Durch den Geburtenrückgang bestehen die Familien nicht mehr in der Form, wie sie früher üblich waren. Die Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, sind, was zeichnet eine Familie aus, was sind die Gründe für die Veränderung der Familienformen.
Vordiplom Nr. 41 |
10,925 Wörter (
ca. 27.3 Seiten ) |
10 Quellen |
2006
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Inhaltsangabe
„Deutschland schrumpft weiter – mehr Todesfälle als Neugeborene“. Der Geburtenrückgang ist zur Zeit ein aktuelles Thema in den Medien. Laut dem Statistischen Bundesamt starben im letzen Jahr rund 144.000 Menschen mehr, als dass Kinder geboren wurden. Ab 2011 bis zum Jahr 2050 soll sich die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau konstant bei 1,4 Kindern halten. Damit es nicht zu einem Bevölkerungsrückgang kommt, wären jedoch mindestes 2,0 Kinder pro Frau nötig. Der Geburtenrückgang hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf den Bevölkerungsrückgang, sondern auch auf die Entwicklung der Familie, da diese aus mindestens einem Kind und einem Elternteil besteht.
Die vorliegende Hausarbeit „Wandel der Familienformen in Deutschland ab dem 18. Jahrhundert bis heute“, die im Rahmen der Vordiplomsprüfung im Bereich der Soziologie angefertigt wurde, beschäftigt sich mit diesen Fragen.
Der erste Punkt beschäftigt sich mit dem Begriff der „Familie“, da dieser zentral für die folgenden Punkte ist. Die Familie zeichnet sich durch ihre Zusammensetzung und Beiträge für die Gesellschaft aus.
Die Familie befindet sich in einem ständigen Wandlungsprozess. Um die Gegenwart und die weitere Entwicklung der Familie verstehen zu können, ist ein Blick auf die historische Situation der Familie von Bedeutung. Daher wird im dritten Punkt eine Übersicht über die Geschichte der Familie, von der bäuerlichen Familie bis heute gegeben.
Im vierten Punkt geht der Autor auf die Individualisierung ein. Der Prozess der Individualisierung begann in der Industrialisierung und prägte die Entwicklung der Familie und ihrer Formen maßgeblich.
Im letzten Punkt beschreibt er drei Familienformen. Die Kernfamilie, nicht-eheliche Lebensgemeinschaften und Ein-Elternfamilien sind heute häufig vertretene Formen.
Outline:
Einleitung
Der Begriff „Familie“
Kennzeichen der Familie
Funktion, Aufgabe und Leistung der Familie
Familie als soziales System
Familie als Institution
Historische Situation der Familie
Die bäuerliche Familie
Die bürgerliche Familie
Entwicklung der Familie ab dem 19. Jahrhundert
Individualisierung
Folgen der Individualisierung für das Individuum
Folgen der Individualisierung für Familien und Paare
Historische Situation der Individualität
Familienformen
Die Kernfamilie
Begriff der Kernfamilie
Historische Situation der Kernfamilie
Nicht-eheliche Lebensgemeinschaften
Begriff der nicht-ehelichen Lebensgemeinschaft
Historische Situation nicht-ehelicher-Lebensgemeinschaften
Ein-Eltern-Familien
Begriff der Ein-Eltern-Familie
Historische Situation der Ein-Eltern-Familien
Fazit
Literaturverzeichnis
Selbstständigkeitserklärung
Textauszug
''Der Begriff der Familie ist erst seit dem 18. Jahrhundert im deutschen Sprachraum vertreten. Spricht man von der „Familie“, so meint man nicht eine bestimmte Familie in Deutschland, sondern die Familie im Allgemeinen. Der Begriff der Familie bezeichnet ein objektivierbares, gesellschaftliches Strukturmuster, das von den Individuen einer Gesellschaft praktiziert wird. Dieses Strukturmuster wird im Alltag millionenfach als Familie praktiziert. Daher ist der Begriff der Familie ein Allgemeinbegriff einer überzeitlichen Gattung und nicht eine besondere historisch gebundene Form. Der Begriff der Familie hat sich im Laufe der Geschichte verändert. In der Regel bezeichnete der Begriff der Familie, dass die Familie durch Eheschließung ergänzt oder begründet ist. Dadurch entstand ein Verweisungszusammenhang von Ehe und Familie. Erst nach und nach bildete sich die Einsicht, dass dieser Verweisungszusammenhang in einer Familiendefinition nichts zu suchen hat, wenn diese mehr sein möchte, als eine bloße Zuschreibung des modernen, bürgerlichen Familientypus. So hat sich der Begriff der Familie im Laufe der Zeit geändert. Zuerst bestand eine Familie der Definition nach aus mehreren Kinder, dann nur aus mindestens einem Kind. Zuerst waren zwei Elternteile nötig, dann nur mindestens ein Elternteil, wobei jedoch unklar ist, ob vorausgesetzt wird, dass die biologischen Eltern miteinander verheiratet sind. Der Familienbegriff sollte aufgrund dieser Entwicklung alle Familienformen umfassen.'
Tags:Geburtenrückgang, Ehe, Sozialpädagogik, Familienpolitik
Die Hausarbeit beschäftigt auf mikrosoziologischen Ebene mit den Umgangsformen und Interaktionsritualen menschlichen Verhaltens auf der mikrosoziologischen Ebene, illustriert an den Umgangsformen in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Hausarbeit Nr. 149 |
8,240 Wörter (
ca. 20.6 Seiten ) |
7 Quellen |
2007
$ 17.95
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Inhaltsangabe
Gerade in den Zeiten der Globalisierung und Individualisierung, in denen den Menschen immer mehr Möglichkeiten und somit auch Risiken zugesprochen werden, nimmt der Wunsch nach Unsicherheitsabsorption und Risikominimierung zu. Deshalb versucht man gerade auf der Mikroebene, also in face-to-face–Interaktionen, sich feste, nicht hinterfragungswürdige Verhaltensweisen anzueignen, die in keinem Fall negativ aufzustoßen drohen, um sich in dem sicheren Bereich des Angenehmen aufzuhalten. Diese Verhaltensweisen werden auch als Umgangsformen und als Manieren bezeichnet. Manieren sind nicht nur in adligen Kreisen unabkömmlich, sondern vor allem auch in unserer ökonomisierten Leistungsgesellschaft, in der man versucht, durch positives Auftreten gesellschaftlich aufzusteigen. So ist es nicht verwunderlich, dass der derzeit bekannteste Propagandist des guten Benehmens, der äthiopische Prinz Asta-Wossen Asserate, sein auf deutsch verfasstes Manierenbuch hunderttausendfach verkaufte und es zum Bestseller avancierte. Doch die Frage nach dem richtigen Benehmen und den korrekten Umgangsformen ist natürlich kein Problem, das erst im 21. Jahrhundert aufkam. In der Vergangenheit haben sich schon viele Soziologen auf wissenschaftliche Weise mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Einer dieser Vertreter stellt, neben Norbert Elias und Georg Simmel, mit Sicherheit auch Erving Goffman dar. Er verfolgte aber keinesfalls in seinen Ausführungen das Ziel einen Benimmkanon wie Asserate und Knigge aufzustellen, sondern versuchte mit seinen Werken vielmehr über das Verhalten eines Individuums beim Zusammentreffen mit anderen Individuen Aufschluss zu geben. Er betrachtet unter anderem die Verhaltensregeln der Individuen, die den Umgang mit anderen vereinfachen und regulieren. Nach Goffman unterliegen soziale Handlungen, die sich bei einer Begegnung vollziehen einem bestimmten Handlungsmuster, das bewusst oder unbewusst von jedem Beteiligtem verfolgt wird: Die Beurteilung der jeweiligen Situation, die Einschätzung des Gegenübers bzw. der anderen beteiligten Personen und der Selbstdarstellung, meist mit dem Ziel, sich im besten Licht zu präsentieren. Goffman fasst diese Handlungsweisen unter dem Begriff der Interaktionsrituale zusammen und widmete ihnen ein eigenes Buch.
Das Ziel der Arbeit soll darin bestehen, die Ausführungen Goffmans zum Thema Umgangsformen und Benehmen zu beleuchten. Das Augenmerk wird sich vor allem auf die interaktionsrituale Ehrerbietung und das Benehmen richten, und man möchte die theoretischen Ausführungen Goffmans anhand konkreter Beispiele der Umgangsformen in öffentlichen Verkehrsmitteln illustrieren und einige interessante Beobachtungen herausarbeiten.
Outline:
Einleitung
Umgangsformen in sozialen Begegnungen
Verhaltensregeln
Ehrerbietung
Vermeidungsrituale
Zuvorkommenheitsrituale
Benehmen
Zeremonielle Entweihung und Verletzung
Umgangsformen in öffentlichen Verkehrsmitteln
Einsteigen
Aufstellen und Platzwahl
Blickwechsel
Wortwechsel
Civil inattention
Schluss
Bibliographie
Textauszug
Goffmans Intention in seiner Arbeit über Interaktionsrituale besteht darin, die Bedeutungszusammenhänge zwischen Individuen und ihren symbolischen Handlungen zu analysieren. Er versucht dabei einen systematischen Begriffsapparat herauszubilden, mit dessen Hilfe er die Interaktionsrituale, die sich zwischen Interaktionspartner abspielen zu beschreiben. Grundvoraussetzung für die Untersuchung Goffman ist hierfür die Zusammenkunft (gathering) von zwei oder mehr Personen, die gemeinsam anwesend sind. Zusammenkünfte können verschiedene Formen annehmen. Sie können eine zentrierte oder eine nicht-zentrierte Form aufweisen. Eine zentrierte Interaktion (focused interaction) liegt vor, wenn die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf einander bezogen ist, bzw. ein gemeinsames Zentrum visueller und kognitiver Aufmerksamkeit vorhanden ist. Beispiele für eine zentrierte Interaktion oder Begegnung sind alle Arten von Gesprächen, ein tanzendes Paar oder auch zwei, ins Spiel vertiefte spielende Mühlespieler. Die letzten beiden Beispiele verdeutlichen, dass zentrierte Interaktionen nicht unbedingt Sprechhandlungen beinhalten müssen.
Tags:Benehmen, Ehrerbietung, Vermeidungsrituale, Zuvorkommenheit, Goffman, Hirschauer, Anstand, Anstandsregeln, Etikette, Verhalten
Diese Hausarbeit behandelt die pädagogische Herausforderung, als Lehrer auf die individuellen Lerntypen und -bedürfnisse der Schüler einzugehen und diesen in förderlicher Weise Rechnung zu tragen.
Hausarbeit Nr. 171 |
5,300 Wörter (
ca. 13.3 Seiten ) |
4 Quellen |
2008
$ 12.95
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Inhaltsangabe
„Es ist ein recht seltener Glücksfall, wenn alle Schüler einer Klasse/Lerngruppe bei gleichen Inhalten mit gleichen Lehrmethoden und Medien in gleicher Zeit zur Erreichung gleicher Ziele geführt werden können.“ (MEYER-WILLNER)
Mit diesem prägnanten Satz bringt MEYER-WILLNER die Notwendigkeit unterrichtlicher Differenzierung zum Ausdruck. Im Folgenden soll dargestellt werden, warum Differenzierung notwendig ist und wie sie in der Schule praktiziert werden kann.
1. Vorbemerkung
2. Begriffsklärung
3. Historische Wurzeln der Differenzierung
4. Begründung der Differenzierung
5. Ziele der Differenzierung
6. Voraussetzungen für Differenzierung
7. Formen der Differenzierung
8. Problemfelder und Grenzen der Differenzierung
9. Praxistipps zur Durchführung differenzierender Maßnahmen
10. Schlussgedanke
11. Literatur
Textauszug
Forderung der Lernpsychologie nach Berücksichtigung der unterschiedlichen Eingangsgegebenheiten der einzelnen Schüler. Der traditionelle Frontalunterricht, der auf das mittlere Niveau des „Durchschnittsschülers“ ausgerichtet ist, kann dieser Forderung jedoch nicht gerecht werden.
Persönlichkeit = Ergebnis der Wechselwirkung von Anlage (unveränderbar) und Umwelt (Einwirkungen möglich, z.B. durch Schule)
Realität: große interindividuelle Unterschiede (zwischen Personen) der Schüler einer Lerngruppe bezüglich:
• Spracherwerb
• Vorerfahrungen, häusliche Arbeitsbedingungen
• Leistungsmotivation, Belastbarkeit
• Interessen, Neigungen, Bedürfnisse
• Fähigkeiten, Fertigkeiten, Defizite
• Lerntempi, Lerntypen
• Konzentrationsfähigkeit und Leistungsvermögen
große Heterogenität (Begabungsgefälle in einzelnen Klassen bis zu 3 Jahre!)
Intraindividuelle Unterschiede (in einer Person):
• Schüler schreibt gute Aufsätze, hat aber enorme Defizite in der Rechtschreibung
• Schüler kann sich in einer Fremdsprache gut ausdrücken, hat jedoch keinerlei Interesse für Chemie
Ursache: Unterschiede beim genetischen Potenzial und dem sozialen Milieu
Folgen für den Unterricht:
Unterricht kann nicht auf das Anspruchsniveau eines imaginären Durchschnittsschülers ausgerichtet sein (Über-/Unterforderung)
Ein Unterricht, der allen das Gleiche bietet, wird daher stets nur einigen wenigen Schülern gerecht, andererseits kann die Schule als Institution zur Unterrichtung von großen Schülerzahlen höchstens in Ansätzen jedem das „Seine“ bieten. Dies führte im Extremfall zu der Konsequenz, dass jeder Schüler seinen eigenen Lehrer haben müsste, was in der Praxis nicht realisierbar wäre. Als Ausweg aus diesem Dilemma bietet sich die Differenzierung an:
Bemühung um „optimale Passung“ (HECKHAUSEN) d.h. der Schwierigkeitsstand der Aufgabe soll den sachstrukturellen Entwicklungsstand des Schülers entsprechen oder nach BRUNNHUBER um ein Geringes übersteigen („wohldosiertes Diskrepanzerlebnis“ = wenn das Anspruchsniveau so gesetzt ist, dass es den sachstrukturellen Entwicklungsstand gering übersteigt).
Gründe:
• Es wird von einem dynamischen Begabungsbegriff ausgegangen.
Intelligenz ist das Ergebnis der Wechselwirkung von Anlage und Umwelt. Die Anlage ist unveränderbar, auf die Umwelt kann eingewirkt werden.
„Begabung bedeutet immer auch begaben...“ (HEINRICH ROTH) Auswahl, Anordnung und Präsentation der Lerninhalte schaffen Begabung!
• Die Lernmotivation wird erhöht, wenn das Anspruchsniveau so gesetzt wird, dass
- der Anforderungsgrad zur Bearbeitung reizt
- eine Lösung möglich erscheint; (Erfolgswahrscheinlichkeit nach HECKHAUSEN)
• Leistenwollen (=Leistungsbereitschaft) setzt Leistenkönnen voraus
Das (v.a. beim Grundschule-Kind) von Grund auf vorhandene Leistungsbedürfnis muss bei angemessener Aufgabenstellung durch Könnenserfahrung (Erfolgserlebnisse) befriedigt werden. (LICHTENSTEIN-ROTHER)
Tags:Individualisierung, Homogenität, Schulunterricht