Die Arbeit beschäftigt sich im Rahmen des Hauptseminars zum The-ma Iberoromanische Varietätenlinguistik mit dem Zusammenhang zwischen Sprache, sprachlicher Manipulation und Variation. Ausgangspunkt ist hierbei ein Aufsatz von Antonio Salvador Plans über „La manipulación política del lenguaje“ in der spanischen Region Extremadura. Es soll zunächst den Fragen nachgegangen werden, was unter Manipulation zu verstehen ist, an welche Voraussetzungen sie gebunden ist und welche Formen von Manipulation es gibt, wobei sich deren Darstellung im Rahmen dieser Arbeit auf politische und ökonomische Manipulation sowie deren sprachmanipulatorischen Verfahren beschränkt. Ziel ist es, eine Verknüpfung von philosophischen Betrachtungen zur Manipulation des Menschen, den Mitteln ihrer Umsetzung und konkreter Auswirkung auf den europäischen spanischsprachigen Raum herzustellen und aufzuzeigen, dass sprachliche Variation und Varietäten durch Sprachmanipulation begründet sein können.
Aus der Arbeit:
In erster Linie dient Sprache der Kommunikation und Verständigung zwischen Menschen. Sie bedienen sich dabei einer jeweiligen Einzelsprache, die ihrerseits als ein konkretes Zeichensystem aufgefasst wird. Nach Ferdinand de Saussure referiert ein Sprecher bei einer Äußerung mit Hilfe eines signifiant (Lautbild) auf ein bestimmtes signifié (Konzept oder Inhalt). Signifiant und signifié sind somit Konstituenten eines sprachlichen Zeichens innerhalb eines komplexen Zeichen-systems.
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