e-Learning, Blended Learning
e-Learning, Blended Learning
In dieser Arbeit geht es um alternative Lehr- und Lernformen in Schule und Universität.
5,509 Wörter (ca. 13.8 Seiten) |
0 Quellen |
2009
Inhaltsangabe:
In unserer schnelllebigen, wissensbasierten und an Erfolg orientierten Gesellschaft wachsen die Anforderungen an Lernen, Lehre, Aus- und Weiterbildung stetig. Gerade in den letzten Jahren, bedingt durch eine rasante Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien, rücken Schlagwörter wie „Peer Strategien“ oder „Arbeiten in virtuellen Teams“ immer öfter in den
Vordergrund. Eine große Anzahl an Fachtagungen und Kongressen – wie etwa die mittlerweile regelmäßig stattfindenen Moodle-Konferenzen1 - beweist, dass eLearning zur Zeit bommt. In Unternehmen wie an Hochschulen wird derzeit mit eLearning die Hoffnung verbunden, Wissen zielgerichteter und vor allem kostengünstiger zu vermitteln. Begonnen hatte alles mit dem Einzug des Computers in private Haushalte von Lehrenden und Studierenden.
Aus der Arbeit:
''Unsere Kultur war in den vergangenen Jahrhunderten auf Sprache und visuell erfahrbare Wirklichkeiten, den Verstand und die ebenfalls mit den Augen zu lesenden Bücher orientiert, und muss aus einer historischen Perspektive immer mehr erkennen, dass die Stärken dieser Technologie zugleich auch ihre Schwächen waren, da sie andere Sinne wie Körpererfahrung vernachlässigt und sprachliche oder bildhafte Speicher und Darstellungsformen technisiert und non-verbale Ausdrucksmedien aus dem Blick verloren hat. „Die Buchkultur hat die rationale, logische
Informationsverarbeitung zu einem Ideal gemacht und affektive und zirkuläre kognitive Prozesse denunziert.“
Alle Informationen, die sich nicht in Sprache und das typographische Medium überführen ließen, wurden einfach vergessen. Der unmittelbaren Kommunikation von Angesicht zu Angesicht in Gruppen und Teams wurde weniger Gewicht beigemessen als der Massenkommunikation über das Medium Buch oder Zeitschrift. Zwar gehören Lesen und Schreiben zu den unumstrittenen Kulturtechniken, aber das Gespräch und die Gruppenarbeit wurden vernachlässigt und werden in Bildungsinstitutionen erst in den letzten Jahren wieder gefördert. Unsere Lehr- und Lernkultur wird sich daher der persönlichen Begegnung und des persönlichen Gesprächs zwischen Menschen als zentrale Kommunikationsform erinnern müssen, denn dieses lässt noch immer bei weitem die vielfältigsten Formen von Informationsverarbeitung und -Darstellung zu, und es scheint auch bis auf absehbare Zeit die einzige Instanz zu sein, die erforderliche Komplexität besitzt, um die unterschiedlichen Informationen, die für die menschliche Kultur wichtig sind und die sie in verschiedenen Medien speichert, wieder zusammenzuführen. Die Bedeutung der Kommunikation von Angesicht zu Angesicht als Integrationsinstanz ist sogar in dem Maße gewachsen, in dem
durch die Technisierung monomediale Informations- und Kommunikationssysteme entstanden sind. In den letzten Jahren haben visuelle Texturen wie Fotografie, Film, Fernsehen und besonders das Internet eine neue wirklichkeitserzeugende Kraft entwickelt, denn ihr selbstverständlicher sozialer Gebrauch liefert den Menschen am Beginn des 21. Jahrhunderts neue Möglichkeiten der Informationsbeschaffung, sodass Bilder dominierender Bestandteil des Alltags geworden sind undlernbares Wissen generieren.3 Ich erinnere in diesem Zusammenhang an ein Zitat Thomas Alva Edison, der 1913 über den Film (sinngemäß) meinte: „Bücher werden in den Schulen baldüberflüssig sein, denn man kann jede Art von menschlichem Wissen mit der neuen Technik lehren.“