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Gender und Berufswahl


Nr. 128
Gender und Berufswahl
Gender bezeichnet zum einen die soziale Geschlechtsrolle beziehungsweise die sozialen Geschlechtsmerkmale. Es bezeichnet also alles, was in einer Kultur als typisch für ein bestimmtes Geschlecht angesehen wird.
3,462 Wörter (ca. 8.7 Seiten) | 17 Quellen | 2009


Inhaltsangabe:

In dieser Arbeit geht es um Geschlechtsunterschiede in den kognitiven Leistungen. Man sollte sich vor Augen halten, dass diese auf dem räumlich-visuellen, quantitativ-analytischen und verbalen Sektor zwar in vielen Untersuchungen auftreten, von der Effektstärke her aber eher geringfügig sind. Es kommt die Frage auf, wieso Frauen in bestimmten Berufen, z.B. Technik und Physik, so massiv unterrepräsentiert sind. Die kognitiven Unterschiede zeigen sich häufig nur bei großen Stichproben und man kann davon ausgehen, dass sich die Verteilungen der Fähigkeiten in den beiden Populationen weitgehend überlappen. Je höher der Bildungsgrad von Menschen ist, sollten geschlechterspezifische Aspekte sowohl bei der Ausbildung als auch später bei der Anstellung keine entscheidenden Rollen mehr spielen. Der Autor geht in seiner Arbeit in sehr interessanter Weise darauf ein, wodurch diese vermeintlichen Unterschiede herbeigeführt werden und was dazu führen könnte, diese zu vermeiden.

Aus der Arbeit:

Die begriffliche Trennung von sex und gender wurde nachfolgend sowohl in der feministischen Literatur aufgegriffen, als auch im Diskurs von und über Menschen, die „das Geschlecht“ wechseln wollten. Entsprechend führte Virginia Price in den 1970er Jahren den Begriff transgender ein. Dieser bezeichnet Menschen, die zwar ihre Geschlechtsrolle (gender role) wechseln wollten, weil ihre Geschlechtsidentität (gender identity) nicht ihrem sex entsprach, im Gegensatz zu „Transsexuellen“ aber auf einen Wechsel des sex (also eine genitalangleichende Operation) verzichteten. Allerdings hat sich der Gebrauch des Wortes Transgender verschoben; heute wird es als Überbegriff für alle verwandt, die ihre Geschlechtsrolle wechseln (wollen) oder deren Geschlechtsidentität nicht der ihnen, üblicherweise aufgrund ihres körperlichen Geschlechts, zugewiesenen Geschlechtsrolle entspricht.

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Lukas AT
Publisher Since:
07.06.2009
Ich habe ein Realgymnasium mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt absolviert und dieses nach 8 Jahren mit der Matura abgeschlossen. Derzeit studiere ich an der Universität Wien die Lehramtsfächer Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung sowie Psychologie und Philosophie.
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