Die Erzbruderschaft St. Michael
Die Erzbruderschaft St. Michael
Am 8. Mai 1693 gründete der bayrische Kurfürst Josef Clemens die Bruderschaftdes hl. Erzengels Michael. Die Verehrung des hl. Michael spielte nicht nur für das Haus Wittelsbach und ihre Politik eine große Rolle, sondern auch für die Bevölkerung der Zeit.
2,055 Wörter (ca. 5.1 Seiten) |
8 Quellen |
2007
Inhaltsangabe:
In dieser Arbeit geht es um den Erzengel Michael, der im Christentum als einer der vier Erzengel (die anderen sind Gabriel, Raphael und Uriel) gilt, erwähnt im Alten Testament (Daniel 12,1) und in der jüdischen Apokalyptik als Schutzengel Israels, im Neuen Testament als der Bekämpfer des Teufels (Brief des Judas 9) und Anführer der himmlischen Heerscharen im Kampf gegen den endzeitlichen Drachen (Offenbarung des Johannes 12,7). Er gilt als Vertrauter Gottes und Fürsprecher der Menschen bei Gott und ist ist heiliger Schutzpatron der Kirche - im Mittelalter des Heiligen Römischen Reiches und der christlichen Ritter - heute zahlreicher Kirchen und Städte. Als Tag seiner Verehrung (zusammen mit Gabriel und Raphael) wird der 29. September begangen (Michaelistag).
Daneben spielt Michael eine wichtige Rolle im Totenkult des traditionellen Volksglaubens. Er ist es, der ein Verzeichnis der guten und schlechten Taten eines jeden Menschen erstellt, das diesem zunächst am Tag des Sterbens (Partikulargericht), aber auch am Tage des Jüngsten Gerichts vorgelegt wird und auf dessen Basis er über ihn richtet. Er erscheint hier in der wichtigen Position des Seelenwägers, der die Seele des Verstorbenen auf ihrem Weg ins Jenseits geleitet.
Outline:
Die Erzbruderschaft St. Michael
Der Erzengel Michael
Patron der Soldaten
St. Michael, der Heilkundige
Erste Gründungen von Orden und Bruderschaften zum Hl. Michael
Gründung der Erzbruderschaft St. Michael
Das Haus Wittelsbach und der hl. Michael
Die Erzbruderschaft St, Michael heute
Aus der Arbeit:
Der Hl. Michael wurde – gemeinsam mit anderen Heiligen wie dem Hl. Georg, dem Hl. Sergius oder dem Hl. Mauritius – als Patron der Soldaten und Krieger verehrt. Er gilt als Symbol der ecclesia militans, der wehrhaften Kirche: Princeps militiae coelestis quem honorificant angelorum cives (“Fürst der himmlischen Heerscharen”).
Im Spätmittelalter wurde Michael gemeinsam mit dem Heiligen
Georg zum Patron des Rittertums und speziell der ihm geweihten Ritterorden, des Ordre de Saint-Michel (Frankreich, 1469) und des Order of St. Michael and St. George (England, 1818), berufen.