und Waschmaschine zu den begehrtesten Statussymbolen.
1955 befanden sich in den österreichischen Haushalten bereits 77.500 Kühlschränke und bis 1970 hatte sich diese Zahl mehr als verdoppelt.Innerhalb zweier Jahrzehnte war aus dem begehrten
Luxusgegenstand ein alltägliches Haushaltsgerät geworden und obwohl ein Kühlschrank 1955 damals noch das gesamte Monatseinkommen eines Normalverdieners kostete und damit fast
genauso unerreichbar wie ein Urlaub war, sparten viele auf ihren ersten „Bosch“. Schließlich wich Anfang der fünfziger Jahre die Unsicherheit und Apathie der ersten Nachkriegsjahre aus den
Köpfen der Deutschen und Österreicher.''
Tags:Soziologie
In dieser Arbeit geht es um Leben und Werke von Karl Marx.
Referat Nr. 120 |
2,030 Wörter (
ca. 5.1 Seiten ) |
4 Quellen |
2003
$ 7.95
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Inhaltsangabe
Zunächst geht der Autor dieser Arbeit auf das Leben von Karl Marx, der Sohn eines Justizrates aus Trier. 1824 trat die jüdische Familie Marx zum Protestantismus über. Nach dem Abschluss des Gymnasiums in Trier studierte Marx zunächst Rechtswissenschaften an der Universität Bonn, später auch Philosophie und Geschichte in Berlin und Jena. Der Autor berichtet über alle Stationen von Marx Karriere.
Im Anschluss wird auf die Religionskritik von Marx eingegangen.
Es wird ein Überblick gegeben und die Kritik im Detail behandelt.
Im letzten Teil der Arbeit geht es um Kritik an Karl Marx.
Outline:
Karl Marx - Biographie
Religionskritik
Kritik an Karl Marx
Glossar
Textauszug
''Nachdem er hatte einsehen müssen, dass seine Hoffnung auf eine akademische Karriere aussichtslos war, nahm er 1842 eine Stellung bei der linksliberalen Rheinischen Zeitung in Köln an, deren Chefredakteur er bald darauf wurde. Unter seiner Leitung wurde das Blatt zur führenden Oppositionszeitung. Nach seiner Heirat mit Jenny von Westphalen und dem Verbot der Rheinischen Zeitung durch die preußische Zensur siedelte Marx 1843 nach Paris über, wo er sich, unter dem Einfluss des Materialismus Ludwig Feuerbachs, von der Hegel’schen Philosophie ab- und unter dem Eindruck der französischen Sozialisten dem revolutionären Sozialismus zuwandte. In Paris vertrat er als Mitherausgeber der Zeitschrift Deutsch-Französische Jahrbücher in seinen eigenen Beiträgen zunehmend ein revolutionäres Programm. Ebenfalls begann in Paris Marx‘ Freundschaft mit Engels. 1844 veröffentlichte Marx seine Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie.''
Tags:Literatur, Politik, Autobiographie
In dieser Arbeit werden durch eine ausgeprägte Literaturrecherche die ikonographischen Veränderungen der Kriegsfotografie von den frühen Kriegen des 19. Jahrhunderts bis zu den postmodernen Kriegen der Gegenwart wiedergegeben.
Diplomarbeit Nr. 58 |
28,750 Wörter (
ca. 71.9 Seiten ) |
66 Quellen |
2007
$ 19.95
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Inhaltsangabe
150 Jahre liegen zwischen den Anfängen der Kriegsfotografie im Krimkrieg von 1853 und der High-Tech Kriegsbildberichterstattung im Irakkrieg von 2003. Dennoch haben diese Kriege, wie auch alle zwischen ihnen liegenden, einen gemeinsamen Nenner: Sie alle versuchten, das Medium der Fotografie nicht für kulturelle, sondern vornehmlich für militärische und propagandistische Zwecke zu gebrauchen.
Die propagandistische Nutzung des Mediums Fotografie entlarvt nämlich auch dessen Schwäche: Zwar täuschen die fotografischen Abbildungen physischer Ereignisse Authentizität vor – ob die abgebildeten Ereignisse aber der Wirklichkeit entsprechen, lässt sich ihnen nicht entnehmen. In diesem Zusammenhang soll vor allem die Rolle der Bildlegende im Rezeptionskontext des Bildes näher untersucht werden.
Gerhard Paul vertritt die Ansicht, dass sich „sowohl der industrialisierte Krieg der Vergangenheit als auch der elektronische Krieg der Gegenwart letztlich der bildlichen Repräsentation entzieht“. Somit sind alle in der Kriegsbildberichterstattung gefertigten Bilder im Endeffekt nur Versuche, dem Krieg ein Gesicht zu verpassen – sei es ein humanisiertes, ästhetisiertes, entkörperlichtes oder entbrutalisiertes. Das prinzipiell antizivilisierte Ereignis Krieg sollte durch den Einsatz der visuellen Abbildung eine zivilisierte Form einnehmen – wenn auch nur in den Köpfen der Betrachter dieser Fotografien. Sie gaben ihm eine Ordnungsstruktur, die der Krieg per se nicht hat.
Neben dem offiziell vermittelten Bild des Krieges gelangte aber auch immer wieder sein inoffizielles, tabuisiertes Gesicht an die Öffentlichkeit. Von Kriegsgegnern aus eigenen Reihen oder als Propagandawaffe der gegnerischen Seite produziert, zeigten sie statt Militärparaden die zerstörten Schlachtfelder. Statt den Soldaten als Helden zu sehen, zeigten sie von Saldaten entstellte Kriegsopfer oder eine Leiche, statt Gewinn, war nur Verlust zu sehen.
Ein weiterer Aspekt, den diese Arbeit verfolgt, ist die Frage nach den Beweggründen für oder gegen die Darstellung von Leid, Tod und Gewalt in den Fotografien des Krieges. Warum wird Leiden in den Kriegsbildern dargestellt? Wie wird es rezipiert? Welche Rolle spielen die Massenmedien dabei?
Siegfried Kracauer beschäftigte sich bereits 1927 mit den Möglichkeiten der Fotografie und ihren Platz in den Massenmedien und stellte dabei kritisch fest, dass die künstlichen Bilder der Realität die eigentliche Realität ablösen würden. Ein weiterer Kritikpunkt an der Fotografie war, dass sie die Realität aus dem Zusammenhang bringen würde: „Die »Bildidee« vertreibt die Idee, das Schneegestöber der Photographien verrät die Gleichgültigkeit gegen das mit den Sachen Gemeinte.“
Jeder Krieg kreierte dabei eine eigene ikonographische Identität, einen ästhetischen Code, den der Mensch bis heute mit dem Wort Krieg assoziiert. Seien es die Grabenkämpfe aus den Fronten des Ersten Weltkriegs, die Bilder des von sowjetischen Soldaten eingenommenen Berliner Reichstags am Ende des Zweiten Weltkriegs, die Atombombenaufwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, das Bild des gefallenen Soldaten im Moment seines Todes aus dem spanischen Bürgerkrieg, die Straßenexekution eines Vietkonganhängers durch den Südvietnamesischen Polizeichef oder der Sturz der Saddam Statue in Bagdad – es sind allesamt Bilder, die die Rezeption des Krieges während und nach der Kampfhandlungen maßgeblich beeinflusst haben.
Das 19. Jahrhundert war das Zeitalter der industriellen Revolution, löste durch die Erfindung der Fotografie aber auch eine visuelle Revolution aus, die die Wahrnehmung der Menschen fundamental veränderte. Wurde die Fotografie im frühen 19. Jahrhundert wegen ihrer im Gegensatz zur Malerei maschinellen Bildproduktion noch als „Teufelskunst“ in Frage gestellt, trat ihr medialer Siegeszug dennoch innerhalb weniger Jahrzehnte ein. Was zuvor als Wirklichkeit wahrgenommen wurde, waren Dinge, derer sich der Mensch mit seinen eigene Augen vergegenwärtigen konnte. Durch die technisch erzeugten und beliebig reproduzierbaren Bilder, die die Fotografie fertigte, wurde die visuelle Welterfahrung nach außen hin, über den eigenen Lebenshorizont und dessen Wirklichkeit hinaus, ausgeweitet. Die Fotografie vermittelte dem Menschen die Illusion, Teilnehmer der darin abgebildeten Wirklichkeit zu sein, ohne sich dabei jedoch auf eine physische Empfindung stützen zu müssen. Die Kraft der Bilder, neue, authentisch erscheinende Realitäten zu kreieren, wurde auch von den politischen Machthabern erkannt und zum Zwecke der Kriegsdokumentation und Propaganda gebraucht. Während in den Kriegen des 19. Jahrhunderts, dem Krimkrieg und dem Amerikanischen Bürgerkrieg die Möglichkeiten der Fotografie (auch bedingt durch das frühe technische Entwicklungsstadium der Fotoapparate) nur vereinzelt voll ausgenutzt wurden, vollbrachten die frühen industrialisierten Kriege des 20. Jahrhunderts, der Erste und Zweite Weltkrieg, einen Quantensprung im Gebrauch der Fotografie zu den Zwecken der Kriegsführung. Die technischen Möglichkeiten wurden immer größer, womit auch die Möglichkeit der Bilder, eine modifizierte Realität zu kreieren, expliziter genutzt wurde. In den folgenden Kriegen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, dem spanischen Bürgerkrieg, dem Vietnamkrieg wie den Golfkriegen von 1991 und 2003 wurden die Techniken zur Bildpropaganda und der militärischen Kontrolle über die Bildhoheit im Krieg noch mehr erweitert und effektiver ausgeübt. Diese Arbeit soll durch die chronologische Behandlung der Kriege die Entwicklung der Kriegsfotografie u.a. geschichtlich nachvollziehbar machen.
Outline:
Vorwort
Erkenntnisinteresse
Theorie
Die Kriegsfotografie im 19. Jahrhundert
Der Krim-Krieg (1853-1856)
Der amerikanische Bürgerkrieg (1861-1865)
Fotografie im 1. Weltkrieg (1914 – 1918)
Der mediatisierte Krieg
Deutsche Kriegsfotografie
Alliierte Kriegsfotografie
Fotografie im Spanischen Bürgerkrieg (1936 – 1939)
Der erste Medienkrieg
Republikanische Kriegsfotografie
Franquistische Kriegsfotografie
Fotografie im Zweiten Weltkrieg (1939 – 1945)
Der moderne Propagandakrieg
Nationalsozialistische Kriegsfotografie
Alliierte Kriegsfotografie
Sowjetische Kriegsfotografie
Fotografie im Vietnam Krieg (1964 – 1973)
Der massenkulturelle Krieg
Amerikanische Kriegsfotografie
Nordvietnamesische Kriegsfotografie
Fotografie im Golf Krieg (1991)
Der postmoderne Krieg
Amerikanische Kriegsfotografie
Irakische Kriegsfotografie
Fotografie im Irak Krieg (2003)
Der präventive Krieg
Amerikanische Kriegsfotografie
Irakische Kriegsfotografie
Resümee
Wie verändert die Bildlegende den Rezeptionskontext eines Bildes?
Warum wird das Leiden in der Kriegsfotografie dargestellt?
Literaturverzeichnis
Textauszug
Im 19. Jahrhundert fand durch die ansteigende Industrialisierung, die Entwicklung der Fotografie und anderer technischer Innovationen auch eine Veränderung im Kriegswesen statt und leitete das Zeitalter der „modernen Kriege“ ein. Diese zeichnen sich vor allem durch ihren Einsatz von Massenheeren, industrialisierter und technisierter Kriegsführung mittels neuer mechanischer Waffen wie dem Maschinengewehr sowie moderner Kommunikationsmedien wie Telegrafie oder Fotografie aus.
Für die Rekrutierung von Massenheeren brauchte es ein Medium, dass das Volk in den Krieg mit einzubeziehen vermochte. Die Fotografie spielte in diesem Prozess schon von Anbeginn einen Hauptbestandteil in der medialen Kriegspropaganda. Im Gegensatz zur bisher üblichen Schlachtenmalerei nahm man von der Fotografie an, dass sie, im Gegensatz zur Malerei, den Krieg objektiv darzustellen vermochte, ein wirklichkeitsgetreues Bild des Krieges wiedergeben konnte und zugleich die zu rekrutierenden Rezipienten zu begeistern wusste. Aufgrund der technischen Grenzen der frühen Fotografie, vor allem durch die schweren und übergroßen ersten Fotoapparaten und der zweitaufwendigen Belichtungs- und Drucktechnik, eignete sie sich für eine militärisch-propagandistische Verwendung in den Kriegen des 19. Jahrhunderts jedoch nur bedingt: Der Fotograf war mit seinen Apparaturen schlichtweg zu langsam, um die Momentaufnahmen eines Gefechtes einzufangen. So ließen sich nur ruhende Handlungen festhalten, wie z.B. Waffen und Gerätschaften, die Lagerplätze der Soldaten, verlassene Gefechtsfelder, Dörfer und Straßen, Truppenversammlungen oder Portraits von Offizieren.
Dennoch wurden Krieg und Fotografie bereits in der Frühphase der Kriegsfotografie zu „kongruenten Betätigungen“ , die das Verhältnis des Menschen zu Krieg wie fotografischem Bild dauerhaft veränderten. Der Krieg wurde den Erzählungen und Malereien entrissen und „als Bild in die Lebenszusammenhänge der Menschen eingefügt“.
Als erster Krieg dieser Art ist der Krim-Krieg (1853-1856) zu nennen. Geführt von einer englisch-französisch-türkischen Koalition, die gegen die russischen Expansionsbestrebungen auf der Krim vorging, stellt er den Anfangspunkt der modernen, industrialisierten Kriegsführung da, der sich auch den Mitteln der Fotografie bemächtigte. Der Krim-Krieg war der erste Krieg des Industriezeitalters und durch seine Miteinbeziehung von Fotografen und Journalisten auch der erste Pressekrieg.
Während auf russischer Seite keine Ambitionen gezeigt wurden, den Krieg zu dokumentieren und medial zu verarbeiten, berichteten auf Seite der westlichen Koalition insgesamt 15 Photographen über den Feldzug für ihre Heimatländer, unter Anderem die Briten James Robertson und Roger Fenton sowie die Franzosen Jean-Baptiste-Hendri Durand-Brager sowie George Shaw Lefèvre.
Vor allem die Bilder Roger Fentons, die in ihrer Ästhetik den zeitgenössischen Geschmack der Briten und Franzosen widerspiegelte, formten in ihren Abbildungs- und Deutungsmuster den Stil der Kriegsfotografie bis in das 20. Jahrhundert und gingen als exemplarische Vertreter in die Geschichte der Kriegsfotografie ein.
Tags:Politik, Medien, Psychologie, Soziologie, Propaganda, Kriegspropaganda
In deser Arbeit wird das Leben in der DDR anhand des Buches „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ von Thomas Brussig und des Films „Das Leben der Anderen“ behandelt.
Hausarbeit Nr. 38 |
1,530 Wörter (
ca. 3.8 Seiten ) |
2 Quellen |
2007
$ 4.95
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Inhaltsangabe
In diesem Exposé soll herausgearbeitet werden, wie das tägliche Leben in den 80er Jahren in der Deutschen Demokratischen Republik eingeschränkt war. Alle Beispiele werden dem Film „Das Leben der Anderen“ und dem Buch „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ entnommen.
Im Folgenden werden also die Ergebnisse dieser Arbeit an zahlreichen Beispielen und Passagen im Film und im Buch erläutert sowie eine deutliche Zusammenfassung die eingeschränkte Lebensweise in der DDR deutlich zeigen. Einleitend wird in einigen Sätzen das Geschehen in den beiden verwendeten Medien erwähnt.
Outline
Einleitung
Haupteil
Fazit
Literaturverzeichnis
Textauszug
Der Film „Das Leben der Anderen“ zeigt in einer spannend-lockeren und emotionalen Weise die Einschränkungen des täglichen Lebens zweier Künstler, Schriftsteller Georg Dreymann und seine Lebensgefährtin Christa-Maria Sieland (im Folgenden mit CMS abgekürzt), die Schauspielerin ist, und deren Verhältnis zur DDR, ihre Überwachung und den Druck, den dieser Staat auf sie ausübt. Beide werden aufgrund eines Verdachts eines Staatssicherheit-Hauptmanns, Bruno Hempf, der CMS zu einer Affäre mit ihm zwingt, überwacht.
Im Roman „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ von Thomas Brussig wird aus der Sicht des Jungen Michael (im Buch meistens Micha genannt) das Leben der Jugend in der DDR erzählt. Das Buch ist in einem ironischen Ton verfasst. Der Druck und die Überwachung, den dieses System auf jeden ausübt wird nicht offen, sondern immer ironisch und nebenbei erwähnt
Tags:Staatssicherheit, Fall der Mauer, Deutschland, Politik
Sehr viele AutorInnen mussten emigrieren und kehrten nie zurück. Andere Schriftsteller versuchten die NS-Diktatur literarisch zu verarbeiten. Einige Schreibende verdrängten das Nazi-Unrechtsregime und schrieben ihre Erlebnisse nie auf.
Referat Nr. 127 |
1,312 Wörter (
ca. 3.3 Seiten ) |
3 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Die Nachkriegsliteratur 1945-1950 wird auch als "Trümmerliteratur" und "Kahlschlagliteratur" bezeichnet.
Mit „Trümmer“ sind nicht nur die zerstörten Städte gemeint, sondern auch die geplatzten Ideale und Utopien, die Realität des Krieges und die schrecklichen Ereignisse während des Krieges. Die Menschen waren Extremsituationen ausgesetzt, und sie befanden sich täglich in Todesgefahr.
Outline:
Einleitung
Historischer Hintergrund
Nachkriegsliteratur Hintergrund-Sprache
Gruppe 47
Östterreichs Trümmerliteratur
Exilliteratur
Gattungen
Vertreter und Werke
Conslusio
Textauszug
Die Gruppe 47 wurde von Alfred Andersch und Walter Kolbenhoff 1946 in München gegründet. Ihr literarisches Medium war die Zeitschrift „Der Ruf“, ihr gesellschaftliches Mittel waren literarische Diskussionen. Ihre Debatten, Streit- und Diskussionskultur ist nach wie vor legendär. Der Klagenfurter Bachmann Preis oder Deutsche Literaturfonds sind auf diesem System aufgebaut.
Das Ziel der Begründer war die Aufklärung und die Erziehung zur Demokratie. Die Demokratien in Deutschland und Österreich waren noch nicht sehr stark, die Menschen sehnten sich nach einem Kaiser oder sehr viele wollten wieder einen Führer. Politik und Gesellschaft, Sprache und die Menschen waren die Haupt-Themen im „Ruf“. Die Lügen und die Propaganda des Naziregimes sollten durch Einfachheit und sachliche Wahrhaftigkeit vergessen werden. Erich Fried und Wolfgang Hildesheimer schlossen sich dieser Gruppe an.
1947 wurde der Zeitschrift die Lizenz entzogen. Ein Nachfolgeprojekt „Skorpion“ scheiterte an der Finanzierung. Die Planungsphase legte den Grundstein für die Gruppen und Diskussionsmentalität der Gruppe 47. Autoren lasen Texte und diese Werke wurden diskutiert.
Tags:Nachkriegszeit, Kunst, Literatur, Gruppe 47
Das Manifest der Kommunistischen Partei wurde im Jahre 1847 von Karl
Marx und Friedrich Engels im Auftrag des Bundes der Kommunisten
verfasst und ist am 21. Februar 1848 in England erschienen.
Essay Nr. 112 |
4,490 Wörter (
ca. 11.2 Seiten ) |
1 Quelle |
2008
$ 11.95
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Inhaltsangabe
Diese Arbeit beschreibt das Buch ''Manifest der kommunistischen Partei'' von Karl Marx und Friedrich Engels. Das Werk umfasst ca. 30 Seiten und ist in 4 Kapitel gegliedert. Nach der Einleitung bezieht sich das ersten Kapitel auf Gesellschaftsentwicklungen, die von Klassenkämpfen bestimmt waren. Gegensätzliche Klassen bekämpften einander: Freie und Sklaven, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigene. Im zweiten Kapitel wird auf Proletarier und Kommunisten eingegangen. Im dritten Kapitel stellen Marx und Engels andere Ansätze vor und grenzen sich aber gleichzeitig vom kleinbürgerlichen Sozialismus, vom deutschen Sozialismus und vom kritischen-utopischen Sozialismus ab. Im vierten Kapitel wird die Stellung der Kommunisten zu verschiedenen oppositionellen Parteien behandelt.
Abschließend blickt der Autor dieser Buchbeschreibung auf alte Strukturen des Kommunismus zurück und vergleicht mit heutiger Zeit.
Outline:
Gesellschaftsentwicklungen
Proletarier und Kommunisten
Sozialistische und kommunistische Literatur
Die Stellung der Kommunisten zu verschiedenen
oppositionellen Parteien
Ein Zurückblicken in alte Strukturen
Textauszug
''Der erste Schritt der Erhebung des Proletariats zur herrschenden Klasse beginnt mit der Erkämpfung der Demokratie. Die Produktionsmittel in den Händen des Staates, der herrschenden Klasse des organisierten Proletariats werden zentralisiert. An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihrer Klassengegensätze tritt die freie Entwicklung eines jeden, mit der Notwendigkeit der Enteignung des Grundeigentums und die Errichtung industrieller Armeen; Es kommt auch zur Beseitigung von
Unterschieden zwischen Stadt und Land, öffentlich unentgeltliche
Erziehung der Kinder und Abschaffung der Jugendarbeit wird möglich
gemacht.''
Tags:Kommunismus, Politik
Eine Arbeit über die Fakten, die Geschichte, die verschiedenen Bevölkerungsgruppen und die Besonderheiten der Stadt New York.
Hausarbeit Nr. 6 |
2,050 Wörter (
ca. 5.1 Seiten ) |
13 Quellen |
2009
$ 7.95
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Inhaltsangabe
Diese Arbeit informiert über New York, den Meltingpot vieler Nationalitäten. Neben Fakten wie Lage, Bevölkerung und Klima wird auf die Geschichte, die verhältnismäßig schnelle Entwicklung und die seinerzeit wirtschaftliche Macht eingegangen.
Außerdem werden die verschiedenen Architektur Stile New Yorks aufgezeigt und Denkmäler und Sehenswürdigkeiten genannt.
Die Stadt hat für jedermann etwas zu bieten, und es wird einem leicht gemacht, sich in dieser Stadt heimisch zu fühlen.
1.Einleitung
2.Fakten über New York City
2.1.Lage
2.2.Klima
2.3.Stadtgliederung
3.Geschichte
3.1.Entdeckung und Besiedelung
3.2.Prägende Ereignisse
4.Bevölkerung
4.1.Bevölkerungsdichte
4.2.Multikulturelle Gesellschaft
5.Kultur und Freizeitangebot
5.1.Sehenswürdigkeiten
5.2.Feste und Sport
5.3.Architektur
6.Infrastruktur
6.1.Öffentliche Verkehrsmittel
6.2.Straßennetz
7.Fazit
8.Bilder
9.Quellen
Textauszug
"1000-1500 nutzten Algoquin-Indianer die Insel, das spätere Manhattan, als Jagdrevier. Die ersten Entdeckungsreisen lassen sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen (durch Giovanni da Verrazano im Jahre 1524). 1609 segelte dann der Engländer Henry Hudson im holländischem Auftrag den nach ihm benannten Fluss empor. Ab 1624 siedelten Holländer und Schweden als erste an der Küste (Neu-Niederlande und Neu-Schweden) und wenig später ließen die Niederländer sich dann auch auf Manhattan nieder (Neu-Amsterdam) , welches sie als Hauptstadt ihrer Kolonie (Neu-Niederlande) ernannten. 1664 wurde dann die Herrschaft im Zweitem Englisch-Niederländischem Seekrieg von England übernommen. Karl der Zweite verlieh das Gebiet seinem Bruder, dem Herzog von York. Als dieser dann 1685 als Jakob der Zweite den Thron bestieg, wurde New York Kronkolonie. Enormen wirtschaftlichen Aufschwung brachte im 18. Jahrhundert die vorteilhafte Verkehrslage. Nach der Unabhängigkeitserklärung 1776, nahm New York 1788 als elfter Staat die amerikanische Verfassung an. Von diesem Jahr an bis
1790 war New York Hauptstadt der USA. 1789 wurde George Washington in New York als erster Präsident vereidigt. 1797 wurde Albany dann zur Hauptstadt des Bundesstaates New York bestimmt. Die günstigen Entwicklungen setzten sich im 19. Jahrhundert durch starke Einwanderungen und einen starken Aufschwung in der
Industrie fort. So wurde 1811 beschlossen, ganz Manhattan mit einem rasterförmigem Straßennetz zu überziehen (einzige Ausnahme war und ist der Broadway) und 1858 hat...... "
Tags:Baustile, USA, multikulturelle, Gesellschaft, Manhatten
In dieser Arbeit geht es um den Vietnamkrieg; wie es dazu kam, die Kämpfe, Opfer, Folgen und die Rolle der USA.
Seminararbeit Nr. 119 |
2,016 Wörter (
ca. 5 Seiten ) |
3 Quellen |
2008
$ 7.95
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Inhaltsangabe
Mehr als ein Jahrzehnt lang versuchten die USA, die Übernahme von
Südvietnam durch den kommunistischen Norden und verbündete Rebellen zu verhindern. Die Kämpfe und die Bombardements kosteten bis zu vier Millionen Menschen das Leben und verwüsteten das Land. Die Ausweitung des Krieges auf Kambodscha bereitete dem Schreckensregime der Roten Khmer den Boden. Der Vietnamkrieg wurde für die USA zum moralischen und militärischen Fiasko. „Vietnam stellt bis heute das größte Verbrechen der amerikanischen Politik dar“, schreibt Eric Frey. Nirgendwo sonst wurde so viel Blut vergossen und menschliches Elend verursacht. Dass die Vietnamesen den Amerikanern heute mit großer Freundlichkeit entgegentreten, spricht für dieses Volk, das im 20. Jahrhundert hauptsächlich durch die Schuld anderer furchtbares Leid ertragen musste.
Outline:
Moralisches und militärisches Fiasko
Rolle 1: Der Kampf der „rechten (guten)“ Politik gegen den „bösen“
Kommunismus
Die Domino-Theorie als Allheilmittel
Freiheit um jeden Preis
Die Politik des „es gibt kein Zurück“
Rolle 2: Wirtschaftliche und politische Interessen in Süd-Vietnam
Die zweifelhafte Rolle der AID
Amerikas Verwicklung in den frühen Dogenhandel
Rolle 3: Der Einfluss Henry Kissingers
Textauszug
Der Vietnamkrieg begann als klassischer antikolonialer Unabhängigkeitskrieg. Indochina war seit Ende des 19. Jahrhunderts eine französische Kolonie, die von den Besatzern ausgebeutet, aber wirtschaftlich und sozial kaum entwickelt wurden. Zugleich gab es aber immer mehr gebildete Vietnamesen, die die französische Herrschaft ablehnten. Während des 2. Weltkriegs arrangierte sich
die französische Kolonialregierung in Vietnam mit den vordringenden Japanern und bot ihnen das Land als militärische Basis für Operationen in Südost-Asien an. Die Strategie der Amerikaner war, einerseits massive Finanzhilfe an Südvietnam zu leisten und andererseits alles zu unternehmen, um die „Kommunisten” zu vernichten. Mit ihrer Finanzhilfe wollten die Amerikaner erreichen, Südvietnam zu einer kapitalistischen und demokratischen Gesellschaft zu entwickeln, welche wirtschaftlich und sozial gesehen dem kommunistischen Norden überlegen war. Sollte dies gelingen, so der Standpunkt der Amerikaner, würde der kommunistisch regierte Norden Vietnams seine Anziehung auf die vietnamesische Bevölkerung und damit seine Existenzberechtigung verlieren.
Tags:Krieg, Politik, Amerika, Wirtschaft, Asien