Die Aufnahmen des Rudolf Pöch
In dieser Hausarbeit geht es um das Leben und die Forschungsreisen des Antropologen Rudolf Pöch.
1,960 Wörter (
ca. 4.9 Seiten) |
6 Quellen |
2005
Published on: 24.05.2009
Inhaltsangabe:
Im ersten Teil dieser Arbeit geht der Autor auf die sehr interessante Biographie des Antropologen Rudof Pöch ein, der sich durch zahlreiche Forschungsreisen einen Namen machte. Danach erfährt der Leser viel über Pöchs Forschungsland Neuguinea, dessen Lage, Kultur, Exportgüter, die Sprachen und den Kolonialismus. Nach seinen ersten Expeditionen in 1901 unternahm Rudolf Pöchs die erste große Forschungsreise in der Zeit von Juli 1904 bis März 1906 in den damaligen deutschen, britischen und niederländischen Kolonien Neuguineas in der Südsee – unter anderem zur Erforschung von Gesängen der Ureinwohner. Die Hauptlager zu seinen anthropologischen und ethnologischen Forschungen schlug er in Potsdamhafen 1904, Cape Nelson 1905 und Port Moresby 1906 auf.
Im Hauptteil der Arbeit werden die Aufnahmegeräte und die Aufnahmetechnik beschrieben, die für die damalige Zeit sehr fortgeschritten waren. Im Anschluss wird auf den Inhalt der Aufnahmen eingegangen, und zum Schluss der Arbeit werden die ausführenden Einheimischen der Aufnahmen beschrieben.
Aus der Arbeit:
''Als musikwissenschaftlicher Feldforscher hatte Pöch, „nicht zuletzt in technischer Hinsicht Pionierarbeit zu leisten“, da er „den nicht lange vorher von Hauser und Castagna entwickelten und vor allem wegen des anfänglichen Gewichtes von 35 kg verbesserten Wiener Archivphonographen“ verwendete, und die Technologie der Schallaufnahme zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch in den Kinderschuhen steckte.
Der Phonograph schreibt mit Edisonschrift auf Platten aus Wachs, die durch ein kräftiges Federwerk in Umdrehung bei Touren von etwa 60 bis 70 pro Minute gebracht werden. Auf einem Stativ befindet sich ein großer, mit einem Gummischlauch an die Aufnahmedose angeschlossener Trichter. Rudolf Pöch versuchte sich sogar in Pseudo-Stereophonie und wendete einen gegabelten Schlauch mit zwei gesonderten Trichtern an. Als Membrane stehen Versionen aus Elfenbein und Glas zur Verfügung.''