Palliative Care - Vorgehen nach dem Tod und Hilfe bei der Trauerbewältigung
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich insbesondere mit einem Aspekt der Palliativpflege, nämlich den letzten pflegerischen Tätigkeiten für die Patienten nach deren Tod und die Hilfe für ihre Angehörigen.
4,029 Wörter (
ca. 10.1 Seiten) |
14 Quellen |
2010
Published on: 26.08.2010
Inhaltsangabe:
Palliative Care als ganzheitliches Pflege- und Behandlungskonzept zur Behandlung und Versorgung schwerstkranker Patienten umfasst ein breites Spektrum pflegerelevanter Themen. Nach dem Ableben eines Patienten müssen zum einen eine Reihe von Maßnahmen getroffen werden und zum anderen beginnt die Phase des Abschiednehmens. Dies betrifft nicht nur die Angehörigen, sondern ebenso das Pflegepersonal, das einerseits der täglichen Belastung dieser Arbeit ausgesetzt ist und andererseits immer wieder neu diesen Prozess bewältigen muss.
Aus der Arbeit:
Die oben beschriebenen Symptome, Definitionen und Trauerphasen sind als eine völlig normale Reaktion auf den Tod nahestehender Personen anzusehen. Von einem erschwerten oder pathologische Trauerprozess ist dann zu sprechen, wenn eine Fixierung in bestimmten Phasen stattfindet oder eine Verzerrung und/oder Übertreibung. Von einer pathologischen Trauerreaktion ist also auszugehen, wenn einzelne Phasen der normalen Trauer sich über einen ungewöhnlich langen Zeitraum ausdehnen oder sich übermäßig intensiv äußern. Die Bedingungen, die dazu führen, dass Trauer nicht als normaler Prozess durchlebt wird, sondern sich zu einer »Krankheit« entwickelt sind vielfältig:
· Plötzlichkeit und fehlende Antizipation
· Gewalt, Verletzung, Zerstörung
· Vermeidbarkeit und/oder Zufälligkeit
· Verlust eines Kindes
· gleichzeitiger oder zeitnaher Verlust mehrerer Personen
· Selbsttötung
· Tode, bei denen die Leiche nicht gefunden wird
· gesellschaftlich nicht akzeptierte Todesumstände, z. B. Tod des Ehemanns bei seiner Geliebten.