Während Kraft- und Schnelligkeitstraining lediglich Auswirkungen auf den Stoffwechsel der Muskelzelle haben, betreffen die Anpassungserscheinungen des Organismus bei einem vielseitig gestalteten Ausdauertraining das Herz-Kreislaufsystem, die autonomen Steuerungsmechanismen und den Stoffwechsel.
Die Kreislaufveränderungen werden bestimmt von der Erhöhung der aeroben Kapazität, d.h. der Verbesserung des Verhältnisses von Sauerstoffangebot und Sauerstoffbedarf. Blutdruck und Herzfrequenz sinken- das Herz kommt also mit weniger Schlägen pro Minute aus, muss weniger Kraft aufwenden und spart dadurch Energie.
Da die geförderte Blutmenge natürlich nicht vermindert ist, wird pro Herzschlag mehr Blut in Umlauf gebracht: das Schlagvolumen steigt an. Der Herzmuskel wird kräftiger, sodass dem Ausdauertrainierten stets eine viel größere Leistungsreserve zur Verfügung steht als dem Untrainierten.
Aus der Arbeit:
Die Messung des Ruhepuls sollte am Morgen nach dem Aufwachen im Liegen erfolgen. Störfaktoren wie Nikotin und Koffein könnten den Ruhepuls um mehrere Schläge anheben. Gemessen wird mit Daumen und Zeigefinger am linken Handgelenk oder an der Halsschlagader, wobei man 15 Sekunden lang die Herzschläge zählt und dann mit der Zahl 4 multipliziert. Man kann die Messung aber auch mit Hilfe einer Pulsuhr durchführen, was in der Regel zu genaueren Ergebnissen führt. Ein niederer Ruhepuls lässt bei Gesunden auf eine gute Ausdauerleistungsfähigkeit und auf eine ökonomische Herzarbeit schließen.