Die vorliegende Ausarbeitung beschäftigt sich mit dem Thema des geschlechtergerechten Formulierens.
Seminararbeit Nr. 94 |
4,420 Wörter (
ca. 11.1 Seiten ) |
15 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
In dieser Arbeit werden einige verschiedene Aspekte im Bezug auf eine geschlechtsneutrale Ausdrucksweise aber auch im Hinblick auf die Gleichbehandlung von Frauen und Männer aus gesellschaftlicher Sicht behandelt. Ein weiterer Teil dieser Arbeit ist der Vergleich zwischen der Verwendung des geschlechtergerechten Formulierens im Deutschen und im Englischen.
Die Bedeutung des geschlechtergerechten Formulierens findet je nach Gesellschaftskategorie einen anderen Zugang, wodurch auch dessen Bedeutung und Verwendung variiert. Während in der breiten Bevölkerung dieses „Phänomen“ oft auf Gleichgültigkeit stößt, kristallisieren sich einige Gruppen heraus, die es sich zum Ziel machen, auf die Notwendigkeit und Dringlichkeit des geschlechtergerechten Formulierens aufmerksam zu machen. So gibt es Bestrebungen auf nationaler Ebene und von Seiten verschiedener Universitäten und Institute, wie zum Beispiel Uni Heidelberg, Donau-Uni und Wirtschaftsuniversität Wien, welche die Hervorhebung der gesellschaftlichen Relevanz betreffen.
Eine besondere Rolle nehmen dabei die transkulturellen KommunikatorInnen ein, seien sie nun Dolmetscher, Übersetzer, Mediatoren und/oder andere. Denn sie haben durch ihre Sach- und Sprachkompetenz, ihr Kulturwissen und ihre Sensibilität die Aufgabe, fraueneinbindende Sprache zu verbreiten.
Outline:
Einleitung
Einführung: Thema der Seminararbeit
Aktueller Forschungsstand
Feminismus in der Gesellschaft
Gesellschaftliche Analyse (rückblickend + aktuell)
Feministische Bewegung
Feminismus & Sprache: Feministischer Sprachgebrauch in der heutigen
Gesellschaft
Geschlechtergerechtes Formulieren: Anwendung + Kritik
Geschlechtergerechtes Formulieren: Definition
„Richtlinien“: Geschlechtsneutralität & Sichtbarmachung
Kritischer Umgang mit dem Thema
Geschlechtergerechtes Formulieren im Vergleich: Deutsch und Englisch
Gesellschaft, Rollen, Konventionen
Kulturen und Sprachen
Entwicklung und Reaktionen
Beispiele und Normen im Englischen
Akzeptanz oder Abstoßung
Ähnlichkeiten und Unterschiede zum Deutschen
Bibliografie
Textauszug
''In unserem Gesellschaftssystem gilt die Ideologie der Gleichheit. Soziale Ungleichheit im Bezug auf Männer und Frauen wird weder in der Gesellschaft, noch im juristischen Bereich toleriert.
Bereits im Jahre 1948 wurde von der UNO ein Diskriminierungsverbot im Bezug auf das Geschlecht erlassen. Dies ist in der Allgemeinen Erklärung (Art. 2 Nr. 1) verankert. In Österreich ist mit dem Bundesverfassungs-Gesetz (Artikel 7) und mit dem Bundes-Gleichbehandlungsgesetz 1993 jede Form der Diskriminierung auf Grund des Geschlechts verboten. Mit dem EU-Vertrag von Amsterdam 1997 (Art. 3 Abs. 2) wurden diesbezüglich europaweit rechtliche Grundlagen geschaffen.
Aber auch Artikel 2 der Menschenrechte besagt unter anderem, dass alle Menschen mit gleicher Würde und gleichen Rechten geboren werden. Auf Basis dieses Grundrechtes, welches jeder Mensch hat (also Frauen in gleichem Maße wie auch Männer), entstanden auch die Gedanken im Bezug auf eine Gleichbehandlung von Mann und Frau, sowohl in allen sozialen Bereichen, als auch auf sprachlicher Ebene.''
Tags:Feminismus, Sprache, Rhetorik
Die Arbeit zeigt auf, in welchem Verhältnis die Geschlechternormen, welche im Prozess der Sozialisation erlernt werden, zur queeren Bildung stehen und inwiefern diese Normen durch die Bildungstheorie einer kritischen Revision unterzogen werden.
Seminararbeit Nr. 78 |
6,480 Wörter (
ca. 16.2 Seiten ) |
20 Quellen |
2009
$ 14.95
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Inhaltsangabe
Im späten 19. Jahrhundert tauchte erstmals der Begriff Feminismus auf und bezeichnete das Engagement von Frauen, sich gegen gesellschaftliche Ungleichheiten zu wehren. Damit ging die Kritik patriarchaler Strukturen einher. Im Zuge der Fokussierung des Feminismus in der Wissenschaft kam es mehr und mehr zu eigenen Theoriebildungen bezüglich der Frage nach Geschlecht und Geschlechtsidentität im Allgemeinen.
Im feministischen Diskurs hat sich in den letzten Jahren immer mehr die Auffassung durchgesetzt, dass hinter dem Geschlecht weniger eine natürliche, binär geteilte Ordnung zu sehen ist, als viel mehr ein soziales Konstrukt. Während frühere Geschlechtertheorien eher auf individuelle Eigenschaften von Frauen und Männern abzielten, geht es in der neueren Forschung darum, das Geschlecht an sich zu thematisieren und es demnach nicht als etwas Gegebenes, sondern etwas, das gemacht wird, zu beschreiben. Untersucht wird also dabei die Zweigeschlechtlichkeit selbst, als Produkt sozialer bzw. gesellschaftlicher Konstruktionen (vgl. Wetterer, S. 122). Die Arbeit soll von diesen Theorien geleitet werden.
Im Laufe ihrer Entwicklung und Sozialisation als phasenweise Anpassung eines Individuums an gesellschaftliche Rollen- und Verhaltenserwartungen werden von Kindern bestimmte Normen in Bezug auf die Kategorie Geschlecht erlernt.
Zunächst setzt sich der Autor in Anlehnung an Regina Gildemeister und Hagemann-White mit der geschlechtsspezifischen Sozialisation auseinander, um anschließend diese Normen zu beschreiben. Ausgehend davon beschreibt er die Kritik an diesen Normen. Dazu bezieht er sich auf die Theorie von Judith Butler.
Das sind notwendige Vorüberlegungen zur eigentlichen Fragestellung: Welches Ziel verfolgt eine queere Bildung, und was sind ihre Inhalte? Der Autor will den Zusammenhang zwischen der Frage was Kinder über Geschlecht lernen, zwischen der Kritik an diesen Normen bzw. einzwängenden Identitätsbildungen und dem Konzept einer postfeministischen Bildungstheorie bzw. queerer Bildung darstellen.
Die Grundlage der Arbeit bildet eine umfangreiche Literaturrecherche mit anschließender Analyse der Literatur im Hinblick auf die Frage welche Geschlechternormen vorhanden sind und - im Bildungskontext - was die Ziele einer queeren Bildung sind.
Dabei geht der Autor vorerst auf die Überlegungen von Regina Gildemeister und Carol Hagemann-White zur geschlechtsspezifischen Sozialisation ein. Anschließend wird mit dem Text von Angelika Paseka "Wie Kinder zu Mädchen und Buben werden" gearbeitet, in welchem die Normen im Bezug auf das Geschlecht thematisiert werden. Daran anknüpfend geht es um die theoretische Position Judith Butlers aus ihrem berühmten und viel rezipierten Werk "Das Unbehangen der Geschlechter". Im bildungstheoretischen Kontext dient als Grundlage die Monographie von Gesa Heinrichs Bildung – Identität – Geschlecht, sowie das Werk von Annemarie Jagose Queer Theory. Zum Thema "Queere Bildung" dient der gleichnamige Aufsatz von Gesa Heinrichs und Katharina Pewny.
Die Arbeit gliedert sich grob in drei Kapitel. Neben der Einleitung liefert das erste Kapitel zwei wichtige theoretische Grundlagen. Der zweite Teil behandelt neben den allgemeinen Überlegungen zur Sozialisation vor allem die geschlechtsspezifische Sozialisation. Daran anknüpfend werden dann zusammenfassend die in der gewählten Literatur genannten Normen vorgestellt, die Kinder im Laufe ihrer Entwicklung aufnehmen und erlernen.
Das dritte Kapitel hat der Autor ''Eine Kirtik der Gendernormen'' genannt.
Darin wird versucht einen Einblick in die Theorie Judith Butlers zu geben, die als eine der Haupttheoretikerin der konstruktivistischen Theorie von Geschlecht gilt. Im vierten Kapitel geht es dann schließlich um das Konzept der Queer Theory und einer queeren Bildung. Im Fazit werden die Ergebnisse zusammengefasst.
Outline:
Einleitung
Sozialisation und Geschlechternormen
Allgemeine Überlegungen zur Sozialisation
Geschlechtsspezifische Sozialisation
Geschlechternormen im Kinderalter
Eine Kritik der Gendernormen
Alles ist sozial konstruiert – auch der Geschlechtskörper
Geschlechter im Bildungstheoretischen Diskurs
Queer – Versuch einer Begriffsbestimmung
Ziele und Potentiale der queeren Bildung
Schlussbemerkungen
Literaturliste
Textauszug
''Der französische Soziologe Emile Durkheim hat den Begriff der Sozialisation als einer der ersten in die Wissenschaftssprache eingeführt.
Er setzte ihn in enge Beziehung zum Begriff Erziehung, indem er Erziehung als das wichtigste gesellschaftliche Mittel der Sozialisation des menschlichen Nachwuchses bezeichnete, durch das die bei der Geburt „assozialen“ menschlichen Wesen zum „sozialen Leben“ geführt wurden (Durkheim 1907/72, S.30).
Sozialisation wird als einer der Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft von Werner Helsper folgendermaßen beschrieben:
„Sozialisation bezeichnet den Gesamtzusammenhang der kognitiven, sprachlichen, emotionalen und motivationalen Entstehung und lebenslangen Veränderung der Person im Rahmen sozialer, interaktiver und gegenständlicher Einflüsse. Sozialisation ist dabei ein aktiver Prozess der Auseinandersetzung. Die Auseinandersetzungsmöglichkeit der Person mit den äußeren Verhältnissen ist aber selbst ein Ergebnis der Sozialisationsprozesse und kann darin auch beeinträchtigt werden“ (Helsper 2006, S. 80).
Das heißt: Der Prozess der Sozialisation beinhaltet eine Vergesellschaftung, im Verlauf welcher das Individuum zum Mitglied einer Gesellschaft wird. Es wird zum Mitträger einer Kultur, so dass das alltägliche Verhalten für die meisten Lebenssituationen im Einzelnen sozial programmiert ist.
„Sozialisation geschieht in einer aktiven Auseinandersetzung mit seiner materiellen wie sozialen Umwelt“ (Faulstich-Wieland 1999, S. 49).
Die Gesellschaft wirkt im Prozess der Sozialisation als Ganzes auf das Individuum ein. Hierbei werden Normen, Werte, Gewohnheiten, Verhaltensregeln und Pflichten vermittelt. Häufig geschieht die Vermittlung innerhalb der Interaktion mit Gleichaltrigen. Individuen neigen dazu, sich entsprechend den Werten und Normen der Gesellschaft zu verhalten. Der Mensch ist also nicht von Geburt an ein Mitglied der Gesellschaft, sondern muss erst dazu gemacht werden.
Auch im Hinblick auf Geschlechtervorstellungen hat eine Gesellschaft ihre Normen und Wertvorstellungen. Nun soll insbesondere die geschlechtsspezifische Sozialisation thematisiert werden.''
Tags:Psychologie, Biologie, Erziehungswissenschaften, Pädagogik
Performative Akte und Geschlechterkonstitution
Phänomenologie und feministische Theorie
Referat Nr. 227 |
2,841 Wörter (
ca. 7.1 Seiten ) |
2 Quellen |
2011
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Inhaltsangabe
Judith Butler
Sie wurde 1956 in Cleveland, Ohio geboren und studierte Philosophie in Yale, und machte ihren Abschluss 1978. Butler studierte ein Jahr lang in Heidelberg. Seit 1994 arbeitet sie als Professorin fuer Rhetorik und Komparatistik an der Universitaet in Californien, Berkeley.
Textauszug
Der Begriff Gender ist das Produkt von kulturellen und sozialen Prozessen und geht auf Arbeiten zur Transsexualitaet von Stoller im Jahre 1968 zurueck. Sex bezeichnet das biologische Geschlecht.
Gender Studies entwickelte sich aus den Women's Studies der 1970-er Jahren.
In den 1960-er Jahren begann die Frauenbewegung, sie forderten gesetzliche Loesungen fuer die Gleichstellung von Frauen, Recht auf Abtreibung und fuer gleichen Lohn bei gleicher Arbeit ein. Nach John Money, ein amerikanischer Sexualforscher in den 1950-er Jahren vertrat die amerikanische Anthropologin Gayle Rubin das sex-gender System. Judith Butler entwickelte dieses System weiter, sie meint dass das biologische und auch das soziale Geschlecht kulturell konstruiert ist. Ihr zentraler Begriff ist ''Performativismus``.
In der Literaturwissenschaft widmen sich die Gender Studies der Erforschung von Repraesentation und Performanz, d. h.
Tags:Frauenbewegung, Gender, Judith Butler, Feminismus, Gender Studies
Diese Arbeit widmet sich der Fragestellung: Wie unvermeidlich war das Scheitern der Suffragists?
Essay Nr. 60 |
2,048 Wörter (
ca. 5.1 Seiten ) |
3 Quellen |
2005
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Inhaltsangabe
Zunächst klärt der Autor das Wesen der Suffragists, ohne allzu ausführlich in dieser kurzen Arbeit auf Details einzugehen. Darüber hinaus geht es um unterschiedliche Vorgehensweisen der Suffragists und Suffragettes und wie sich dies auf die Erfolge beider Gruppen auswirkten.
Textauszug
''Die Suffragists - suffrage bedeutet Wahl - war eine feministische Bewegung, die in ihren Anfängen hauptsächlich von der Familie Pankhurst aus Manchester organisiert wurde und sich für das Frauenwahlrecht einsetzte. Die Bewegung entstand in den 1860er Jahren und 1866 wurde die erste Petition zum Frauenstimmrecht bei der Regierung eingereicht. In den folgenden Jahren wurde für jede Regierungszeit ein neuer Gesetzesentwurf vorgelegt, zunächst aber wenig beachtet.''
Tags:Politik, Frauenwahlrecht, Feminismus