Kampf- Rauf- und Rangelspiele
Kampf- Rauf- und Rangelspiele
Erlebnisorientierte Bewegungshandlungen, Zielbereich: das Akzeptieren sozialer Regeln, Kräftigung, Spaß.
In dieser Arbeit geht es um eine Unterrichtsstunde mit dem Thema: ''Miteinander kämpfen, raufen und rangeln''.
2,085 Wörter (ca. 5.2 Seiten) |
6 Quellen |
2008
Inhaltsangabe:
Ziel dieser Arbeit ist das Akzeptieren sozialer Regeln, Kräftigung, Spaß durch erlebnisorientierte Bewegungshandlungen.
Kinder leben in jedem Alter das Bedürfnis nach körperlichem Kontakt über das Rangeln und Raufen aus, überall kann man Kinder beim Toben und miteinander Kämpfen beobachten. Aufgrund der entwicklungsbedingt noch fehlenden Möglichkeiten, Konflikte und Streit auf kognitiver Ebene auszutragen, ist die körperliche Auseinandersetzung immer schon ein Mittel gewesen, Kräfte zu messen und sich durchzusetzen. Raufereien im öffentlichen Bereich haben nicht zugenommen, allerdings hat sich die Qualität der körperlichen Auseinandersetzungen verändert: die Hemmschwellen sind gesunken, ungeschriebene Gesetze werden übertreten, der Kampf ist nicht beendet, wenn jemand wehrlos am Boden liegt. Deshalb ist es wichtig, schon den Kindern die Grenzen aufzuzeigen. Kleinere Raufereien und Balgereien zwischen Kindern sind etwas Natürliches, aber sie dürfen nicht ausarten. Kinder müssen wissen, wann es genug ist; sie dürfen nicht dem anderen absichtlich sehr wehtun wollen. Behandelt man das Thema „Kämpfen, Raufen und Rangeln“ z.B. im Sportunterricht, können sich die Kinder zwar in gewohnter Weise austoben, müssen sich dabei aber an bestimmte Regeln halten. Ziel muss es sein, diese Regeln auch ins „echte Leben“ zu übertragen.
Aus der Arbeit:
''Kinder werden ständig mit dem Thema „Kämpfen“ konfrontiert. Sei es im Fernsehen, in (Trick)Filmen, in Computerspielen etc. Darüber hinaus prägen die sportlichen Zweikämpfe der Erwachsenen das Sportprogramm, weshalb sie den Kindern ebenfalls bestens bekannt sind. Sie haben das Kämpfen aber auch schon oft am eigenen Leib erfahren. In den Rangeleien und Raufereien der Kinder geht es keineswegs immer um Gewalt und Aggression. In der Regel wird es als etwas Aufregendes erlebt. Kinder haben eine grundlegende Affinität zu Herausforderungen und anregenden Situationen. Kinder wollen ihre Grenzen entdecken und überwinden. Oftmals suchen sie deshalb auch den direkten Körperkontakt, wollen Raufen und Balgen. Dadurch können sie einerseits ihre Kräfte und ihr Können messen und andererseits die Spannung erleben, wenn sie an ihre Grenzen stoßen. Sie nehmen Herausforderungen mit einer natürlichen Lust an, finden dabei die eigenen Grenzen, lernen sie kennen sowie einschätzen und wachsen über sie hinaus.''