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Till Eulenspiegels lustige Streiche


Nr. 72
Till Eulenspiegels lustige Streiche
In dieser Arbeit geht es um das von Richard Strauss zum reinen Orchesterstück verwirklichten "Till Eulenspiegels lustige Streiche". November 1895 erlangte das Werk für großes Orchester gesetzt rasche Verbreitung und großen Erfolg.
1,120 Wörter (ca. 2.8 Seiten) | 7 Quellen | 2008


Inhaltsangabe:

Till Eulenspiegel, bekanntlich die Figur des glücklosen Schalksnarren aus dem 14. Jahrhundert, lässt sich in schriftlicher Überlieferung bis zurück ins Jahr 1515 in Form des Volksbuches "Eyn kurzwylich lesen von Tyel Eulenspiegel" – Verfasser bisher unbekannt – zurückverfolgen. Gewappnet mit dem lachhaften Outfit eines Narren und seiner bestechenden intellektuellen Überlegenheit in Bezug auf sein Umfeld, pflegt er seinen leidigen Mitmenschen durch allerlei witzig hämische Streiche das Leben schwer zu machen. Ein Umstand, der ihm mangels Einsicht schlussendlich das Leben kostet. Doch als Märtyrer und Volksheld lebt er bis in alle Ewigkeit weiter, ebenso wie sein unvergänglicher Humor im Volksmund bis ans Ende der Menschheit.

Aus der Arbeit:

Der weiter oben bereits erwähnte Untertitel verrät alsbald die zugrunde liegende Form des Werks. Eingerahmt durch Prolog und Epilog erfährt „das klassische Rondoschema […] eine Erweiterung durch die gesteigerte Anzahl von Zwischengruppen mit eigenen Themen, bei denen auch jeweils eines der zwei ‚Eulenspiegel’-Motive oder beide eingebaut sind.“ Nur die beiden angesprochenen Themen des Titelhelden, sowie das Gerichtsurteil ‚Tod’ definierte Strauss in einer knappen Erläuterung für das Programmheft zur Uraufführung, in der er aber gleichzeitig zusätzlich anmerkte, der Zuhörer möge die Rätsel der Tondichtung selbst lösen: „Wollen wir diesmal die Leutchen selber die Nüsse aufknacken lassen, die der Schalk ihnen verabreicht?“ „Es ist mir unmöglich ein Programm zu Eulenspiegel zu geben: in Worte gekleidet, was ich mir bei den einzelnen Teilen gedacht habe, würde sich oft verflucht komisch ausnehmen und viel Anstoß erregen.“ Erst etwas später, wohl nach reiflicher Überlegung, machte er das Unmögliche möglich und verfasste als Ergänzung zu seiner Partitur dreiundzwanzig „programmatische Hinweise […] für den Konzertführer des Münchner Komponisten und Musikkritikers Wilhelm Mauke“.

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Volkschule Bundesgymnasium - mit Auszeichnung maturiert Universität Wien - Mag. phil.
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