Erfolg hängt von der Definition ab, bei kommerziellen Filmen spielt der wirtschaftliche Erfolg die Hauptrolle. Arthouse Filme hingegen sind eher auf künstlerischen Erfolg und Publikumsanerkennung angelegt.
Hausarbeit Nr. 31 |
4,130 Wörter (
ca. 10.3 Seiten ) |
14 Quellen |
2008
$ 10.95
Einzelheiten
|
Dem Warenkorb hinzufügen
|
Inhaltsangabe
Seit Jahrzehnten schon befindet sich der deutsche Film in einer Krise, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint. Trotzdem ist Deutschland auf internationaler Ebene - hinter den USA und Japan - einer der wichtigsten Filmmärkte weltweit. In Deutschland laufen jedoch nur etwa zwanzig Prozent deutsche Filme in den Kinos, was einem kleinen Marktanteil entspricht. Im Ausland sind die Zahlen noch sehr viel geringer. Deshalb versucht man seit Mitte der sechziger Jahre, die Produktion deutscher Filme staatlich zu fördern. Der Erfolg dieser Förderung blieb jedoch weit unter den Erwartungen.
Filme werden auf der einen Seite als kulturelles Gut angesehen, auf der anderen Seite auch als kommerzielles Gut. Für die deutsche Filmindustrie ist es in den letzten Jahren unabdingbar geworden, das Produkt „Film“ einem Vermarktungsprozess zu unterziehen.
In der nachfolgenden Arbeit wird die Frage beantwortet, ob ein Film ohne Marketing erfolgreich sein kann. Der erste Abschnitt definiert, was unter einem erfolgreichen Film zu verstehen ist. Anschließend wird der Marketingmix, bestehend aus Produkt-, Distributions-, Preis- und Kommunikationspolitik vorgestellt und am Produkt „Film“ angewandt. Im dritten Kapitel wird die Zielgruppenidentifikation und die darauf beruhende Positionierung für den Film dargestellt. Eines der wichtigsten Marketinginstrumente ist der Trailer; dieser wird extra erläutert. Der letzte Schritt dieser Arbeit ist der praktische Teil: Anhand von einem Blockbuster und einem Arthouse-Film wird untersucht, mit welchen Marketinginstrumenten gearbeitet wurde. Im Fazit werden alle gesammelten Ergebnisse und Informationen zusammengefasst und die Wichtigkeit des Marketings für deutsche Kinospielfilme festgestellt.
Outline:
Einführung
Übersicht Filmmarketing
Marketing Mix: Instrumente der Filmvermarktung
Produktpolitik
Distributionspolitik
Preispolitik
Kommunikationspolitik
Zielgruppenidentifikation und Positionierung
Der Trailer
Praxisbeispiel anhand von zwei Filmen
Der Schuh des Manitu
Halbe Treppe
Fazit
Textauszug
Um den Erfolg eines Kinospielfilms zu messen und festzumachen, sind drei Erfolgskomponenten zu beachten: der wirtschaftliche Erfolg, der Publikumserfolg, und der künstlerische Erfolg.
Von wirtschaftlichem Erfolg kann gesprochen werden, wenn die Kinoauswertung zumindest kostendeckend verläuft, oder darüber hinaus Gewinne erzielt werden, ebenso wenn erst durch die Folgeauswertung eine Kostendeckung oder Gewinnerzielung stattfindet.
Im Gegensatz zum wirtschaftlichen Erfolg ist der Publikumserfolg völlig losgelöst von ökonomischen Kriterien. Dieser misst sich an hohen, so nicht erwarteten Besucherzahlen, so ist es der Fall, wenn die durchschnittlichen Besucherzahlen für einen Film dieses Genres überstiegen werden.
Den Abschluss dieses Dreigestirns bildet der künstlerische Erfolg: Von diesem ist zu sprechen, wenn der Film auf Festivals gezeigt wird, oder sogar gewinnt, aber auch wenn er positive Kritiken in anerkannten Medien erhält, oder als kultur-, oder zeitgeschichtlich wertvoll eingestuft wird. Da die genannten Erfolgsfaktoren jedoch, nicht einander bedingen, so auch getrennt voneinander eintreten können, soll das Hauptaugenmerk in der vorliegenden Arbeit auf der ökonomischen Erfolgskomponente liegen, wobei der künstlerische Erfolg und der Publikumserfolg eine eher untergeordnete Rolle spielen.
Im Kulturbereich steht das absatzorientierte Marketing im Mittelpunkt. Ziel sämtlicher Maßnahmen ist es, durch den Verkauf von Eintrittskarten, DVDs oder Copyrights am Markt zu überleben.
Tags:Movie, Filmindustrie, Werbung, Absatzforschung, Marktanalyse, Marktbeobachtung