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Künstlerischer Widerstand in Konzentrationslagern

Nr. 123
In dieser Arbeit wird vom Leben der KZ-Häftlinge berichtet. Es wird beschrieben, wie man versuchte, trotz ständiger Misshandlungen durch die SS Soldaten und permanenter strenger Bewachung eine Art kulturelles Leben aufrechtzuerhalten.
3,220 Wörter (ca. 8.1 Seiten) | 7 Quellen | 2009
Published on: 22.06.2009

Inhaltsangabe:

Erst dreißig Jahre nach dem Krieg wurde erforscht, welche Rolle Kunst und Kultur in den Konzentrationslagern spielte. In vielen Autobiographien von Konzentrationslager-Überlebenden haben jedoch künstlerische Aktivitäten einen eminenten Stellenwert. Das Naziregime und kulturelles Schaffen in den Vernichtungslagern scheinen einander auszuschließen. Durch das kreative Schaffen der Häftlinge wird uns ein Blick auf ihr Innenleben gewährt. Menschen in Extremsituationen entwickeln oft sehr starke Überlebenskräfte. Vielleicht war für viele Kriegsgefangene Kultur und Kunst ein Anker im menschenverachtenden System.

Outline:

Widerstand von Konzentrationslager-Insassen-Einleitung
Kulturelle Aktivitäten-Musik
Maler und Zeichner-Leo Haas
Sportliche Aktivitäten in den Konzentrationslagern
Marschtempo
Fluchtversuche
Die Tragödie des „Theresienstädter Familienlagers“
Conclusio

Aus der Arbeit:

Ein Zitat des Dirigenten des Lagerorchesters in Auschwitz, Adam Kopycinski gibt die Erklärung: "Die Musik vermittelt uns das schlichte Wissen von der Wahrheit des Lebens. Die Sehnsüchte des menschlichen Herzens suchen einen Halt in der Sphäre der Töne. Dank ihrer Macht und Suggestivkraft stärkte hier die Musik in den Zuhörern das, was das wichtigste ist - die wahre Natur und förderte die Selbstachtung des Menschen, die in der Zeit des Lagerlebens so grausam mit Füßen getreten wurde."
Im Sommer 1937 entstand im Moorlager II das Lied „Den Spaten geschultert“. Häftlinge, die in andere Lager verlegt wurden, verbreiteten das Lied weiter. Im KZ Sachsenhausen war dieses Melodie wegen seiner optimistischen Aussage sehr beliebt.
In Theresienstadt war Leo Strauss, der Sohn des Komponisten Oskar Strauss inhaftiert. Dort schrieb er zahlreiche Lieder und Texte, unter anderem das Lied „Als ob“. Er kritisierte indirekt einige Mitgefangene, welche die grausame Realität nicht sehen wollten.

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