Ziel dieser Arbeit ist es, einen ersten Überblick über die Hamburger Mundart zu geben, wobei deren Entstehung und Eigenarten erläutert werden sollen.
Seminararbeit Nr. 44 |
3,360 Wörter (
ca. 8.4 Seiten ) |
12 Quellen |
2007
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Inhaltsangabe
In dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, einen ersten Eindruck über die Hamburger Mundart zu vermitteln. Hierbei wird auf die Entstehung der Mundart mit dem Unterschied zwischen Geest- und Masch-Dialekten ebenso wie das Hamburger Missingsch beleuchtet. Weiterhin werden einige wichtige Merkmale der Hamburger Mundart herausgestellt. Die hier gegebenen Ausführungen sind allerdings bei weitem nicht allumfassend – und das können sie auch gar nicht sein. So wäre ein weiterführender Vergleich der Mundart in verschiedenen Hamburger Stadtteilen, beispielsweise in Finkenwerder, Vierlande und den Elblandschaften sowie Moorburg, durchaus interessant. Einen Blick hierauf richtete schon Agathe Lasch 1923. Ein Rückblick auf die Entwicklung der Mundart wäre in diesem Kontext sicherlich auch von Bedeutung, wie ihn auch Agathe Lasch 1918 schon leistete. Ein Schwerpunkt könnte weiterführend auf der Bedeutung und Entwicklung der niederdeutschen Sprache Hamburgs zur Zeit der Hanse liegen.
Auch eine tiefer gehende soziolinguistische Untersuchung könnte ebenso wie eine Betrachtung der natürlicherweise vorhandenen Wechselwirkung der Hamburger Mundart mit dem Umland der Stadt neue Erkenntnisse bringen.
Outline:
Einleitung
Die Entstehung der Hamburger Mundart
Zum Unterschied zwischen Geest- und Masch-Dialekten
Der Vokal „a“
Die Diphthonge [œ͡ɪ] und [ɔ͡ø]
Die Vokale [ʏ] ≠ [ʊ] und [œ] ≠ [ɔ]
Der Diphthong [ɔ͡ʊ]
Inter-syllabisch [-v-] (Geest) ≠ [-b-] (Masch)
Hamburger Missingsch
Merkmale der Hamburger Mundart
Akzentsilben mit anlautendem Konsonantismus
Akzentsilben mit inlautendem Konsonantismus
Akzentsilben mit auslautendem Konsonantismus
Akzentsilben, Vokalismus, Kurzvokale
Vokalismus, Langvokale
Vokalismus, Diphthonge
Nebenakzent
Prosodie
Soziolinguistische Merkmale Hamburger Mundart
Schlussbetrachtung
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Die Hamburger Mundart hat ihren Ursprung im Hamburger Platt, welches zunächst einmal sämtliche Formen des in Hamburg gesprochenen Plattdeutschen bezeichnet.
Das Plattdeutsche lässt sich in Hamburg nach Conrad Borchling in zwei große Gruppen einteilen. Auf der einen Seite stehen die Geest-Dialekte, wobei Geest die trockeneren Gebiete weiter weg von der Elbe bezeichnet. Hierzu gehören vor allem die nördlicheren Gebiete Hamburgs. Auf der anderen Seite stehen die Masch-Dialekte. Masch, oder auch Marsch, bezeichnet die elbnahen Gebiete. Namentlich sind hiermit also die Gebiete Finkenwerder, Wilhelmsburg, Vier- und Marschlande, das Alte Land, Harburg und St. Pauli gemeint.
2.1 Zum Unterschied zwischen Geest- und Masch-Dialekten
Peter Martens benennt in seinem Aufsatz „Norddeutsche Dialekt-Varianten in Hamburg“ (Martens 2001, S. 487-503) die wesentlichen Unterschiede zwischen Geest- und Masch-Dialekt. Diese werden im Folgenden wiedergegeben und erläutert.''
Tags:Sprache, Dialekte, Soziolinguistik
Die 1975 erschienenen „Scritti corsari“ Pier Paolo Pasolinis stellen eine Sammlung von Zeitungsartikeln dar. Besonders die Konsumgesellschaft mit all ihren Auswirkungen auf Kirche, Sprache oder Jugend kritisiert Pasolini sehr heftig.
Hausarbeit Nr. 196 |
9,208 Wörter (
ca. 23 Seiten ) |
21 Quellen |
2006
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Inhaltsangabe
Im Rahmen dieser Arbeit soll zunächst versucht werden, anhand der Texte Pasolinis eine Charakterisierung der Konsumgesellschaft herauszuarbeiten, um anschließend auf bestimmte Phänomene – wie etwa den Einfluss der Konsumgesellschaft auf die Kirche – näher einzugehen. Auch die nach Pasolini vorhandene gesellschaftliche Nivellierung durch die bürgerliche Konsumgesellschaft kommt zur Sprache.
Inhalt
1 Einleitung
2 Die Herrschaft des Konsums und wie sie sich durchsetzte
2.1 Konsum als neue Religion?
3 Die gesellschaftliche Nivellierung durch den Konsum
3.1 Der Sprachverlust durch die Konsumgesellschaft
4 Schluss
5 Literaturverzeichnis
Textauszug
Als Symbol dieser neuen Gesellschaftsordnung sieht Pasolini das Auto und die Paarbeziehung an, die laut seinem Artikel „Il carcere e la fraternità dell’amore omosessuale“ das „bifronte mostro consumistico“ darstellten. Interessant ist hierbei, dass schon einige Jahrzehnte vor Pasolini ein anderer Autor ebenfalls gerade das Auto als Sinnbild für den bürgerlichen Kapitalismus sah. Die Rede ist von Nobelpreisträger Sinclair Lewis, der in seinem Roman „Babbitt“, einer Satire auf das amerikanische Bürgertum, davon spricht, dass für den Hauptprotagonisten George F. Babbitt dessen Auto – genau wie für alle anderen wohlhabenden Bürger – Poesie und Drama, Liebe und Heldentum bedeute. Warum dies so ist, erklärt Christian Pfister anhand der Situation Amerikas in den 1930er Jahren: „Trägerbranchen des Produktions- und Konsumstils waren die Erdölchemie und die Automobilindustrie, Schlüsselprodukt war das Auto. Das Auto wurde zum idealen Instrument der Freizeitgestaltung, zur Grundlage für neue Lebensstile und neue politische Bewegungen, mit ihm waren direkt und indirekt die meisten Arbeitsplätze verbunden.“
Es ist also die Synthese der beiden wichtigsten Wirtschaftssparten Amerikas, die sich im Auto manifestiert. Zur gesellschaftlichen Bedeutung des Automobils merkt Wolfgang Sachs an, dass es einerseits ein Statussymbol sei; er spricht von einer Dreiecksbeziehung zwischen Besitzer, Konsumgut und den anderen, aber andererseits verheiße es auch Freiheit, da für die Menschen der Konsumgesellschaft Glück gleichbedeutend mit der Akkumulation von Gütern sei und „das Glück wohnt draußen, jenseits der eigenen Person, in einer Welt von Dingen, die man sich erst aneignen muß, um in den Genuß des rechten Lebens zu kommen“. Hier klingt schon die konsumorientierte Ideologie an, die Pasolini in seinen Schriften so entschieden kritisiert. So verwundert es auch nicht, dass der Autor der „Scritti corsari“ in jungen Jahren das Fahrrad bevorzugte. Doch wie sieht die Gesellschaft des Konsums in Italien nun genau aus und wie konnte sie sich überhaupt etablieren?
Tags:Konsumkritik Nachkriegsära Wohlstand Gesellschaftsordnung, konsumorientierte Ideologie
In dieser Arbeit geht es um ein Werk von Mario Wandruszka (1911 – 2004), einer der bekanntesten österreichischen Sprachwissenschaftler, und um einige grammatische Aspekte seiner Forschung.
Seminararbeit Nr. 15 |
4,700 Wörter (
ca. 11.8 Seiten ) |
6 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Der Autor der Arbeit hat sich intensiver mit seinem Werk „Sprachen – vergleichbar und unvergleichlich“ (R. Piper & Co. Verlag, München, 1969) beschäftigt und sich auf einige grammatische Aspekte seiner Forschung konzentriert. Im ersten Teil dieser Arbeit wird näher auf das grammatikalische und das natürliche Geschlecht eingehen. Wandruszka führt hier einige Beispiele dafür an, wie sich die verschiedenen romanischen bzw. germanischen Sprachen in Bezug auf dieses Thema unterscheiden bzw. gleichen.
Das folgende Kapitel behandelt den bestimmten Artikel, anschließend wird zudem die Artikellosigkeit angesprochen.
Im dritten Kapitel geht es um den unbestimmten Artikel, wobei hier vor allem die Unterschiede zwischen dem Englischen und der deutschen Sprache thematisiert sind.
Das letzte Kapitel behandelt die Substantivierung, wobei es für mich sehr interessant zu sehen war, welche Konstruktionen im Englischen möglich sind bzw. wie das Englische mit der Substantivierung umgeht.
Outline:
Abstracts (Englisch, Russisch)
Vorwort
Biografie von Mario Wandruszka
Wandruszkas Werk:
Sprachen – vergleichbar und unvergleichlich
Das natürliche und das grammatische Geschlecht
Der bestimmte Artikel
Der unbestimmte Artikel
Die Substantivierung
Zusammenfassung
Glossar
Namensindex
Bibliografie
Textauszug
''Der österreichische Romanist und Sprachwissenschaftler Prof. (em.) Dr. Dr. h.c. mult. Mario Wandruszka wurde am 9. August 1911 in Znaim, dem heutigen Znojmo in Tschechien, geboren. Bereits als Kind verliert er seinen Vater im ersten Weltkrieg und wächst dann in Wien und Innsbruck auf.
Nach seinem Schulabschluss studiert er romanische und deutsche Philologie in Frankreich, Österreich und Italien. Im zweiten Weltkrieg wird Wandruszka von den Briten gefangen genommen und verbringt daraufhin die folgenden vier Jahre in Kanada. Im Jahr 1956 wird er Professor an der Universität Tübingen, wo er bis 1971 unterrichtet. Daraufhin lehrt er an der Universität Salzburg und nimmt auch Gastprofessuren in Straßburg und Montreal an. Er beschäftigt sich im Laufe seiner Sprachforschung vor allem mit den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Portugiesisch.''
Tags:Philosophie, Dichtung, Dichter, Sprachwissenschaft, Grammatik, romanische und germanische Sprachen
Das Werk - Sprachen – vergleichbar und unvergleichlich. R. Piper & Co. Verlag, München, 1969 von Mario Wandruszka und die darin behandelten grammatikalischen Aspekte.
Referat Nr. 16 |
1,750 Wörter (
ca. 4.4 Seiten ) |
3 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
In diesem Referat wird zuerst kurz auf die Biografie von Mario Wandruszka eingegangen. Im Anschluss wird auf das natürliche und das grammatische Geschlecht eingegangen, danach auf den bestimmten, sowie den unbestimmten Artikel und im letzten Teil des Referats auf die Substantivierung.
Outline
Biografische Angaben
Das natürliche und das grammatische Geschlecht
Der bestimmte Artikel
Der unbestimmte Artikel
Die Substantivierung
Quellen
Textauszug
''Wie wir wissen, gibt es den Unterschied zwischen dem natürlichen und dem grammatischen Geschlecht. Ein Beispiel dafür wäre das Wort „Weib“
Wandruszka beschreibt in diesem Kapitel, dass bei bestimmten Sprachen ohne den sprachlichen Kontext das Geschlecht eines Wortes nicht erkennbar ist. Ein Beispiel dafür ist das englische Wort „cook“ – das uns nicht verrät, ob es sich um einen Koch oder um eine Köchin handelt. In einigen Fällen bleibt also dem Übersetzer gar nichts anderes übrig, als nach eigenem Gutdünken aus dem cook entweder einen Koch oder eine Köchin zu machen.
Im Englischen bleibt das Geschlecht eines Lebewesens in seinem Gattungsnamen häufiger ungesagt als in den Nachbarsprachen, was eine spürbare informatorische Defizienz ergeben kann. Daher muss der Verlust des Femininsuffixes durch geschlechtsbestimmende Zusatzwörter ergänzt werden, wie z.B. man und woman oder lady, boy und girl, male und female, he und she.''
Tags:Grammatik, Philosophie, Dichtung, Sprachwissenschaft, Sprachen im Vergleich
Diese Arbeit ist eine Interpretation des Werkes von E.t.A. Hofmann. Im ersten Teil der Arbeit wird auf die Handlung des Buches und die Charaktere eingegangen. Anschließend wird das Buch sehr anschaulich interpretiert.
Buchbesprechung Nr. 126 |
2,422 Wörter (
ca. 6.1 Seiten ) |
1 Quelle |
2007
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Inhaltsangabe
1808 erschien das Frl. von Scuderi von E.T.A. Hoffmann, Handlungsort ist Paris zur Zeit Ludwigs XIV.
Der Dichter studierte Jus und Musik.
Dieses Werk ist der Spätromantik zuzuschreiben. Politisch ist die Spätromantik zwischen dem Wiener Kongress und der Pariser Julirevolution einzuordnen. Durch die Schwerindustrie (Kohle und Erz) entspringt das Proletariat. Massenarmut entsteht, in großen Städten werden Strassen mit Gas beleuchtet, Kanalisation ist noch unbekannt. Die Städte und die Menschen sind schmutzig. Die vornehme Gesellschaft beschäftigt sich mit Spiritismus. Die Arbeiter hungern. In der Literatur kommen Visionen, Gespenster, Giftmischerei, Helden und Morde vor.
Outline:
Inhaltsangabe
Charaktere
Beziehungen der Personen zueinander
Interpretation
Textauszug
Zu Mitternacht klopft jemand heftig an der Tür der Dichterin Magdaleine von Scuderi. Baptist, ein Hausangestellter ist auf der Hochzeit seiner Schwester. Somit ist Scuderi mit Ihrer Kammerzofe alleine im Haus.
Ihr Kammerfräulein erschrickt und nach langem Zögern öffnet sie die Türe einem Unbekannten, der mit einem Stilett bewaffnet ist. Zufällig kommt ein Polizist vorbei. Der unbekannte Mann fürchtet sich anscheinend vor dem Polizisten und gibt der Martiniere schnell ein Kästchen mit der Anweisung dieses ihrer Herrin zu übergeben. Baptist kommt vorzeitig von der Hochzeitfeier zurück. Beide beschließen das Kästchen dem Fräulein zu geben, obwohl sie einen Giftmordanschlag befürchten. In dem Kästchen befindet sich Schmuck und ein Zettel. Auf dem Zettel steht ein Gedicht mit einer Unterschrift „Die Unsichtbaren“.
Tags:Dichter, Sprache, Philosophie, Literatur, Gespenster
Vergleich und Interpretation von „Das Urteil“ und „Brief an den Vater“.
Hausarbeit Nr. 32 |
5,190 Wörter (
ca. 13 Seiten ) |
10 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Kafkas literarisches Werk zeichnet sich neben der Darstellung des Grotesken und der Anwendung eines auktorialen Schreibstils dadurch aus, dass es in besonderer Weise von seiner Lebens- und Erfahrungswelt geprägt ist. So ist der Rahmen, in denen Kafka seine grotesken Erzählungen einbettet, meist ein Spiegelbild seiner sozialen und
insbesondere seiner familiären Situation. Dieser Annahme soll in der folgenden Arbeit nachgegangen werden, wobei hierzu zwei Texte hinsichtlich ihres biografischen Gehalts untersucht werden, nämlich die 1913 veröffentlichte Erzählung „Das Urteil“ sowie der 1919 verfasste „Brief an den Vater“. Während es sich bei dem „Urteil“ eindeutig um einen fiktiven Text handelt, dessen Inhalt deutlich Kafkas Hang zum Grotesken erkennen lässt, erweist sich die Einordnung des „Briefs“ als schwierig. Der „Brief an den Vater“ ist weder ein rein fiktives noch ein rein autobiografisches Zeugnis, vielmehr weist er beide Elemente auf. Fest steht, dass beide Texte als besondere Zeugnisse von Kafkas Lebens und Erfahrungswelt angesehen werden können und daher für die Analyse ausgewählt wurden.
Im Folgenden werden zunächst Inhalt und Form beider Texte einzeln vorgestellt, um sie dann miteinander zu vergleichen und biografisch zu interpretieren. Die Interpretation der Texte soll dabei der Leitfrage folgen: Welche biografischen Elemente weisen beide Texte auf bzw. wie werden biografische Elemente in der Literatur verarbeitet?
Outline:
Einleitung
Analyse der Texte „Brief an den Vater“
und „Das Urteil“
„Brief an den Vater“
„Das Urteil“
Interpretation
Der Vater-Sohn-Konflikt
Der Prozesscharakter
Fazit
Literaturverzeichnis
Textauszug
Der 1919 verfasste und von Max Brod 1952 veröffentlichte „Brief an den Vater“ wird
meist den autobiografischen Schriften Kafkas zugeordnet, zu denen eine
umfangreiche Sammlung an Briefen sowie Tagebucheinträge zählen. Eine solche
Zuordnung kann jedoch durchaus kritisch betrachtet werden und soll in dem Kapitel
zur Form des „Briefes“ erörtert werden. Kafka verfasste den „Brief an den Vater“ im
November 1919 in der nördlich von Prag gelegenen Kleinstadt Schelesen – dort war
Kafka schon zuvor gewesen, um sich von seiner 1917 ausgebrochenen
Lungentuberkulose zu erholen. Dem Aufenthalt in Schelesen im November 1919
ging eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes sowie das Scheitern der
für Anfang November geplanten Hochzeit mit Julie Wohryzek voraus: Die von Kafkas
Vater abgelehnte Heirat (die Braut stammte aus der untersten sozialen Schicht) kam
nicht zustande, da das Paar keine Wohnung finden konnte.3 Das erneute Scheitern
einer geplanten Hochzeit wird oftmals als der eigentliche Anlass für das Verfassen
des „Briefes an den Vater“ 4 angesehen.
Tags:Literatur, Philosophie
Diese Arbeit handelt primär von der Kollision zwischen den Ansichten des Thrasymachos und Sokrates, dem Menschen als Maß aller Dinge und der Welt als Maß für den Menschen.
Seminararbeit Nr. 66 |
6,320 Wörter (
ca. 15.8 Seiten ) |
9 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Nach einer kurzen Einleitung in die Rahmenbedingungen wird der Hauptteil dieser Arbeit aus einem Close-Reading des ersten Buches der Politeia bestehen. Dieses Buch wird oft als Thrasymachos zu den Frühdialogen gezählt, welcher dann in der mittleren Schaffensphase Platons eine Ergänzung um die Bücher zwei bis zehn erhielt und zu Platons umfangreichsten Werk wurde. Der Thrasymachos fixiert aber schon die wichtigsten Ecksteine des zu durchwandernden Gebietes auf sehr interessante Weise. Diese werden auch den späteren Verlauf der Diskussion beherrschen. Durch neuere Forschungsergebnisse vertreten einige Philologen nun die Ansicht, dass es diese große zeitliche Lücke zwischen dem Thrasymachos und dem Rest der Politeia gar nicht gab.
Die frühen Dialoge – wie vielleicht der Thrasymachos – kreisen vor allem um die Gestalt des Sokrates, welcher im Angesicht der Sophistik und deren Rhetorik die Frage nach dem menschlichen Guten, den Tugenden, stellt. So hat Sokrates im ersten Buch vor allem den Sophisten Thrasymachos als Dialogpartner, eine historisch verbürgte Persönlichkeit. Die Lehre, die hier von Thrasymachos vorgetragen wird, rechnet man aber eher dem (ebenfalls berühmten) Sophisten Antiphon zu. Nachdem Thrasymachos am Ende des ersten Buches das Feld räumt, beginnt Sokrates im zweiten Buch mit seiner Explikation von vorne, diesmal mit den beiden Dialogpartnern Glaukon und Adeimantos, die den Brüdern Platons nachempfunden sind, und Sokrates prinzipiell wohlgesonnener sind als der als aggressiv dargestellte Sophist. Dieser seltsame Neuanfang wird später noch kurz thematisiert werden.
Was sind also die Ziele und Thesen des Dialoges? Grob gesagt geht es um den Wert der Gerechtigkeit und um die Frage, ob sie eine Tugend sei und ob die Gerechtigkeit erstrebenswert ist. Das beinhaltet im Dialog sowohl gerechtes Verhalten der Individuen untereinander als auch die gerechte Führung aller Individuen im Staat. Denn Staat und Individuum werden in Hinblick auf die Konzeption der Gerechtigkeit als analog gesehen. Im antiken Griechenland war diese enge Verbindung des Einzelnen und der Polis keine Seltenheit.
Da die Politeia insgesamt zu den mittleren Dialogen Platons zählt, ist die Ideenlehre noch nicht so elaboriert wie bei den Spätdialogen. Die Entwicklung ist aber schon zu erkennen. Im Thrasymachos fällt der Begriff der Idee noch nicht an zentraler Stelle, im weiteren Verlauf wird aber alles menschliche Streben der höchsten Idee des Guten unterstellt. Auch kann man nach dem ersten Buch einen Bruch erkennen. Sokrates versucht ab dem zweiten Buch weniger, die Tugend der Gerechtigkeit durch Nachfragen zu finden, sondern er tritt als Architekt einer eigenen Theorie auf den Plan. Diese eigene Theorie gipfelt in der ersten bekannten Utopie der antiken Denkgeschichte, die sich das real existierende Sparta zum Vorbild nahm. Durch die Konstruktion eines gerechten Staates versucht Sokrates dem gerechten Menschen auf die Spur kommen. Dabei ist es eine wesentliche These Platons, dass sich Gerechtigkeit im Staat und im Individuum gleich manifestieren als ein reibungsloses Zusammenspiel von Teilen. Doch diese These soll im nun folgenden Hauptteil der Arbeit näher untersucht werden.
Outline:
Einleitung
Der Dialog Thrasymachos
Die Ausgangslage / Präludium
Die Thesen des Thrasymachos
Die Antwort des Sokrates
Ergebnis des Dialoges
Die Konstruktion eines Staates
Resümee
Nachweise
Textauszug
''In diesem Dialog ist es interessant zu beobachten, dass die von Sokrates vorgebrachten Argumente gegen Thrasymachos niemanden wirklich überzeugen, weder Thrasymachos, noch Adeimantos und Glaukon. Letztere beginnen, wie oben bereits erwähnt, im zweiten Buch die Explikation mit einem ebenfalls sichtlich unzufriedenen Sokrates von Neuem. Wenn Platon hier bewiesen hätte, was er vorhatte, nämlich, dass die gerechte Person die glückliche ist, die ungerechte aber unglücklich, dann hätte die Politeia ruhigen Gewissens hier enden können. Doch warum ist keiner überzeugt? Warum war eine „Ergänzung“ nötig, die sich auf neun Bücher erstreckt? Rachel Barney will in ihrem Aufsatz Socrates‘ Refutation of Thrasymachos den Versuch antreten, zu zeigen, dass die Argumente von Sokrates so schlecht nicht sind und dass sie gar nicht den Anspruch auf systematische Vollständigkeit stellen wollten. Da ich dies für einen sehr interessanten Gedanken halte, möchte ich mich eingehender mit ihrer Argumentation befassen.
Doch schon bevor sich Sokrates mit Thrasymachos konfrontiert sieht, beginnt die Suche nach dem, was gerecht genannt werden kann. Der erste Dialogpartner des Sokrates ist der greise Kephalos. „Kephalos repräsentiert [...] den Inbegriff des wohlmeinenden, maßhaltenden Besitzbürgers, der ein anständiges Leben führen möchte, weil er seine innere Ruhe finden will.“ Die hier gefundene vorläufige Definition von Gerechtigkeit, die vorsieht, „daß man die Wahrheit sagen und das, was man empfangen hat, wieder zurückgeben soll“ , wird schnell wieder verworfen. Sokrates widerlegt den Kephalos mit dem Beispiel, dass er einem wahnsinnig gewordenen Mann die von ihm ausgeliehenen Waffen nicht zurückgeben wird, weil das zu einem Blutvergießen führen würde.
Die zweite vorläufige These stammt von Polemarchos und deutet Gerechtigkeit als eine Art „Diebskunst“, die man zum Vorteil für die Freunde und zum Nachteil für die Feinde einsetzt. Daher ist es gerecht, den Feinden zu schaden und den Freunden zu helfen. Doch auch diese Bestimmung wird sogleich wieder verworfen. Sokrates besteht darauf, dass es den Schlechten nur noch schlechter macht, wenn man ihm Böses tut, dass es also nur die Sache der Ungerechten ist, Schlechtes zu tun. Der Gerechte hingegen muss, um als solcher anerkannt zu werden, es jedenfalls vermeiden, jemandem absichtsvoll zu schaden. Sokrates tritt hier als einer der ersten Denker auf, der die Feindesliebe propagiert, wenn auch aus einem (zumindest teilweise) anderen Grund als es Jesus von Nazareth später tun wird. ''
Tags:Literatur, Philosophie, Sokrates
Sehr viele AutorInnen mussten emigrieren und kehrten nie zurück. Andere Schriftsteller versuchten die NS-Diktatur literarisch zu verarbeiten. Einige Schreibende verdrängten das Nazi-Unrechtsregime und schrieben ihre Erlebnisse nie auf.
Referat Nr. 127 |
1,312 Wörter (
ca. 3.3 Seiten ) |
3 Quellen |
2009
$ 4.95
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Inhaltsangabe
Die Nachkriegsliteratur 1945-1950 wird auch als "Trümmerliteratur" und "Kahlschlagliteratur" bezeichnet.
Mit „Trümmer“ sind nicht nur die zerstörten Städte gemeint, sondern auch die geplatzten Ideale und Utopien, die Realität des Krieges und die schrecklichen Ereignisse während des Krieges. Die Menschen waren Extremsituationen ausgesetzt, und sie befanden sich täglich in Todesgefahr.
Outline:
Einleitung
Historischer Hintergrund
Nachkriegsliteratur Hintergrund-Sprache
Gruppe 47
Östterreichs Trümmerliteratur
Exilliteratur
Gattungen
Vertreter und Werke
Conslusio
Textauszug
Die Gruppe 47 wurde von Alfred Andersch und Walter Kolbenhoff 1946 in München gegründet. Ihr literarisches Medium war die Zeitschrift „Der Ruf“, ihr gesellschaftliches Mittel waren literarische Diskussionen. Ihre Debatten, Streit- und Diskussionskultur ist nach wie vor legendär. Der Klagenfurter Bachmann Preis oder Deutsche Literaturfonds sind auf diesem System aufgebaut.
Das Ziel der Begründer war die Aufklärung und die Erziehung zur Demokratie. Die Demokratien in Deutschland und Österreich waren noch nicht sehr stark, die Menschen sehnten sich nach einem Kaiser oder sehr viele wollten wieder einen Führer. Politik und Gesellschaft, Sprache und die Menschen waren die Haupt-Themen im „Ruf“. Die Lügen und die Propaganda des Naziregimes sollten durch Einfachheit und sachliche Wahrhaftigkeit vergessen werden. Erich Fried und Wolfgang Hildesheimer schlossen sich dieser Gruppe an.
1947 wurde der Zeitschrift die Lizenz entzogen. Ein Nachfolgeprojekt „Skorpion“ scheiterte an der Finanzierung. Die Planungsphase legte den Grundstein für die Gruppen und Diskussionsmentalität der Gruppe 47. Autoren lasen Texte und diese Werke wurden diskutiert.
Tags:Nachkriegszeit, Kunst, Literatur, Gruppe 47
Wir reagieren auf Wörter und handeln danach. Diese Verbindung zwischen Denken und Sprache wurde in der Fachwissenschaft als Teil der Linguistik erforscht und mit dem Begriff „Pragmatik“ bezeichnet.
Hauptseminararbeit Nr. 135 |
5,800 Wörter (
ca. 14.5 Seiten ) |
17 Quellen |
2009
$ 14.95
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Inhaltsangabe
In der vorliegenden Arbeit werden zum einen die Pragmatik und deren Teilbereiche im Allgemeinen behandelt, und zum anderen wird auf die Anwendung der Pragmatik beim Spracherwerb näher eingegangen. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den Fragen, was der Begriff bedeutet und inwiefern sich die Pragmatik von den anderen Gebieten der Linguistik unterscheidet. Es sei dabei darauf hingewiesen, dass es keine einheitliche Definition gibt. Mit den fünf klassischen Gebieten der Pragmatik, die sich aus Deixis, Präsupposition, Implikatur, Sprechakt und Konversationsstruktur zusammensetzen, beschäftigt sich das dritte Kapitel der Arbeit. Das vierte Kapitel widmet sich der Anwendung der Pragmatik beim Spracherwerb. Auch pragmatische Erwerbsprinzipien und pragmatische Störungen werden in diesem Kapitel behandelt. Abschließend wird die Arbeit zusammengefasst.
Einleitung
Pragmatik als linguistische Teildisziplin: Definitionen
Grundlagen der Pragmatik
Deixis
Präsuppositionen
Konversationelle Implikaturen
Sprechakttheorie
Spracherwerb: Die Rolle der Pragmatik beim Spracherwerb
An das Kind gerichtete Sprache
Aspekte des Erwerbs der pragmatischen Kompetenz
Pragmatische Erwerbsprinzipien
Pragmatische Störungen
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Textauszug
In diesem Aussagesatz wird dem Sprecher eine indirekte Frage gestellt. Im zweiten Satz wird deutlich, dass der Sprecher diese Frage seiner Eltern eher als Aufforderung versteht. Daraus ergeben sich zwei Handlungen, zum Einen, dass die Eltern den Sprecher zum Einsammeln und Verstauen des Nachlasses von Arne auffordern, zum Anderen versteht der Sprecher die an sich gestellte Frage richtig, ob er es erfüllt oder nicht, versprach er nicht. Im Laufe des Romans erfährt man, dass der Sprecher den Auftrag ausgeführt hat. Morphologisch könnte man die Sätze als Aussagesätze im Präteritum analysieren. Semantisch wird die wörtliche Bedeutung geklärt, was man z.B. im Deutschen unter Nachlass oder Ratlosigkeit versteht. „Die Vorstellung, die hinter der Pragmatik steht, ist jene, dass der Sprechende mit Sprache handelt oder dass Sprache eine besondere Rolle im menschlichen Handeln spielt.“ Wie wird der Begriff definiert? Linguisten sind sich einig, dass sich der Begriff nicht einheitlich definieren lasse oder es keine gültige Definition dafür gebe.
„Nicht nur die Seele ist ein weites Land, sondern auch die Pragmatik.“ So hat sich Ernst über die Pragmatik geäußert. Generell wird die Ansicht vertreten, dass sich die Pragmatik auf das menschliche Handeln im Allgemeinen bezieht, und Pragmalinguistik der engere beziehungsweise auf das menschliche Handeln mit Sprache eingeengte Unterbegriff ist . Allerdings wird diese These nicht von allen Linguisten geteilt. Zuerst will Ernst den Begriff selbst definieren und geht von dem der Bezeichnung zu Grunde liegenden griechischen Etymon „Pragma= Tun, Handeln [...]“ aus. Damit ist er der Ansicht, dass die Pragmatik die Lehre vom menschlichen Handeln sei. Diese Auffassung sieht er für die Linguistik zu umfangreich und fügt eine weitere Definition hinzu: „Pragmalinguistik ist die Lehre vom menschlichen Handeln mit Sprache. Als solche ist sie Teil der Pragmatik, der Lehre vom menschlichen Handeln“. Nach diesen Definitionen könnte man auch die beiden Begriffe Pragmatik und Pragmalinguistik in Verbindung bringen. Wir dürfen, laut Ernst, Pragmatik und Pragmalinguistik nicht ohne weiteres gleichsetzen. Da das Verhältnis der beiden Richtungen zueinander hinterfragt werden muss.
Bei allen Definitionen kommt oft das Wort handeln vor. Ist damit „alles, was die Menschen im Alltag tun“ gemeint? Hier ist es sinnvoll die Fragen zu beantworten, was Handlung und was sprachliches Handeln sind. „Am Ausgangspunkt einer pragmalinguistischen Sicht auf Sprache, in der Sprechen eine Art von Handeln ist, steht der Begriff der Handlung“. Allgemein können wir, wie schon erwähnt, sagen, dass alles was die Menschen im Alltag tun Handeln ist. Essen, Schlafen, Lesen, Kochen, Einkaufen und zahlreiche andere Tätigkeiten sind menschliches Handeln. Holly fast zusammen, was ein sinnhafter Handlungsbegriff wäre:
Handlungen interpretationsabhängige, sinnhafte, gerichtete, kontrollierbare und zu verantwortende komplexe Tätigkeiten oder Unterlassungen, die durch Zuordnung zu Handlungsmustern verstanden werden können, weil sie durch soziale Regeln eingespielt.
Tags:Sprache, Germanistik, deutsche Sprache
Gedichtinterpretation eines Gedichts von Heinrich Heine und dessen Biographie
Hausarbeit Nr. 7 |
770 Wörter (
ca. 1.9 Seiten ) |
1 Quelle |
2008
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In dieser Arbeit wird zunächst und übersichtlich das Gedicht interpretiert. Zwei Arten von Ratten werden als zwei Sorten Menschen im Kommunismus verglichen und deren Verhalten beschrieben. Am Ende der Interpretation wird der Kommunismus dem demokratischen System gegenüber gestellt.
Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich mit dem Leben des Heinrich Heine, Sohn eines unbemittelten jüdischen Kaufmanns, in einer übersichtlichen Biographie wiedergegeben, anhand prägender Ereignisse und Stationen seines Lebens.
Im dritten Teil der Arbeit wird die Bedeutung des Dichters Heine beschrieben, immerhin einem der bedeutendsten Journalisten und weltberühmter Lyriker.
Outline:
Gedichtinterpretation
Sein Leben in schnelle Zügen
Bedeutung für uns
Textauszug
Bedeutung für uns:
• er war der große Dichter des revolutionären, demokratischen Deutschlands
• größter deutscher Lyriker des 19. Jh. und bedeutende Gestalt der deutschen revolutionären Demokratie
• hervorragender Prosaschriftsteller, Essayist und Publizist
• Heine schaffte es in seinen besten Werken, die volksverbundenen, klassischen und romantischen Traditionen der deutschen
Literatur unter den Bedingungen seiner Zeit wiederzugeben
Tags:Dichter, Lyriker, Prosa, Schriftsteller, Journalist, Heinrich, Heine, Philosophie