Beethovens Klaviersonaten: Vergl. der Variationssätze (op.109 & op.111)
In dieser Arbeit vergleicht der Autor Variationssätze von Beethovens Klaviersonaten.
1,130 Wörter (
ca. 2.8 Seiten) |
8 Quellen |
2008
Published on: 16.05.2009
Inhaltsangabe:
Beethovens Spätwerk fasziniert durch den Spagat seines Wirkens zwischen Wiener Klassik und Frühromantik, der auch nicht vor seiner Paradedisziplin, der Klaviersonate, halt macht. Die Trias der letzten Klaviersonaten des Meisters, Opus 109 bis 111, schrieb er von 1820 bis 1822 als großen, zusammenhängenden Komplex, der aber durch etliche Verzögerungen wie Krankheiten oder die Arbeit an der Missa Somlemnis nicht wie geplant erschien. Der Vorwurf, Opus 111 verdanke seine außergewöhnlich zweisätzige Form eventuellem Zeitmangel, erweist sich als haltlos, da in den in Berlin, Paris und Wien erhaltenen Skizzen des Stückes keinerlei Spuren darauf hinweisen und die Klaviersonate des weiteren in sich stimmig und plausibel endet.
„Opus 109 und Opus 110, das sind die Zwillinge, und daraus wird noch ein drittes Kind geboren, das noch außerordentlicher ist“, so beschreibt es die Pianistin Mitsuko Uchida, als sie die Stücke nebst Opus 101 und 106 zuletzt im August 2007 in Salzburg im Zuge der Festspiele an zwei Abenden aufführte. „Man braucht eine unglaubliche innere und äußere Energie, eine körperliche und mentale Kraft für diese einzigartigen Werke.“
Outline:
Einleitung
Allgemeines
Die Variationssätze
Quellenverzeichnis
Aus der Arbeit:
''Sie enthalten auf das Thema folgend fünf Variationen und Coda, wobei Beethoven in Opus 109 nur die ersten vier explizit benennt und nummeriert, in 111 hingegen gar keine. Im Wesentlichen durch die gewählten Tempi (Andante im 3/4-Takt des Themas in № 30, Adagio molto im 9/16-Takt zu Beginn der № 32) machen die Variationssätze den Großteil der Spieldauer der Klaviersonaten aus (Opus 109: knapp 14 von 20 Minuten bei der von Artur Schnabel eingespielten Fassung von 1991; Opus 111: knapp 18 von 26 Minuten) . Die Themen weisen große charakterliche Ähnlichkeiten auf und sind trotz niedergeschriebener Wiederholvorschriften im Sinne der „rhythmischen Strategie“ Beethovens vielmehr als in sich 32-taktig zu erkennen. Bei der Sonate in C-Moll verzichtet Ludwig van Beethoven ab Variation vier auf Repetitionszeichen und komponiert sie aus. Gleiches gilt für die Variationen zwei, drei, fünf und sechs des zum Vergleich stehenden Pendants in E-Dur.''