Erziehungsschwierigkeiten
Erziehungsschwierigkeiten
Referat zu Definition, Kategorisierung, Ursachen sowie zu ergreifenden Maßnahmen, um eine nachhaltige Besserung des Schülerbetragens zu erwirken.
3,980 Wörter (ca. 10 Seiten) |
6 Quellen |
2007
Inhaltsangabe:
„Wie kann man da noch unterrichten?“, so lautet der Titel eine Aufsatzes von Reinhold ORTNER über Verhaltens- und Lernschwierigkeiten in der Schule.
Die Zahl der Kinder mit Verhaltens- oder Lernschwierigkeiten nimmt immer mehr zu; nach Meinung des Deutschen Kinderschutzbundes leidet heute beinahe jedes fünfte Kind an leichteren bis schwereren psychischen Erkrankungen. Hinzu kommt noch eine ansteigende Anzahl von körperlich oder psychisch misshandelten Kindern in unserer Gesellschaft.
Jedoch ist das Problem nicht ein Problem der heutigen Zeit. Verhaltens- und Lernschwierigkeiten gab es schon immer, wenn wir nur (an die pädagogisch sicherlich fragwürdige) Typisierung im „Struwelpeter“ im 19. Jahrhundert denken.
Heute müssen Lehrkräfte aber differenzierter, sachgerechter und verständnisvoller an diese Probleme herangehen und mit diesen Problemen umgehen; in der pädagogischen Betreuung von Schülerinnen und Schüler müssen neue Akzente gesetzt werden.
In der nun folgenden Arbeit wird beleuchtet, wie sich die Grundschule der Herausforderung durch Verhaltens- und Lernschwierigkeiten der anvertrauten Kinder stellt.
1. Einleitung
2. Begriffsklärung
3. Klassifikation der Erziehungsschwierigkeiten
4. Ursachen
5. Maßnahmen
6. Verhaltensmodifikation
7. Schlussbemerkung
Aus der Arbeit:
Der in dieser Arbeit verwendete Begriff der Verhaltens- und Lernschwierigkeiten (ORTNER) versteht sich als übergeordneter Begriff.
Definitionen:
HAVERS: „Unter Erziehungsschwierigkeiten verstehen man eine Regelüberschreit-ung eines Schülers, die von einem schulischen Erzieher wahrgenommen und als störend und unangemessen beurteilt wird.“
SCHUMACHER: „Verhaltensgestört sollten man einen Schüler nennen, dessen Gesamtverhalten - unter Berücksichtigung einer gewissen Variationsbreite - von dem des durchschnittlichen Schülers in habitueller (=gewohnheitsmäßiger, ständiger) Form abweicht. Er fällt dadurch seiner Umwelt auf und beeinträchtigt das Schulleben.“
HANDBUCH DER SCHULBERATUNG:
Verhaltensstörung liegt vor, wenn auffällige Verhaltensmuster
• immer wieder auftreten
• meistens mehrfach bedingt sind (Entwicklung, Milieu, hirnorganische Schädigungen,...), also nicht monokausal sind
• den Betroffenen selbst erhebliche Interaktionsprobleme bzw. Konflikte mit der Umwelt einbringen
• ebenso die Umwelt erheblich störend beeinträchtigen
SCHIEßL: Verhaltensauffälligkeiten oder Verhaltensstörungen sind Erwartungs-abweichungen bzw. Fehlleistungen von Schülerinnen und Schüler in bezug auf gültige Normen und Werte in unserer Gesellschaft.
3 Klassifikation der Erziehungsschwierigkeiten
3.1 Verhaltens- und Lernschwierigkeiten (OTNER/ORTNER)
Verhaltens- und Lernschwierigkeiten begegnen uns in einer Vielzahl von Ausdrucksformen und können wie folgt systematisch eingeteilt werden