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Klassischer Utilitarismus versus negativer Utilitarismus


Nr. 139
Klassischer Utilitarismus versus negativer Utilitarismus
Überall, wo Menschen zusammen leben, braucht man Normen und Handlungsziele, damit Gesellschaft funktioniert. Regeln müssen aufgestellt werden, an deren Gültigkeit nicht zu zweifeln ist.
5,110 Wörter (ca. 12.8 Seiten) | 12 Quellen | 2009


Inhaltsangabe:

In dieser Seminararbeit möchte der Autor zu Beginn allgemein auf den Utilitarismus eingehen, danach den Begriff des klassischen Utilitarismus nach Mill ausarbeiten. Er verzichtet dabei auf Literatur von Bentham, da sich Mill intensiver mit dem Utilitarismus auseinandergesetzt hat. Weiters wehrte er sich bereits gegen viele Punkte, welche bei Bentham stark kritisiert wurden. Es soll dabei geklärt werden, was der Utilitarismus besagt, was damit erreicht werden will und wie das Leben der Menschen, welche nach dieser Theorie ihr Leben führen, zu gestalten ist. Der Glücksbegriff nach Mill soll ausgearbeitet werden und wie Glück zu erreichen ist. Danach erläutert er den negativen Utilitarismus, er will versuchen zu klären, was dieser bezwecken möchte. Danach beschäftigt sich der Autor intensiv mit der Frage, ob wirklich nur das Leid universalisierbar ist, Glück aber nicht. Warum kann man Leid benennen und Glück nicht? Gibt es das eine ohne das andere überhaupt? Ziel der Arbeit soll sein, auf diese Fragen unter Berücksichtigung des geschichtlichen Hintergrundes eine Antwort zu finden.

Um diese Fragen auszuarbeiten, dienen dem Autor verschiedenste literarische Werke und Texte von Autoren, die Arbeit basiert vor allem auf dem Werk von John Stuart Mill und Arthur Kaufmann (genauere Angaben siehe Literaturverzeichnis). Durch Biographien von Mill und Popper soll der zeitgenössische Aspekt und die verschiedenen Betrachtungsweisen von Glück und Leid erläutert werden. Die Interpretation der Literatur basiert auf dem Konzept der geisteswissenschaftlichen Hermeneutik, der Phänomenologie, die sich am Verstehensbegriff von Wilhelm Dilthey orientiert.

Einleitung
Begriffserklärungen
Utilitarismus
Universalisierbarkeit
Der klassische Utilitarismus nach John Stuart Mill
Glück im klassischen Utilitarismus 7
Das Nützlichkeitsprinzip des klassischen Utilitarismus
Der negative Utilitarismus
Die Universalisierbarkeit der Begriffe „Glück“ und „Leid“
Der zeitgenössische Aspekt der Begründer Mill und Popper
Schlussfolgerungen
Literaturverzeichnis

Aus der Arbeit:

Das Wort „Utilitarismus“ kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und bedeutet Nutzen. Es ist eine philosophische Lehre, welche im Nützlichen die Grundlage des sittlichen Verhaltens sieht. Ideale Werte und Handlungen werden dabei nur anerkannt, wenn sie dem Einzelnen oder der Gemeinschaft nützen oder zum höchstmöglichen Glück der größtmöglichen Masse beitragen. Eine Handlung soll die Anzahl der positiven Werte nicht-moralischer Art, z.B. Glück, Reichtum, Gesundheit, Schönheit, Einsicht usw. vermehren. „Ein stets wiederkehrendes Problem für utilitaristische Werttheorien ergibt sich bei der Frage, wie die verschiedenen Wertvorstellungen zu vergleichen seien.“ (Hügli, Lübcke 1997, 645) Da sich Wertvorstellungen untereinander nur schwer vergleichen lassen, kann man eine Handlung aufgrund ihrer Konsequenzen nicht beurteilen. Dies ist jedoch die Vorstellung des Utilitarismus.
Heute kennt man verschiedenste Positionen des Utilitarismus: positiver, negativer, objektiver, subjektiver, hedonistischer oder idealer Utilitarismus. Die utilitaristische Ethik hat sich im Laufe der Zeit verändert, sie ist keine gleichbleibende Theorie. „Auch wenn die inneren Kontroversen zu keinem abschließenden Konsens geführt haben, läßt sich ein Kern herausdestillieren, der den wichtigsten Varianten gemeinsam ist.“ (Höffe 1992, 9) (vgl. Duden 1991, 3933; Höffe 1992, 9; Hügli, Lübcke 1997, 644f)

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Matura, derzeit Studium an der Universität Wien
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