Sprache, Manipulation und Variation
Politische Sprachmanipulation in Spanien
Hauptseminararbeit Nr. 210 |
7,521 Wörter (
ca. 18.8 Seiten ) |
16 Quellen |
2011
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Inhaltsangabe
Die Arbeit beschäftigt sich im Rahmen des Hauptseminars zum The-ma Iberoromanische Varietätenlinguistik mit dem Zusammenhang zwischen Sprache, sprachlicher Manipulation und Variation. Ausgangspunkt ist hierbei ein Aufsatz von Antonio Salvador Plans über „La manipulación política del lenguaje“ in der spanischen Region Extremadura. Es soll zunächst den Fragen nachgegangen werden, was unter Manipulation zu verstehen ist, an welche Voraussetzungen sie gebunden ist und welche Formen von Manipulation es gibt, wobei sich deren Darstellung im Rahmen dieser Arbeit auf politische und ökonomische Manipulation sowie deren sprachmanipulatorischen Verfahren beschränkt. Ziel ist es, eine Verknüpfung von philosophischen Betrachtungen zur Manipulation des Menschen, den Mitteln ihrer Umsetzung und konkreter Auswirkung auf den europäischen spanischsprachigen Raum herzustellen und aufzuzeigen, dass sprachliche Variation und Varietäten durch Sprachmanipulation begründet sein können.
Textauszug
In erster Linie dient Sprache der Kommunikation und Verständigung zwischen Menschen. Sie bedienen sich dabei einer jeweiligen Einzelsprache, die ihrerseits als ein konkretes Zeichensystem aufgefasst wird. Nach Ferdinand de Saussure referiert ein Sprecher bei einer Äußerung mit Hilfe eines signifiant (Lautbild) auf ein bestimmtes signifié (Konzept oder Inhalt). Signifiant und signifié sind somit Konstituenten eines sprachlichen Zeichens innerhalb eines komplexen Zeichen-systems.
Tags:Varietätenlinguistik, Spanien
Die 1975 erschienenen „Scritti corsari“ Pier Paolo Pasolinis stellen eine Sammlung von Zeitungsartikeln dar. Besonders die Konsumgesellschaft mit all ihren Auswirkungen auf Kirche, Sprache oder Jugend kritisiert Pasolini sehr heftig.
Hausarbeit Nr. 196 |
9,208 Wörter (
ca. 23 Seiten ) |
21 Quellen |
2006
$ 19.95
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Inhaltsangabe
Im Rahmen dieser Arbeit soll zunächst versucht werden, anhand der Texte Pasolinis eine Charakterisierung der Konsumgesellschaft herauszuarbeiten, um anschließend auf bestimmte Phänomene – wie etwa den Einfluss der Konsumgesellschaft auf die Kirche – näher einzugehen. Auch die nach Pasolini vorhandene gesellschaftliche Nivellierung durch die bürgerliche Konsumgesellschaft kommt zur Sprache.
Inhalt
1 Einleitung
2 Die Herrschaft des Konsums und wie sie sich durchsetzte
2.1 Konsum als neue Religion?
3 Die gesellschaftliche Nivellierung durch den Konsum
3.1 Der Sprachverlust durch die Konsumgesellschaft
4 Schluss
5 Literaturverzeichnis
Textauszug
Als Symbol dieser neuen Gesellschaftsordnung sieht Pasolini das Auto und die Paarbeziehung an, die laut seinem Artikel „Il carcere e la fraternità dell’amore omosessuale“ das „bifronte mostro consumistico“ darstellten. Interessant ist hierbei, dass schon einige Jahrzehnte vor Pasolini ein anderer Autor ebenfalls gerade das Auto als Sinnbild für den bürgerlichen Kapitalismus sah. Die Rede ist von Nobelpreisträger Sinclair Lewis, der in seinem Roman „Babbitt“, einer Satire auf das amerikanische Bürgertum, davon spricht, dass für den Hauptprotagonisten George F. Babbitt dessen Auto – genau wie für alle anderen wohlhabenden Bürger – Poesie und Drama, Liebe und Heldentum bedeute. Warum dies so ist, erklärt Christian Pfister anhand der Situation Amerikas in den 1930er Jahren: „Trägerbranchen des Produktions- und Konsumstils waren die Erdölchemie und die Automobilindustrie, Schlüsselprodukt war das Auto. Das Auto wurde zum idealen Instrument der Freizeitgestaltung, zur Grundlage für neue Lebensstile und neue politische Bewegungen, mit ihm waren direkt und indirekt die meisten Arbeitsplätze verbunden.“
Es ist also die Synthese der beiden wichtigsten Wirtschaftssparten Amerikas, die sich im Auto manifestiert. Zur gesellschaftlichen Bedeutung des Automobils merkt Wolfgang Sachs an, dass es einerseits ein Statussymbol sei; er spricht von einer Dreiecksbeziehung zwischen Besitzer, Konsumgut und den anderen, aber andererseits verheiße es auch Freiheit, da für die Menschen der Konsumgesellschaft Glück gleichbedeutend mit der Akkumulation von Gütern sei und „das Glück wohnt draußen, jenseits der eigenen Person, in einer Welt von Dingen, die man sich erst aneignen muß, um in den Genuß des rechten Lebens zu kommen“. Hier klingt schon die konsumorientierte Ideologie an, die Pasolini in seinen Schriften so entschieden kritisiert. So verwundert es auch nicht, dass der Autor der „Scritti corsari“ in jungen Jahren das Fahrrad bevorzugte. Doch wie sieht die Gesellschaft des Konsums in Italien nun genau aus und wie konnte sie sich überhaupt etablieren?
Tags:Konsumkritik Nachkriegsära Wohlstand Gesellschaftsordnung, konsumorientierte Ideologie