Insbesondere unter dem Stichwort der Doppelfunktion Sozialer Arbeit als Hilfe und Kontrolle lernen Fachkräfte die Grenzen der Freiwilligkeit von Klienten kennen.
4,800 Wörter (ca. 12 Seiten) |
18 Quellen |
2009
Inhaltsangabe:
Die Sozialarbeiter müssen diesen Dauerspagat vollführen mit dem Ziel eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung mit den Klienten aufzubauen und der Erfüllung des öffentlichen Kontrollauftrages. In der Literatur spricht man vom Charakter eines „Trialogs“ oder „Multilogs“. Berater in der Sozialen Arbeit orientieren sich häufig an den Basisvariablen Kongruenz (Echtheit), Akzeptanz (positive Wertschätzung) und Empathie (Einfühlen). Diese Grundhaltungen spielen eine wesentliche Rolle in der gesamten Sozialen Arbeit, nicht nur im Rahmen des Klienten zentrierten Ansatzes. Es sind keine erlernbaren Techniken oder Methoden. Es sind Grundhaltungen und daher wesentlich komplexer als konkret beschreibbare Handlungsschritte.
Aus der Arbeit:
Wohlgestaltete Akzeptanz, Empathie und Authentizität bilden das Fundament, auf dem Kommunikation stattfindet. Empirische Untersuchungen haben belegt, dass insbesondere die Korrelation aus Akzeptanz und Verstehen ein Hauptaspekt der Beratung ist. Diese beiden Grundhaltungen wirken, wenn der Berater sie während des Beratungsgespräches erfüllt, unter der Prämisse ihrer Authentizität in besonderer Weise zusammen. Sie bedingen einander, da Akzeptanz nicht ohne Verständnis und Verständnis nicht ohne Akzeptanz wirksam werden.