Erfolg hängt von der Definition ab, bei kommerziellen Filmen spielt der wirtschaftliche Erfolg die Hauptrolle. Arthouse Filme hingegen sind eher auf künstlerischen Erfolg und Publikumsanerkennung angelegt.
Hausarbeit Nr. 31 |
4,130 Wörter (
ca. 10.3 Seiten ) |
14 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Seit Jahrzehnten schon befindet sich der deutsche Film in einer Krise, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint. Trotzdem ist Deutschland auf internationaler Ebene - hinter den USA und Japan - einer der wichtigsten Filmmärkte weltweit. In Deutschland laufen jedoch nur etwa zwanzig Prozent deutsche Filme in den Kinos, was einem kleinen Marktanteil entspricht. Im Ausland sind die Zahlen noch sehr viel geringer. Deshalb versucht man seit Mitte der sechziger Jahre, die Produktion deutscher Filme staatlich zu fördern. Der Erfolg dieser Förderung blieb jedoch weit unter den Erwartungen.
Filme werden auf der einen Seite als kulturelles Gut angesehen, auf der anderen Seite auch als kommerzielles Gut. Für die deutsche Filmindustrie ist es in den letzten Jahren unabdingbar geworden, das Produkt „Film“ einem Vermarktungsprozess zu unterziehen.
In der nachfolgenden Arbeit wird die Frage beantwortet, ob ein Film ohne Marketing erfolgreich sein kann. Der erste Abschnitt definiert, was unter einem erfolgreichen Film zu verstehen ist. Anschließend wird der Marketingmix, bestehend aus Produkt-, Distributions-, Preis- und Kommunikationspolitik vorgestellt und am Produkt „Film“ angewandt. Im dritten Kapitel wird die Zielgruppenidentifikation und die darauf beruhende Positionierung für den Film dargestellt. Eines der wichtigsten Marketinginstrumente ist der Trailer; dieser wird extra erläutert. Der letzte Schritt dieser Arbeit ist der praktische Teil: Anhand von einem Blockbuster und einem Arthouse-Film wird untersucht, mit welchen Marketinginstrumenten gearbeitet wurde. Im Fazit werden alle gesammelten Ergebnisse und Informationen zusammengefasst und die Wichtigkeit des Marketings für deutsche Kinospielfilme festgestellt.
Outline:
Einführung
Übersicht Filmmarketing
Marketing Mix: Instrumente der Filmvermarktung
Produktpolitik
Distributionspolitik
Preispolitik
Kommunikationspolitik
Zielgruppenidentifikation und Positionierung
Der Trailer
Praxisbeispiel anhand von zwei Filmen
Der Schuh des Manitu
Halbe Treppe
Fazit
Textauszug
Um den Erfolg eines Kinospielfilms zu messen und festzumachen, sind drei Erfolgskomponenten zu beachten: der wirtschaftliche Erfolg, der Publikumserfolg, und der künstlerische Erfolg.
Von wirtschaftlichem Erfolg kann gesprochen werden, wenn die Kinoauswertung zumindest kostendeckend verläuft, oder darüber hinaus Gewinne erzielt werden, ebenso wenn erst durch die Folgeauswertung eine Kostendeckung oder Gewinnerzielung stattfindet.
Im Gegensatz zum wirtschaftlichen Erfolg ist der Publikumserfolg völlig losgelöst von ökonomischen Kriterien. Dieser misst sich an hohen, so nicht erwarteten Besucherzahlen, so ist es der Fall, wenn die durchschnittlichen Besucherzahlen für einen Film dieses Genres überstiegen werden.
Den Abschluss dieses Dreigestirns bildet der künstlerische Erfolg: Von diesem ist zu sprechen, wenn der Film auf Festivals gezeigt wird, oder sogar gewinnt, aber auch wenn er positive Kritiken in anerkannten Medien erhält, oder als kultur-, oder zeitgeschichtlich wertvoll eingestuft wird. Da die genannten Erfolgsfaktoren jedoch, nicht einander bedingen, so auch getrennt voneinander eintreten können, soll das Hauptaugenmerk in der vorliegenden Arbeit auf der ökonomischen Erfolgskomponente liegen, wobei der künstlerische Erfolg und der Publikumserfolg eine eher untergeordnete Rolle spielen.
Im Kulturbereich steht das absatzorientierte Marketing im Mittelpunkt. Ziel sämtlicher Maßnahmen ist es, durch den Verkauf von Eintrittskarten, DVDs oder Copyrights am Markt zu überleben.
Tags:Movie, Filmindustrie, Werbung, Absatzforschung, Marktanalyse, Marktbeobachtung
Das Schnittstellenmanagement ermöglicht das Ausräumen von Risiken in Netzwerkorganisationen und ermöglicht ein erfolgreicheres Bestehen. Es sollte demnach erhöhte Aufmerksamkeit in den am Netzwerk beteiligten Unternehmen erfahren.
Projektarbeit Nr. 133 |
23,660 Wörter (
ca. 59.2 Seiten ) |
58 Quellen |
2009
$ 19.95
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Inhaltsangabe
Mit dieser Arbeit sollen die Fragen nach genauen Beschreibungen und Definitionen für die Begriffe der Netzwerkorganisation und dem wichtigen Schnittstellenmanagement innerhalb dieser Organisation beantwortet werden. Nach Schaffung einer theoretischen Grundlage werden Beobachtungen in der Praxis getätigt und Handlungsempfehlungen im Sinne von Optimierungs- und Verbesserungsvorschlägen gegeben. Dabei liegt der Fokus auf dem Bereich der Automobilindustrie, weil Entwicklungsnetzwerke in dieser Branche sehr präsent sind. In der Automobilindustrie konnten dabei interessante Beobachtungen gemacht werden. Unternehmen setzen oft wichtige Instrumente des Schnittstellenmanagements nicht ein, und so können auftretende Probleme nicht effizient und schnell lösen.
Daraus lassen sich letztendlich einige Handlungsempfehlungen ableiten, wie beispielsweise eine stärkere Nutzung der Instrumente des Schnittstellenmanagements. Hierzu zählen Linking-Pins, Interface Manager, das Simulataneous Engineering oder Stäbe. Gut optimierte Schnittstellen können dem Unternehmen so vorteilhafte Ergebnisse wie die schnelle Lösung spezifischer, technischer Probleme oder eine effektive Kommunikation liefern.
Hernach soll ein kurzer Überblick über die Ziele und den Aufbau dieser Arbeit erfolgen. Dabei werden zunächst die Ziele in eine deskriptive, eine analytische und eine pragmatische Zielsetzung unterteilt. Anschließend soll beschrieben werden, wie sich der folgende Text aufbauen wird.
Deskriptives Ziel: Das deskriptive Ziel dieser Arbeit besteht darin, eine theoretische Grundlage für das Thema „Betriebliches Schnittstellenmanagement in Entwicklungsnetzwerken“ zu schaffen. Hierbei sollen die Begriffe der Netzwerkorganisation, insbesondere des Entwicklungsnetzwerkes, sowie des Schnittstellenmanagements greifbar und verständlich definiert werden. Vorausgehend sollen wichtige Vorbedingungen erklärt werden.
Analytisches Ziel: Im analytischen Teil dieser Arbeit dient die Automobilindustrie als Betrachtungsobjekt. Es sollen Schnittstellen identifiziert und deren Management untersucht werden. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Entwicklung von Handlungsempfehlungen dienen. Zur systematischen Untersuchung soll ein Mitarbeiterfragebogen zur Informationsgenerierung dienen. Weitere Quellen, wie Internetseiten der Automobilkonzerne und Geschäftsberichte dienen als Informationsquelle.
Pragmatisches Ziel: Es sollen Handlungsempfehlungen zur Optimierung des Schnittstellenmanagements in Entwicklungsnetzwerken gegeben werden. Weiterhin sollen Empfehlungen zur Vermeidung von Risiken und Fehlern gegeben werden. Als Grundlage dienen hier die im analytischen Teil gewonnenen Erkenntnisse.
Der Aufbau dieser Arbeit lässt sich einfach und übersichtlich in einem Gedankenflussplan darstellen. Siehe dazu Abbildung 1. Anschließend wird auf die einzelnen Teile des Plans eingegangen.
Zunächst soll in Kapitel 2 eine theoretische Grundlage für das zu behandelnde Thema geschaffen werden. Hier wird das deskriptive Ziel der Arbeit behandelt. In Kapitel 2.1 soll näher auf die Begriffe der Koordination, der Kooperation und der zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit eingegangen werden, da sie die Vorbedingungen für die Netzwerkorganisation bilden. Nach Klärung der Grundbedingungen wird in Kapitel 2.2 auf Netzwerke eingegangen. Es werden Netzwerke als Sonderform der Kooperation behandelt. Anschließend soll ein Einblick in die vielen verschiedenen Typologien von Netzwerken und deren Besonderheiten gegeben werden. In Kapitel 2.3 wird das Schnittstellenmanagement näher beleuchtet. Hier wird der Begriff der Schnittstelle definiert und seine Bedeutung behandelt. Es sollen verschiedene Typen von Schnittstellen und mögliche Probleme dargestellt werden. Letztendlich wird auf den Begriff des Schnittstellenmanagements eingegangen und dessen Instrumente vorgestellt. In Kapitel 2.4 wird mit einem Bezug auf die Automobilindustrie eine Überleitung zum Analyseobjekt geschaffen.
In Kapitel 3 sollen betriebliche Schnittstellen in der Automobilindustrie identifiziert und analysiert werden. Dieser Teil der Arbeit befasst sich mit dem analytischen Ziel. Im Mittelpunkt der Analyse steht eine Unternehmensbefragung mit Hilfe eines eigens entwickelten Fragebogens. Zunächst werden die methodische Vorgehensweise der Befragung und die vergleichende Betrachtung der Literatur behandelt. Das Kapitel schließt mit der Auswertung der Befragung und einer Zusammenführung der Ergebnisse ab.
Kapitel 4 befasst sich mit dem pragmatischen Ziel dieser Arbeit. Aus den zuvor gewonnenen Ergebnissen werden nun Handlungsempfehlungen und Verbesserungsvorschläge, wie der verstärkte Einsatz verschiedener Instrumente des Schnittstellenmanagements abgeleitet. Die Arbeit schließt in Kapitel 5 mit einer Zusammenfassung und einem Fazit ab. Es erfolgt ein Zukunftsausblick.
Outline:
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis II
Einleitung
Thema der Arbeit und Motivation
Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
Deskriptives Ziel
Analytisches Ziel
Pragmatisches Ziel
Aufbau der Arbeit
Theoretische Grundlagen
Kooperation im unternehmerischen Handeln
Erklärungsansätze zwischenbetrieblicher Zusammenarbeit
Kooperation
Koordination
Netzwerke
Netzwerke als Sonderform der Kooperation
Typologien von Netzwerken
Entwicklungsnetzwerke
Schnittstellenmanagement
Definition und Bedeutung von Schnittstellen
Typologisierung von Schnittstellen
Bereits beobachtete Probleme an überbetrieblichen Schnittstellen
Einordnung und Wesen des Schnittstellenmanagements
Strukturelle Faktoren und Instrumente im Schnittstellenmanagement
Sozio-kulturelle Faktoren und Instrumente im Schnittstellenmanagement
Bezugsrahmen zur Automobilindustrie
Betriebliches Schnittstellenmanagement in der Automobilindustrie
Vergleichende Betrachtung der Literatur
Methodische Vorgehensweise der Befragung
Durchführung der Untersuchung
Stichprobengewinnung
Auswahl der befragten Zielgruppe
Aufbau und Inhalt des Fragenkatalogs
Durchführung der Befragung
Auswertung der Befragung
Zusammenführung der Ergebnisse
Kritische Würdigung
Würdigung der Ergebnisse
Handlungsempfehlungen
Linking-Pins
Einrichtung von Stäben
Unternehmensübergreifender Personalaustausch
Informale Netzwerke
Simultaneous Engineering
Fazit
Literaturverzeichnis
Anhang
Textauszug
''Der Begriff der Kooperation bildet den Ausgangspunkt der hier vorgestellten Betrachtung zum Thema von betrieblichem Schnittstellenmanagement in Entwicklungsnetzwerken. Als Grundlage wird zunächst eine Annäherung an Begrifflichkeiten der Organisation unternehmerischer Tätigkeit gegeben, sowie theoretische Ansätze zu deren Erklärung herangezogen. Der Begriff der Kooperation, der sich im Laufe der Diskussion als zentral herausstellen wird, soll dran anschließend dargestellt und anhand definitorischer Kriterien eingegrenzt werden. In diesem Zusammenhang werden ebenfalls angrenzende Begrifflichkeiten thematisiert, die für den weiteren Verlauf der Untersuchung von Bedeutung sind. Dies ist insbesondere die Koordination unternehmerischen Handelns, sowie daraus abgeleitet Instrumente zur Erreichung eines koordinierten Verhaltens von mehreren Akteuren.
Darauf aufbauend wird im Kapitel 2.2, wie im Aufbau der Arbeit bereits angedeutet wurde, das Hauptaugenmerk auf das Phänomen von Netzwerken gelegt. Dazu werden die Prinzipen der Koordination am Objekt des Netzwerkes weiter vertiefend dargestellt und diskutiert. Weiterhin wird auf das Spektrum möglicher Erscheinungsformen von Netzwerken eingegangen und diese kennzeichnend vorgestellt. Der Spezialform des Entwicklungsnetzwerkes, das im Kern der Betrachtung steht, wird sich in einem weiteren Schritt im Einzelnen gewidmet.''
Tags:Industrie, Produktionsmanagement, Business, Produkt- und Projektmanagement. Autoindustrie
In der folgenden Hausarbeit geht der Autor den Fragen nach, wodurch diese Geschlechterunterschiede entstehen, welche Folgen sich daraus für die Jugendlichen ergeben, sowie welche Auswirkungen dieses auf die Jugendarbeit hat.
Hausarbeit Nr. 39 |
6,440 Wörter (
ca. 16.1 Seiten ) |
6 Quellen |
2008
$ 15.95
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Inhaltsangabe
Eines Tages sah der Vater eines kleinen Mädchens Fußball. Ich fragte das Mädchen, ob es auch Interesse daran hätte. Verwundert schaute sie ihn an und sagte, nein, sie sei doch ein Mädchen! An diesem Beispiel wird deutlich, dass schon im frühen Alter genaue Vorstellungen darüber bestehen, was typisch Junge, typisch Mädchen ist, es existieren also Geschlechterunterschiede. Doch wodurch entstehen diese Geschlechterunterschiede? Welche Folgen entstehen daraus für die Jugendlichen? Welche Auswirkungen hat dieses auf die Jugendarbeit? Diese Fragen sind Schwerpunkte dieser Hausarbeit.
Als erstes erläutert der Autor den Begriff der Jugend und den damit zusammenhängenden Begriff der Jugendphase. Die Erläuterung der Begriffe ist wichtig, um die sozialen Hintergründe zu verstehen, mit denen die Jugendlichen von heute umzugehen haben.
Durch Sozialisation befinden sich die Jugendlichen in einem ständigen Auseinandersetzungsprozess mit sich selber und ihrer Umwelt. Da dieses einen Einfluss auf die Bildung der Geschlechterunterschiede hat, geht der Autor im dritten Punkt auf die Geschlechtersozialisation ein. Durch die Geschlechtersozialisation werden Geschlechterrollen entwickelt, die zu einer Identifikation als „männlich“ oder „weiblich“ führen. Desweiteren wird auf die Unterscheidung von weiblicher und männlicher Sozialisation eingegangen.
Der Jugendliche ist während seiner Entwicklung einer Reihe von Anforderungen ausgesetzt, die oft ein Potential an unlösbaren Problemen in sich birgt. Hierauf wird im vierten Punkt näher eingegangen. Um diese Probleme und die daraus resultierenden Stresssituationen lösen zu können, bedient sich der Jugendliche bestimmter Bewältigungsstrategien. Diese Strategien sind abhängig vom Geschlecht. Desweiteren wird erklärt, wie die Jugendhilfe den Jugendlichen hilft, ihre Probleme zu bewältigen.
Im fünften Punkt wird darauf eingegangen, in welcher Beziehung die Jugendarbeit zu den Geschlechterunterschieden der Jugendlichen steht. Außerdem wird erläutert, welche Voraussetzungen nötig sind, damit gelungene geschlechterorientierte Jugendarbeit umgesetzt werden kann.
Die Geschlechterunterschiede zwischen Jungen und Mädchen spielen in der gegenwärtigen Diskussion der Jugendarbeit eine zunehmend wichtige Rolle. Im Fazit stellt der Autor zwei Kontroversen gegenüber. Zum einen werden die Vorteile der Geschlechtertrennung erläutert, zum anderen die Vorteile der Zusammenführung der Geschlechter in der Jugendarbeit. Schließlich ziehe ich meine persönliche Schlussfolgerung für die zukünftige Praxis der Jugendarbeit.
Outline:
Einleitung
Begriffsklärung
Jugend allgemein
Jugendphase Allgemein
Geschlechtersozialisation
Definition Geschlechtersozialisation
Geschlechtsrollen
Weibliche Sozialisation
Männliche Sozialisation
Bewältigung von Stresssituationen
Definition Bewältigung
Bewältigung bei Mädchen
Bewältigung bei Jungen
Hilfe zur Bewältigung in der Jugendarbeit
Geschlechterarbeit in der Jugendarbeit
Geschlechterunterschiede in der Jugendarbeit
Voraussetzungen gelungener, geschlechterorientierter Jugendarbeit
Fazit / Umgang mit Geschlechtsunterschieden in der Jugendarbeit
Berücksichtigung der Geschlechterunterschiede
Keine Berücksichtigung der Geschlechterunterschiede
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Jugend wird als eine Lebensform der geistigen und sozialen Experimente bezeichnet, sowie der Entwicklung eigener Lebens- und Zukunftsentwürfe. Die Jugendlichen von heute befinden sich auf der Suche nach neuen Lebenskonzepten, welche unter ökonomischen, sozialen und ökologischen Unsicherheiten und Risiken statt findet. Dabei versucht sich die Jugend an die neuen Umweltbedingungen anzugleichen und setzt neue zugleich Maßstäbe. Jugend dient demnach nicht nur der Reproduktion der Gesellschaft. ''
Auf den Jugendlichen treffen, während seiner Suche nach neuen Lebenskonzepten, zahlreiche gesellschaftliche Anforderungen. Es wird von ihm gefordert, zu einem verantwortungsbewussten Mitglied der Gesellschaft zu werden, sich in die Gesellschaft einfügen zu können, soziale und politische Kompetenzen herauszubilden und die gesellschaftlichen Normen, Werte und Regeln anzuerkennen. Dadurch jedoch, dass gesellschaftliche Zwänge und Traditionen entfallen, bieten sich zu viele Alternativen für den Jugendlichen innerhalb der gesellschaftlichen Anforderungen. Eine Entscheidung zwischen diesen vielen Alternativen birgt ein Potential an unlösbaren Problemen in sich. Wenn Jugendliche mit diesem „Zwang“ nicht zurecht kommen, z.B. weil sie überfordert sind oder den Umgang damit nicht lernen, können sich Problemlagen entwickeln. Eine Nichtlösung der Problemlagen steht den in der Pubertät einsetzenden Individualisierungsprozess erheblich im Wege. Ein Scheitern des individuellen Lebenskonzeptes der Jugendlichen wird nicht als Scheitern gesellschaftlicher Verhältnisse, sondern subjektiv als eigenes Versagen erlebt. Die Folge ist eine Unsicherheit in Bezug auf den Eintritt ins Berufsleben, welches passiv und resignativ auf die Jugendlichen wirkt.
Tags:Sozialpädagogik, Geschlecht, Jugendarbeit, Geschlechterarbeit, Geschlechtsunterschiede
Vergleich und Interpretation von „Das Urteil“ und „Brief an den Vater“.
Hausarbeit Nr. 32 |
5,190 Wörter (
ca. 13 Seiten ) |
10 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Kafkas literarisches Werk zeichnet sich neben der Darstellung des Grotesken und der Anwendung eines auktorialen Schreibstils dadurch aus, dass es in besonderer Weise von seiner Lebens- und Erfahrungswelt geprägt ist. So ist der Rahmen, in denen Kafka seine grotesken Erzählungen einbettet, meist ein Spiegelbild seiner sozialen und
insbesondere seiner familiären Situation. Dieser Annahme soll in der folgenden Arbeit nachgegangen werden, wobei hierzu zwei Texte hinsichtlich ihres biografischen Gehalts untersucht werden, nämlich die 1913 veröffentlichte Erzählung „Das Urteil“ sowie der 1919 verfasste „Brief an den Vater“. Während es sich bei dem „Urteil“ eindeutig um einen fiktiven Text handelt, dessen Inhalt deutlich Kafkas Hang zum Grotesken erkennen lässt, erweist sich die Einordnung des „Briefs“ als schwierig. Der „Brief an den Vater“ ist weder ein rein fiktives noch ein rein autobiografisches Zeugnis, vielmehr weist er beide Elemente auf. Fest steht, dass beide Texte als besondere Zeugnisse von Kafkas Lebens und Erfahrungswelt angesehen werden können und daher für die Analyse ausgewählt wurden.
Im Folgenden werden zunächst Inhalt und Form beider Texte einzeln vorgestellt, um sie dann miteinander zu vergleichen und biografisch zu interpretieren. Die Interpretation der Texte soll dabei der Leitfrage folgen: Welche biografischen Elemente weisen beide Texte auf bzw. wie werden biografische Elemente in der Literatur verarbeitet?
Outline:
Einleitung
Analyse der Texte „Brief an den Vater“
und „Das Urteil“
„Brief an den Vater“
„Das Urteil“
Interpretation
Der Vater-Sohn-Konflikt
Der Prozesscharakter
Fazit
Literaturverzeichnis
Textauszug
Der 1919 verfasste und von Max Brod 1952 veröffentlichte „Brief an den Vater“ wird
meist den autobiografischen Schriften Kafkas zugeordnet, zu denen eine
umfangreiche Sammlung an Briefen sowie Tagebucheinträge zählen. Eine solche
Zuordnung kann jedoch durchaus kritisch betrachtet werden und soll in dem Kapitel
zur Form des „Briefes“ erörtert werden. Kafka verfasste den „Brief an den Vater“ im
November 1919 in der nördlich von Prag gelegenen Kleinstadt Schelesen – dort war
Kafka schon zuvor gewesen, um sich von seiner 1917 ausgebrochenen
Lungentuberkulose zu erholen. Dem Aufenthalt in Schelesen im November 1919
ging eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes sowie das Scheitern der
für Anfang November geplanten Hochzeit mit Julie Wohryzek voraus: Die von Kafkas
Vater abgelehnte Heirat (die Braut stammte aus der untersten sozialen Schicht) kam
nicht zustande, da das Paar keine Wohnung finden konnte.3 Das erneute Scheitern
einer geplanten Hochzeit wird oftmals als der eigentliche Anlass für das Verfassen
des „Briefes an den Vater“ 4 angesehen.
Tags:Literatur, Philosophie
Wie es zum Tiefstand kam; Mittel und Wege alternativer Finanzierungsquellen
Essay Nr. 33 |
3,200 Wörter (
ca. 8 Seiten ) |
6 Quellen |
2008
$ 9.95
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Inhaltsangabe
Gemeinnützige Kulturinstitutionen stehen ohne Frage vor einem existentiellen Problem, welches auf der drastischen Kürzung staatlicher Subventionen für Kultureinrichtungen gründet. Die Frage, die sich aufgrund der aktuellen Lage stellt, ist: Gibt es alternative Finanzierungsmöglichkeiten im gleichen Umfang wie die
bisherigen, staatlichen Subventionen und falls ja – verfügen staatlich geförderte Kulturinstitutionen über das notwendige Know-How um diese ein- und umzusetzen? Dass die staatlich subventionierten Einrichtungen in der Krise stecken ist ein Faktum. Aber wie kam es überhaupt zu dieser drastischen Entwicklung in der deutschen Kulturförderung?
Der Autor behandelt in dieser Arbeit die Geschichte der Kulturförderung ab dem 19. Jahrhundert, wie es zur aktuellen Lage kam und nennt und erklärt Finanzierungsquellen und Kooperationsmodelle.
Outline:
Momentane Lage vieler öffentlich geförderter
Kultureinrichtungen in Deutschland
Wie kam es dazu?
Neuer Kulturbegriff
Gemeinschaftsstiftungen
Matching Funds
Kooperationsmodelle
Mittel und Wege alternativer Finanzierungsquellen
Fazit
Textauszug
''Mit diesem „bürgerlich-restaurativen Kulturbegriff“, welchen man aus dem Kaiserreich übernommen hatte, konnten sich die nachfolgenden Generationen jedoch nicht identifizieren. Aufgrund nachfolgender Aufstände kam es in den 60er Jahren dazu, dass sich neben dem traditionellen Kulturangebot eine Subkulturszene herausbildete, welche es - wie in Heinrichs nachzulesen - schaffte eine breit angelegte „alternative Kultur“ nach amerikanischem Vorbild zu etablieren.
Ziel dieser Subkulturszene war es, durch Überwindung des traditionellen, an Institutionen wie Museen gebundenen Kulturbegriffs der „schönen Kunst“, kulturpolitische und gesellschaftliche Veränderungen zu provozieren, so Heinrichs. Das neue Ziel war von nun an, wie von Willy Brandt formuliert: „Kultur für Alle“ - dieser neue Kulturbegriff beinhaltete eine neue „Soziokultur“: Von nun an sollte Kultur in größeren Zusammenhängen gesehen werden, in der Stadtentwicklung bedacht werden und um den Faktor kulturelle Bildung erweitert werden. Vor allem
aber sollte niemand mehr aus geographischen oder sozialen Gründen an der Wahrnehmung des kulturellen Angebots gehindert werden.
Um diese neue Vorstellung eines Kulturbegriffs in die Tat umzusetzen, bedurfte es einiger struktureller Veränderungen. Um Kultur wirklich Jedermann zugänglich zu machen wurden Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre Volkshochschulen, Musikschulen, Kunstschulen , sowie soziokulturelle und in den jeweiligen Stadtteilen städtische Kulturzentren erbaut. Auch Museums-, und Theaterpädagogen kamen zum Einsatz um kulturelle Inhalte zu vermitteln. Ursprünglich konzipierte man die
neuen soziokulturellen Einrichtungen als Ersatz für „alte“, traditionelle
Kultureinrichtungen, dies funktionierte jedoch nicht im vorgesehenen Maße. So kam es zunächst dazu, dass traditionelle Einrichtungen neben den neugeschaffenen Zentren bestanden, und diese sehr bald wieder die Kulturarbeit dominierten.'
Tags:Kulturgeschichte, Museum
Diese Arbeit zeigt anhand von Beispielen, welche Bedeutung ein strategisch ausgerichtetes Marketing inne hat, das gerade von NPOs meist unterschätzt und sogar als überflüssig erachtet wird.
Hausarbeit Nr. 30 |
5,700 Wörter (
ca. 14.3 Seiten ) |
11 Quellen |
2008
$ 13.95
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Inhaltsangabe
Einige wenige Organisationen haben die Notwendigkeit eines sehr wichtigen Marketingaspekts erkannt, nämlich das der Kommunikationspolitik zuzuordnende Instrument der Öffentlichkeitsarbeit.
Hier ist jedoch die Problematik ersichtlich, dass NPO diese oftmals mit Marketing gleichsetzen, was meist auf Unwissenheit oder Ablehnung des Marketinggedankens beruht. In dieser Arbeit wird davon ausgegangen, dass eine strategische Marketingplanung notwendig ist, um das Überleben von NPO heute zu optimieren, und auch in Zukunft zu sichern. Des weiteren wird aufgezeigt, wie strategisches Marketing in der NPO zu implementieren ist. Um dies zu dokumentieren, wird wie folgt vorgegangen: Im ersten Teil der Arbeit, sollen Begriff und Inhalt des Nonprofit-Marketing erklärt werden, gibt es Parallelen zum klassischen, kommerziellen Marketing, falls dies der Fall ist, lassen sich diese auf das Nonprofit-Marketing adaptieren?
Im weiteren werden wir uns mit der Legitimationsproblematik von Nonprofit-Marketing beschäftigen: Warum besteht die Notwendigkeit für Nonprofit-Marketing, warum lehnen die leitenden Organe dieses oftmals ab?
Ist dieses fundamentale Grundverständnis geschaffen, wollen wir uns dem strategischen Aufbau des Nonprofit-Marketing widmen: Wie sieht die Marketingplanung aus, welche Instrumente sind relevant? Dies soll zunächst theoretisch aufgezeigt werden, im folgenden jedoch am praktischen Beispiel: der Umweltschutzorganisation Greenpeace aufgezeigt werden.
Abschließend werden die errungenen Ergebnisse zusammengefasst, um die eingangs gestellt Frage nach der Notwendigkeit für Nonprofit-Marketing umfassend zu beantworten.
Outline:
Begriffserklärungen
Einleitung
Was ist Non-ProfitMarketing?
Zur Legitimationsproblematik des NPO-Marketing
Besondere Merkmale des Nonprofit-Marketing
Marketingplanung
Marketinginstrumente
Leistungspolitik
Preispolitik
Kommunikationspolitik
Distributionspolitik
Interne Maßnahmen
Externe Maßnahmen
Öffentlichkeitsarbeit
Zielgruppe
Controlling
Ergebnisse
Fazit
Literaturverzeichnis
Textauszug
Bisher versteht man unter Nonprofit-Marketing, oftmals lediglich den Einsatz kommunikationspolitischer Instrumente wie Presse & Öffentlichkeitsarbeit. Diese stellen zwar einen wichtigen Aspekt des Nonprofit-Marketing dar, ersetzen jedoch keine umfassende Marketingstrategie, sondern repräsentieren einen Teil des Marketing-Mix. Dieser beinhaltet als Ganzes, alle relevanten Instrumente für die erfolgreiche Umsetzung des Marketing, somit weitaus mehr als nur kommunikationspolitsche Maßnahmen: Nonprofit-Marketing ist eine spezifische Denkhaltung. Sie konkretisiert sich in der Analyse, Planung, Umsetzung und Kontrolle sämtlicher interner und externer Aktivitäten, die durch eine Ausrichtung am Nutzen und den Erwartungen der Anspruchsgruppen, darauf abzielen, die finanziellen, mitarbeiterbezogenen und insbesondere aufgabenbezogenen Ziele der Nonprofit-Organisation zu erreichen. Demzufolge stellt Nonprofit-Marketing ein umfassendes Leitkonzept des Managements, nach Meffert eine übergeordnete Führungsphilosophie dar. In dessen Mittelpunkt steht ein integriertes Marketingkonzept, welches das gesamte Spektrum nicht-kommerzieller Organisationen beinhaltet und alle Anspruchsgruppen berücksichtigt. Vergleicht man nun die folgende Definition von klassischem Profitmarketing, mit der vorherigen des Nonprofit-Marketing lässt sich ein Unterschied in der Marketing-Philosophie ausmachen.
Tags:Greenpeace, Non-Profit-Organisation, Werbung, Kommunikation, Marktanalyse, Marktbeobachtung
Aufgabenbereich und Erfahrungen
Praktikumsbericht Nr. 21 |
1,200 Wörter (
ca. 3 Seiten ) |
0 Quellen |
2008
$ 4.95
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Inhaltsangabe
Der Autor beschreibt in seinem Praktikumsbericht das Aufgabenfeld eines Gästebetreuers. Der Beruf wird als sehr vielfältig und abwechslungsreich empfunden. Von der Betreuung von Reisegruppen, Organisation und Verwaltung, bis hin zu Freizeitgestaltung wie Buchung von Ausflügen, Information über Sportangebote und Reiseleitung. Alles in allem ein breitgefächerter Aufgabenbereich, der jede Menge Vielfalt bietet.
Outline:
Praktikumsbericht
Organigramm
Interview
Persönliches Fazit
Textauszug
Der Gästebetreuer stand den Gruppen von der Anreise bis zur Abreise jederzeit zur Verfügung. Es begann damit, wenn der Kunde, das Zielgebiet erreicht hatte und aus dem Bus stieg. Die Begrüßung des Kunden ist von Anfang wichtig, da der Kunde sich ja auch wohlfühlen sollte, hier ist auch von den Gästebetreuern wichtig, dass sie ein gepflegtes Erscheinungsbild hatten! Auch für Akzente Reisen GmbH war es wichtig, dass wir Gästebetreuer bei An- und Abreise ein gelbes T- Shirt trugen. Das symbolisiert für die neuen bzw. alten Gruppen einen sogenannten Wiedererkennungswert von Akzente Reisen GmbH.
Tags:Praktikum, Erfahrungsbericht, Reise, Turismus
Eine Arbeit über die Fakten, die Geschichte, die verschiedenen Bevölkerungsgruppen und die Besonderheiten der Stadt New York.
Hausarbeit Nr. 6 |
2,050 Wörter (
ca. 5.1 Seiten ) |
13 Quellen |
2009
$ 7.95
Einzelheiten
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Inhaltsangabe
Diese Arbeit informiert über New York, den Meltingpot vieler Nationalitäten. Neben Fakten wie Lage, Bevölkerung und Klima wird auf die Geschichte, die verhältnismäßig schnelle Entwicklung und die seinerzeit wirtschaftliche Macht eingegangen.
Außerdem werden die verschiedenen Architektur Stile New Yorks aufgezeigt und Denkmäler und Sehenswürdigkeiten genannt.
Die Stadt hat für jedermann etwas zu bieten, und es wird einem leicht gemacht, sich in dieser Stadt heimisch zu fühlen.
1.Einleitung
2.Fakten über New York City
2.1.Lage
2.2.Klima
2.3.Stadtgliederung
3.Geschichte
3.1.Entdeckung und Besiedelung
3.2.Prägende Ereignisse
4.Bevölkerung
4.1.Bevölkerungsdichte
4.2.Multikulturelle Gesellschaft
5.Kultur und Freizeitangebot
5.1.Sehenswürdigkeiten
5.2.Feste und Sport
5.3.Architektur
6.Infrastruktur
6.1.Öffentliche Verkehrsmittel
6.2.Straßennetz
7.Fazit
8.Bilder
9.Quellen
Textauszug
"1000-1500 nutzten Algoquin-Indianer die Insel, das spätere Manhattan, als Jagdrevier. Die ersten Entdeckungsreisen lassen sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen (durch Giovanni da Verrazano im Jahre 1524). 1609 segelte dann der Engländer Henry Hudson im holländischem Auftrag den nach ihm benannten Fluss empor. Ab 1624 siedelten Holländer und Schweden als erste an der Küste (Neu-Niederlande und Neu-Schweden) und wenig später ließen die Niederländer sich dann auch auf Manhattan nieder (Neu-Amsterdam) , welches sie als Hauptstadt ihrer Kolonie (Neu-Niederlande) ernannten. 1664 wurde dann die Herrschaft im Zweitem Englisch-Niederländischem Seekrieg von England übernommen. Karl der Zweite verlieh das Gebiet seinem Bruder, dem Herzog von York. Als dieser dann 1685 als Jakob der Zweite den Thron bestieg, wurde New York Kronkolonie. Enormen wirtschaftlichen Aufschwung brachte im 18. Jahrhundert die vorteilhafte Verkehrslage. Nach der Unabhängigkeitserklärung 1776, nahm New York 1788 als elfter Staat die amerikanische Verfassung an. Von diesem Jahr an bis
1790 war New York Hauptstadt der USA. 1789 wurde George Washington in New York als erster Präsident vereidigt. 1797 wurde Albany dann zur Hauptstadt des Bundesstaates New York bestimmt. Die günstigen Entwicklungen setzten sich im 19. Jahrhundert durch starke Einwanderungen und einen starken Aufschwung in der
Industrie fort. So wurde 1811 beschlossen, ganz Manhattan mit einem rasterförmigem Straßennetz zu überziehen (einzige Ausnahme war und ist der Broadway) und 1858 hat...... "
Tags:Baustile, USA, multikulturelle, Gesellschaft, Manhatten
Die Kontroverse um den Status des Schreins hängt unmittelbar mit der Frage zusammen, der im Rahmen dieser Arbeit nachgegangen werden soll: Stellt der Shintô und damit auch der aus ihm abgeleitete Kaiserkult des Staatsshintô überhaupt eine Religion dar?
Seminararbeit Nr. 28 |
4,050 Wörter (
ca. 10.1 Seiten ) |
9 Quellen |
2007
$ 11.95
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Inhaltsangabe
Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts widmete man sich in der abendländischen Wissenschaftsliteratur dem Shintô als Volksglauben der Japaner. Der japanische Volksmoralist Inoue Tetsujirô, auf den der Autor im Laufe seiner Abhandlungen noch näher eingehen wird, befasste sich bereits 1897 mit der philosophischen Ideengeschichte Japans und sah den Shintô als nicht vergleichbar mit westlichen Vorstellungen von Religion. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trieb japanische Gelehrte vor allem die Frage nach der Beziehung von Tennô und Volk um; in diesem Zusammenhang setzte sich insbesondere Ichikawa Daiji mit dem Begriff der japanischen Nation auseinander. In der Zeit des Nationalsozialismus während der dreißiger und vierziger Jahre in Deutschland verengte sich der Blick der Japanforschung überwiegend auf die Untersuchung des „Shintoismus als Quelle des japanischen Volkscharakters und Nationalgeistes“, wie es Kurt Meissner 1939 beschrieb. Der Amerikaner D.C. Holtom brachte in den dreißiger und sechziger Jahren umfangreiche Studien zu den Interdependenzen von Nationalismus und Shintô heraus, auf denen auch die hier vorliegende Arbeit basiert. Erst in der Nachkriegszeit erschienen darüber hinaus Arbeiten, die sich stärker sozialwissenschaftlich bzw. religionssoziologisch mit dem Shintô und seiner Rolle im japanischen Ultranationalismus auseinandersetzten. Weiterhin stützt sich die vorliegende Arbeit maßgeblich auf die Veröffentlichungen von Helen Hardacre und Klaus Antoni, die in den achtziger und neunziger Jahren dem Staatsshintô ausführliche Studien widmeten sowie auf Ernst Lokowandts Schrift über die rechtliche Entwicklung des Staatsshintô während der Meiji-Zeit. Bei der Analyse der oben genannten Fragestellung bedient sich das hier vorliegende Werk einem soziologischen Koordinatensystem, das sich wesentlich nach den Ideen von Max Weber und Emile Durkheim richtet.
Outline:
Einleitung
Die Politische Theologie und der Yasukuni-Schrein
Die Politische Theologie des Carl Schmitt
Die Geschichte des Yasukuni-Schreins
Vom Verhältnis zwischen Shintô und StaatsshintôDie Meiji-Zeit und die Etablierung des Kaiserkultes
Die Trennung von Shintô und Buddhismus
Die ideologische Aufbereitung nationaler Mythen
Die Shinkoku-Ideologie
Die Ideologie vom Familienstaat und die Essenz nationalen Wesens
Fazit
Anhang
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Um die Entwicklung des japanischen Ultranationalismus seit der Öffnung des Landes in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und sein ideologisches Grundgerüst hinreichend verstehen zu können, ist die Zuhilfenahme einer politischen Theorie über die Entstehung und Legitimation von Souveränität, die in ihrer Beschreibung auf das japanischen Herrschaftssystems der damaligen Zeit anwendbar ist, unerlässlich. Der deutsche Staatsrechtler Carl Schmitt veröffentlichte im Jahre 1922 seine Studie zur Politischen Theologie, in der er die Staatslehre in unmittelbare Beziehung zur Theologie setzte. „Alle prägnanten Begriffe der modernen Staatslehre sind säkularisierte theologische Begriffe. Nicht nur ihrer historischen Entwicklung nach, weil sie aus der Theologie auf die Staatslehre übertragen wurden, […] sondern auch in ihrer systematischen Struktur, deren Erkenntnis notwendig ist für eine soziologische Betrachtung dieser Begriffe“ (Schmitt 2004:43) Für Schmitt war die religiös begründete Herrschaft eines starken Führers der bürgerlichen parlamentarischen Demokratie überlegen, da gemäß seiner Auffassung eine Präsidialdiktatur am ehesten den Volkswillen repräsentiere. Als Bewunderer des italienischen Faschismus, rechtfertigte Schmitt in seinen Werken nach 1933 kritiklos auch den aufkeimenden Nationalsozialismus in Deutschland und das Führerprinzip. „Dass der Faschismus auf Wahlen verzichtet […], ist nicht etwa undemokratisch, sondern antiliberal und entspringt der richtigen Erkenntnis, daß die heutigen Methoden geheimer Einzelwahl alles Staatliche und Politische durch eine völlige Privatisierung gefährden, das Volk als Einheit ganz aus der Öffentlichkeit verdrängen […] und die staatliche Willensbildung zu einer Summierung geheimer und privater Einzelwillen, das heißt in Wahrheit unkontrollierbarer Massenwünsche […] herabwürdigen. Gegen ihre desintegrierende Wirkung kann man sich nur schützen, wenn man […] eine Rechtspflicht des einzelnen Staatsbürgers konstruierte, bei der geheimen Stimmabgabe nicht sein privates Interesse, sondern das Wohl des Ganzen im Auge zu haben – angesichts der Wirklichkeit des sozialen und politischen Lebens ein schwacher und sehr problematischer Schutz. Jene Gleichsetzung von Demokratie und geheimer Einzelwahl aber ist Liberalismus des 19. Jahrhunderts und nicht Demokratie“ (Schmitt 1994:126). Schmitts Äußerungen weisen ihn als Anhänger der organischen Staatstheorie aus, die durch den Berliner Verfassungsrechtler Otto von Gierke bereits Einfluss auf die japanische Verfassungsrealität genommen hatte. „Die Organismus-Theorie war vorzüglich dazu geeignet, sowohl die besondere Stellung des Kaisers, als auch seinen Herrschaftsanspruch zu untermauern. Der Vergleich Kaiser = Kopf, Gehirn des Staats-Organ-ismus erklärte die einmalige, vom Volke wesensmäßig unterschiedene Position des Kaisers und wies ihm die Leitung des Staats-Körpers als natürliche Aufgabe zu“ (Lokowandt 1978:51). Obwohl Carl Schmitt seine Ausführungen zur Politischen Theologie nie auf das System der japanischen Tennô-Herrschaft nach 1868 bezog, ist seine faschistische Systemtheorie dennoch auf Japans Kaiserkult anwendbar, da sie die Entlehnung theologischer Begriffe zur Legitimation traditionaler Herrschaftsformen, so wie im Staatsshintô geschehen, erfasst. In den folgenden Ausführungen wird dem theokratischen Herrschaftssystem Japans und dem Yasukuni-Schrein als dessen Sinnbild, stets die Schmitt’sche Definition von Politscher Theologie zugrunde gelegt.''
Tags:Japan, Politik, Meiji-Zeit, Kaiserkult, Shintô und Buddhismus
In der vorliegenden Arbeit wird aufgezeigt, wie die politischen Akteure der Meiji-Zeit durch den Einfluss westlicher Verfassungsideologien und traditionell japanischer Herrschaftsvorstellungen eine konstitutionelle Monarchie formten.
Seminararbeit Nr. 29 |
3,380 Wörter (
ca. 8.5 Seiten ) |
0 Quellen |
2006
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Inhaltsangabe
Die Zeit der Herrschaft des Kaiser Meiji bedeutete für das japanische Kaiserreich die Bewältigung eines enormen Umbruchs. Die feudalen Herrschaftsstrukturen mussten denen einer konstitutionellen Monarchie westlicher Prägung weichen. Die Gesellschaft wandelte sich von einer ständischen zu einer bürgerlichen. Allerdings stand hinter diesem Prozess nicht von Beginn an ein politischer Akteur mit konsequenter Ideologie; die Initiatoren der Meiji-Restauration waren sich nur in einem Ziel einig: der Entmachtung des Tokugawa-Shôgunats. Ihre Vorstellungen für eine Zeit danach waren vage, aber keinesfalls modern. Nicht ohne Grund wurde die Restauration der kaiserlichen Herrschaft oberstes Ziel, denn sie hatte bereits einmal Bestand. Sie war der kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich die zerstrittenen Führer der Meiji-Restauration einigen konnten. Eine politische Vision für ein modernes japanisches Staatswesen bildete sich erst als die ersten japanischen Staatsmänner Europa und die USA bereisten und die Notwendigkeit einer konstitutionellen Neuausrichtung Japans erkannten, um auf der politischen Weltbühne bestehen zu können. Diese Neuordnung des japanischen Herrschaftssystems wurde zum Drahtseilakt zwischen Tradition und Moderne.
Outline:
Einleitung
Die Meiji-Zeit (1868 bis 1912)
Restauration kaiserlicher Herrschaft
Bürgerrechtsbewegung und der Weg zur konstitutionellen Monarchie
Innenpolitischer Neo-Traditionalismus und Imperialismus als Determinante japanischer Außenpolitik
Der Staatsshintô
Das ie-System und der Familienstaat
Kolonialismus
Fazit
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Japans Moderne begann mit einem Staatsstreich: Am 3. Januar 1868 besetzten Truppen aus den westjapanischen Fürstentümern Satsuma, Tosa und Chôshû die kaiserliche Residenz und damalige Hauptstadt Kyôto und erzwangen von den herrschenden Tokugawa die Rückgabe der Regierungsgewalt an das Kaiserhaus, das seine Macht vor fast 700 Jahren an die einflussreichen Kriegerfamilien (bushi) und die von ihnen gestellten Militärherrschern (shôgun) verloren hatte. Seit der für sie siegreichen Schlacht von Sekigahara im Jahre 1600 hatte das Haus Tokugawa die Vorherrschaft über Japan inne. Tokugawa Ieyasu hatte die aufbegehrenden Fürsten (tozama-daimyô) unterworfen und das Land unter seiner Herrschaft geeinigt. Die tozama-daimyô, zu denen in erster Linie die Fürstentümer Satsuma, Tosa, Chôshû und Hizen gehörten, wurden vom Machtapparat der Tokugawa weitestgehend ausgeschlossen. Nach der Reichseinigung erhielten die tozama-daimyô großflächige Lehen weitab vom Herrschaftszentrum des Shôgunats, um ihren politischen und militärischen Einfluss auf das noch junge Tokugawa-Regime zu beschränken.''
Tags:Meiji-Zeit, Tradition und Moderne, Japan, Politik