Offener Unterricht
Offener Unterricht
Schüler in eigenverantwortliches Lernverhalten einzuweihen, nimmt sich mittlerweile als Methode aus, die nicht mehr aus der Pädagogik wegzudenken ist. Dieses Referat stellt diesen Ansatz en détail vor.
8,230 Wörter (ca. 20.6 Seiten) |
6 Quellen |
2007
Inhaltsangabe:
Es wird immer wichtiger, die Schülerinnen und Schüler in der Schule auf ein selbstverantwortliches und kompetentes Handeln für zukünftige private, gesellschaftliche und berufliche Situationen vorzubereiten.
In der Schule soll diese Vorbereitung mit Hilfe von geeigneten Unterrichtsformen geschehen. Besonders geeignet scheinen Unterrichtsformen zu sein, die den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten zu selbständigem Lernen und eigenverantwortlichem Handeln geben, wie etwa die offenen Unterrichtsformen.
1. Einleitung
2. Begriffsklärung
3. Vorbilder des offenen Unterrichts
4. Begründungen des offenen Unterrichts
5. Ziele des offenen Unterrichts
6. Dimensionen der Offenheit
7. Voraussetzungen für offenen Unterricht
8. Realisierungsmöglichkeiten des offenen Unterrichts
9. Grenzen und Probleme des offenen Unterrichts
10. Schlussgedanken
Aus der Arbeit:
Die Anlässe für die Bildungsreform in den 60er und 70er Jahren in Deutschland waren vielfältig:
Als weltpolitischer Grund kann die Konkurrenz der Supermächte USA und UdSSR im Bereich von Rüstung, Technik, Wirtschaft und Bildung genannt werden, die durch den „Sputnik-Schock“ 1957 ausgelöst wurde. Es herrschte große Angst im Westen, dem technischem Fortschritt im Osten nicht mehr gewachsen zu sein. In den USA bemühte man sich bereits zu Beginn der 60er Jahre um eine Bildungsreform.
Daneben können folgende gesellschaftliche Gründe angeführt werden:
Deutschland wandelte sich von einer Agrar- zu einer Industrienation.
Das bis in die 60er Jahre vorherrschende Heimatkundekonzept war überkommen und wurde den Ansprüchen einer von Wissenschaft, Technik und Mobilität bestimmten Welt nicht mehr gerecht.
Außerdem ging die Bildungsreformdebatte einher mit einer Demokratisierungsdebatte:
In der Gesellschaft war die Bemühung um die Abkehr von autoritären Herrschaftsstrukturen vorhanden; die Menschen sollten zu Mitsprache, Kritik- und Urteilsfähigkeit erzogen werden (1969: Willy BRANDT: „Mehr Demokratie wagen.“)
Als bildungspolitischer Grund kann die Forderung nach kompensatorischer Erziehung (ROTH) genannt werden. Der Unterricht sollte so gestaltet werden, daß, im Sinne der Chancengleichheit, möglichst alle Kinder alles lernen und die sozial bedingten Begabungsunterschiede somit kompensiert werden können.
PICHT sprach von einem „Bildungsnotstand“ in Deutschland. .
Dazu kam die öffentliche Kritik am damals vorherrschenden Bildungssystem.