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Umwelterziehung


Nr. 158
Umwelterziehung
Dieses Referat untersucht, welchen Nutzen eine ökologische Sensibilisierung schon von frühesten Schuljahren an haben kann.
6,628 Wörter (ca. 16.6 Seiten) | 10 Quellen | 2008


Inhaltsangabe:

Laut der IBM-Jugendstudie des Jahres 1992 stufen 70% der befragten Jugendlichen in den alten und neuen Bundesländern „das Umweltproblem“ als große Aufgabe ein. Bei der Wertschätzung sozialer Bewegungen nehmen im Urteil der 14 - 25-jährigen „Umweltschützer, Friedensbewegung und Kernkraftgegner“ die ersten Plätze ein (laut SHELL-Jugendstudie 1992). Es zeigt sich also, daß junge Menschen heute sich der Bedrohung der Umwelt bewußt sind und dem Schutz der Umwelt einen hohen Stellenwert einräumen.
Besagte Studien zeigen aber auch die Tendenz, daß zwischen den geäußerten Einstellungen und dem tatsächlichen Verhalten eine Diskrepanz vorliegt: Nur etwa 60% der Befragten würden aus Umweltschutzgründen die Zahl der Autofahrten einschränken. Bei zunehmenden Restriktionsgrad der Maßnahmen, z.B. einem weitgehenden Verzicht auf das Autofahren, stimmt nurmehr eine Minderheit zu.
Angesichts dieser Tatsache zu resignieren hieße nach BOLSCHO, den Erziehungsauftrag der Schule aufgeben. Umwelterziehung (UE) ist - und das belegt eine von EULEFELD, BOLSCHO & SEYBOLD 1991 durchgeführte Erhebung der Praxis schulischer UE in Deutschland - in allen Schularten noch verbesserungswürdig. Wie UE aussehen kann, die über das weitverbreitete Umweltwissen und die umweltverantwortliche Einstellung auch zu einem umweltgerechten Handeln führt, soll im folgenden gezeigt werden.


1. Vorbemerkung
2. Begriffsbestimmung und Entwicklung der Umwelterziehung
3. Rechtliche Verankerung der Umwelterziehung
4. Begründungen einer Umwelterziehung in der Grundschule
5. Methodische Grundsätze der Umwelterziehung
6. Hauptlernformen der Umwelterziehung
7. Realisierung der Umwelterziehung im Unterricht der Grundschule
8. Probleme und Grenzen der Umwelterziehung
9. Schlussbemerkung
10. Literatur

Aus der Arbeit:

Bereits 1953 forderte die KMK, daß dem Naturschutz und der Landschaftspflege sowie dem Tierschutz besondere Aufmerksamkeit im Unterricht gewidmet werden müsse. Es ging also zunächst nur um „Naturschutz“, d.h. um den Schutz der natürlichen Umwelt und den Erhalt bedrohter Arten.

In den 70er Jahren gelangten nach DÜRIG ökologische Krisenerscheinungen im breiteren Maße ins öffentliche Bewußtsein. Ausschlaggebend dafür waren neben aufsehenerregenden ökologischen Katastrophen wie z.B. in Seveso auch die drei UNESCO-Konferenzen - Stockholm (1972), Belgrad (1975) und Tiflis (1977) - die sich mit der „Environmental Education“ auseinandersetzten. Eingang in den deutschen Sprachgebrauch fand die von der UNESCO zum Abschluß der Konferenzen formulierten Bildungsempfehlungen unter dem Begriff „Umwelterziehung“ (UE), der maßgeblich von GÜNTER EULEFELD geprägt wurde.

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