Die Bedeutung des Körpers bei Magersucht
Wie hängt der Körper mit der Entstehung, Aufrechterhaltung und Behandlung von Magersucht zusammen?
6,650 Wörter (
ca. 16.6 Seiten) |
6 Quellen |
2008
Published on: 30.03.2009
Inhaltsangabe:
Ziel der Hausarbeit ist, einen Zusammenhang zwischen dem Körper und der Entstehung und Aufrechterhaltung von Magersucht herzustellen. Zunächst gibt der Autor eine Definition von Magersucht. Anschließend erläutert er den Begriff des Körpers. Zentral sind hierbei Körperbild, Körperselbst und Körperunzufriedenheit. Im folgenden Schritt führt er beide Begriffe zusammen, insbesondere anhand von Störungen des Körperbildes und dem multifaktoriellen Modell zur Entstehung und Aufrechterhaltung des gestörten Körperbildes. Abschließend wird die Körpertherapie dargestellt. Hier stehen die Komponenten der Diagnostik von Körperbildstörungen, sowie körpertherapeutisches Vorgehen im Zentrum.
Outline:
Einleitung
Magersucht
Definition „Magersucht“
Gesundheitliche Folgen von Magersucht
Körper
Definition „Körper“
Begrifflichkeiten
Körperbild
Körperselbst
Konzept vom eigenen Körper
Körperunzufriedenheit
Magersucht und Körper
Störungen des Körperbildes
Die perzeptive Komponente
Die kognitive Komponente
Die affektive Komponente
Die behaviorale Komponente
Multifaktorielles Modell zur Entstehung und Aufrechterhaltung des gestörten Körperbildes
Soziokulturelle Faktoren
Individuelle Faktoren
Aufrechterhaltende Bedingungen
Körpertherapie
Komponenten der Diagnostik von Körperbildstörungen
Die perzeptive Komponente
Die kognitive und affektive Komponente
Die behaviorale Komponente
Körpertherapeutisches Vorgehen
Fazit
Literaturverzeichnis
Aus der Arbeit:
„…Ein bedeutsamer Aspekt von Magersucht ist, dass diese für die Kranken einen Gewinn darstellt. Um ein anorektisches Verhalten aufrecht zu erhalten bedarf es viel Ehrgeiz, Kraft und Geschick. Dieses kann als eine Ressource der erkrankten Personen angesehen werden. Ihre Energie ist jedoch fehlgeleitet und muss in Selbstwertgefühl umgelenkt werden. Ziel der Behandlung sollte es daher sein, Zusammenhänge zwischen individueller Problematik und Symptomatologie aufzuzeigen…“
''Die Magersucht, auch Anorexia Nervosa genannt, ist eine Form der Essstörung. Sie bezeichnet eine psychische Fehlentwicklung, „denen überwiegend junge Frauen unter bestimmten Bedingungen und aufgrund bestimmter persönlichkeitsabhängiger und biologischer Konstellationen unterliegen“ . Das Kardinalsymptom ist starkes Untergewicht. Gemäß DSM-IV und ICD-10 muss das Gewicht der betroffenen Person unterhalb von 85% des für das Alter und die Köpergroße zu erwartenden Gewichtes liegen. Das Untergewicht wird herbeigeführt durch strenge Kontrolle bis hin zur Verweigerung der Nahrungsaufnahme. Von zentraler Bedeutung ist die Angst vor Gewichtszunahme. Aufgrund dieser Angst werden die Speisen in „verbotene“ (z.B. Schokolade) und „erlaubte“ (z.B. Light-Produkte) Nahrungsmittel eingeteilt. Dieses führt zu einer starken Beschäftigung mit dem Thema Essen. An dieser Einteilung wird deutlich, dass die Nahrungsaufnahme nicht durch Hunger- und Sättigungsgefühl gesteuert wird, sondern rigiden kognitiven Standards unterworfen ist. Meistens sind junge Frauen betroffen, da die Essstörung vorwiegend im Alter von 15 bis 19 Jahren beginnt.''