Die Transaktionsanalyse - Ein Zaubermittel?
Die Transaktionsanalyse - Ein Zaubermittel?
Ist die Transaktionsanalyse eine „Westentaschenmethode“, die man leicht eigenständig auf alltägliche Situationen und Probleme anwenden kann? In der folgenden Hausarbeit wird dieser Frage nachgegangen.
8,650 Wörter (ca. 21.6 Seiten) |
9 Quellen |
2009
Inhaltsangabe:
Die Transaktionsanalyse wurde stetig weiterentwickelt und hat daher sehr viele Modelle und Konzepte, die im Rahmen dieser Hausarbeit nicht alle erwähnt werden können. Daher beschränkt der Autor sich nur auf diejenigen, welche die wichtigsten für die Transaktionsanalyse sind und mit deren Hilfe die Fragstellung beantwortet wird.
Zunächst wird beschrieben, was eine Transaktionsanalyse im Allgemeinen ist, im Besonderen ihr Ursprung, ihre Ziele und Anwendungsgebiete. Um den Umgang des Einzelnen mit anderen verstehen zu können, geht der Autor als nächstes auf die Persönlichkeit des Einzelnen ein. Von zentraler Bedeutung sind hier die drei verschiedenen Ich-Zustände. Zur besseren Anschauung beschreibt der Verfasser darüber hinaus das Ich-Zustands-Modell und die Funktionelle Analyse der Ich-Zustände. Anschließend stellt er vier Grundeinstellungen dar. Durch die Grundeinstellung wird deutlich, wie sich ein Mensch selber, die anderen und sich in Bezug zu den anderen wahrnimmt.
Die Transaktion ist die kleinste Einheit der Kommunikation. Um den Umgang des Einzelnen mit anderen Menschen zu erklären, wird im nächsten Punkt beschrieben, was Transaktion ist und wie sie abläuft. Transaktionen werden durch den Austausch von Anerkennung, also Strokes, bestimmt. Dabei spielt die Gestaltung der Zeit eine wesentliche Rolle. Je nach Zeitgestaltung ist der Austausch unterschiedlich intensiv. Durch das Konzept des Lebensskripts, das schließlich dargestellt wird, wird deutlich, warum der Einzelne so mit anderen umgeht, wie er es tut. Das Discounten und das Stricken von Maschen sind nur zwei Beispiele, wie das Lebensskript gerechtfertigt und erhalten wird.
Outline:
EINLEITUNG
DEFINITION UND WESEN DER TRANSAKTIONSANALYSE
DIE PERSÖNLICHKEIT DES EINZELNEN
Die „Ich-Zustände”
Eltern-Ich
Kind-Ich
Erwachsenen-Ich
Das Ich-Zustands-Modell
Das funktionelle Modell
DER EINZELNE IN BEZUG ZU ANDEREN
Ich bin o.k. – Du bist o.k.
Ich bin o.k. – Du bist nicht o.k.
Ich bin nicht o.k. – Du bist o.k.
Ich bin nicht o.k. – Du bist nicht o.k.
DER EINZELNE IM UMGANG MIT ANDEREN
Die Transaktion
Parallel-Transaktion
Überkreuz-Transaktion
Verdeckte Transaktion
Strokes
Verbale und nonverbale Strokes
Positive und negative Strokes
bedingte und bedingungslose Strokes
Gestaltung der Zeit
Rückzug
Rituale
Zeitvertreib
Aktivitäten
Spiele
Intimität
BEGRÜNDUNG DES UMGANGS MIT ANDEREN
Das Lebensskript
Definition und Wesen des Lebensskripts
Skriptbotschaften
Einschärfungen
Gegeneinschärfungen
Erlaubnisse
Discounten
Typen des Discounts
Das Erkennen von Discounts
Das Stricken von Maschen
Masche
Maschengefühl
FAZIT
Anwendbarkeit der Transaktionsanalyse im Alltag
Vereinfachung der Transaktionsanalyse
LITERATURVERZEICHNIS
Aus der Arbeit:
''Die Transaktionsanalyse (im Folgenden TA genannt) wurde in den 1950er und 1960er Jahren von dem Psychiater Eric Berne entwickelt. Von seinen Schülern wurde es in verschiedenen Bereichen weiterentwickelt. Ausgang von Bernes Interesse waren seine Studien über Intuition. Er wollte eine psychologische Sprache entwickeln, die auf der einen Seite einfach und verständlich ist, auf der anderen Seite sollte sie auch ermöglichen, konkret über intuitive Einschätzungen von menschlichem Verhalten und Erleben und über die darauf begründete Kommunikation zu sprechen. So war es ihm ein Anliegen, einfache, verständliche und lebensnahe Konzepte zu entwickeln.
Die Internationale Vereinigung für Transaktionsanalyse (International Analysis Association) definiert die TA als „eine Theorie der menschlichen Persönlichkeit und zugleich eine Richtung der Psychotherapie, die darauf abzielt, sowohl die Entwicklung wie auch Veränderungen der Persönlichkeit zu fördern.“ Die TA ist jedoch weit mehr. So bedeutet der Begriff darüberhinaus „ein Repertoire an psychologischen Erklärungskonzepten für menschliches Erleben und Verhalten.“ Die TA ist eine Theorie der menschlichen Persönlichkeit. Sie verhilft menschliche Verhaltensweisen zu verstehen, zu begreifen, wie sich die Persönlichkeit im Tun und Lassen äußert. Durch die TA wird erklärt, wie sich Menschen mit den Mustern des menschlichen Verhaltens und Erlebens in der Gestaltung von Beziehungen, in der Kommunikation und der Lebensgestaltung ausdrücken. Die TA arbeitet des weiteren heraus, warum die Menschen so miteinander umgehen, wie sie es tun. Sie ist die Methode zur Untersuchung von Transaktionen ("Transaktion" bedeutet hier "die kleinste Einheit der Kommunikation"; sie besteht aus einem Transaktionsstimulus und einer Transaktionsreaktion) und die Methode zur Systematisierung der aus der Analyse der Transaktion gewonnenen Informationen in Begriffe. Die Sprache der TA ist demnach eine der wichtigsten Entwicklungen. Sie ist ein Instrument zum Verständnis der Ausgangsbasis von Verhalten, aber auch von Gefühlen. Durch die TA, so die Transaktions-Analytiker, seien einige der Gesetzmäßigkeiten menschlichen Verhaltens entdeckt worden. Da die TA in der Tradition der Psychoanalyse steht, sind die Erlebens- und Verhaltensweisen vor dem Hintergrund kindlicher Entwicklungen zu sehen.'