Die Existenz der zahllosen ungelösten politischen, ethnischen und sozialen Problemen in der gesamten islamischen Welt machen den Fundamentalismus leider jederzeit zum greifbaren Mittel von Problemlösungen.
Seminararbeit Nr. 54 |
3,440 Wörter (
ca. 8.6 Seiten ) |
13 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Die Begriffe wie Islamischer Fundamentalismus, Islamismus, politischer Islam, Extremismus, Terrorismus gelegentlich Islamo-Faschismus, sind in der alltäglichen und öffentlichen Massenmedien dank Titeln wie „Wie gefährlich ist der Islam?“ (Stern, September 2007), „Der Koran. Das mächtigste Buch der Welt“ (Spiegel 52/2007) oder „Papst contra Mohammed. Glaubenskampf um den Islam, die Vernunft und die Gewalt“ (Spiegel 32/2006) überproportional präsent.
Dabei werden oft einige Punkte außer Acht gelassen: Erstens das begriffliche Wirrwarr des Phänomens, dessen Aufklärung aber nicht explizites Ziel der vorliegenden Arbeit ist, und zweitens die Unterscheidung zwischen dem Islam als Gesellschaftsordnung, Rechts- und Wirtschaftssystem und Religion der Muslime, und dem Islamismus als politische Bestrebung (Vgl. Pfahl-Traughber 2008, S. 34 ff.; Hartmann 1997, S. 7). Der Islamismus als politische Bestrebung soll auch der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit sein.
In Kapitel 1 wird der Begriff des zu untersuchenden Phänomens sowie dessen generelles Charakteristikum ins Visier genommen. In Kapitel 2 wird auf das Gewaltpotential der Religionen, insbesondere auf den Islam, näher eingegangen. Des weiteren wird versucht, die Ursachen des Islamismus aus historischen, soziokulturellen und sozioökonomischen Perspektiven zu behandeln. Das anschließende Kapitel befasst sich mit der Reformfähigkeit des Islamismus in Zeiten der Hochmoderne. Im letzten Kapitel werden dann abschließend die Ergebnisse dieser Arbeit zusammengefasst.
Outline:
Einleitung
Begriffsbestimmung: Islamismus oder Islamischer Fundamentalismus?Islam – Religion der Gewalt?
Zur Ursachen des Islamischen Fundamentalismus
Islamitisches Geschichtsbild
Soziokulturelle Erklärungsansatz
Sozioökonomische Erklärungsansatz
Zur Reformfähigkeit des Islamischen Fundamentalismus
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Textauszug
Die Begriffe wie Gewalt, Terrorismus oder Fundamentalismus mit denen meistens etwas negatives assoziiert wird, werden immer häufiger auf einer Skala mit dem Islam eingeordnet (Vgl. Mazyek 2008, S. 97). Diesem öffentlichen Mainstream liegt die Tatsache zugrunde, dass die bisher durchgeführten zahlreichen schwerwiegenden Anschläge hauptsächlich von diversen Islamitischen Organisationen durchgeführt wurden (Vgl. Gemein/Redmer, S. 255). In der Öffentlichkeit herrschenden Vorurteile und Stereotypen, die in der jeweiligen Gesellschaften vorbestimmt sind, was mit deren sozialpsychologischen Zusammenhang erklärt werden kann, tragen ebenfalls zu diesem öffentlichen Mainstream bei (Vgl. Jahn 1980, S. 6 f.). Laut Mayzek (2008) steht hier leider eine kleine Zahl der Muslime für die gesamte Masse der muslimischen Bevölkerung. Dabei werden sie sogar doppelt bestraft, so der Autor, in dem sie einerseits selbst Opfer von terroristischen Anschlägen sind und andererseits generell als Terroristen abgestempelt werden (Vgl. S. 97).
Tags:Politik, Religion, Terrorismus
In dieser Arbeit wird untersucht, inwiefern sich der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. als umweltpolitische Organisation im Zuge der Europäisierung verändert hat.
Seminararbeit Nr. 62 |
6,050 Wörter (
ca. 15.1 Seiten ) |
19 Quellen |
2007
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Inhaltsangabe
Dazu beleuchtet der Autor zunächst den historischen Hintergrund des BUND, seine Zielsetzung, sowie die Organisationsstruktur und die Finanzierung. Anschließend wird untersucht seit wann Umweltpolitik ein Aufgabenfeld der Europäischen Union ist. Einer Zusammenfassung der Eckdaten der EU-Umweltpolitik folgt eine Betrachtung der Möglichkeiten der Einflussnahme von Verbänden in der EU-Umweltpolitik.
Der vierte Teil der Arbeit versucht zu klären, inwiefern die Änderungen innerhalb des BUND parallel zu den europäischen Entwicklungen gelaufen sind. Hat eine Europäisierung der Umweltorganisation durch die EU-Politik stattgefunden, hat sie sich nicht verändert oder aber haben andere Faktoren auf den BUND eingewirkt?
Im fünften Abschnitt wird anhand der Theorie Rooses untersucht, inwieweit sich eine Europäisierung der Arbeit des BUND nachweisen lässt. Anschließend folgt ein kurzes Fazit.
Outline:
Einleitung
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V.
Geschichtlicher Hintergrund
Organisationsstruktur uns Zielsetzung des BUND
Finanzierung des Verbandes
Umweltschutz in der Europäischen Union
Entwicklung des europäischen Umweltschutzes
Kritik an der Umweltpolitik der Europäischen Union
Veränderungen des BUND
…unabhängig von der Politik auf EU-Ebene?
…im Zuge der Europäisierung?
Theorie: Europäisierung von Verbänden
Die Strukturierung politischer Gegebenheiten
Folgerung aus dem theoretischen Ansatz
Fazit
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Der Bund für Natur- und Umweltschutz Deutschland (BNUD) wurde am 20. Juli 1975 in Marktheidenfeld gegründet. Bereits 1976 fand die Umbenennung in Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) statt. Im folgenden Jahr wurde die erste Bundesgeschäftsstelle in Bonn eröffnet. In Bad Ems wurde 1984 die BUNDjugend gegründet.
Ein bedeutsamer Schritt war die Kooperation mit der Organisation Friends of the Earth International (FoEI), deren deutsche Sektion seit 1989 der BUND ist.
Nach dem Fall der Mauer wurden 1990 in fünf ostdeutschen Bundesländern Landesverbände von BUND gegründet.
Seit seiner Gründung wurden zahlreiche Aktionen und Kampagnen von BUND durchgeführt. Dabei kooperiert der BUND mit anderen Verbänden wie dem WWF und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU). Als Mitglied ist der BUND auch in die Netzwerke Attac , einer Anti-Globalisierungs-Bewegung, und im Deutschen Naturschutzring (DNR) eingebunden. ''
Tags:Natur, Greenpeace, Umweltorganisationen, Umweltpolitik
Gender bezeichnet zum einen die soziale Geschlechtsrolle beziehungsweise die sozialen Geschlechtsmerkmale. Es bezeichnet also alles, was in einer Kultur als typisch für ein bestimmtes Geschlecht angesehen wird.
Seminararbeit Nr. 128 |
3,462 Wörter (
ca. 8.7 Seiten ) |
17 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
In dieser Arbeit geht es um Geschlechtsunterschiede in den kognitiven Leistungen. Man sollte sich vor Augen halten, dass diese auf dem räumlich-visuellen, quantitativ-analytischen und verbalen Sektor zwar in vielen Untersuchungen auftreten, von der Effektstärke her aber eher geringfügig sind. Es kommt die Frage auf, wieso Frauen in bestimmten Berufen, z.B. Technik und Physik, so massiv unterrepräsentiert sind. Die kognitiven Unterschiede zeigen sich häufig nur bei großen Stichproben und man kann davon ausgehen, dass sich die Verteilungen der Fähigkeiten in den beiden Populationen weitgehend überlappen. Je höher der Bildungsgrad von Menschen ist, sollten geschlechterspezifische Aspekte sowohl bei der Ausbildung als auch später bei der Anstellung keine entscheidenden Rollen mehr spielen. Der Autor geht in seiner Arbeit in sehr interessanter Weise darauf ein, wodurch diese vermeintlichen Unterschiede herbeigeführt werden und was dazu führen könnte, diese zu vermeiden.
Textauszug
Die begriffliche Trennung von sex und gender wurde nachfolgend sowohl in der feministischen Literatur aufgegriffen, als auch im Diskurs von und über Menschen, die „das Geschlecht“ wechseln wollten. Entsprechend führte Virginia Price in den 1970er Jahren den Begriff transgender ein. Dieser bezeichnet Menschen, die zwar ihre Geschlechtsrolle (gender role) wechseln wollten, weil ihre Geschlechtsidentität (gender identity) nicht ihrem sex entsprach, im Gegensatz zu „Transsexuellen“ aber auf einen Wechsel des sex (also eine genitalangleichende Operation) verzichteten. Allerdings hat sich der Gebrauch des Wortes Transgender verschoben; heute wird es als Überbegriff für alle verwandt, die ihre Geschlechtsrolle wechseln (wollen) oder deren Geschlechtsidentität nicht der ihnen, üblicherweise aufgrund ihres körperlichen Geschlechts, zugewiesenen Geschlechtsrolle entspricht.
Tags:Diskriminierung von Frauen, Beruf, Arbeit, Bildung
In dieser Arbeit geht es um Kants ''Metaphysik der Sitten''; sie bildete eines der frühesten Projekte Kants zur Umgestaltung der Philosophie.
Seminararbeit Nr. 130 |
3,560 Wörter (
ca. 8.9 Seiten ) |
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2009
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Inhaltsangabe
Kants Metaphysik der Sitten sollte ursprünglich vor einer Methodenschrift zur Metaphysik verfasst werden. Tatsächlich erschien sie 1797, 30 Jahre nach der ersten Ankündigung. (Vgl. Irrlitz 2002: 448 f.) Kant führt seine Ethik 1785 in der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten aus. Er erhebt den kategorischen Imperativ zum ethisches Prinzip und entwickelt eine Idee der Freiheit als notwendige Voraussetzung für die praktische Vernunft. Die grundlegende Frage der kantischen Ethik lautet: „Was soll ich tun?“ Kant untersuchte die Frage vorbereitend in der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (1785) und beantwortete sie endgültig mit der Kritik der praktischen Vernunft (1788). Kants theoretische Überlegungen zur Ethik bestehen aus drei Elementen: Dem sittlich Guten, der Annahme der Freiheit des Willens und der allgemeinen Maxime des kategorischen Imperativs. Kant musste nachweisen, dass „Freiheit möglich ist“, sprich, dass jeder Mensch einen freien Willen hat und argumentierte dies wie folgt: Der Mensch ist als intelligibles Wesen ist im Gegensatz des rein instinkt- und triebgesteuerten Begehrungsvermögens der Tiere in der Lage, in der Vernunft unabhängig von sinnlichen Einflüssen zu denken und zu entscheiden. So steht unser Sollen oft quer zu unseren eigenen Trieben, Neigungen und Wünschen.
Diese Tatsache, dass wir fähig sind gegen die eigene Sinnlichkeit (den eigenen Schweinehund) sittlich und moralisch zu handeln verschafft uns also im Unterschied zum Tier eine „praktische Freiheit“ (KrV A802/B830, zitiert nach Helferich 2005: 258), wir sind als vernunftbegabte Wesen nicht fremdbestimmt (heteronom), sondern selbstbestimmt (autonom). Sittlichkeit erscheint also als Moment der Vernunft, das auf praktisches Handeln gerichtet ist. Sie ist eine regulative Idee, die im Menschen a priori vorhanden ist bzw. wie Kant auch formuliert: Das Sittengesetz ist in den Menschen angelegt, die Aufgabe der Philosophie solle darin bestehen, dies näher auszuführen. Die Pflicht, dem Sittengesetz zu folgen ist Pflicht wie auch Basis und Garant unserer Freiheit, denn ohne die Sittlichkeit wäre der Mensch ein reines Sinnenwesen und damit unfrei.
Textauszug
Die Schrift „Metaphysik der Sitten“ gliedert sich in zwei Teile: In die Rechts- und in die Tugendlehre, wobei ehemals beide Teile als getrennte Bücher erschienen. (Vgl. Irrlitz 2002: 473) Der Tugendlehre ist ein allgemeiner Teil vorangestellt, der mit den Willensmaximen von Handlungen beginnt. Die darauf folgende Ethik als Pflichtenlehre erscheint in zwei Teilen als Pflichten gegen sich selbst und Pflichten gegen andere. Kants Tugendlehre weist darauf hin, dass man die Tugend nicht als die Fertigkeit in freien und gesetzmäßigen Handlungen definieren könnte. Das moralische Spezifikum sitzt im Vorsatz, im Willen zu bestimmten Handlungen.
Die moralische Gesetzgebung geht von unserer Vernunft aus (und nicht vom Verstand), diese Vernunft gibt uns das Sittengesetz. Wenn wir uns moralisch verhalten wollen, also das Sittengesetz zum Bestimmungsgrund machen, hat die praktische Vernunft Priorität und leitet die Willkür an. Wille hat keinen eigenen Bestimmungsgrund sondern ist die praktische Vernunft selbst. Der Kategorischer Imperativ ist also „dunkel in uns angelegt“ (Ⅷ, 321), quasi als Faktum der Vernunft. Wir leiten ihn nicht irgendwoher ab.
Kant versuchte, auf die Frage „Was soll ich tun?“ ein Ergebnis zu finden, dass der Selbstständigkeit der menschlichen Persönlichkeit gerecht wird, ohne dass über dieser Selbstständigkeit und Selbstverantwortung der Blick auf die Mitmenschen verloren geht.
Tags:Metaphysik der Sitten, Ethik, Philosophie, kategorischer Imperativ
Boal versucht mit seinen Methoden die seiner Meinung nach zu oft existierende Trennung des aktiven Spielers und dem passiven Zuschauer aufzuheben. In solch einer Zuschauerposition ist man vom Handeln ausgeschlossen und somit der Unterdrückte.
Das oberst
Seminararbeit Nr. 43 |
1,820 Wörter (
ca. 4.6 Seiten ) |
6 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Diese Seminararbeit behandelt das Thema „Theater der Unterdrückten in Europa“, entwickelt in und eigentlich auch für Brasilien. Kann solch eine „exotische“ Theaterpraxis auch bei uns in Europa erfolgreich eingesetzt werden?
Zu Beginn geht der Autor kurz auf Augusto Boals Theaterbild ein, um das Thema auch vollständig beleuchten zu können: Was ist für ihn Theater, was ist wichtig beim Theater der Unterdrückten, was macht es aus?
Danach wird auf die Anfänge des Theaters der Unterdrückten in Europa eingegangen. Seine Anfänge in Paris, die Gründung des europäischen Zentrums und die daraus entstehenden Entwicklungen.
Der nächste Punkt wird dann die Anwendungsbereiche in Europa sein. Diese hat der Autor in fünf Punkte gegliedert: Therapie, pädagogischer Bereich, politische Ausdrucksform, Theaterszene und Workshops. Wobei er hauptsächlich auf folgende Fragen eingehen wird: Wie stark und gut kann das Theater der Unterdrückten in diesen Bereichen angewendet werden?
Der letzte Punkt der Arbeit werden die Probleme bei der Umsetzung des Theaters der Unterdrückten in Europa als Thema haben: Was sind die häufigsten Kritikpunkte und warum?
Outline:
Einleitung
Theater der Unterdrückten
Anfänge und Etablierung in Europa
Anwendungsbereiche
Probleme
Schluss
Literaturverzeichnis
Textauszug
Er fordert, die Trennung vom aktiven Spieler und vom passiven Zuschauer aufzuheben. Das so genannte Subjekt- Objekt- Verhältnis müsse abgeschafft werden. Dieses Verhältnis könnte man zum Beispiel mit dem Lehrer- Schüler- Verhältnis vergleichen. Der Lehrer ist somit das Subjekt des Lernprozesses, wohingegen die Schüler nur die Objekte sind.
Die Zuschauersituation ist für Boal die Gleiche wie die des Schülers, nämlich jene, die vom Handeln ausgeschlossen wurde und somit die des Unterdrückten.
Für ihn sind alle Menschen Schauspieler, die in einer Rolle handeln. In manchen Vorträgen ersetzt Boal sogar den Begriff 'actor' durch den Begriff 'person'.
„So ist das Theater zwar der Beruf nur einiger weniger, der Schauspieler; aber es sind alle Menschen dazu berufen, denn alle bedienen sich theatraler Mittel.“
Tags:Therapie, Pädagogischer Bereich, Politische Aktionsform, Theaterszene, Workshops
In dieser Arbeit geht es um den Vietnamkrieg; wie es dazu kam, die Kämpfe, Opfer, Folgen und die Rolle der USA.
Seminararbeit Nr. 119 |
2,016 Wörter (
ca. 5 Seiten ) |
3 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Mehr als ein Jahrzehnt lang versuchten die USA, die Übernahme von
Südvietnam durch den kommunistischen Norden und verbündete Rebellen zu verhindern. Die Kämpfe und die Bombardements kosteten bis zu vier Millionen Menschen das Leben und verwüsteten das Land. Die Ausweitung des Krieges auf Kambodscha bereitete dem Schreckensregime der Roten Khmer den Boden. Der Vietnamkrieg wurde für die USA zum moralischen und militärischen Fiasko. „Vietnam stellt bis heute das größte Verbrechen der amerikanischen Politik dar“, schreibt Eric Frey. Nirgendwo sonst wurde so viel Blut vergossen und menschliches Elend verursacht. Dass die Vietnamesen den Amerikanern heute mit großer Freundlichkeit entgegentreten, spricht für dieses Volk, das im 20. Jahrhundert hauptsächlich durch die Schuld anderer furchtbares Leid ertragen musste.
Outline:
Moralisches und militärisches Fiasko
Rolle 1: Der Kampf der „rechten (guten)“ Politik gegen den „bösen“
Kommunismus
Die Domino-Theorie als Allheilmittel
Freiheit um jeden Preis
Die Politik des „es gibt kein Zurück“
Rolle 2: Wirtschaftliche und politische Interessen in Süd-Vietnam
Die zweifelhafte Rolle der AID
Amerikas Verwicklung in den frühen Dogenhandel
Rolle 3: Der Einfluss Henry Kissingers
Textauszug
Der Vietnamkrieg begann als klassischer antikolonialer Unabhängigkeitskrieg. Indochina war seit Ende des 19. Jahrhunderts eine französische Kolonie, die von den Besatzern ausgebeutet, aber wirtschaftlich und sozial kaum entwickelt wurden. Zugleich gab es aber immer mehr gebildete Vietnamesen, die die französische Herrschaft ablehnten. Während des 2. Weltkriegs arrangierte sich
die französische Kolonialregierung in Vietnam mit den vordringenden Japanern und bot ihnen das Land als militärische Basis für Operationen in Südost-Asien an. Die Strategie der Amerikaner war, einerseits massive Finanzhilfe an Südvietnam zu leisten und andererseits alles zu unternehmen, um die „Kommunisten” zu vernichten. Mit ihrer Finanzhilfe wollten die Amerikaner erreichen, Südvietnam zu einer kapitalistischen und demokratischen Gesellschaft zu entwickeln, welche wirtschaftlich und sozial gesehen dem kommunistischen Norden überlegen war. Sollte dies gelingen, so der Standpunkt der Amerikaner, würde der kommunistisch regierte Norden Vietnams seine Anziehung auf die vietnamesische Bevölkerung und damit seine Existenzberechtigung verlieren.
Tags:Krieg, Politik, Amerika, Wirtschaft, Asien
Erweiterung der Produktlinien von Marken
Seminararbeit Nr. 18 |
5,850 Wörter (
ca. 14.6 Seiten ) |
28 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
In dieser Arbeit geht es um die Strategie der Markenerweiterung und um die Frage, ob ein solches Vorgehen immer gut und notwendig ist. Warnende Hinweise waren schon 1986 bei Jack Trout und Al Ries zu finden. Sie sprachen von Line Extension als Marketingkrankheit. Doch wie sieht heute die Wirklichkeit aus? Können Line Extension erfolgreich sein und wenn ja, was sind die Faktoren ihres Erfolges? Den Erklärungsansätzen dieser Fragestellungen wendet sich Kap. 2.3 zu, nachdem vorerst Kap. 2.2 genauer auf die Ursachen zur Entstehung solcher Line Extension eingeht. Kap. 3.1 leitet den Praxisteil dieser Hausarbeit mit einem kurzen Überblick über den deutschen Körperpflegemarkt ein. Mit Hilfe eines Best-Practice Beispiels der Marke NIVEA hebt dann Kap. 3.2 Wege und Umsetzung einer erfolgreichen Produktlinienerweiterung hervor und analysiert.
Im Anschluss werden in Kap. 4 die Ergebnisse der Arbeit „Line Extension am Beispiel des Körperpflegemarktes“ ausgewertet und der Themenkomplexes abgeschlossen.
Outline
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Einleitung
Konzeptionelle Grundlagen zur Begründung von Line Extension
Definition und Abgrenzung der Markenerweiterungsbegriffe
Line Extension als markenstrategisches Instrument
Chancen und Risiken von Line Extensions
Überprüfung des Line Extension Potenzials
Line Extensions im Körperpflegemarkt
Der Körperpflegemarkt in Deutschland
Der Körperpflegemarkt – ein Überblick
TOP-Marken und deren Entwicklung
Best Practice am Beispiel von NIVEA
Beiersdorf und die Marke NIVEA
Systematischer Markentransfer
Herausforderungen bei der Verfolgung einer Dachmarkenstrategie
Konkurrenzausgrenzung durch Besetzung wichtiger Teilmärkte
Fragestellungen bei der Einführung von Line Extension
Zwischenfazit
Schlussbemerkung
Anhang III
Literaturverzeichnis III
Versicherung der selbstständigen Arbeit III
Textauszug
Unter einer Line Extension (LE) versteht man eine Ausweitung des Angebotes in derselben, angestammten Produktkategorie oder Branche durch neue bzw. differenzierte Produktangebote. Bei diesem Managementprozess wird die Identität einer etablierten Marke für neue Produkte durch die Verwendung eines gemeinsamen Markenkonzeptes für das ‚Stamm- und das Erweiterungsprodukt‘ mit dem Ziel einer Übertragung positiver Imagebestandteile bei den Nachfragern verwendet.
Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal zwischen einer Produktlinienerweiterung und einer geläufigeren Markenerweiterung ist damit die Nähe des neuen Markts zum Kernmarkt der Stammmarke. Sind beide Märkte identisch, spricht man von Line Extensions, sind die Märkte unterschiedlich, spricht man von einer Category Extension oder Markentransferstrategie. Ausgangspunkt für beide Ansätze ist jedoch eine bereits bestehende Marke, die gedehnt wird, um ein neues Produktfeld zu erobern oder ein neues Produkt auf den Markt zu bringen.
Eine Line Extension, wird vor allem in der Lebensmittelindustrie sowie im Körperpflegemarkt vorgefunden und bezeichnet dabei die Erweiterung eines Markenproduktes um neue Varietäten (bspw. bebe Körperlotion für ‚trockene‘, ‚sensible‘ und ‚normale‘ Haut). Ferner zählen zu LE Markenartikel, die in unterschiedlichen Verpackungsformaten und Verpackungsgrößen angeboten werden. Ebenfalls sind zu den Line Extension auch Produkte hinzuzuzählen, die zwar einen neuen Markt definieren, jedoch mit dem Ursprungsmarkt eine enge Verbindung aufweisen, wie bspw. NIVEA Deo und NIVEA Hair Care.
Tags:Marketing, Internationales Marketing, Marktforschung, Kosmetik, Körperpflege, Produktlinienerweiterung, Markenerweiterung
Diese Arbeit handelt primär von der Kollision zwischen den Ansichten des Thrasymachos und Sokrates, dem Menschen als Maß aller Dinge und der Welt als Maß für den Menschen.
Seminararbeit Nr. 66 |
6,320 Wörter (
ca. 15.8 Seiten ) |
9 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Nach einer kurzen Einleitung in die Rahmenbedingungen wird der Hauptteil dieser Arbeit aus einem Close-Reading des ersten Buches der Politeia bestehen. Dieses Buch wird oft als Thrasymachos zu den Frühdialogen gezählt, welcher dann in der mittleren Schaffensphase Platons eine Ergänzung um die Bücher zwei bis zehn erhielt und zu Platons umfangreichsten Werk wurde. Der Thrasymachos fixiert aber schon die wichtigsten Ecksteine des zu durchwandernden Gebietes auf sehr interessante Weise. Diese werden auch den späteren Verlauf der Diskussion beherrschen. Durch neuere Forschungsergebnisse vertreten einige Philologen nun die Ansicht, dass es diese große zeitliche Lücke zwischen dem Thrasymachos und dem Rest der Politeia gar nicht gab.
Die frühen Dialoge – wie vielleicht der Thrasymachos – kreisen vor allem um die Gestalt des Sokrates, welcher im Angesicht der Sophistik und deren Rhetorik die Frage nach dem menschlichen Guten, den Tugenden, stellt. So hat Sokrates im ersten Buch vor allem den Sophisten Thrasymachos als Dialogpartner, eine historisch verbürgte Persönlichkeit. Die Lehre, die hier von Thrasymachos vorgetragen wird, rechnet man aber eher dem (ebenfalls berühmten) Sophisten Antiphon zu. Nachdem Thrasymachos am Ende des ersten Buches das Feld räumt, beginnt Sokrates im zweiten Buch mit seiner Explikation von vorne, diesmal mit den beiden Dialogpartnern Glaukon und Adeimantos, die den Brüdern Platons nachempfunden sind, und Sokrates prinzipiell wohlgesonnener sind als der als aggressiv dargestellte Sophist. Dieser seltsame Neuanfang wird später noch kurz thematisiert werden.
Was sind also die Ziele und Thesen des Dialoges? Grob gesagt geht es um den Wert der Gerechtigkeit und um die Frage, ob sie eine Tugend sei und ob die Gerechtigkeit erstrebenswert ist. Das beinhaltet im Dialog sowohl gerechtes Verhalten der Individuen untereinander als auch die gerechte Führung aller Individuen im Staat. Denn Staat und Individuum werden in Hinblick auf die Konzeption der Gerechtigkeit als analog gesehen. Im antiken Griechenland war diese enge Verbindung des Einzelnen und der Polis keine Seltenheit.
Da die Politeia insgesamt zu den mittleren Dialogen Platons zählt, ist die Ideenlehre noch nicht so elaboriert wie bei den Spätdialogen. Die Entwicklung ist aber schon zu erkennen. Im Thrasymachos fällt der Begriff der Idee noch nicht an zentraler Stelle, im weiteren Verlauf wird aber alles menschliche Streben der höchsten Idee des Guten unterstellt. Auch kann man nach dem ersten Buch einen Bruch erkennen. Sokrates versucht ab dem zweiten Buch weniger, die Tugend der Gerechtigkeit durch Nachfragen zu finden, sondern er tritt als Architekt einer eigenen Theorie auf den Plan. Diese eigene Theorie gipfelt in der ersten bekannten Utopie der antiken Denkgeschichte, die sich das real existierende Sparta zum Vorbild nahm. Durch die Konstruktion eines gerechten Staates versucht Sokrates dem gerechten Menschen auf die Spur kommen. Dabei ist es eine wesentliche These Platons, dass sich Gerechtigkeit im Staat und im Individuum gleich manifestieren als ein reibungsloses Zusammenspiel von Teilen. Doch diese These soll im nun folgenden Hauptteil der Arbeit näher untersucht werden.
Outline:
Einleitung
Der Dialog Thrasymachos
Die Ausgangslage / Präludium
Die Thesen des Thrasymachos
Die Antwort des Sokrates
Ergebnis des Dialoges
Die Konstruktion eines Staates
Resümee
Nachweise
Textauszug
''In diesem Dialog ist es interessant zu beobachten, dass die von Sokrates vorgebrachten Argumente gegen Thrasymachos niemanden wirklich überzeugen, weder Thrasymachos, noch Adeimantos und Glaukon. Letztere beginnen, wie oben bereits erwähnt, im zweiten Buch die Explikation mit einem ebenfalls sichtlich unzufriedenen Sokrates von Neuem. Wenn Platon hier bewiesen hätte, was er vorhatte, nämlich, dass die gerechte Person die glückliche ist, die ungerechte aber unglücklich, dann hätte die Politeia ruhigen Gewissens hier enden können. Doch warum ist keiner überzeugt? Warum war eine „Ergänzung“ nötig, die sich auf neun Bücher erstreckt? Rachel Barney will in ihrem Aufsatz Socrates‘ Refutation of Thrasymachos den Versuch antreten, zu zeigen, dass die Argumente von Sokrates so schlecht nicht sind und dass sie gar nicht den Anspruch auf systematische Vollständigkeit stellen wollten. Da ich dies für einen sehr interessanten Gedanken halte, möchte ich mich eingehender mit ihrer Argumentation befassen.
Doch schon bevor sich Sokrates mit Thrasymachos konfrontiert sieht, beginnt die Suche nach dem, was gerecht genannt werden kann. Der erste Dialogpartner des Sokrates ist der greise Kephalos. „Kephalos repräsentiert [...] den Inbegriff des wohlmeinenden, maßhaltenden Besitzbürgers, der ein anständiges Leben führen möchte, weil er seine innere Ruhe finden will.“ Die hier gefundene vorläufige Definition von Gerechtigkeit, die vorsieht, „daß man die Wahrheit sagen und das, was man empfangen hat, wieder zurückgeben soll“ , wird schnell wieder verworfen. Sokrates widerlegt den Kephalos mit dem Beispiel, dass er einem wahnsinnig gewordenen Mann die von ihm ausgeliehenen Waffen nicht zurückgeben wird, weil das zu einem Blutvergießen führen würde.
Die zweite vorläufige These stammt von Polemarchos und deutet Gerechtigkeit als eine Art „Diebskunst“, die man zum Vorteil für die Freunde und zum Nachteil für die Feinde einsetzt. Daher ist es gerecht, den Feinden zu schaden und den Freunden zu helfen. Doch auch diese Bestimmung wird sogleich wieder verworfen. Sokrates besteht darauf, dass es den Schlechten nur noch schlechter macht, wenn man ihm Böses tut, dass es also nur die Sache der Ungerechten ist, Schlechtes zu tun. Der Gerechte hingegen muss, um als solcher anerkannt zu werden, es jedenfalls vermeiden, jemandem absichtsvoll zu schaden. Sokrates tritt hier als einer der ersten Denker auf, der die Feindesliebe propagiert, wenn auch aus einem (zumindest teilweise) anderen Grund als es Jesus von Nazareth später tun wird. ''
Tags:Literatur, Philosophie, Sokrates
In dieser Arbeit geht es um den Lebensweg von Beaumarcharis und sein weltberühmtes Stück "Die Hochzeit des Figaro".
Seminararbeit Nr. 92 |
3,100 Wörter (
ca. 7.8 Seiten ) |
8 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Der Autor erzählt zuerst aus dem sehr interessanten Leben des Beaumarcharis. Danach geht er ausführlich auf Inhalt, Figuren und Struktur des Stückes "Die Hochzeit des Figaro" ein, welches primär sechs Figurenkonstellationen behandelt. Außerdem ist das Stück durch eine sehr große Anzahl von 92 Szenen, von hohem Tempo und zahlreichen Verwicklungen geprägt. Fakt ist, dass sich zwischen dem Autor und seiner Hauptfigur Parallelen ziehen lassen, die beide den dritten Stand des 18. Jahrhunderts charakterisieren.
Im weiteren Teil der Arbeit wird das Stück gesellschaftskritisch betrachtet, die Intermedialität im Stück behandelt und zum Schluß ein Verleich mit ''Le nozze di Figaro" angestellt, denn der italienische Opernlibrettist Lorenzo Da Ponte änderte nur ein paar Jahre nach der Komödie ''Le mariage de Figaro'' das Werk des Franzosen in ein Libretto für Mozart um.
Outline:
Pierre Augustin Caron de Beaumarchais
La folle journée ou le mariage de Figaro
Inhalt, Figuren und Struktur
Die Figur des Figaro
Gesellschaftskritik
Intermedialität in Le mariage de Figaro
Begriffsdefinition
Intermedialität im Stück
Le nozze di Figaro
Bibliographie
Textauszug
Nun zum Inhalt von Le mariage de Figaro:
Das Stück beginnt am Morgen des Hochzeitstages von Figaro, dem Kammerdiener des Grafen Almaviva, der die Zofe der Gräfin, Suzanne, heiraten möchte.
Vor der Hochzeit muss Figaro erfahren, dass der Graf das Recht der ersten Nacht bei Suzanne ausnützen möchte. Gleichzeitig drängt Marceline den Kammerdiener ein altes Eheversprechen einzuhalten während der naive junge Page Chérubin mit allen weiblichen Wesen flirtet. Durch zahlreiche Intrigen, die ineinander übergehen und sich ständig durch neue Versteckspielchen verändern steht am Ende der Graf als Blamierter da und muss sich vor seiner Frau entschuldigen. Marceline und der Arzt Bartholo finden in Figaro ihren verlorenen Sohn wieder und letztendlich kann der Kammerdiener seine geliebte Suzanne heiraten.
Das Stück weist eine relative konzentrierte Exposition auf und wahrt großteils die Einheit des Ortes und der Zeit. Dadurch erinnert das Werk an die klassische Tradition, auch wenn die Einheit der Handlung eher ignoriert wird.
Die Spannung des Stücks gestaltet sich durch die Vorbereitungen auf Intrigen und dem Kräftemessen zwischen den einzelnen Figuren.
Auffallend ist, dass oft Bauern und Diener auftreten um das Volk zu repräsentieren. „Da diese Vertreter des dritten Standes von Figaro in seinem Kampf gegen die willkürlich und heimlich wieder aufgenommenen Privilegien des Grafen als Zeugen und womöglich zur Revolte aufgerufen sind, stellen sie ein Stück Öffentlichkeit dar, deren neue Macht von Figaro und von seinem Schöpfer Beaumarchais erkannt wird.“
Tags:Theater, Oper, klassische Musik
Ziel dieser Arbeit ist es, die Tätigkeit des Herstellens zu charakterisieren und abzugrenzen von der Arbeit und dem Handeln.
Seminararbeit Nr. 93 |
3,890 Wörter (
ca. 9.7 Seiten ) |
5 Quellen |
2009
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Hannah Arendt sucht in ihrem Buch „Vita activa oder Vom tätigen Leben“ Antworten auf die Frage „Was tun wir, wenn wir tätig sind?“. Dabei unterscheidet sie drei Tätigkeitsbereiche des Menschen: das Arbeiten, das Herstellen und das Handeln. Diese Trias charakterisiert das menschliche Leben. Hannah Arendt stimmt hier mit Karl Marx überein, auch dieser meinte: „… denn was ist Leben [anderes] als Tätigkeit…“ (http://www.mlwerke.de/me/me40/me40_510.htm )
Die Arbeit ist für die Erhaltung des Lebensprozesses verantwortlich. Das Herstellen bringt Dinge hervor, die dem Homo faber Beständigkeit geben. Das Handeln ist politisch, es kann nur durch Pluralität geschehen. (vgl. Arendt 2008)
Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Kapitel „Das Herstellen“. Es soll aufgezeigt werden, welche Eigenschaften Hannah Arendt dem Herstellen zugeschrieben hat und wo die Grenzen sind zwischen dem Herstellen und den anderen beiden Tätigkeiten. Was zeichnet einen Menschen aus, der herstellt? Warum werden Gegenstände erzeugt? Was braucht der Mensch, um Objekte herstellen zu können?
Diese Fragen möchte der Autor im Zuge der Seminararbeit beantworten. Ziel dieser Arbeit ist es, die Tätigkeit des Herstellens zu charakterisieren und abzugrenzen von der Arbeit und dem Handeln.
Outline:
Einleitung
Das Herstellen
Die Dauerhaftigkeit der Welt
Die Verdinglichung
Die Rolle des Instrumentalen in der Arbeit
Die Rolle des Instrumentalen für das Herstellen
Der Tauschmarkt
Die Beständigkeit der Welt und das Kunstwerk
Schlussfolgerungen
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Das Herstellen ist für Arendt „das Werk unserer Hände, und nicht die Arbeit unseres Körpers…“ (Arendt 2008, S. 161). Herstellen kann nur der Homo faber, nicht das Animal laborans. Der Homo faber ist der herstellende Mensch, er bearbeitet mit seinen Händen vorgegebenes Material zum Zwecke der Herstellung, dadurch entstehen Dinge. Im Gegensatz dazu steht das Animal laborans, dies ist der arbeitende Mensch. Im Unterschied zum Homo faber vermischt er sich körperlich mit dem Material seiner Arbeit, der herstellende Mensch verbindet sich nicht mit seinem Material.
Die Dinge, welche hergestellt werden, werden benutzt, dabei werden sie zwar gebraucht, aber nicht verbraucht. Sie sind nach der Benutzung immer noch da, man kann sie immer wieder benutzen, sie besitzen eine gewisse Haltbarkeit, wenn sie nicht zerstört werden. Dadurch erzeugen sie eine Beständigkeit in der Welt, diese ist wichtig, damit sich die Menschen auf der Erde einrichten können, sie brauchen die Gegenstände, um die Welt als ihre Heimat ansehen zu können. Objekte werden nicht hergestellt, um konsumiert zu werden, sondern um der Welt etwas Dauerhaftes zu verleihen. „Abgelöst vom Tätigkeitsgang, verbleiben die Gegenstände unseres Herstellens relativ dauerhaft in ihrer vorliegenden Dinghaftigkeit.“ (Breier 2005, S. 95) Im Vergleich zum Herstellungsprozess ist die Verweildauer auf Erden von den Dingen eine sehr lange.
Durch das Gebrauchen der Dinge werden diese aber abgenutzt. Sie werden zwar nicht verzehrt, aber sie halten nicht ewig. Auch wenn die Dinge nicht benutzt werden würden, würden sie irgendwann verfallen und wieder zur Natur zurückkehren, wo sie Homo faber herausgerissen hat. (vgl. Arendt 2008, S. 161f)''
Tags:Philosophie, Mensch