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Das Okzitanische in Piemont


Nr. 80
Das Okzitanische in Piemont
Das Okzitanische ist eine galloromanische Sprache, die sich wiederum in mehrere Varietäten gliedern lässt. Es in der Arbeit um die okzitanische Geschichte, verschiedene Dialekte und den Sprachgebrauch.
3,950 Wörter (ca. 9.9 Seiten) | 34 Quellen | 2007


Inhaltsangabe:

Die Proseminararbeit „Die sprachenpolitische Situation in den Valades Ousitanes - Dialektale Verteilung, Sprachgebrauch und Veränderungen in der Sprachenpolitik der Okzitanen“ beschäftigt sich zuerst einmal mit der okzitanischen Sprache im Allgemeinen, ihrer geographischen Verbreitung und Geschichte.
Im zweiten Kapitel geht der Autor näher auf die geographischen Gegebenheiten in Piemonte sowie auf die Sprachenpolitik des Okzitanischen in dieser Region ein. Dabei sollen vor allem verschiedene Gesetze und Dokumente zugunsten der Minderheitensprache erklärt und zusammengefasst werden.
Der dritte Punkt der Arbeit beschäftigt sich mit einer Umfrage aus 1995, welche sich mit dem Sprachgebrauch sowie der Soziolinguistik des Okzitanischen im Pellice – Tal auseinandersetzt.
Im vierten Kapitel werden einige Beispiele kultureller Initiativen von verschiedenen Organisationen angeführt. Hierzu habe ich vor allem auf der Homepage der Provinz Turin, welche in dieser Hinsicht besonders aktuell ist viele Informationen gefunden.
Letztendlich möchte der Autor ausgehend von zwei eher unterschiedlichen Aussagen zur aktuellen Situation der okzitanischen Sprache in Piemonte kurz seine eigene Meinung kundtun.

Outline:
Vorwort
Das Okzitanische
Allgemein
Geographie
Externe Sprachgeschichte
Das Okzitanische in Piemonte
Dialektale Verteilung
Sprachenpolitik
Erste Bemühungen
Sprachgebrauch und Soziolinguistik
Kulturelle Initiativen
Conclusio
Bibliographie

Aus der Arbeit:

"Das Okzitanische entwickelte sich wie alle romanischen Sprachen aus dem Vulgärlatein im südlichen Drittel des heutigen Frankreichs.
Kaiser Augustus wählte 14 n.Chr. die Grenzen des Gebietes so, dass alle Sprecher der gleichen Varietät in einem Gebiet lebten. Die Sprache entwickelte sich daher innerhalb dieser Grenzen. Später wurden die heutigen Grenzen gezogen, die aufgrund der Alpen geographisch leichter begründbar sind.
Im 12. und 13. Jahrhundert hatte die „langue d’oc“, das Okzitanische, das von der „langue d’oil“, dem Französischen unterschieden wurde, einen wichtiger Status als Literatursprache der Troubadours inne.
Eine zweite bedeutende Gruppe für die okzitanische Sprachen waren die Waldenser. Diese protestantisch reformierte Religionsgemeinschaft, die in Lyon unter dem Gründer Petrus Valdes ihren Sitz hatte, berief sich auf die Armut und verurteilte den Luxus und Reichtum der katholischen Kirche. Durch ihre Wanderpredigten gerieten sie in Konflikt mit dem Vatikan und wurden aus Südfrankreich vertrieben. Dadurch entstanden viele europäische sowie außereuropäische okzitanischsprachige Gemeinden, unter anderem die valli occitane in Piemonte.
Die kulturelle Blüte der Sprache, welche übrigens auch in einigen Versen der Divina Commedia Dantes Verwendung fand, endete schon am Anfang des 13. Jahrhunderts, als Papst Innozenz III. mit seinem Albigenserkreuzzug gegen die Okzitanen in Südfrankreich vorging und Okzitanien in das französische Gebiet eingliederte."

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15.05.2009
Matura (Abitur) 2006, Lehramtsstudium Italienisch und Französisch an der Universität Wien, seit 2006
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