Die Autorin der vorliegenden Arbeit setzt sich mit der Frage nach den möglichen Gründen des Scheiterns des Kinderheims Baumgarten, vor allem in Hinblick auf psychoanalytisches Gedankengut, auseinander.
Seminararbeit Nr. 79 |
7,540 Wörter (
ca. 18.9 Seiten ) |
23 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „PS Einführung in bildungswissenschaftliches Arbeiten – unter besonderer Bezugnahme auf Siegfried Bernfelds psychoanalytisch-pädagogische Schriften“ konnte die Autorin anhand von sechs Texten Siegfried Bernfelds, zwei weiteren Texten über Psychoanalyse und Ansichten über Siegfried Bernfeld sowie mehreren Impulsreferaten zu Bernfelds Leben und Werk einen umfassenden Eindruck von Bernfelds Schaffen und Gedankengut gewinnen. Ein wichtiger Meilenstein in Bernfelds Leben war die Gründung des Kinderheims Baumgarten 1919, in dem er jüdische Kriegswaisen aus drei anderen Kinderheimen untergebracht hat. Der Erziehungsversuch scheiterte 1920 durch seine Kündigung (Der Begriff „scheitern“ bezieht sich in diesem Zusammenhang nicht auf Erziehungserfolge – die Bernfeld
sehr wohl erzielt hat – sondern auf den langfristigen Fortbestand der Einrichtung unter seiner Leitung und mit seinen Vorstellungen.). Im Werk „Kinderheim Baumgarten“ (1921) gibt Siegfried Bernfeld Gründe an, für die er das Scheitern seines Versuchs verantwortlich macht. Durch die intensive Beschäftigung mit psychoanalytischer Literatur hat die Autorin den Eindruck gewonnen, dass vermutlich nicht ausschließlich die von ihm genannten Gründe für das Scheitern des Erziehungsversuchs verantwortlich sind.
Da es bei dem Erziehungsexperiment „Kinderheim Baumgarten“ um die Umsetzung eines bestimmten theoretischen, pädagogischen Gedankenguts in die Praxis ging, lässt sich zeigen, dass es wohl nach wie vor ein Theorie-Praxis-Problem gibt und auch die am meisten durchdachten Theorien an der Praxis scheitern können, da es immer unberechenbare Störfaktoren geben kann.
Outline:
Einleitung
Das Kinderheim Baumgarten
Das Scheitern des Erziehungsversuchs nach Bernfeld
Das Scheitern des Erziehungsversuchs aus psychoanalytischer Perspektive
Rahmenbedingungen des Kinderheims
Gesellschaft und Kultur
Institution/Organisation
Merkmale einer Institution/Organisation
Funktionen der Institution/Organisation
Beziehungsverhältnisse in Institutionen/Organisationen
Konfliktpotentiale
Unterricht und Erziehung
Struktur
Die Masse
Die Gruppe
Der Führer/Die Leitung
Weitere Aspekte
Verwahrlosung Mitarbeiter
Primäre Aufgabe
Resümee
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Bernfeld erläutert gleich zu Beginn seines Werks „Kinderheim Baumgarten“ (1921) woran, seiner Meinung nach, das Scheitern seines Erziehungsversuchs gelegen hat: „Die Einfügung des Kinderheims in das erhaltende Comittee war von Anfang an so unglücklich und ist aus allerhand – meist persönlichen – Gründen und Triebkräften so streng beibehalten worden, daß zahllose Störungen der pädagogischen Entwicklung Tag für Tag bemerkbar, und auch unmerklich einwirkten und Niederschläge anhäuften, die schließlich zu einem scharfen Konflikt zwischen ‚Pädagogik’ und ‚Verwaltung’ führten, dessen Ende die solidarische Kündigung aller irgendwie wesentlich mit der Schule verknüpften Menschen war“ (Bernfeld 1921, 10). Bernfeld macht also einzig und allein die Verwaltung für das Scheitern verantwortlich. In seinen Aufzeichnungen kann nachgelesen werden, dass das Verhältnis zwischen ihm (sowie seinen Pädagogen) und dem Joint immer schon ein schwieriges war, worauf im weiteren Verlauf der Arbeit noch eingegangen wird. Gegipfelt haben diese Probleme in einem Memorandum
mit zahlreichen Forderungen, das Bernfelds Pädagogen (während seines Krankenhausaufenthalts) an das Joint übermittelt haben und das umgehend zur Kündigung aller Verfasser und auch zur Kündigung Bernfelds führte. (Bernfeld 1921, 136ff) Dass die Verwaltung des Kinderheims größtenteils für das Scheitern verantwortlich
war, lässt sich daher wohl kaum abstreiten, nachfolgend wird dies genauer und werden weitere mögliche Gründe dafür erörtert.''
Tags:Pädagogik, Judentum, Kinder
Diese Ausarbeitung des Referats über Multilingualität in der irischen Gesellschaft und Schule beschäftigt sich mit der gesellschaftlichen Struktur der Gesellschaft und der Schulpolitik.
Essay Nr. 52 |
4,616 Wörter (
ca. 11.5 Seiten ) |
18 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Diese Analyse der Gesellschaftsstruktur beschäftigt sich mit der geografischen Verbreitung der gälischen Sprache, ihrer historischen Entwicklung und dem heutigen Sprachbewusstsein der Bevölkerung. Darüber hinaus untersucht sie die Relation von Englisch zu Gälisch als Minderheitensprache, beleuchtet Gälisch als Teil der kulturellen Identität und behandelt die Fremdsprachenpolitik der irischen Medienlandschaft. Im zweiten Teil werden sprachliche Angebote der Schulen, ihre Zielsetzungen und die wirtschaftliche Aspekten betrachtet. Für eine Darstellung der Bildungslandschaft und den schulischen Gälischunterricht verweist die Autorin auf die Ausarbeitung des zweiten Teils des Referats, der zudem auch die Sprachenpolitik, Einwanderungspolitik und den Integrationsgrad der gälischsprachigen Bevölkerung thematisiert.
Die Ausarbeitung endet mit der Auswertung, in der vier Bereiche genannt werden, die nach der Einschätzung der Autorin Basis einer Minderheitensprache bilden, wenn sie in einem multilingualen Land wie Irland einer so starken Sprache wie Englisch gegenübersteht. Die Ausarbeitung endet mit einem Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der gälischen Sprache.
Outline:
Einführung
Geografische Verbreitung: Das Gaeltacht
Restliche Republik Irland
Praktizierte Mehrsprachigkeit
Entstehung von Mischformen
Dynamik der einzelnen Sprachen und Sprachbewusstsein
Akzeptanz bzw. Anerkennung von Fremdsprachen in Irland
Praktizierte Multikulturalität
Bedeutung der Sprache als Teil einer kulturellen Identität
Sprachliche Struktur der irischen Medien
Schulpolitische Aspekte
Sprachpolitische Zielsetzungen in der Schule
Ziele des Fremdsprachenunterrichts
Vielfalt des Angebots
Gesellschaftspolitische Ziele des sprachlichen Curriculums
Multikulturalität und Chancengleichheit
Auswertung
Literatur
Textauszug
Nur in kleinen Gebieten, hauptsächlich im Westen Irlands, übersteigt der Anteil des Gälischen am täglichen Sprachgebrauchs teilweise noch den von Englisch. In diesen Regionen wird Gälisch häufig noch als Muttersprache erworben. Die besagten Gebiete werden unter dem Begriff Gaeltacht zusammengefasst.
Eine 2007 veröffentlichte Linguistikstudie des Department of Community, Rural and Gaeltacht Affairs hatte zum Ziel, den Sprachgebrauch in Irland zu untersuchen. Darin wird auch die Definition des Gaeltacht thematsiert, da der Sprachgebrauch nicht als einziger Grund für eine Mitgliedschaft im Gaeltacht gilt. Ein starker Gebrauch des Gälischen ist zwar der Hauptanlass, eine Region als Teil des Gaeltacht zu betrachten, jedoch werden teilweise auch Gebiete in denen nur ein kleiner Bevölkerungsanteil, beispielsweise Schüler, Gälisch spricht dazu gezählt. Die Studie basiert auf der 1956 verfassten staatlichen Definition des Gaeltacht, dem Ministers and Secretaries (Amendment) Act.
In der Studie wird vorgeschlagen das Gaeltacht je nach Sprachgebrauch in drei Kategorien zu unterteilen. Dabei umfasst Kategorie A Gebiete in denen mehr als 67% der Bevölkerung (über 3 Jahren) Gälisch täglich gebraucht. Kategorie B beinhaltet diejenigen Gebiete in denen dieser Anteil der Bevölkerung 44-66% beträgt. In diesen Regionen herrscht somit vermutlich Englisch vor, jedoch ist der Sprachgebrauch abhängig vom Alter der Bevölkerung, Mitgliedschaft in Institutionen und/oder spezifischen sozialen Netzwerken. Kategorie C umfasst schliesslich hauptsächlich Gebiete in denen weniger als 44% der Bevölkerung täglich Gälisch spricht. Hier sind es hauptsächlich die Schüler, die den höchsten Gälischgebrauch aufweisen, da sie die Sprache in der Schule sprechen.
Tags:Sprache, Minderheiten, Soziales
Der vorliegenden Ausarbeitung des Referats über Erscheinungsformen und Verbreitung von Familienarmut im internationalen Vergleich basiert hauptsächlich auf Bien und Weidachers Buch „Leben neben der Wohlstandsgesellschaft“.
Hausarbeit Nr. 51 |
3,114 Wörter (
ca. 7.8 Seiten ) |
7 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Die Autorin dieser Arbeit konzentriert sich auf fünf Aspekte im Zusammenhang mit Familienarmut. Dies sind Transferleistungen, Erwerbstätigkeit bei Frauen, Indikatoren, Deprivation und Zufriedenheit. Um einen internationalen (bzw. hauptsächlich europäischen) Vergleich herstellen zu können, zieht sie Studien aus verschiedenen Quellen hinzu. Ziel ist es, einen Überblick darüber herzustellen, wie Familienarmut in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern einzuordnen und zu bewerten ist.
Outline:
Einleitung
Transferleistungen
Erwerbstätigkeit bei Frauen
Indikatoren für den europäischen Vergleich
Durchschnittliches Einkommen und Einkommensungleichverteilung (GINI-Koeffizient)
Erwerbstätigkeit
Weitere relevante Faktoren
Deprivation
Zufriedenheit
Zusammenfassung
Quellenverzeichnis
Anhang
Textauszug
Die wirtschaftliche Vulnerabilität von Familien mit kleinen Kindern ist ein weltweites Problem. Dabei sind jedoch die Quantität und Qualität der Anfälligkeit je nach Land sehr unterschiedlich. Da Daten meistens auf unterschiedlicher Basis und in unterschiedlicher Systematik erhoben werden, sind internationale Vergleiche schwierig. Dabei tragen mehrere Faktoren dazu bei, letztendlich unterschiedliche Ergebnisse zu erhalten. Erstens werden Armutsgrenzen unterschiedlich definiert (40-65%). Zweitens variiert der Umfang sozialer Unterstützungsmaßnahmen durch den Staat. Drittens gibt es Differenzen bei dem Umfang der Erwerbstätigkeit der Mütter, bzw. des erziehenden Elternteils. Im Zusammenhang damit steht der ökonomische Status von Frauen in dem betroffenen Staat. Ein weiterer Faktor ist der Grad an Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen der von der Familie getrennt lebenden Elternteile.
Tags:Sozialpädagogik, Erziehung
Hanna Arendt beschäftigt sich in ihrer Arbeit „Was ist Politik?“ mit zentralen Fragen um Politik. Unter anderem mit Vorurteilen gegenüber Politik, oder der Frage nach dem Sinn der Politik.
Essay Nr. 45 |
1,270 Wörter (
ca. 3.2 Seiten ) |
1 Quelle |
2008
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Inhaltsangabe
In diesem Essay wird der Text von Hanna Arendt behandelt. So setzt sich Hanna Arendt zu Beginn mit folgenden Fragen auseinander: Ist Politik Freiheit, bzw. kann man diese zwei Dinge unter einen Hut bringen oder fängt Freiheit eigentlich erst dort an wo Politik aufhört? Die Autorin des Essays stimmt zu, dass der Sinn der Politik Freiheit ist, aber würde es eher wie folgt ausdrücken: Die Politik hat die Pflicht gewisse Freiheiten des Einzelnen in einem bestimmten Rahmen zu gewährleisten. Leider schaffte das die Politik in der Vergangenheit sehr oft nicht. Eine der politischen Grunderfahrungen unserer Zeit, die auch Arendt in ihrem Text nennt, sind die totalitären Staatsformen, in denen die Menschen jeglicher Freiheiten beraubt wurden.
Textauszug
Das Problem dabei ist meiner Meinung nach, dass die Politik schon immer eine gewisse Tendenz zum Totalitären inkludierte. Vom alten Athen, hier möchte ich nur Lysander nennen, der um 405 v. Chr. die Führung in Athen übernahm und ein Jahr lang eine autoritäre Staatsform ausübte, bis zum alten Rom, wo Cäsar die vorhandenen demokratischen Spielregeln für seine politischen Ziele außer Kraft setzte. Genau diese immer wieder auftauchende Tendenz vom Demokratischen zum Diktatorischen war schon so oft der Grund für politische „Krisen“.
Aber auf der anderen Seite müssen wir, das so genannte Volk, auch gewisse Freiheiten aufgeben um Freiheit zu erlangen. Ich gebe zum Beispiel die Freiheit, also das Recht auf Waffen für jeden gerne auf und bekomme dafür aber auch etwas, und zwar Sicherheit (zumindest sollte es so sein). Hierbei zeigt sich aber immer wieder das Problem, dass solche übertragenen Rechte zu oft missbraucht werden. Um dies besser zu veranschaulichen, ein Beispiel:
In den früheren Stammesgesellschaften hatten alle freien Stammesmitglieder das Recht auf Waffen. Die Bauern, bzw. die einfachen Leute gaben dieses Recht auf und es entstanden dadurch Kriegerkasten. So schaffte man anfänglich für jeden einen Vorteil. Die Bauern hatten mehr Zeit für ihre Felder und konnten sich sicher fühlen und die Kriegerkasten hatten Zeit um zu trainieren. Einfache Arbeitsteilung, eigentlich ein fairer Tausch. Doch die Kriegerkasten wurden durch ihr Training den einfachen Stammesmitgliedern schon bald überlegen und nutzten dies aus. In den später daraus entstandenen Armeen wurden schlussendlich diese Bauern zum Dienst in der Armee gezwungen.
Tags:Staatsführung, Freiheit