Das zentrale Thema dieser Arbeit ist die
etymologische Auseinandersetzung mit dem Begriff „Bildung“.
Seminararbeit Nr. 82 |
3,610 Wörter (
ca. 9 Seiten ) |
8 Quellen |
2008
$ 9.95
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Inhaltsangabe
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Bildungsphilosophische Perspektiven im wissenschaftlichen Diskurs“ fand unter anderem eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Text „Qu’est-ce que la Philosophie? Was ist das – die Philosophie“ von Heidegger (1956) statt. In diesem versucht Heidegger die Bedeutung des Begriffs „Philosophie“, ausgehend von seiner etymologischen und geschichtlichen Verankerung, zu erläutern. Nach der Klärung der Bedeutung des Wortes „Philosophie“ ist nun noch die Klärung des Wortes „Bildung“ ausständig, um zu einem differenzierten Verständnis über das Seminar-Thema der Bildungsphilosophie zu gelangen.
Outline:
Einleitung
Die Entwicklung des Bildungsbegriffs
Der religiöse Bildungsbegriff
Die Verweltlichung des Bildungsbegriffs
Bedeutung der Wurzeln des Bildungsbegriffs
Weitere Gedanken zum Bildungsbegriff
Eine (etymologische) Definition von Bildung
Was ergibt sich aus dieser etymologischen Betrachtungsweise?
Bildungsziel
Menschenbild
Pädagogisches Wirken
Institutionalisierung
Problematik
Resümee
Literaturverzeichnis
Textauszug
Nach Rauhut (1965, 18) sind die Wurzeln des Bildungsbegriffs (im kulturellen und pädagogischen Sinn) in der Bibel zu finden. In der Vulgata (lateinische Bibel, die ca. 400n.Chr. entstanden ist) heißt es im Buch Gen. 1, 26/27: „Und Gott sprach: Lasset uns den Menschen machen nach unserem Bild und Gleichnis. Und er soll herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über die Tiere und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild; zum Bilde Gottes schuf er ihn, als Mann und Weib schuf er sie.“
Die Vorstellung, dass der Mensch ein Abbild Gottes ist, findet sich jedoch schon in der babylonischen und der sumerischen Schöpfungslehre, welche die biblische Schöpfungslehre mit beeinflusst hat. Rauhut (1965, 18) geht davon aus, dass der älteste überlieferte Beleg für die Lehre der Erschaffung des Menschen nach dem Bild Gottes ein Teil der sumerischen Liturgie ist, der sich auf die Urmutter Nintu bezieht. Weit wichtiger scheint jedoch eine Bibelstelle, die sich auf die oben genannte Genesis-Stelle bezieht, 2.Kor. 3,18: „Nun aber spiegelt sich in uns allen des Herrn Herrlichkeit mit aufgedecktem Angesicht, und wir werden verwandelt in dasselbige Bild, von einer Klarheit zur anderen, als vom Geist des Herrn.“
Tags:Pädagogik, Linguistik, Bildung, Geisteswissenschaft
Derzeit ist PISA wohl als Grundlage der Bildungs-Homöostase zu bezeichnen, da es versucht, einen festgelegten Status aufrechtzuerhalten und diesen effektiv in nahezu allen beteiligten Ländern zu verankern. In dieser Arbeit wird die Pisastudie analysiert.
Seminararbeit Nr. 83 |
2,950 Wörter (
ca. 7.4 Seiten ) |
4 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Konstitutionsprobleme der Bildungswissenschaft“ wurde das Spannungsfeld von Bildungstheorie und Bildungsforschung anhand des Praxisbeispiels PISA diskutiert. Im Zuge dessen erfolgte die intensive Auseinandersetzung mit Texten über PISA und damit einhergehenden Thematiken, z.B. Bildungsstandards. Durch die inhaltliche Vielfalt und Breite des Seminars war es nicht möglich, auf jeden Teilaspekt genauestens einzugehen; daher konzentriert sich diese Arbeit auf die Konsequenzen des neuen Steuerungskonzepts in gegenwärtiger Bildungsreform. Es stellen sich folgende Fragen: Ist PISA ein Steuerungskonzept? Inwiefern kann PISA steuern und wodurch? Was kann mittels einer Steuerung erreicht werden?
Outline:
Einleitung
PISA als Steuerungskonzept?
Basiskompetenzen, Feedback und Steuerung
Wozu überhaupt Steuerung?
Konsequenzen einer Steuerung
Was hat sich durch PISA geändert?
Wozu überhaupt PISA?
Resümee
Literaturverzeichnis
Textauszug
Aus dem zweiten Kapitel dieser Arbeit ist bereits bekannt, dass PISA ein
Steuerungssystem ist und dieses mittels Basiskompetenzen operiert. Wichtig bei diesem Zusammenhang ist die Einbeziehung der Komponente des Feedbacks. Merkens (2007, S. 83) meint dazu, dass PISA sowie TIMMS und IGLU „zu einer Verbesserung des Bildungssystems beitragen können. Diese Annahme kann nur zutreffend sein, wenn man davon ausgeht, dass über Rückmeldungen steuernd in das Bildungssystem eingegriffen werden kann“. Die Messung und Veröffentlichung von Basiskompetenzen ist ein Feedback, das über die Qualität (des Bildungssystems) Auskunft gibt. Feedback, allen voran die negative Rückmeldung, veranlasst zu Handlungen, die zum gewünschten und bislang nicht oder nur
teilweise erreichtem Ziel führen sollen. Der Kreislauf schließt sich damit und das Steuerungskonzept geht auf. Das heißt auch, gemäß Merkens (2007), dass der Output zum Indikator der Rückmeldung wird (traditionell wurde eigentlich immer mittels Inputsteuerung gearbeitet). Konkreter: Das, was SchülerInnen leisten, ist die Grundlage der Feststellung, was
sie gelernt haben, ergo dessen was das System Schule zu leisten fähig ist – und das wiederum ist die Basis dessen, was verändert werden soll. Sinngemäß könnte man nun meinen, dass sich Schüler auf diese Weise „ihr eigenes Grab schaufeln“ (was überspitzt negativ formuliert ist) – dem ist jedoch nicht so. PISA wird im 3-Jahres-Rhtythmus durchgeführt (wobei die Schwerpunktmessung zyklisch auf unterschiedlichen Basiskompetenzen aufbaut), das bedeutet nichts anderes, als die Tatsache, dass sie (um beim zuvor genannten Sprichwort zu bleiben) der nachfolgenden Generation das Grab schaufeln. Das ist unter anderem deswegen problematisch, weil die Schwächen einer Generation nicht zwingend auch die der nächsten
Generation sind und weil die „Betroffenen“ nichts mehr von Verbesserungsaktionen haben, da diese einfach zu spät erfolgen und daher ein anderes Zielpublikum treffen/erreichen.
Tags:Bildung, Studien
Die Arbeit zeigt auf, in welchem Verhältnis die Geschlechternormen, welche im Prozess der Sozialisation erlernt werden, zur queeren Bildung stehen und inwiefern diese Normen durch die Bildungstheorie einer kritischen Revision unterzogen werden.
Seminararbeit Nr. 78 |
6,480 Wörter (
ca. 16.2 Seiten ) |
20 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Im späten 19. Jahrhundert tauchte erstmals der Begriff Feminismus auf und bezeichnete das Engagement von Frauen, sich gegen gesellschaftliche Ungleichheiten zu wehren. Damit ging die Kritik patriarchaler Strukturen einher. Im Zuge der Fokussierung des Feminismus in der Wissenschaft kam es mehr und mehr zu eigenen Theoriebildungen bezüglich der Frage nach Geschlecht und Geschlechtsidentität im Allgemeinen.
Im feministischen Diskurs hat sich in den letzten Jahren immer mehr die Auffassung durchgesetzt, dass hinter dem Geschlecht weniger eine natürliche, binär geteilte Ordnung zu sehen ist, als viel mehr ein soziales Konstrukt. Während frühere Geschlechtertheorien eher auf individuelle Eigenschaften von Frauen und Männern abzielten, geht es in der neueren Forschung darum, das Geschlecht an sich zu thematisieren und es demnach nicht als etwas Gegebenes, sondern etwas, das gemacht wird, zu beschreiben. Untersucht wird also dabei die Zweigeschlechtlichkeit selbst, als Produkt sozialer bzw. gesellschaftlicher Konstruktionen (vgl. Wetterer, S. 122). Die Arbeit soll von diesen Theorien geleitet werden.
Im Laufe ihrer Entwicklung und Sozialisation als phasenweise Anpassung eines Individuums an gesellschaftliche Rollen- und Verhaltenserwartungen werden von Kindern bestimmte Normen in Bezug auf die Kategorie Geschlecht erlernt.
Zunächst setzt sich der Autor in Anlehnung an Regina Gildemeister und Hagemann-White mit der geschlechtsspezifischen Sozialisation auseinander, um anschließend diese Normen zu beschreiben. Ausgehend davon beschreibt er die Kritik an diesen Normen. Dazu bezieht er sich auf die Theorie von Judith Butler.
Das sind notwendige Vorüberlegungen zur eigentlichen Fragestellung: Welches Ziel verfolgt eine queere Bildung, und was sind ihre Inhalte? Der Autor will den Zusammenhang zwischen der Frage was Kinder über Geschlecht lernen, zwischen der Kritik an diesen Normen bzw. einzwängenden Identitätsbildungen und dem Konzept einer postfeministischen Bildungstheorie bzw. queerer Bildung darstellen.
Die Grundlage der Arbeit bildet eine umfangreiche Literaturrecherche mit anschließender Analyse der Literatur im Hinblick auf die Frage welche Geschlechternormen vorhanden sind und - im Bildungskontext - was die Ziele einer queeren Bildung sind.
Dabei geht der Autor vorerst auf die Überlegungen von Regina Gildemeister und Carol Hagemann-White zur geschlechtsspezifischen Sozialisation ein. Anschließend wird mit dem Text von Angelika Paseka "Wie Kinder zu Mädchen und Buben werden" gearbeitet, in welchem die Normen im Bezug auf das Geschlecht thematisiert werden. Daran anknüpfend geht es um die theoretische Position Judith Butlers aus ihrem berühmten und viel rezipierten Werk "Das Unbehangen der Geschlechter". Im bildungstheoretischen Kontext dient als Grundlage die Monographie von Gesa Heinrichs Bildung – Identität – Geschlecht, sowie das Werk von Annemarie Jagose Queer Theory. Zum Thema "Queere Bildung" dient der gleichnamige Aufsatz von Gesa Heinrichs und Katharina Pewny.
Die Arbeit gliedert sich grob in drei Kapitel. Neben der Einleitung liefert das erste Kapitel zwei wichtige theoretische Grundlagen. Der zweite Teil behandelt neben den allgemeinen Überlegungen zur Sozialisation vor allem die geschlechtsspezifische Sozialisation. Daran anknüpfend werden dann zusammenfassend die in der gewählten Literatur genannten Normen vorgestellt, die Kinder im Laufe ihrer Entwicklung aufnehmen und erlernen.
Das dritte Kapitel hat der Autor ''Eine Kirtik der Gendernormen'' genannt.
Darin wird versucht einen Einblick in die Theorie Judith Butlers zu geben, die als eine der Haupttheoretikerin der konstruktivistischen Theorie von Geschlecht gilt. Im vierten Kapitel geht es dann schließlich um das Konzept der Queer Theory und einer queeren Bildung. Im Fazit werden die Ergebnisse zusammengefasst.
Outline:
Einleitung
Sozialisation und Geschlechternormen
Allgemeine Überlegungen zur Sozialisation
Geschlechtsspezifische Sozialisation
Geschlechternormen im Kinderalter
Eine Kritik der Gendernormen
Alles ist sozial konstruiert – auch der Geschlechtskörper
Geschlechter im Bildungstheoretischen Diskurs
Queer – Versuch einer Begriffsbestimmung
Ziele und Potentiale der queeren Bildung
Schlussbemerkungen
Literaturliste
Textauszug
''Der französische Soziologe Emile Durkheim hat den Begriff der Sozialisation als einer der ersten in die Wissenschaftssprache eingeführt.
Er setzte ihn in enge Beziehung zum Begriff Erziehung, indem er Erziehung als das wichtigste gesellschaftliche Mittel der Sozialisation des menschlichen Nachwuchses bezeichnete, durch das die bei der Geburt „assozialen“ menschlichen Wesen zum „sozialen Leben“ geführt wurden (Durkheim 1907/72, S.30).
Sozialisation wird als einer der Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft von Werner Helsper folgendermaßen beschrieben:
„Sozialisation bezeichnet den Gesamtzusammenhang der kognitiven, sprachlichen, emotionalen und motivationalen Entstehung und lebenslangen Veränderung der Person im Rahmen sozialer, interaktiver und gegenständlicher Einflüsse. Sozialisation ist dabei ein aktiver Prozess der Auseinandersetzung. Die Auseinandersetzungsmöglichkeit der Person mit den äußeren Verhältnissen ist aber selbst ein Ergebnis der Sozialisationsprozesse und kann darin auch beeinträchtigt werden“ (Helsper 2006, S. 80).
Das heißt: Der Prozess der Sozialisation beinhaltet eine Vergesellschaftung, im Verlauf welcher das Individuum zum Mitglied einer Gesellschaft wird. Es wird zum Mitträger einer Kultur, so dass das alltägliche Verhalten für die meisten Lebenssituationen im Einzelnen sozial programmiert ist.
„Sozialisation geschieht in einer aktiven Auseinandersetzung mit seiner materiellen wie sozialen Umwelt“ (Faulstich-Wieland 1999, S. 49).
Die Gesellschaft wirkt im Prozess der Sozialisation als Ganzes auf das Individuum ein. Hierbei werden Normen, Werte, Gewohnheiten, Verhaltensregeln und Pflichten vermittelt. Häufig geschieht die Vermittlung innerhalb der Interaktion mit Gleichaltrigen. Individuen neigen dazu, sich entsprechend den Werten und Normen der Gesellschaft zu verhalten. Der Mensch ist also nicht von Geburt an ein Mitglied der Gesellschaft, sondern muss erst dazu gemacht werden.
Auch im Hinblick auf Geschlechtervorstellungen hat eine Gesellschaft ihre Normen und Wertvorstellungen. Nun soll insbesondere die geschlechtsspezifische Sozialisation thematisiert werden.''
Tags:Psychologie, Biologie, Erziehungswissenschaften, Pädagogik
Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Thema Bildung und Gesundheit an Schulen.
Seminararbeit Nr. 136 |
4,080 Wörter (
ca. 10.2 Seiten ) |
4 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Seit es Schulen gibt, sind diese bemüht, gute Schulen zu sein und einen guten Unterricht zu gestalten. In dieser Arbeit wird die These untersucht, ob eine gute Schule auch eine gesunde Schule sein muss bzw. wie Gesundheit die betroffenen Personen – Lehrpersonal und SchülerInnen - beinträchtigen kann. Weiters wird die Qualität an Schulen angesprochen, auch wie sich diese erkennen lässt bzw. fördern lässt.
Einleitung
Die aktuelle Qualitätsdiskussion
Charakterisierung des Textes
Die Hauptautoren
Analyse des Textes
Hauptaussage des Textes
Definition von Qualität im Text
Begründungen für die Forderung nach (mehr) Qualität
Maßnahmen der Qualitätserreichung
Maßnahmen der Qualitätsüberprüfung
Bildungstheoretische Kommentierung des Textes
Schlussfolgerungen
Literaturverzeichnis
Textauszug
Seit Mitte der neunziger Jahre hat die Qualitätsdiskussion immer mehr an Aktualität gewonnen. Alles und jeder wird evaluiert – auch der Bildungssektor ist hier keine Ausnahme. Dies beginnt bereits im Kindergarten und endet an den Universitäten bzw. an Aus- und Weiterbildungsstätten. Untersucht wird dabei vieles: das Lehrpersonal, der Lehrinhalt, die Zufriedenheit der Lernenden usw. Man möchte erkennen, wie man die Qualität an Schulen noch verbessern kann bzw. welche Faktoren eine gute Schule überhaupt auszeichnet. Ziel dabei ist es, dass Schule und Unterricht besser werden.
Auch die Bildungspolitik hat dies zum Ziel: Man möchte Schule und Unterricht qualitativ hochwertiger gestalten, beides soll besser werden. Dieses Ziel hat jedoch zwei Seiten: auf der einen Seite wird immer wieder betont, wie wichtig Bildung in der Gesellschaft ist und das alles daran gesetzt wird, sie zu erhalten bzw. zu verbessern. Aus- und Weiterbildungsstätten dürfen nicht ihre Bedeutung und Wichtigkeit verlieren, lebenslanges Lernen soll belohnt werden und vieles andere wird uns versprochen.
Auf der anderen Seite wird aber das Bildungssystem weitgehend in Österreich – und in den meisten anderen Staaten – öffentlich finanziert, was früher oder später zu Engpässen führt. Bildung ist zwar wichtig, aber teuer.
Tags:Erziehung, Bildung
In dieser Arbeit wird dargelegt wie die Bildung der Europäischen Union und die damit verbundene Europäische Integration anhand mehrerer politikwissenschaftlich bekannter Integrationstheorien analysiert und interpretiert werden kann.
Essay Nr. 36 |
1,860 Wörter (
ca. 4.7 Seiten ) |
5 Quellen |
2009
$ 6.95
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Inhaltsangabe
Es bieten u.a. die Integrationstheorie des Intergouvernementalismus, wie auch des Neofunktionalismus klar definierte Analysetheorien, welche die europäische Integration transparenter und nachvollziehbarer veranschaulicht.
In diesem Essay wird die Europäische Integration anhand der Integrationstheorie bzw. des Integrationsansatzes des Neofunktionalismus (definiert von Ernst Haas), und dem damit unmittelbar verbundenen integrationstheoretischen Vorgänger, dem Funktionalismus (definiert von David Mitrany) erläutert.
Outline:
Einleitung
Haupteil
Fazit
Literaturverzeichnis
Textauszug
Integrationstheorien wie der Neofunktionalismus „verdeutlichen die Entwicklungslinien eines multidimensionalen Prozesses und dessen mögliche Projektion in die Zukunft.“ (Bieber 2006: 46) Betrachtet man den Neofunktionalismus so darf keinesfalls die von David Mitrany, welcher der „unangefochten wichtigste Theoretiker funktionalistischer Friedensprogrammatik“ (Schieder 2003: 144) ist, vorgestellte Theorie des Funktionalismus außer Acht gelassen werden, da der Neofunktionalismus quasi auf der Theorie des Funktionalismus aufbaut. Betrachtet man die europäische Integration, so stellt sich heraus, dass es mehrere Stufen oder temporäre Absätze der Entwicklung gab. Der Funktionalismus wurde bereits vor der ersten Stufe der europäischen Integration, der Gründung der EGKS, der europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (auch Montanunion genannt), welche von 1952 bis zum Jahre 2002 bestand hatte, datiert. Die Gründung der EGKS war deshalb so besonders und ausschlaggebend für den Beginn der europäischen Integration, da die 6 Mitglieder der EGKS Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande und die Bundesrepublik Deutschland, welche durch die beiden Weltkriege gebrandmarkt waren, erstmals auf friedlicher Basis eine Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Sektor suchten und darüber hinaus den Anfangspunkt für weitere Kooperationen (Gründung der EWG und Euratom) zwischen den Staaten darstellte. „Die EGKS sollte einen gemeinsamen Markt schaffen und eine gemeinsame Kontrolle, Planung und Verwertung dieser für die damalige Kriegführung (Kalter Krieg) so wichtigen Industriezweige ermöglichen.“ (Harth 2008: 14) Eine friedenssichernde Politik und die „Befriedigung individueller gesellschaftlicher Bedürfnisse“ (Schieder 2003: 141) standen aufgrund der Schrecken und Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges und wegen des Scheiterns des Völkerbundes in den Nationalstaaten und in der sich anbahnenden europäischen Zusammenarbeit an höchster Stelle. Aufgrund dessen basiert der funktionalistische Theorieansatz Mitranys vor allem auf den „Großtheorien des Liberalismus bzw. des Idealismus […]“ (Schieder 2003: 141).
Tags:Politik, Neofunktionalismus
Die PISA-Studien haben es gezeigt, dreimal landete Finnland ganz vorne im Ranking, Deutschland dagegen abgeschlagen im unteren Mittelfeld. Wie konnte das passieren, Deutschland mit seiner großen geistigen Tradition nicht auf einem der vorderen Plätze?
Examensarbeit Nr. 192 |
18,780 Wörter (
ca. 47 Seiten ) |
65 Quellen |
2010
$ 19.95
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Inhaltsangabe
Den deutschen Schülern wurde attestiert, dass sie „… in den Kompetenzbereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften nicht den OECD-Durchschnitt erreichen“ (Overesch, A. 2007, S. 13). Die Ergebnisse der PISA-Studien haben in Deutschland zu lebhaften, teils kontroversen Diskussionen geführt. Das unterdurchschnittliche Abschneiden wurde von vielen, explizit von vielen Politikern, als nationale Katastrophe empfunden, wodurch das Ansehen unseres Lands in der Welt geschädigt wird. Im globalen Wettkampf um Wirtschaftswachstum muss das Bildungssystem einen nicht unerheblichen Beitrag leisten, damit Deutschland sich als attraktiver Standort behaupten kann. Unser Schulsystem muss reformiert werden, war das Fazit aus dieser Schmach und den Diskussionen, nur, wie genau diese Reformen aussehen sollen, darauf gab es keine einhellige Antwort. Finnland, das Land mit nur wenig mehr als fünf Millionen Einwohnern und bei den PISA-Studien ganz vorne im internationalen Vergleich wurde zur Pil-gerstätte von Bildungspolitikern und Bildungswissenschaftlern. Dort erfuhren sie, dass ein schulisches Stufenmodell, verbunden mit individueller Förderung Kinder keineswegs überfordert, wie in Deutschland gerne behauptet wird, im Gegenteil, in Finnland machen fast 90% der Kinder Abitur. Desweiteren konnte man erfahren, dass Lernen auch funktioniert, wenn Kinder nicht einem massiven Leistungsdruck ausgesetzt sind oder wie wichtig eine frühzeitige Förderung, bereits ab dem Kindergartenalter, ist. Die Bildungstouristen erfuhren außerdem etwas über die immense Bedeutung einer guten Ausbildung der pädagogischen Fachkräfte und dass es durchaus sinnvoll ist in Bildung mehr zu investieren. Der Anteil der Ausgaben für Bildung beträgt in Deutschland, gemessen am Bruttoinlandsprodukt in den letzten Jahren etwas mehr als 4%, Finnland dagegen wendet für Bildung etwa 2% mehr auf. Man erfuhr aber auch, dass es auch in Finnland Stimmen gibt, die die Bildungsausgaben senken wollen und sie bekamen zu hören, die Firmen beschweren sich teilweise darüber, dass Bewerber überqualifiziert sind und zu hohe Forderungen stellen. Welche Konsequenz zieht die Politik nun aus diesen Informationen? Am deutschen Bildungssystem muss nur so viel geändert werden, um eine bessere Platzierung im internationalen Ranking zu erreichen, ansonsten soll bitte alles so bleiben wie es derzeit ist. Was also kann Deutschland vom PISA Sieger lernen? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach, einerseits lernen wir wie man sein Schulwesen gerade nicht gestaltet, um auf die vorhandene Weise weiterhin Schulabgänger für die Wirtschaft zu produzieren, damit sich diese genau den Arbeitnehmer aussuchen kann, der für die jeweilige Anforderung absolut passend ausgebildet ist. Andererseits könnten wir viel von Finnland lernen, wenn das dortige Schulsystem nicht im völligen Widerspruch zu den politischen und ökonomischen Interessen in Deutschland stehen würde, d. h. wenn die Kinder im Mittelpunkt des Interesses stehen würden. Weil das aber nicht der Fall ist, wird es weder eine vollständige Adaption noch eine Übernahme wesentlicher Merkmale des finnischen Schulsystems in Deutschland geben. Diese These möchte diese Arbeit belegen.
Textauszug
Während die Besetzung Finnlands, wechselweise durch Schweden oder Russland, die Bevölkerung dazu veranlasst sich sehr mit ihrer eigenen Kultur zu identifizieren, fällt es den Deutschen lange Zeit schwer, sich mit ihrem Land, auch kulturell, verbunden zu fühlen. Die Reeducation Politik der Alliierten sowie die zwangsweise Erneuerung des Landes zur Demokratie lassen viele Deutsche nach außen hin zu vorbildlichen Demokraten werden, oft ist die demokratische Gesinnung allerdings eher ein Lippenbekenntnis als wirkliche Überzeugung. Doch bedingt durch die Aufdeckung der nationalsozialistischen Gräueltaten fällt den Deutschen die Identifikation mit der eigenen Tradition schwer. Deutschland hat zwar eine lange kulturelle Tradition, von Goethe über Schiller und Heinrich Heine bis zu Immanuel Kant, Wilhelm von Humboldt, Georg W. F. Hegel und Karl Marx, um nur einige Namen zu nennen, aber letztlich oder trotzdem hat die große geistige Tradition zu den schrecklichsten Menschheitsverbrechen aller Zeiten geführt. Niemals zuvor und niemals wieder wurden im Namen eines Staatsapparates Millionen Menschen industriell ermordet. Geschürt von Medien und Politik ist erst in den letzten Jahren wieder ein zunehmendes Nationalbewusstsein zu erkennen.
Tags:Schulwesen, Bildungssystem, Bildung, Kultur
Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Migration und Armut“. Es gibt viele Gründe, warum Menschen in Armut geraten, besonders betroffen sind Migranten, da sie in diversen Lebenslagen benachteiligt werden.
Seminararbeit Nr. 142 |
4,190 Wörter (
ca. 10.5 Seiten ) |
19 Quellen |
2009
$ 11.95
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Inhaltsangabe
Vier dieser Lebenslagen möchte der Autor in dieser Arbeit näher erläutern, dabei geht er speziell auf den Bereich der Bildung ein, da dieser auch einen wichtigen Teil in der Sozialpädagogik darstellt. Dabei soll vor allem das interkulturelle Lernen den Lesern näher gebracht werden. Dies ist eine Art von Lernen, welche man in Schulen und in Institutionen einführen kann, um den Umgang mit Migration den Migranten selbst und den Menschen des Ziellandes erleichtern zu können. Vor allem Schulen und Institutionen der Erwachsenenbildung haben die Möglichkeit, Migranten besser in das neue soziale Umfeld zu integrieren.
Zu Beginn der Arbeit werden wichtige Begriffe definiert, danach vier Lebenslagen erläutert, in welchen vor allem Migranten benachteiligt werden und warum diese zu Armut führen bzw. führen können. Im Bereich der Bildung geht der Autor näher auf das interkulturelle Lernen, hier auf dem Bereich des interkulturellen Lernens in der Schule und in der Erwachsenenbildung, näher ein.
Zum Schluss möchte der Autor noch darauf hinweisen, dass er zur besseren Lesbarkeit des Textes auf eine geschlechtsspezifische Formulierung verzichtet.
Outline:
Einleitung
Begriffserklärung Migration
Ursachen von Migration
Armut
Interkulturelles Lernen Risikofaktoren für Migranten
Arbeitslosigkeit
Wohnsituation
Personen ohne legales Aufenthaltsrecht
Ausbildung
Von der Ausländerpädagogik zum Interkulturellen Lernen
Interkulturelles Lernen in der Schule
Interkulturelles Lernen in der Erwachsenenbildung
Schlussfolgerungen
Textauszug
''Der Begriff „Migration“ wird in der Literatur nicht einheitlich definiert. Da Wanderungsprozesse ein sehr komplexes Thema sind, befassen sich die verschiedensten Disziplinen damit. Diese gebrauchen den Begriff in unterschiedlichster Weise und untersuchen ihn aus den verschiedensten Perspektiven. Die Definitionen des Begriffs sind somit von der jeweiligen Perspektive abhängig. (vgl. Treibel 1999: 17f)
Im Allgemeinen versteht man unter dem Terminus „Migration“ eine „Wanderung bzw. Bewegung von Individuen oder Gruppen im geographischen oder sozialen Raum, die mit einem Wechsel des Wohnsitzes verbunden ist“ (Duden-Fremdwörterbuch 1990).
Für Eisenstadt (1954,1 zit. n. Treibel 1999: 19) bedeutet „Migration“, „den Übergang eines Individuums oder einer Gruppe von einer Gesellschaft zur anderen“.
Migration bedeutet jedoch nicht allein eine räumliche Bewegung im Sinne einer Ortsveränderung. Sie führt auch zu einem einschneidenden sozialen Wandel, der sowohl die Wandernden selbst als auch die aufnehmende und abgebende Gesellschaft betrifft. Unterschiedliche Orientierungen und Verhaltensweisen stoßen aufeinander, soziale und ökonomische Strukturen verändern sich und verlangen den Menschen Verständnis und Akzeptanz ab. ''
Tags:Mirgration, Bildung, Erwachsenenbildung, Pädagogik, Sozialpädagogik
In dieser Arbeit wird vom Autor sehr anschaulich auf die Evolution des Pferdes, die Geschichte und sämtliche Verhaltensweisen und dadurch entstehende Therapiemöglichkeiten für den Menschen eingegangen.
Referat Nr. 125 |
3,395 Wörter (
ca. 8.5 Seiten ) |
3 Quellen |
2009
$ 9.95
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Inhaltsangabe
Der Autor dieser Arbeit geht zunächst auf Evolution und Geschichte des Pferdes ein. Im anschließenden Teil widmet er sich dem Sozialverhalten dieses Tieres, bei dem zwei verschiedene soziale Organisationen zu unterscheiden sind: Dominierende Hengste mit einem losen und nicht dauerhaften Zusammenhalt innerhalb der Stuten. Die zweite Form: Die Bildung eines dauerhaften und stabilen Familienverbands.
Im Anschluss daran behandelt der Autor auf die Beeinträchtigung des Verhaltens durch den Menschen und abschließend erklärt er die tiergestützte Therapie mit Pferden.
Outline:
Ein kurzer Überblick über die Evolution des Pferdes
Zur Geschichte der Pferde
Sozialverhalten - Einleitung
Soziale Hautpflege
Kampfverhalten
Sexualverhalten
Beeinträchtigung des Verhaltens durch den Menschen
Mutter-Kind-Verhalten
Ausruhverhalten
Komfortverhalten
Spielverhalten
Ausdrucksverhalten
Verhaltensstörungen
Mädchen und Pferde
Tiergestützte Therapie mit Pferden
Textauszug
Der Familienverband besteht aus einem Hengst und einer oder mehreren Stuten mit Fohlen. Unter „Schicksalsgemeinschaften“ werden dauerhafte Zusammenschlüsse von adulten Stuten verschiedener Herkunft verstanden. Rossige Stuten verlassen kurze Zeit ihre Familie um sich zu paaren und kehren nach ihrer Brunst wieder zu ihrer Pferdesippe zurück.
Hengste und adulte Stuten bleiben viele Jahre zusammen. Der Familienverband besteht aus nur wenigen Mitgliedern. Große Herden, welche vom Menschen gebildet werden, sind nicht artgerecht und können zu Verhaltensstörungen führen.
Kämpfe mit Familienfremden Hengste werden nicht ausgefochten, kranke Tiere, die an einer kurzzeitigen Krankheit erkranken, werden in Ruhe gelassen. Alte und schwerkranke Hengste werden kampflos aus der Familie gedrängt und ein neuer Hengst übernimmt die Sippe. Alte und nicht mehr fortpflanzungsfähige Stuten bleiben in der Familiengruppe.
Tags:Tiere, Verhaltensweisen, Therapien, Tierarzt, Tiermedizin
In der folgenden Hausarbeit geht der Autor den Fragen nach, wodurch diese Geschlechterunterschiede entstehen, welche Folgen sich daraus für die Jugendlichen ergeben, sowie welche Auswirkungen dieses auf die Jugendarbeit hat.
Hausarbeit Nr. 39 |
6,440 Wörter (
ca. 16.1 Seiten ) |
6 Quellen |
2008
$ 15.95
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Inhaltsangabe
Eines Tages sah der Vater eines kleinen Mädchens Fußball. Ich fragte das Mädchen, ob es auch Interesse daran hätte. Verwundert schaute sie ihn an und sagte, nein, sie sei doch ein Mädchen! An diesem Beispiel wird deutlich, dass schon im frühen Alter genaue Vorstellungen darüber bestehen, was typisch Junge, typisch Mädchen ist, es existieren also Geschlechterunterschiede. Doch wodurch entstehen diese Geschlechterunterschiede? Welche Folgen entstehen daraus für die Jugendlichen? Welche Auswirkungen hat dieses auf die Jugendarbeit? Diese Fragen sind Schwerpunkte dieser Hausarbeit.
Als erstes erläutert der Autor den Begriff der Jugend und den damit zusammenhängenden Begriff der Jugendphase. Die Erläuterung der Begriffe ist wichtig, um die sozialen Hintergründe zu verstehen, mit denen die Jugendlichen von heute umzugehen haben.
Durch Sozialisation befinden sich die Jugendlichen in einem ständigen Auseinandersetzungsprozess mit sich selber und ihrer Umwelt. Da dieses einen Einfluss auf die Bildung der Geschlechterunterschiede hat, geht der Autor im dritten Punkt auf die Geschlechtersozialisation ein. Durch die Geschlechtersozialisation werden Geschlechterrollen entwickelt, die zu einer Identifikation als „männlich“ oder „weiblich“ führen. Desweiteren wird auf die Unterscheidung von weiblicher und männlicher Sozialisation eingegangen.
Der Jugendliche ist während seiner Entwicklung einer Reihe von Anforderungen ausgesetzt, die oft ein Potential an unlösbaren Problemen in sich birgt. Hierauf wird im vierten Punkt näher eingegangen. Um diese Probleme und die daraus resultierenden Stresssituationen lösen zu können, bedient sich der Jugendliche bestimmter Bewältigungsstrategien. Diese Strategien sind abhängig vom Geschlecht. Desweiteren wird erklärt, wie die Jugendhilfe den Jugendlichen hilft, ihre Probleme zu bewältigen.
Im fünften Punkt wird darauf eingegangen, in welcher Beziehung die Jugendarbeit zu den Geschlechterunterschieden der Jugendlichen steht. Außerdem wird erläutert, welche Voraussetzungen nötig sind, damit gelungene geschlechterorientierte Jugendarbeit umgesetzt werden kann.
Die Geschlechterunterschiede zwischen Jungen und Mädchen spielen in der gegenwärtigen Diskussion der Jugendarbeit eine zunehmend wichtige Rolle. Im Fazit stellt der Autor zwei Kontroversen gegenüber. Zum einen werden die Vorteile der Geschlechtertrennung erläutert, zum anderen die Vorteile der Zusammenführung der Geschlechter in der Jugendarbeit. Schließlich ziehe ich meine persönliche Schlussfolgerung für die zukünftige Praxis der Jugendarbeit.
Outline:
Einleitung
Begriffsklärung
Jugend allgemein
Jugendphase Allgemein
Geschlechtersozialisation
Definition Geschlechtersozialisation
Geschlechtsrollen
Weibliche Sozialisation
Männliche Sozialisation
Bewältigung von Stresssituationen
Definition Bewältigung
Bewältigung bei Mädchen
Bewältigung bei Jungen
Hilfe zur Bewältigung in der Jugendarbeit
Geschlechterarbeit in der Jugendarbeit
Geschlechterunterschiede in der Jugendarbeit
Voraussetzungen gelungener, geschlechterorientierter Jugendarbeit
Fazit / Umgang mit Geschlechtsunterschieden in der Jugendarbeit
Berücksichtigung der Geschlechterunterschiede
Keine Berücksichtigung der Geschlechterunterschiede
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Jugend wird als eine Lebensform der geistigen und sozialen Experimente bezeichnet, sowie der Entwicklung eigener Lebens- und Zukunftsentwürfe. Die Jugendlichen von heute befinden sich auf der Suche nach neuen Lebenskonzepten, welche unter ökonomischen, sozialen und ökologischen Unsicherheiten und Risiken statt findet. Dabei versucht sich die Jugend an die neuen Umweltbedingungen anzugleichen und setzt neue zugleich Maßstäbe. Jugend dient demnach nicht nur der Reproduktion der Gesellschaft. ''
Auf den Jugendlichen treffen, während seiner Suche nach neuen Lebenskonzepten, zahlreiche gesellschaftliche Anforderungen. Es wird von ihm gefordert, zu einem verantwortungsbewussten Mitglied der Gesellschaft zu werden, sich in die Gesellschaft einfügen zu können, soziale und politische Kompetenzen herauszubilden und die gesellschaftlichen Normen, Werte und Regeln anzuerkennen. Dadurch jedoch, dass gesellschaftliche Zwänge und Traditionen entfallen, bieten sich zu viele Alternativen für den Jugendlichen innerhalb der gesellschaftlichen Anforderungen. Eine Entscheidung zwischen diesen vielen Alternativen birgt ein Potential an unlösbaren Problemen in sich. Wenn Jugendliche mit diesem „Zwang“ nicht zurecht kommen, z.B. weil sie überfordert sind oder den Umgang damit nicht lernen, können sich Problemlagen entwickeln. Eine Nichtlösung der Problemlagen steht den in der Pubertät einsetzenden Individualisierungsprozess erheblich im Wege. Ein Scheitern des individuellen Lebenskonzeptes der Jugendlichen wird nicht als Scheitern gesellschaftlicher Verhältnisse, sondern subjektiv als eigenes Versagen erlebt. Die Folge ist eine Unsicherheit in Bezug auf den Eintritt ins Berufsleben, welches passiv und resignativ auf die Jugendlichen wirkt.
Tags:Sozialpädagogik, Geschlecht, Jugendarbeit, Geschlechterarbeit, Geschlechtsunterschiede
Das neue GmbH-Recht: Mindestkapital, Gläubigerschutz und haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft nach dem Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG)
Seminararbeit Nr. 55 |
7,260 Wörter (
ca. 18.2 Seiten ) |
38 Quellen |
2008
$ 16.95
Einzelheiten
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Inhaltsangabe
Diese Arbeit untersucht und bewertet in einem ersten Komplex die rechtspolitisch umstrittenen und eng miteinander verzahnten Themen Mindeststammkapital und (haftungsbeschränkte) Unternehmergesellschaft.
In einem zweiten Komplex werden weitere wesentliche Neuerungen des MoMiG in den Bereichen der Kapitalaufbringung und -erhaltung und der Missbrauchsbekämpfung auf ihre gläubigerschutzrelevanten Auswirkungen hin geprüft werden.
Abschließend wird ein Ausblick auf die Rechtswirklichkeit nach Inkrafttreten des MoMiG mit Augenmerk auf den Gläubigerschutz gewagt.
Outline:
Einführung
Die gesetzliche Regelung zu Mindestkapital und Unternehmergesellschaft nach dem MoMiG
Mindestkapital
Historische Entwicklung
GmbH-Gesetz von 1892
GmbH-Reform von 1980
Funktionen des Mindeststammkapitals
Haftungsfonds
Verlustpuffer
Warnlampenfunktion
Seriositätsfunktion
Nachteile
Verhinderung der Gründung rentabler Unternehmen
Gründungsaufwand
Bewertung mit Hinblick auf die Rechtslage nach dem MoMiG
(Haftungsbeschränkte) Unternehmergesellschaft
Regelungszweck und Rechtsnatur
Verzicht auf ein Mindeststammkapitalerfordernis
Gebot der vollständigen Leistung u. Verbot von Sacheinlagen
Drohende Zahlungsunfähigkeit
Bildung einer gesetzlichen Rücklage
Allgemeines
Umgehungspraktiken und Gefahr der ständigen Einzahlungspflicht
Die UG als Komplementärin einer KG und Beteiligte im Konzern
Der Rechtsformzusatz
Gesamtwürdigung
Weitere gläubigerschutzrelevante Neuerungen
Verdeckte Sacheinlage
Hin- und Herzahlen
Eigenkapitalersatzrecht
Insolvenzverursachungshaftung des Geschäftsführers
Bekämpfung von Missbrauch
Insolvenzantragspflicht der Gesellschafter
Bestellungshindernissse und Gesellschafterhaftung
Erleichterte Zustellung
Gläubigerschutz nach dem MoMiG – Quo vadis?
Textauszug
''Am 01. November 2008 ist die umfassendste Reform des GmbH-Rechts seit Bestehen des GmbH-Gesetzes von 18921 in Kraft getreten. Vorausgegangen war ein am 29. Mai 2006 vom Bundesjustizministerium vorgestellter Referentenentwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) sowie ein mit zahlreichen Änderungen versehener Regierungsentwurf vom 23. Mai 2007. Die vom Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages noch einmal modifizierte Fassung des Gesetzentwurfs wurde vom Deutschen Bundestag am 26. Juni 2008 beschlossen und nach Billigung des Bundesrates und Ausfertigung des Bundespräsidenten am 28. Oktober 2008 im Bundesgesetzblatt verkündet.
Die deutsche GmbH ist durch die jüngere Rechtsprechung des EuGH zur Niederlassungsfreiheit (Art. 43, 48 EGV) in einen Wettbewerb zu anderen europäischen Rechtsformen getreten. Nach der Rechtsprechung in den Sachen Centros, Überseering und Inspire Art genießen in der EG gegründete Gesellschaften, unabhängig vom realen Verwaltungssitz, europaweite Freiheit der Rechtsformwahl.2 Unter Druck gerät die GmbH, trotz ihrer jahrzehntelangen Vorbildfunktion3, vor allem durch die englische private company limited (ltd.).4 Ins Fadenkreuz der Kritik geraten sind dabei insbesondere die durch das Mindeststammkapitalsystem ausgelösten Gründungsbelastungen und das als schwerfällig empfundene Eintragungsverfahren.5 So heißt es denn auch im Regierungsentwurf, das GmbH-Gesetz solle grundlegend modernisiert und dereguliert, Existenzgründungen erleichtert, die Registereintragung von GmbHs beschleunigt und die GmbH somit international wettbewerbsfähig gemacht werden.6 Zum anderen soll der „missbräuchlichen Verwendung von GmbHs in Unternehmenskrisen“ begegnet werden.7 Das Ergebnis dieser Bemühungen in der am 26. Juni 2008 vom Bundestag beschlossenen Form stellt sich daher auch nicht als bloße Detailveränderung, sondern als ein ganzes Bündel umfangreicher Modifizierungen und Neuerungen dar.''
Tags:Gesellschaftformen, Business, GmbH-Recht