Sozialpolitik und Verteilung (mit besonderem Augenmerk auf die österreichische Empirie)
Seminararbeit für den Einführungskurs in die politische ökonomie Europas mit besonderer Berücksichtigung Österreichs.
3,480 Wörter (
ca. 8.7 Seiten) |
2 Quellen |
2003
Published on: 24.10.2009
Inhaltsangabe:
In der Arbeit wurden die wichtigsten Maßnahmen der österreichischen Sozialpolitik bearbeitet, wobei die Pensionen nicht zu Transferleistungen gerechnet werden, sondern ein Primäreinkommen darstellen, auch wenn sie der Lohnsteuer unterliegen. Die Arbeitslosenversicherung stellt bei den vertikalen Umverteilungen eine Ausnahme dar, sie wirkt von den öffentlichen Leistungen am progressivsten. Bei den anderen Maßnahmen wirken die Ausgaben meist regressiv, die höheren Einkommensschichten
beanspruchen die Leistungen in einem größeren Ausmaß. Die Frage,
die dabei auftaucht, ist, ob die Progression auf der Einnahmenseite stärker ist als die Regression auf der Ausgabenseite.
Die abschließende Übersicht stellt die durchschnittliche Verteilung von den behandelten staatlichen Transferleistungen an die nicht-selbständigen Haushalte dar. Die Basis dafür war die Erhebung des Mikrozensus im Jahre 1991.
1 EINKOMMENSUMVERTEILUNG AUS THEORETISCHER SICHT
1.1 ZIELE DER VERTEILUNGSPOLITIK
1.2 VERTEILUNGSWIRKUNGEN VON TRANSFERZAHLUNGEN AN PRIVATE HAUSHALTE
1.3 VERTEILUNGSPOLITISCHE PROBLEME BEI TRANSFERS
1.4 KONZEPT DER NEGATIVEN EINKOMMENSSTEUER
1.5 VERTEILUNGSWIRKUNGEN DER EINKOMMENSBESTEUERUNG
1.6 VERTEILUNGSWIRKUNGEN DER UMSATZBESTEUERUNG
1.7 ANALYSE DER UMVERTEILUNGSWIRKUNGEN
2 SOZIALPOLITIK UND VERTEILUNG IN ÖSTERREICH
2.1 ZUSAMMENFASSENDE BEMERKUNGEN
3 QUELLENVERZEICHNIS
Aus der Arbeit:
Der öffentliche Sektor hat zwei unterschiedliche Möglichkeiten den privaten Haushalten so genannte Sozialtransfers zukommen zu lassen. Entweder können diese in Form von freien (Geld-) Transfers, ohne irgendwelche Bedingung, oder als gebundene Transfers, die mit der Benützung oder dem Kauf bestimmter Güter verbunden sind, getätigt werden. So kann mit Hilfe der gebundenen Transfers die Nachfrage nach bestimmten Gütern verringert bzw. erhöht werden, was aber wiederum die Verringerung der Konsumentensouveränität zur Folge hat. Wenn es um die Frage der Effizienz dieser zwei Formen von Transfers bei dem ausschließlichen Ziel der Einkommenssteigerung geht, ist ein freier Transfer vor einem
gebundenen vorzuziehen, da ein gebundener, durch die Allokation verzerrter Transfer den Eindruck gibt, er sei weniger wert für den Haushalt als ein gleich hoher freier Transfer.