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John Clare, I am


John Clare, I am
Der vorliegende Aufsatz untersucht das Sonett "I am" von John Clare unter diversen, der Romantik eigenen Gesichtspunkten.
1,350 Wörter (ca. 3.4 Seiten) | 1 Quelle | 2009


Inhaltsangabe:

Das Gedicht „I am“ von John Clare ist ein Sonett. Aufgrund seiner strikten Form widerstrebt es der Experimentierfreude und Spontanität, die der englischen Romantik eigens war. Ebenso auffallend ist das Faktum, dass sich ein Sonett für gewöhnlich durch eine Kontrastierung auszeichnet, die den Quartetten und Terzetten innewohnen, die Quartette sich zu den Terzetten also antithetisch verhalten oder aber aus den Terzetten eine Synthese des in den Quartetten angeklungenen Gedanken zum Ausdruck kommt.

1. Textsortenbestimmung
2. Subjektivität
3. Naturkonzeption
4. Die Französische Revolution
5. Neoplatonismus
6. Romantische Ironie

Aus der Arbeit:

Über Subjektivität und dichterische Inspiration lässt sich aussagen, dass eine pejorative Selbstbelichtung, d.h. eine unvorteilhafte Selbstbeschreibung, stattfindet, die darauf fußt, dass der ‘spontaneous overflow of emotion’ dem Sprecher abhanden gekommen zu sein scheint, was aus der Evokation von Gefühl dem dem dazu in Gegensatz stehenden Wissen (V.1) erhell, wobei letzteres durch das einschränkende Element “only” vorab im Wert gemindert wird. Man gewinnt den Eindruck, als sehe der Sprecher in bloßem Wissen einen bedeutenden Rückschritt in seiner kreativen Entwicklung und poetischen Schaffenskraft, was durch die Semantik der Unfreiheit (V.3: “prison”; V.5: “fled”) intensiviert wird. Das lyrische Ich belässt sämtliche Erwähnungen von künstlerischer Begabung im Past tense (V.5: “fled”; V.6: “pursued”; V.7: “was”; V.9: “could”), was als Indiz dafür gelten könnte, dass jene fruchtbaren Zeiten lange hinter ihm liegen und er sich fieberhaft nach jenen Eingebungen sehnt, die ihm ehemalg beschieden waren und ihm Erfüllung wie auch die Auslebung innerer Gedankenströme gewährten, die nunmehr einer “dullness” (V.5) – die im Übrigen schon vorher eingang in die Deskription seines Gemütszustandes findet (V.2: “dull”) und dadurch die Eindringlichkeit entscheiden steigert – und einem Gefühl der Leere (V.2: “void”) gewichen ist.

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