Die vorliegende Arbeit beschreibt die Verwandtschaft des Soul Jazz zur Soul Music und versucht anhand des Beispiels von Jimmy Smith und Minor Chant von Stanley Turrentine musiktheoretische Eigenschaften analytisch festzuhalten, die den Kern des Soul Jazz begleiten und gleichzeitig markante historische Einflüsse aufzeigen.
Outline:
Jimmy Smith und der Soul Jazz
Abstract
Einleitung
Soul Jazz
Jimmy Smith
Hammond Orgel
Minor Chant
Überblick
Analyse
Fazit
Quellenverzeichnis
Literatur
Aus der Arbeit:
''Mitte der 1950er bildete sich aus dem Hard Bop unter verstärktem Einfluss von Blues und Gospel eine deutlich afroamerikanisch geprägte Form des Jazz – der Soul Jazz. Die Verwandtschaft zu Soul Music ist vielmehr eine musikkulturelle, denn eine stilistische. Zwar findet man in den charakteristisch einfachen, einprägsamen, singbaren und repetitiven Themen Gemeinsamkeiten hinsichtlich sakraler Gewohnheiten in farbigen Glaubensgemeinschaften wie zum Beispiel Predigten, „Call and Response“-Patterns oder plagale Kadenzen, die man durch einen gemeinsamen Vorfahren auch zu den Grundeigenschaften des Soul zählen kann, doch lassen sich dort viele Merkmale an der vokalen Darbietung festmachen, die im Soul Jazz keine Rolle spielt. Im Gegensatz zum Soul Jazz ist der Begriff der Soul Music außerdem durch stilistische Inhomogenität in musikalischem Kontext relativ unscharf definiert. Dennoch lässt sich eine parallele Entwicklung der beiden Sparten nicht von der Hand weisen: beiden Bereichen steht unter anderem ein „Back to the roots“-Gedanke afroamerikanischer Musiker zugrunde – eine Besinnung auf Wurzeln wie Blues und Gospel; auf eingängige, vermeintlich gemeinschaftliche Musik für jedermann. Der Begriff „Funk“ (bzw. „funky“) spiegelt nicht nur stilistisch diese Bodenständigkeit wider und ist im musikalischen Zusammenhang von Soul Jazz nicht wegzudenken.''