Die Kontroverse um den Status des Schreins hängt unmittelbar mit der Frage zusammen, der im Rahmen dieser Arbeit nachgegangen werden soll: Stellt der Shintô und damit auch der aus ihm abgeleitete Kaiserkult des Staatsshintô überhaupt eine Religion dar?
Seminararbeit Nr. 28 |
4,050 Wörter (
ca. 10.1 Seiten ) |
9 Quellen |
2007
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Inhaltsangabe
Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts widmete man sich in der abendländischen Wissenschaftsliteratur dem Shintô als Volksglauben der Japaner. Der japanische Volksmoralist Inoue Tetsujirô, auf den der Autor im Laufe seiner Abhandlungen noch näher eingehen wird, befasste sich bereits 1897 mit der philosophischen Ideengeschichte Japans und sah den Shintô als nicht vergleichbar mit westlichen Vorstellungen von Religion. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trieb japanische Gelehrte vor allem die Frage nach der Beziehung von Tennô und Volk um; in diesem Zusammenhang setzte sich insbesondere Ichikawa Daiji mit dem Begriff der japanischen Nation auseinander. In der Zeit des Nationalsozialismus während der dreißiger und vierziger Jahre in Deutschland verengte sich der Blick der Japanforschung überwiegend auf die Untersuchung des „Shintoismus als Quelle des japanischen Volkscharakters und Nationalgeistes“, wie es Kurt Meissner 1939 beschrieb. Der Amerikaner D.C. Holtom brachte in den dreißiger und sechziger Jahren umfangreiche Studien zu den Interdependenzen von Nationalismus und Shintô heraus, auf denen auch die hier vorliegende Arbeit basiert. Erst in der Nachkriegszeit erschienen darüber hinaus Arbeiten, die sich stärker sozialwissenschaftlich bzw. religionssoziologisch mit dem Shintô und seiner Rolle im japanischen Ultranationalismus auseinandersetzten. Weiterhin stützt sich die vorliegende Arbeit maßgeblich auf die Veröffentlichungen von Helen Hardacre und Klaus Antoni, die in den achtziger und neunziger Jahren dem Staatsshintô ausführliche Studien widmeten sowie auf Ernst Lokowandts Schrift über die rechtliche Entwicklung des Staatsshintô während der Meiji-Zeit. Bei der Analyse der oben genannten Fragestellung bedient sich das hier vorliegende Werk einem soziologischen Koordinatensystem, das sich wesentlich nach den Ideen von Max Weber und Emile Durkheim richtet.
Outline:
Einleitung
Die Politische Theologie und der Yasukuni-Schrein
Die Politische Theologie des Carl Schmitt
Die Geschichte des Yasukuni-Schreins
Vom Verhältnis zwischen Shintô und StaatsshintôDie Meiji-Zeit und die Etablierung des Kaiserkultes
Die Trennung von Shintô und Buddhismus
Die ideologische Aufbereitung nationaler Mythen
Die Shinkoku-Ideologie
Die Ideologie vom Familienstaat und die Essenz nationalen Wesens
Fazit
Anhang
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Um die Entwicklung des japanischen Ultranationalismus seit der Öffnung des Landes in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und sein ideologisches Grundgerüst hinreichend verstehen zu können, ist die Zuhilfenahme einer politischen Theorie über die Entstehung und Legitimation von Souveränität, die in ihrer Beschreibung auf das japanischen Herrschaftssystems der damaligen Zeit anwendbar ist, unerlässlich. Der deutsche Staatsrechtler Carl Schmitt veröffentlichte im Jahre 1922 seine Studie zur Politischen Theologie, in der er die Staatslehre in unmittelbare Beziehung zur Theologie setzte. „Alle prägnanten Begriffe der modernen Staatslehre sind säkularisierte theologische Begriffe. Nicht nur ihrer historischen Entwicklung nach, weil sie aus der Theologie auf die Staatslehre übertragen wurden, […] sondern auch in ihrer systematischen Struktur, deren Erkenntnis notwendig ist für eine soziologische Betrachtung dieser Begriffe“ (Schmitt 2004:43) Für Schmitt war die religiös begründete Herrschaft eines starken Führers der bürgerlichen parlamentarischen Demokratie überlegen, da gemäß seiner Auffassung eine Präsidialdiktatur am ehesten den Volkswillen repräsentiere. Als Bewunderer des italienischen Faschismus, rechtfertigte Schmitt in seinen Werken nach 1933 kritiklos auch den aufkeimenden Nationalsozialismus in Deutschland und das Führerprinzip. „Dass der Faschismus auf Wahlen verzichtet […], ist nicht etwa undemokratisch, sondern antiliberal und entspringt der richtigen Erkenntnis, daß die heutigen Methoden geheimer Einzelwahl alles Staatliche und Politische durch eine völlige Privatisierung gefährden, das Volk als Einheit ganz aus der Öffentlichkeit verdrängen […] und die staatliche Willensbildung zu einer Summierung geheimer und privater Einzelwillen, das heißt in Wahrheit unkontrollierbarer Massenwünsche […] herabwürdigen. Gegen ihre desintegrierende Wirkung kann man sich nur schützen, wenn man […] eine Rechtspflicht des einzelnen Staatsbürgers konstruierte, bei der geheimen Stimmabgabe nicht sein privates Interesse, sondern das Wohl des Ganzen im Auge zu haben – angesichts der Wirklichkeit des sozialen und politischen Lebens ein schwacher und sehr problematischer Schutz. Jene Gleichsetzung von Demokratie und geheimer Einzelwahl aber ist Liberalismus des 19. Jahrhunderts und nicht Demokratie“ (Schmitt 1994:126). Schmitts Äußerungen weisen ihn als Anhänger der organischen Staatstheorie aus, die durch den Berliner Verfassungsrechtler Otto von Gierke bereits Einfluss auf die japanische Verfassungsrealität genommen hatte. „Die Organismus-Theorie war vorzüglich dazu geeignet, sowohl die besondere Stellung des Kaisers, als auch seinen Herrschaftsanspruch zu untermauern. Der Vergleich Kaiser = Kopf, Gehirn des Staats-Organ-ismus erklärte die einmalige, vom Volke wesensmäßig unterschiedene Position des Kaisers und wies ihm die Leitung des Staats-Körpers als natürliche Aufgabe zu“ (Lokowandt 1978:51). Obwohl Carl Schmitt seine Ausführungen zur Politischen Theologie nie auf das System der japanischen Tennô-Herrschaft nach 1868 bezog, ist seine faschistische Systemtheorie dennoch auf Japans Kaiserkult anwendbar, da sie die Entlehnung theologischer Begriffe zur Legitimation traditionaler Herrschaftsformen, so wie im Staatsshintô geschehen, erfasst. In den folgenden Ausführungen wird dem theokratischen Herrschaftssystem Japans und dem Yasukuni-Schrein als dessen Sinnbild, stets die Schmitt’sche Definition von Politscher Theologie zugrunde gelegt.''
Tags:Japan, Politik, Meiji-Zeit, Kaiserkult, Shintô und Buddhismus
In der vorliegenden Arbeit wird aufgezeigt, wie die politischen Akteure der Meiji-Zeit durch den Einfluss westlicher Verfassungsideologien und traditionell japanischer Herrschaftsvorstellungen eine konstitutionelle Monarchie formten.
Seminararbeit Nr. 29 |
3,380 Wörter (
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2006
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Inhaltsangabe
Die Zeit der Herrschaft des Kaiser Meiji bedeutete für das japanische Kaiserreich die Bewältigung eines enormen Umbruchs. Die feudalen Herrschaftsstrukturen mussten denen einer konstitutionellen Monarchie westlicher Prägung weichen. Die Gesellschaft wandelte sich von einer ständischen zu einer bürgerlichen. Allerdings stand hinter diesem Prozess nicht von Beginn an ein politischer Akteur mit konsequenter Ideologie; die Initiatoren der Meiji-Restauration waren sich nur in einem Ziel einig: der Entmachtung des Tokugawa-Shôgunats. Ihre Vorstellungen für eine Zeit danach waren vage, aber keinesfalls modern. Nicht ohne Grund wurde die Restauration der kaiserlichen Herrschaft oberstes Ziel, denn sie hatte bereits einmal Bestand. Sie war der kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich die zerstrittenen Führer der Meiji-Restauration einigen konnten. Eine politische Vision für ein modernes japanisches Staatswesen bildete sich erst als die ersten japanischen Staatsmänner Europa und die USA bereisten und die Notwendigkeit einer konstitutionellen Neuausrichtung Japans erkannten, um auf der politischen Weltbühne bestehen zu können. Diese Neuordnung des japanischen Herrschaftssystems wurde zum Drahtseilakt zwischen Tradition und Moderne.
Outline:
Einleitung
Die Meiji-Zeit (1868 bis 1912)
Restauration kaiserlicher Herrschaft
Bürgerrechtsbewegung und der Weg zur konstitutionellen Monarchie
Innenpolitischer Neo-Traditionalismus und Imperialismus als Determinante japanischer Außenpolitik
Der Staatsshintô
Das ie-System und der Familienstaat
Kolonialismus
Fazit
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Japans Moderne begann mit einem Staatsstreich: Am 3. Januar 1868 besetzten Truppen aus den westjapanischen Fürstentümern Satsuma, Tosa und Chôshû die kaiserliche Residenz und damalige Hauptstadt Kyôto und erzwangen von den herrschenden Tokugawa die Rückgabe der Regierungsgewalt an das Kaiserhaus, das seine Macht vor fast 700 Jahren an die einflussreichen Kriegerfamilien (bushi) und die von ihnen gestellten Militärherrschern (shôgun) verloren hatte. Seit der für sie siegreichen Schlacht von Sekigahara im Jahre 1600 hatte das Haus Tokugawa die Vorherrschaft über Japan inne. Tokugawa Ieyasu hatte die aufbegehrenden Fürsten (tozama-daimyô) unterworfen und das Land unter seiner Herrschaft geeinigt. Die tozama-daimyô, zu denen in erster Linie die Fürstentümer Satsuma, Tosa, Chôshû und Hizen gehörten, wurden vom Machtapparat der Tokugawa weitestgehend ausgeschlossen. Nach der Reichseinigung erhielten die tozama-daimyô großflächige Lehen weitab vom Herrschaftszentrum des Shôgunats, um ihren politischen und militärischen Einfluss auf das noch junge Tokugawa-Regime zu beschränken.''
Tags:Meiji-Zeit, Tradition und Moderne, Japan, Politik
Die 1975 erschienenen „Scritti corsari“ Pier Paolo Pasolinis stellen eine Sammlung von Zeitungsartikeln dar. Besonders die Konsumgesellschaft mit all ihren Auswirkungen auf Kirche, Sprache oder Jugend kritisiert Pasolini sehr heftig.
Hausarbeit Nr. 196 |
9,208 Wörter (
ca. 23 Seiten ) |
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2006
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Inhaltsangabe
Im Rahmen dieser Arbeit soll zunächst versucht werden, anhand der Texte Pasolinis eine Charakterisierung der Konsumgesellschaft herauszuarbeiten, um anschließend auf bestimmte Phänomene – wie etwa den Einfluss der Konsumgesellschaft auf die Kirche – näher einzugehen. Auch die nach Pasolini vorhandene gesellschaftliche Nivellierung durch die bürgerliche Konsumgesellschaft kommt zur Sprache.
Inhalt
1 Einleitung
2 Die Herrschaft des Konsums und wie sie sich durchsetzte
2.1 Konsum als neue Religion?
3 Die gesellschaftliche Nivellierung durch den Konsum
3.1 Der Sprachverlust durch die Konsumgesellschaft
4 Schluss
5 Literaturverzeichnis
Textauszug
Als Symbol dieser neuen Gesellschaftsordnung sieht Pasolini das Auto und die Paarbeziehung an, die laut seinem Artikel „Il carcere e la fraternità dell’amore omosessuale“ das „bifronte mostro consumistico“ darstellten. Interessant ist hierbei, dass schon einige Jahrzehnte vor Pasolini ein anderer Autor ebenfalls gerade das Auto als Sinnbild für den bürgerlichen Kapitalismus sah. Die Rede ist von Nobelpreisträger Sinclair Lewis, der in seinem Roman „Babbitt“, einer Satire auf das amerikanische Bürgertum, davon spricht, dass für den Hauptprotagonisten George F. Babbitt dessen Auto – genau wie für alle anderen wohlhabenden Bürger – Poesie und Drama, Liebe und Heldentum bedeute. Warum dies so ist, erklärt Christian Pfister anhand der Situation Amerikas in den 1930er Jahren: „Trägerbranchen des Produktions- und Konsumstils waren die Erdölchemie und die Automobilindustrie, Schlüsselprodukt war das Auto. Das Auto wurde zum idealen Instrument der Freizeitgestaltung, zur Grundlage für neue Lebensstile und neue politische Bewegungen, mit ihm waren direkt und indirekt die meisten Arbeitsplätze verbunden.“
Es ist also die Synthese der beiden wichtigsten Wirtschaftssparten Amerikas, die sich im Auto manifestiert. Zur gesellschaftlichen Bedeutung des Automobils merkt Wolfgang Sachs an, dass es einerseits ein Statussymbol sei; er spricht von einer Dreiecksbeziehung zwischen Besitzer, Konsumgut und den anderen, aber andererseits verheiße es auch Freiheit, da für die Menschen der Konsumgesellschaft Glück gleichbedeutend mit der Akkumulation von Gütern sei und „das Glück wohnt draußen, jenseits der eigenen Person, in einer Welt von Dingen, die man sich erst aneignen muß, um in den Genuß des rechten Lebens zu kommen“. Hier klingt schon die konsumorientierte Ideologie an, die Pasolini in seinen Schriften so entschieden kritisiert. So verwundert es auch nicht, dass der Autor der „Scritti corsari“ in jungen Jahren das Fahrrad bevorzugte. Doch wie sieht die Gesellschaft des Konsums in Italien nun genau aus und wie konnte sie sich überhaupt etablieren?
Tags:Konsumkritik Nachkriegsära Wohlstand Gesellschaftsordnung, konsumorientierte Ideologie
Im Rahmen dieser Arbeit soll versucht werden, dem Leser zu demonstrieren, warum die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens durchaus negativ ausfallen kann, was besagt, dass das Leben möglicherweise keinen Sinn hat.
Hausarbeit Nr. 141 |
5,510 Wörter (
ca. 13.8 Seiten ) |
9 Quellen |
2004
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Inhaltsangabe
Die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt für viele Menschen eine Kernfrage der Philosophie dar, obwohl es eine endgültige Antwort vielleicht niemals geben wird.
Es wird in der Arbeit zunächst auf Voraussetzungen bezüglich der Sinnfrage eingegangen, anschließend folgt der Hauptteil, der sich mit verschiedenen philosophischen Positionen befasst, wobei auch Gegendarstellungen anderer Autoren berücksichtigt werden; schließlich endet die Arbeit mit einer kurzen Zusammenfassung und einem Schlussresümee.
Einleitung
Warum die Antwort negativ ausfallen kann
Die Voraussetzung für die Sinnfrage: der Atheismus
Der „Schritt beiseite“
Die Größe des Universums im Gegensatz zu der des Menschen
Der Tod
Der Mensch als Sisyphos
Einschub: Sinn und Wert
Fortsetzung: Der Mensch als Sisyphos
Schluss
Literaturverzeichnis
Textauszug
Im Mittelalter glaubten die Menschen, dass ihr Leben nur die Vorstufe zu einem besseren, ewigen Leben sei, was dabei half, die Mühen des Erdenlebens besser zu ertragen. Der Glaube an Gott war in der Bevölkerung noch sehr stark und gab dem Leben einen Sinn, da dieses einen Platz in der göttlichen Weltordnung einnahm, alles im Weltall Vorhandene erfüllte einen Zweck. Doch in der Neuzeit musste die Religion langsam aber sicher Tribut an die moderne Wissenschaft zollen. Walter T. Stace bemerkt hierzu, dass Wissenschaftler wie Galilei, Kepler und Newton die Zweckursache aus ihrem Denken ausgeschlossen hätten, denn für ihre Arbeit sei die Untersuchung von Zwecken nutzlos gewesen, stattdessen hätten sie ihr Augenmerk auf die Untersuchung von Ursachen gerichtet (vgl. Stace, W.T. 2003, S.66). Durch diese neue Denkweise entstand ein neues Weltbild, das Stace wie folgt beschreibt:
„Ihm zufolge leben wir in einer Welt ohne Zwecke, ohne Sinn und ohne Bedeutung. Die Natur ist nichts anderes als bewegte Materie.“ (Stace, W.T. 2003, S.66)
Diese Erkenntnis stellt für die Religion nach Stace das Ende dar, denn eine Welt ohne Zweck stehe im Gegensatz zu dem Kern des Glaubens der Weltreligionen: Dass es nämlich einen übergeordneten Zweck, einen göttlichen Plan für die Welt gebe (vgl. Stace, W.T. 2003, S.66-67). Die moderne Wissenschaft blüht nach dem Mittelalter immer mehr auf, man sieht dies z.B. am Wandel der Universitäten, die vorher noch größtenteils klerikal ausgerichtet waren, aber im Laufe der Neuzeit ihr Lehrangebot und ihre Arbeitsweisen drastisch ändern. Damit verbunden ist die Verbreitung der wissenschaftlichen Sichtweise auf die Welt und somit die Vorstellung einer Welt ohne Zweck, die wie gezeigt das Ende der Religion bedeutet. Zwar existiert die Religion nach wie vor und viele Menschen nehmen aktiv an religiösen Veranstaltungen teil, aber laut Stace seien sie bereits um ihre Illusionen gebracht und wünschten sich nur das Licht zurück, das zumindest in unserem Kulturkreis bereits erloschen sei (vgl. Stace, W.T. 2003, S.68). Die Religion ist also in ihrem Kern hohl und schon tot, nur wollen dies die Menschen aus Verzweiflung und Angst nicht zugeben, da sie die atheistischen Gedanken erschrecken, auch wenn (oder gerade weil) diese möglicherweise wahr sei könnten. Denn mit der Ablehnung eines übergeordneten Zweckes und somit eines Gottes verfallen, wie Stace erläutert, auch alle Werte, da unsere moralischen Grundsätze von uns selbst erfunden sein müssten und nichts anderes ausdrückten als unsere Neigungen und Abneigungen, die jedoch variierten und deshalb relativ seien (vgl. Stace, W.T. 2003, S.68). Was allerdings noch viel schlimmer wiegt, ist der nun fehlende Sinn des Lebens.
Tags:Philosophie, Dasein, Existenz, Mensch, Denkweise, Weltanschauung, Ideologie, Weltbild