Die Autoren beschäftigen sich mit dem Besteck für Kinder mit beginnender externer Nahrungsaufnahme durch die Mutter bis zum etwa Zehnjährigen, in verstärktem Maß mit den Kleinkindern bis zum vierten Lebensjahr.
Seminararbeit Nr. 101 |
6,500 Wörter (
ca. 16.3 Seiten ) |
8 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
„Messer, Gabel, Schere, Licht, sind für kleine Kinder nicht." Mit dieser historischen Weisheit von Wilhelm Busch wollte der Literat in erster Linie auf die Verletzungsgefahr hinweisen. Heutzutage weiß man jedoch aus pädagogischer Sicht, dass Kinder spielerisch die Gefahr einschätzen lernen sollen. Man muss ihnen tatsächlich die Chance dazu geben. Jedoch bis zum frühen 18.Jahrhundert sind z.B. spezielle Bestecke für Kinder nicht anzutreffen, auch nicht in der Literatur.
Erst ab dem Zeitalter des Strukturwandels der europäischen Gesellschaften gegen Ende des 18.Jahrhunderts gelang es, Kinder in das Spannungsfeld zwischen familiären wirtschaftlichen und (national) staatlichen Interessen zu rücken.
Im Zuge der Übungen dieser universitären Veranstaltung widmete sich die Gruppe der Autoren dieser Arbeit verstärkt der Literatursuche und zwar zunächst für das von uns selbst gewählten Thema „Ernährung“. Sie suchten in der ersten Phase im Internet jede/r für sich, recherchierten gemeinsam im Internet. Doch die Ausbeute war jedes Mal gering bis kaum vorhanden. Sie mussten zur Kenntnis nehmen, dass es das Thema Kinderernährung, so wie wir sie in unserer modernen Gesellschaft kennen, vor dem 18.Jahrhundert nicht gab, bzw. dass sogar der Kindheit insgesamt vor dieser Zeit in der Literatur kaum Beachtung geschenkt wurde. Kinder wurden als „kleine Erwachsene“ gesehen und nahmen - sobald sie alt und geschickt genug waren - bei Tisch Speisen und Getränke wie die Erwachsenen ein.
Das Thema Kindernährung wurde also von der Gruppe sehr rasch fallen gelassen, einfach weil es spezielle Kindernahrung vor 200 Jahren nicht gab.
Produkte der Firmen HIPP, Milupa, Alete, etc gibt es erst seit gut 70 Jahren. Besonders auffällig ist heutzutage, dass das Kindermenü dem „Fastfood“ der Erwachsenen im Design angeglichen und kindgerecht vorbereitet ist: es muss lediglich aufgewärmt werden. Eine herkömmliche Zubereitung der Kindernahrung entfällt.
Die Gruppe von Autoren hat sich daraufhin entschlossen, stattdessen das Thema „Hilfs- und Transportmittel“ der Kinderernährung zu wählen, zunächst vom Behältnis der Nahrung (Teller, Topf, Schüssel usw.) bis zum Mund – schließlich aber speziell das Kinderbesteck zu bearbeiten und einerseits
a) die Plastikform (modern) und andererseits
b) das Silberbesteck (historisch),
in Phase zwei einer Artefaktanalyse zu unterziehen.
Ein Artefakt ist ein künstlich hergestelltes Objekt. Ein Objekt, welches zum Betrachter spricht. Es wird daher die latente Struktur dieser beiden Objekte gegenübergestellt, und analysiert. Dabei interessiert, welches gesellschaftliche Handeln sich zeigt bzw. ergibt.
In Gruppenarbeiten war die Möglichkeit gegeben, die erste Artefaktanalyse aufzubereiten. Besonders interessant war dabei, wie unser Blick nun auf das geschärft wurde, was der gewählte Gegenstand erzählt.
Jedem begegnen täglich solche Objekte, z.B. am Flohmarkt, und auch bei uns zu Hause. Durch dieses Seminar wurde die Sichtweise auf Objekte eines jeden einzelnen Studenten verändert. Man sah plötzlich was dahinter steckt, was uns der Gegenstand erzählt bzw. wie er zu einem spricht. Natürlich immer verbunden mit eingehender Literaturrecherche. Es wurde auch die Erfahrung gemacht, dass der Gegenstand alleine uns „nicht alles erzählen kann“. Erst durch das Erfahren von den Zeitumständen bzw. der damaligen Gesellschaft kann eine schlüssige Artefaktanalyse durchgeführt werden.
Outline:
Einleitung
Hauptteil:
Historisches
Erste Artfaktanalyse: Kinderbesteck aus Silber
Interview mit den Eltern des 8 Monate alten Giuliano
Modernes Kinderbesteck
Die Entdeckung der Kindheit
Zweite Artefaktanalyse
Zusammenfassung
Literaturliste
Abbildungsverzeichnis/Internetadressen
Textauszug
''Adam und Eva benötigten weder Löffel noch Messer oder Gabel. Für den ersten Sündenfall genügte es, mit der Hand die Frucht vom verbotenen Baum zu pflücken und hinein zu beißen. Wehe, wenn sich jemand heutzutage so benimmt wie unsere Stammeltern und das exklusive kalte Buffet mit bloßen Fingern plündert!
Dieser faux pas hat für den Übeltäter nämlich Ähnliches zur Folge: die Vertreibung aus dem Gourmet-Paradies.
Wie lange es gedauert hat, bis sich die Menschheit entschlossen hat, ihre Nahrung mit Werkzeug mundgerecht zu machen, wissen wir nicht. Aber die Beschreibung der im Laufe der Geschichte entstandenen (und entstehenden) Geräte und Materialien und deren Herstellung, die Sitten und Zeremonien, Gewohnheiten und Moden rund um die Nahrungsaufnahme, füllen Bibliotheken.
„Ältestes ausschließlich zur Nahrungsaufnahme bestimmtes Gerät ist der Löffel.“ schreibt Susanne Prinz. Er wurde aus Holz oder Metall (Eisen, Edelmetalle) hergestellt und war für das Vorlegen von Speisen einerseits und „für Mundgerechtes, Weiches, mühe- und gedankenlos zu Schluckendes“ gedacht.
Fleisch wurde mit dem Messer (Karl der Große verwendete angeblich sein Schwert dazu) in kleine Stücke zerteilt und mit den Fingern gegessen. Schon lange bevor es zum Essbesteck gehörte, war das Messer zum Tranchieren und Vorlegen großer Fleischstücke in Verwendung.''
Tags:Geschichte, Artefakte
Ein physiotherapeutisches Projekt, im Kindergarten durchgeführt, zur Verbesserung der Motorik ausgewählter Kinder.
Hausarbeit Nr. 202 |
2,192 Wörter (
ca. 5.5 Seiten ) |
6 Quellen |
2010
€ 5.95
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Inhaltsangabe
Ein physiotherapeutisches Projekt, das im Kindergarten durchgeführt wurde und zur Gesundheitsförderung und -prävention dient. Dabei wurden von den Erziehern motorisch auffällige Kinder ausgewählt und für das Projekt vorgeschlagen. Diese Kinder wurden befundet und erhielten ein ausgewähltes, passendes Programm zur Entfaltung ihrer Motorik.
Einleitung
1 Äußere Bedingungen: Settingansatz und Zielgruppe
2 Grob- und Feinziele
3 Gesundheits- und Präventivmodell und ICF
4 Inhaltlicher Aufbau
5 Realisierbarkeit des Projekts
6 Schlussbetrachtung
Quellenverzeichnis
Textauszug
Aus physiotherapeutischer Sicht ist es günstig, wenn der Mensch schon in frühen Jahren ein gutes Körpergefühl entwickelt, um seinen Körper kennenzulernen und zu verstehen und auf seine Bedürfnisse einzugehen.
In dem pediatrischen Schulprojekt fiel auf, dass einige Kinder leichte motorische Defizite haben, die eventuell zu späteren Störungen im Bewegungsapparat führen könnten. Daraus entstehen die groben physiotherapeutischen Ziele für das Kindergartenprojekt, wie mehr Bewegung im Alltag, Wahrnehmung für Neues, kindgerechte Unterstützung beim motorischen Erproben und Ausprobieren, Schulung des Gleichgewichts und der Koordination und die Förderung der kindlichen Interaktion in der Gruppe und im Alltag.
Mit dem motorischen Erproben erlernen die Kinder, wofür sie den Körper einsetzen können sowie ihre Ressourcen sinnvoll und effizient zu nutzen und voll auszuschöpfen.
Allgemein gesundheitsfördernde Ziele sind die Stärkung der Resilienzfaktoren (personale Ressourcen) und die Stärkung der Schutzfaktoren (SAR-Modell).
Mit diesen Grobzielen sollen die Kinder Sicherheit in der Umwelt gewinnen und Selbstwertgefühl in der Interaktion mit der Gesellschaft und für das eigene Ich erlernen.
Die Feinziele und primärpräventiven Ziele für die Kinder sind die Vermittlung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, wie Werfen und verschiedene Ballspiele, Fangen und verschiedene Rennspiele, Balancieren auf unterschiedlichen Untergründen sowie in verschiedenen Höhen, Klettern und Springen und die Schulung des Vertrauens beim Spielen untereinander. Vorbereitend auf die Schule werden die Auge-Hand-Koordination und die Konzentration bei alltäglichen Tätigkeiten spielerisch geübt.
Tags:Gesundheitsförderung, Physiotherapie, Medizin, Motorik, Grobmotorik, Fitness
Erlebnisorientierte Bewegungshandlungen, Zielbereich: das Akzeptieren sozialer Regeln, Kräftigung, Spaß.
In dieser Arbeit geht es um eine Unterrichtsstunde mit dem Thema: ''Miteinander kämpfen, raufen und rangeln''.
Studienarbeit Nr. 110 |
2,085 Wörter (
ca. 5.2 Seiten ) |
6 Quellen |
2008
€ 5.95
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Inhaltsangabe
Ziel dieser Arbeit ist das Akzeptieren sozialer Regeln, Kräftigung, Spaß durch erlebnisorientierte Bewegungshandlungen.
Kinder leben in jedem Alter das Bedürfnis nach körperlichem Kontakt über das Rangeln und Raufen aus, überall kann man Kinder beim Toben und miteinander Kämpfen beobachten. Aufgrund der entwicklungsbedingt noch fehlenden Möglichkeiten, Konflikte und Streit auf kognitiver Ebene auszutragen, ist die körperliche Auseinandersetzung immer schon ein Mittel gewesen, Kräfte zu messen und sich durchzusetzen. Raufereien im öffentlichen Bereich haben nicht zugenommen, allerdings hat sich die Qualität der körperlichen Auseinandersetzungen verändert: die Hemmschwellen sind gesunken, ungeschriebene Gesetze werden übertreten, der Kampf ist nicht beendet, wenn jemand wehrlos am Boden liegt. Deshalb ist es wichtig, schon den Kindern die Grenzen aufzuzeigen. Kleinere Raufereien und Balgereien zwischen Kindern sind etwas Natürliches, aber sie dürfen nicht ausarten. Kinder müssen wissen, wann es genug ist; sie dürfen nicht dem anderen absichtlich sehr wehtun wollen. Behandelt man das Thema „Kämpfen, Raufen und Rangeln“ z.B. im Sportunterricht, können sich die Kinder zwar in gewohnter Weise austoben, müssen sich dabei aber an bestimmte Regeln halten. Ziel muss es sein, diese Regeln auch ins „echte Leben“ zu übertragen.
Textauszug
''Kinder werden ständig mit dem Thema „Kämpfen“ konfrontiert. Sei es im Fernsehen, in (Trick)Filmen, in Computerspielen etc. Darüber hinaus prägen die sportlichen Zweikämpfe der Erwachsenen das Sportprogramm, weshalb sie den Kindern ebenfalls bestens bekannt sind. Sie haben das Kämpfen aber auch schon oft am eigenen Leib erfahren. In den Rangeleien und Raufereien der Kinder geht es keineswegs immer um Gewalt und Aggression. In der Regel wird es als etwas Aufregendes erlebt. Kinder haben eine grundlegende Affinität zu Herausforderungen und anregenden Situationen. Kinder wollen ihre Grenzen entdecken und überwinden. Oftmals suchen sie deshalb auch den direkten Körperkontakt, wollen Raufen und Balgen. Dadurch können sie einerseits ihre Kräfte und ihr Können messen und andererseits die Spannung erleben, wenn sie an ihre Grenzen stoßen. Sie nehmen Herausforderungen mit einer natürlichen Lust an, finden dabei die eigenen Grenzen, lernen sie kennen sowie einschätzen und wachsen über sie hinaus.''
Tags:Sport, Kinder, Erziehung
In dieser Arbeit geht es um Übungen der Ballschule Heidelberg, Sportarten spielerisch zu erlernen. Sehr anschaulich wird beschrieben, warum eine derartige Schule heutzutage so notwendig ist.
Studienarbeit Nr. 109 |
3,490 Wörter (
ca. 8.7 Seiten ) |
9 Quellen |
2008
€ 7.95
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Inhaltsangabe
Früher sah man Kinder noch auf der Straße mit dem Ball spielen. Fertigkeiten wie Werfen, Fangen oder Schießen waren etwas Selbstverständliches. Heute verbringt der Großteil der Kinder seine Freizeit vor dem Computer oder Fernseher. Die motorischen Fähigkeiten der Kinder haben sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert. Es gibt immer mehr Kinder, für die das Wort „Bewegung“ ein Fremdwort zu sein scheint. Wenn ein Kind Sport treiben will, tritt es einem Verein bei. Aber eine Straßenspielkultur – wie man sie in den Dritte-Welt-Ländern heute auch noch findet – gibt es bei uns nicht mehr. Wo haben die brasilianischen und afrikanischen Super-Talente das Fußballspielen erlernt? Genau – auf der Straße. Und was haben sie dort gemacht? Richtig – gespielt, gespielt, gespielt. Spielen lernt man eben nur durch Spielen. Und genau daran knüpft die Ballschule Heidelberg an.
Textauszug
''Kinder, die ihren Sport in einem Verein betreiben, werden oft viel zu früh spezialisiert. Kinder sind aber keine Spezialisten, sie sind Allrounder. Und Kinder wollen auch alles ausprobieren. Was ist falsch daran, ein Kind mehrere Sportarten durchführen zu lassen? Später hat es immer noch genug Zeit, sich für eine Sportart zu entscheiden und sich darauf zu spezialisieren. Es kann soweit gehen, dass eine Frühspezialisierung sogar zu Entwicklungsdisharmonien und Motivationsverlusten führen kann. Viele Jugendliche beenden ihre sportliche Karriere schon wieder, bevor sie überhaupt am Höhepunkt war, einfach weil sie genug haben vom Sport und vom lästigen Training. Was soll ein einseitiges Training bringen? Man betrachte nur einmal den österreichischen Fußball. Die Kinder werden in die Vereine gesteckt und von klein auf auf diese Sportart spezialisiert. Sie werden angeleitet von den Trainern und Trainerinnen und haben keine Möglichkeit mehr, sich selbstständig zu entwickeln. Am Resultat sieht man eindeutig, dass so eine Philosophie kaum etwas bringt. Es ist sogar bewiesen, dass eine frühe Ausrichtung auf eine Sportart kein höheres Endniveau produziert.''
Tags:Sport, Bewegungshandlungen, Schule
Die PISA-Studien haben es gezeigt, dreimal landete Finnland ganz vorne im Ranking, Deutschland dagegen abgeschlagen im unteren Mittelfeld. Wie konnte das passieren, Deutschland mit seiner großen geistigen Tradition nicht auf einem der vorderen Plätze?
Examensarbeit Nr. 192 |
18,780 Wörter (
ca. 47 Seiten ) |
65 Quellen |
2010
€ 14.95
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Inhaltsangabe
Den deutschen Schülern wurde attestiert, dass sie „… in den Kompetenzbereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften nicht den OECD-Durchschnitt erreichen“ (Overesch, A. 2007, S. 13). Die Ergebnisse der PISA-Studien haben in Deutschland zu lebhaften, teils kontroversen Diskussionen geführt. Das unterdurchschnittliche Abschneiden wurde von vielen, explizit von vielen Politikern, als nationale Katastrophe empfunden, wodurch das Ansehen unseres Lands in der Welt geschädigt wird. Im globalen Wettkampf um Wirtschaftswachstum muss das Bildungssystem einen nicht unerheblichen Beitrag leisten, damit Deutschland sich als attraktiver Standort behaupten kann. Unser Schulsystem muss reformiert werden, war das Fazit aus dieser Schmach und den Diskussionen, nur, wie genau diese Reformen aussehen sollen, darauf gab es keine einhellige Antwort. Finnland, das Land mit nur wenig mehr als fünf Millionen Einwohnern und bei den PISA-Studien ganz vorne im internationalen Vergleich wurde zur Pil-gerstätte von Bildungspolitikern und Bildungswissenschaftlern. Dort erfuhren sie, dass ein schulisches Stufenmodell, verbunden mit individueller Förderung Kinder keineswegs überfordert, wie in Deutschland gerne behauptet wird, im Gegenteil, in Finnland machen fast 90% der Kinder Abitur. Desweiteren konnte man erfahren, dass Lernen auch funktioniert, wenn Kinder nicht einem massiven Leistungsdruck ausgesetzt sind oder wie wichtig eine frühzeitige Förderung, bereits ab dem Kindergartenalter, ist. Die Bildungstouristen erfuhren außerdem etwas über die immense Bedeutung einer guten Ausbildung der pädagogischen Fachkräfte und dass es durchaus sinnvoll ist in Bildung mehr zu investieren. Der Anteil der Ausgaben für Bildung beträgt in Deutschland, gemessen am Bruttoinlandsprodukt in den letzten Jahren etwas mehr als 4%, Finnland dagegen wendet für Bildung etwa 2% mehr auf. Man erfuhr aber auch, dass es auch in Finnland Stimmen gibt, die die Bildungsausgaben senken wollen und sie bekamen zu hören, die Firmen beschweren sich teilweise darüber, dass Bewerber überqualifiziert sind und zu hohe Forderungen stellen. Welche Konsequenz zieht die Politik nun aus diesen Informationen? Am deutschen Bildungssystem muss nur so viel geändert werden, um eine bessere Platzierung im internationalen Ranking zu erreichen, ansonsten soll bitte alles so bleiben wie es derzeit ist. Was also kann Deutschland vom PISA Sieger lernen? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach, einerseits lernen wir wie man sein Schulwesen gerade nicht gestaltet, um auf die vorhandene Weise weiterhin Schulabgänger für die Wirtschaft zu produzieren, damit sich diese genau den Arbeitnehmer aussuchen kann, der für die jeweilige Anforderung absolut passend ausgebildet ist. Andererseits könnten wir viel von Finnland lernen, wenn das dortige Schulsystem nicht im völligen Widerspruch zu den politischen und ökonomischen Interessen in Deutschland stehen würde, d. h. wenn die Kinder im Mittelpunkt des Interesses stehen würden. Weil das aber nicht der Fall ist, wird es weder eine vollständige Adaption noch eine Übernahme wesentlicher Merkmale des finnischen Schulsystems in Deutschland geben. Diese These möchte diese Arbeit belegen.
Textauszug
Während die Besetzung Finnlands, wechselweise durch Schweden oder Russland, die Bevölkerung dazu veranlasst sich sehr mit ihrer eigenen Kultur zu identifizieren, fällt es den Deutschen lange Zeit schwer, sich mit ihrem Land, auch kulturell, verbunden zu fühlen. Die Reeducation Politik der Alliierten sowie die zwangsweise Erneuerung des Landes zur Demokratie lassen viele Deutsche nach außen hin zu vorbildlichen Demokraten werden, oft ist die demokratische Gesinnung allerdings eher ein Lippenbekenntnis als wirkliche Überzeugung. Doch bedingt durch die Aufdeckung der nationalsozialistischen Gräueltaten fällt den Deutschen die Identifikation mit der eigenen Tradition schwer. Deutschland hat zwar eine lange kulturelle Tradition, von Goethe über Schiller und Heinrich Heine bis zu Immanuel Kant, Wilhelm von Humboldt, Georg W. F. Hegel und Karl Marx, um nur einige Namen zu nennen, aber letztlich oder trotzdem hat die große geistige Tradition zu den schrecklichsten Menschheitsverbrechen aller Zeiten geführt. Niemals zuvor und niemals wieder wurden im Namen eines Staatsapparates Millionen Menschen industriell ermordet. Geschürt von Medien und Politik ist erst in den letzten Jahren wieder ein zunehmendes Nationalbewusstsein zu erkennen.
Tags:Schulwesen, Bildungssystem, Bildung, Kultur
Die Arbeit zeigt auf, in welchem Verhältnis die Geschlechternormen, welche im Prozess der Sozialisation erlernt werden, zur queeren Bildung stehen und inwiefern diese Normen durch die Bildungstheorie einer kritischen Revision unterzogen werden.
Seminararbeit Nr. 78 |
6,480 Wörter (
ca. 16.2 Seiten ) |
20 Quellen |
2009
€ 11.95
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Inhaltsangabe
Im späten 19. Jahrhundert tauchte erstmals der Begriff Feminismus auf und bezeichnete das Engagement von Frauen, sich gegen gesellschaftliche Ungleichheiten zu wehren. Damit ging die Kritik patriarchaler Strukturen einher. Im Zuge der Fokussierung des Feminismus in der Wissenschaft kam es mehr und mehr zu eigenen Theoriebildungen bezüglich der Frage nach Geschlecht und Geschlechtsidentität im Allgemeinen.
Im feministischen Diskurs hat sich in den letzten Jahren immer mehr die Auffassung durchgesetzt, dass hinter dem Geschlecht weniger eine natürliche, binär geteilte Ordnung zu sehen ist, als viel mehr ein soziales Konstrukt. Während frühere Geschlechtertheorien eher auf individuelle Eigenschaften von Frauen und Männern abzielten, geht es in der neueren Forschung darum, das Geschlecht an sich zu thematisieren und es demnach nicht als etwas Gegebenes, sondern etwas, das gemacht wird, zu beschreiben. Untersucht wird also dabei die Zweigeschlechtlichkeit selbst, als Produkt sozialer bzw. gesellschaftlicher Konstruktionen (vgl. Wetterer, S. 122). Die Arbeit soll von diesen Theorien geleitet werden.
Im Laufe ihrer Entwicklung und Sozialisation als phasenweise Anpassung eines Individuums an gesellschaftliche Rollen- und Verhaltenserwartungen werden von Kindern bestimmte Normen in Bezug auf die Kategorie Geschlecht erlernt.
Zunächst setzt sich der Autor in Anlehnung an Regina Gildemeister und Hagemann-White mit der geschlechtsspezifischen Sozialisation auseinander, um anschließend diese Normen zu beschreiben. Ausgehend davon beschreibt er die Kritik an diesen Normen. Dazu bezieht er sich auf die Theorie von Judith Butler.
Das sind notwendige Vorüberlegungen zur eigentlichen Fragestellung: Welches Ziel verfolgt eine queere Bildung, und was sind ihre Inhalte? Der Autor will den Zusammenhang zwischen der Frage was Kinder über Geschlecht lernen, zwischen der Kritik an diesen Normen bzw. einzwängenden Identitätsbildungen und dem Konzept einer postfeministischen Bildungstheorie bzw. queerer Bildung darstellen.
Die Grundlage der Arbeit bildet eine umfangreiche Literaturrecherche mit anschließender Analyse der Literatur im Hinblick auf die Frage welche Geschlechternormen vorhanden sind und - im Bildungskontext - was die Ziele einer queeren Bildung sind.
Dabei geht der Autor vorerst auf die Überlegungen von Regina Gildemeister und Carol Hagemann-White zur geschlechtsspezifischen Sozialisation ein. Anschließend wird mit dem Text von Angelika Paseka "Wie Kinder zu Mädchen und Buben werden" gearbeitet, in welchem die Normen im Bezug auf das Geschlecht thematisiert werden. Daran anknüpfend geht es um die theoretische Position Judith Butlers aus ihrem berühmten und viel rezipierten Werk "Das Unbehangen der Geschlechter". Im bildungstheoretischen Kontext dient als Grundlage die Monographie von Gesa Heinrichs Bildung – Identität – Geschlecht, sowie das Werk von Annemarie Jagose Queer Theory. Zum Thema "Queere Bildung" dient der gleichnamige Aufsatz von Gesa Heinrichs und Katharina Pewny.
Die Arbeit gliedert sich grob in drei Kapitel. Neben der Einleitung liefert das erste Kapitel zwei wichtige theoretische Grundlagen. Der zweite Teil behandelt neben den allgemeinen Überlegungen zur Sozialisation vor allem die geschlechtsspezifische Sozialisation. Daran anknüpfend werden dann zusammenfassend die in der gewählten Literatur genannten Normen vorgestellt, die Kinder im Laufe ihrer Entwicklung aufnehmen und erlernen.
Das dritte Kapitel hat der Autor ''Eine Kirtik der Gendernormen'' genannt.
Darin wird versucht einen Einblick in die Theorie Judith Butlers zu geben, die als eine der Haupttheoretikerin der konstruktivistischen Theorie von Geschlecht gilt. Im vierten Kapitel geht es dann schließlich um das Konzept der Queer Theory und einer queeren Bildung. Im Fazit werden die Ergebnisse zusammengefasst.
Outline:
Einleitung
Sozialisation und Geschlechternormen
Allgemeine Überlegungen zur Sozialisation
Geschlechtsspezifische Sozialisation
Geschlechternormen im Kinderalter
Eine Kritik der Gendernormen
Alles ist sozial konstruiert – auch der Geschlechtskörper
Geschlechter im Bildungstheoretischen Diskurs
Queer – Versuch einer Begriffsbestimmung
Ziele und Potentiale der queeren Bildung
Schlussbemerkungen
Literaturliste
Textauszug
''Der französische Soziologe Emile Durkheim hat den Begriff der Sozialisation als einer der ersten in die Wissenschaftssprache eingeführt.
Er setzte ihn in enge Beziehung zum Begriff Erziehung, indem er Erziehung als das wichtigste gesellschaftliche Mittel der Sozialisation des menschlichen Nachwuchses bezeichnete, durch das die bei der Geburt „assozialen“ menschlichen Wesen zum „sozialen Leben“ geführt wurden (Durkheim 1907/72, S.30).
Sozialisation wird als einer der Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft von Werner Helsper folgendermaßen beschrieben:
„Sozialisation bezeichnet den Gesamtzusammenhang der kognitiven, sprachlichen, emotionalen und motivationalen Entstehung und lebenslangen Veränderung der Person im Rahmen sozialer, interaktiver und gegenständlicher Einflüsse. Sozialisation ist dabei ein aktiver Prozess der Auseinandersetzung. Die Auseinandersetzungsmöglichkeit der Person mit den äußeren Verhältnissen ist aber selbst ein Ergebnis der Sozialisationsprozesse und kann darin auch beeinträchtigt werden“ (Helsper 2006, S. 80).
Das heißt: Der Prozess der Sozialisation beinhaltet eine Vergesellschaftung, im Verlauf welcher das Individuum zum Mitglied einer Gesellschaft wird. Es wird zum Mitträger einer Kultur, so dass das alltägliche Verhalten für die meisten Lebenssituationen im Einzelnen sozial programmiert ist.
„Sozialisation geschieht in einer aktiven Auseinandersetzung mit seiner materiellen wie sozialen Umwelt“ (Faulstich-Wieland 1999, S. 49).
Die Gesellschaft wirkt im Prozess der Sozialisation als Ganzes auf das Individuum ein. Hierbei werden Normen, Werte, Gewohnheiten, Verhaltensregeln und Pflichten vermittelt. Häufig geschieht die Vermittlung innerhalb der Interaktion mit Gleichaltrigen. Individuen neigen dazu, sich entsprechend den Werten und Normen der Gesellschaft zu verhalten. Der Mensch ist also nicht von Geburt an ein Mitglied der Gesellschaft, sondern muss erst dazu gemacht werden.
Auch im Hinblick auf Geschlechtervorstellungen hat eine Gesellschaft ihre Normen und Wertvorstellungen. Nun soll insbesondere die geschlechtsspezifische Sozialisation thematisiert werden.''
Tags:Psychologie, Biologie, Erziehungswissenschaften, Pädagogik
Referat zu Definition, Kategorisierung, Ursachen sowie zu ergreifenden Maßnahmen, um eine nachhaltige Besserung des Schülerbetragens zu erwirken.
Referat Nr. 152 |
3,980 Wörter (
ca. 10 Seiten ) |
6 Quellen |
2007
€ 8.95
Einzelheiten
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Inhaltsangabe
„Wie kann man da noch unterrichten?“, so lautet der Titel eine Aufsatzes von Reinhold ORTNER über Verhaltens- und Lernschwierigkeiten in der Schule.
Die Zahl der Kinder mit Verhaltens- oder Lernschwierigkeiten nimmt immer mehr zu; nach Meinung des Deutschen Kinderschutzbundes leidet heute beinahe jedes fünfte Kind an leichteren bis schwereren psychischen Erkrankungen. Hinzu kommt noch eine ansteigende Anzahl von körperlich oder psychisch misshandelten Kindern in unserer Gesellschaft.
Jedoch ist das Problem nicht ein Problem der heutigen Zeit. Verhaltens- und Lernschwierigkeiten gab es schon immer, wenn wir nur (an die pädagogisch sicherlich fragwürdige) Typisierung im „Struwelpeter“ im 19. Jahrhundert denken.
Heute müssen Lehrkräfte aber differenzierter, sachgerechter und verständnisvoller an diese Probleme herangehen und mit diesen Problemen umgehen; in der pädagogischen Betreuung von Schülerinnen und Schüler müssen neue Akzente gesetzt werden.
In der nun folgenden Arbeit wird beleuchtet, wie sich die Grundschule der Herausforderung durch Verhaltens- und Lernschwierigkeiten der anvertrauten Kinder stellt.
1. Einleitung
2. Begriffsklärung
3. Klassifikation der Erziehungsschwierigkeiten
4. Ursachen
5. Maßnahmen
6. Verhaltensmodifikation
7. Schlussbemerkung
Textauszug
Der in dieser Arbeit verwendete Begriff der Verhaltens- und Lernschwierigkeiten (ORTNER) versteht sich als übergeordneter Begriff.
Definitionen:
HAVERS: „Unter Erziehungsschwierigkeiten verstehen man eine Regelüberschreit-ung eines Schülers, die von einem schulischen Erzieher wahrgenommen und als störend und unangemessen beurteilt wird.“
SCHUMACHER: „Verhaltensgestört sollten man einen Schüler nennen, dessen Gesamtverhalten - unter Berücksichtigung einer gewissen Variationsbreite - von dem des durchschnittlichen Schülers in habitueller (=gewohnheitsmäßiger, ständiger) Form abweicht. Er fällt dadurch seiner Umwelt auf und beeinträchtigt das Schulleben.“
HANDBUCH DER SCHULBERATUNG:
Verhaltensstörung liegt vor, wenn auffällige Verhaltensmuster
• immer wieder auftreten
• meistens mehrfach bedingt sind (Entwicklung, Milieu, hirnorganische Schädigungen,...), also nicht monokausal sind
• den Betroffenen selbst erhebliche Interaktionsprobleme bzw. Konflikte mit der Umwelt einbringen
• ebenso die Umwelt erheblich störend beeinträchtigen
SCHIEßL: Verhaltensauffälligkeiten oder Verhaltensstörungen sind Erwartungs-abweichungen bzw. Fehlleistungen von Schülerinnen und Schüler in bezug auf gültige Normen und Werte in unserer Gesellschaft.
3 Klassifikation der Erziehungsschwierigkeiten
3.1 Verhaltens- und Lernschwierigkeiten (OTNER/ORTNER)
Verhaltens- und Lernschwierigkeiten begegnen uns in einer Vielzahl von Ausdrucksformen und können wie folgt systematisch eingeteilt werden
Tags:Entwicklungsauffälligkeiten, endogene Ursachen, exogene Ursachen, Verhaltensmodifikation
Durch den Geburtenrückgang bestehen die Familien nicht mehr in der Form, wie sie früher üblich waren. Die Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, sind, was zeichnet eine Familie aus, was sind die Gründe für die Veränderung der Familienformen.
Vordiplom Nr. 41 |
10,925 Wörter (
ca. 27.3 Seiten ) |
10 Quellen |
2006
€ 14.95
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Inhaltsangabe
„Deutschland schrumpft weiter – mehr Todesfälle als Neugeborene“. Der Geburtenrückgang ist zur Zeit ein aktuelles Thema in den Medien. Laut dem Statistischen Bundesamt starben im letzen Jahr rund 144.000 Menschen mehr, als dass Kinder geboren wurden. Ab 2011 bis zum Jahr 2050 soll sich die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau konstant bei 1,4 Kindern halten. Damit es nicht zu einem Bevölkerungsrückgang kommt, wären jedoch mindestes 2,0 Kinder pro Frau nötig. Der Geburtenrückgang hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf den Bevölkerungsrückgang, sondern auch auf die Entwicklung der Familie, da diese aus mindestens einem Kind und einem Elternteil besteht.
Die vorliegende Hausarbeit „Wandel der Familienformen in Deutschland ab dem 18. Jahrhundert bis heute“, die im Rahmen der Vordiplomsprüfung im Bereich der Soziologie angefertigt wurde, beschäftigt sich mit diesen Fragen.
Der erste Punkt beschäftigt sich mit dem Begriff der „Familie“, da dieser zentral für die folgenden Punkte ist. Die Familie zeichnet sich durch ihre Zusammensetzung und Beiträge für die Gesellschaft aus.
Die Familie befindet sich in einem ständigen Wandlungsprozess. Um die Gegenwart und die weitere Entwicklung der Familie verstehen zu können, ist ein Blick auf die historische Situation der Familie von Bedeutung. Daher wird im dritten Punkt eine Übersicht über die Geschichte der Familie, von der bäuerlichen Familie bis heute gegeben.
Im vierten Punkt geht der Autor auf die Individualisierung ein. Der Prozess der Individualisierung begann in der Industrialisierung und prägte die Entwicklung der Familie und ihrer Formen maßgeblich.
Im letzten Punkt beschreibt er drei Familienformen. Die Kernfamilie, nicht-eheliche Lebensgemeinschaften und Ein-Elternfamilien sind heute häufig vertretene Formen.
Outline:
Einleitung
Der Begriff „Familie“
Kennzeichen der Familie
Funktion, Aufgabe und Leistung der Familie
Familie als soziales System
Familie als Institution
Historische Situation der Familie
Die bäuerliche Familie
Die bürgerliche Familie
Entwicklung der Familie ab dem 19. Jahrhundert
Individualisierung
Folgen der Individualisierung für das Individuum
Folgen der Individualisierung für Familien und Paare
Historische Situation der Individualität
Familienformen
Die Kernfamilie
Begriff der Kernfamilie
Historische Situation der Kernfamilie
Nicht-eheliche Lebensgemeinschaften
Begriff der nicht-ehelichen Lebensgemeinschaft
Historische Situation nicht-ehelicher-Lebensgemeinschaften
Ein-Eltern-Familien
Begriff der Ein-Eltern-Familie
Historische Situation der Ein-Eltern-Familien
Fazit
Literaturverzeichnis
Selbstständigkeitserklärung
Textauszug
''Der Begriff der Familie ist erst seit dem 18. Jahrhundert im deutschen Sprachraum vertreten. Spricht man von der „Familie“, so meint man nicht eine bestimmte Familie in Deutschland, sondern die Familie im Allgemeinen. Der Begriff der Familie bezeichnet ein objektivierbares, gesellschaftliches Strukturmuster, das von den Individuen einer Gesellschaft praktiziert wird. Dieses Strukturmuster wird im Alltag millionenfach als Familie praktiziert. Daher ist der Begriff der Familie ein Allgemeinbegriff einer überzeitlichen Gattung und nicht eine besondere historisch gebundene Form. Der Begriff der Familie hat sich im Laufe der Geschichte verändert. In der Regel bezeichnete der Begriff der Familie, dass die Familie durch Eheschließung ergänzt oder begründet ist. Dadurch entstand ein Verweisungszusammenhang von Ehe und Familie. Erst nach und nach bildete sich die Einsicht, dass dieser Verweisungszusammenhang in einer Familiendefinition nichts zu suchen hat, wenn diese mehr sein möchte, als eine bloße Zuschreibung des modernen, bürgerlichen Familientypus. So hat sich der Begriff der Familie im Laufe der Zeit geändert. Zuerst bestand eine Familie der Definition nach aus mehreren Kinder, dann nur aus mindestens einem Kind. Zuerst waren zwei Elternteile nötig, dann nur mindestens ein Elternteil, wobei jedoch unklar ist, ob vorausgesetzt wird, dass die biologischen Eltern miteinander verheiratet sind. Der Familienbegriff sollte aufgrund dieser Entwicklung alle Familienformen umfassen.'
Tags:Geburtenrückgang, Ehe, Sozialpädagogik, Familienpolitik
Pränatale Untersuchungen im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge sind heute kaum noch aus der Gesellschaft wegzudenken. Die Entwicklung neuer medizinischer Verfahren geht mit einer vermehrten Anwendung pränataldiagnostischer Maßnahmen einher.
Diplomarbeit Nr. 195 |
32,846 Wörter (
ca. 82.1 Seiten ) |
79 Quellen |
2010
€ 14.95
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Inhaltsangabe
Die pränatale Diagnostik hat sich in den letzten Jahren zu einem Instrument entwickelt, das nicht mehr nur bei einigen wenigen eingesetzt wird, sondern bei nahezu jeder Schwangerschaft. Die Zahl der Erkrankungen, die sich mit Hilfe sonographischer (Ultraschall), biochemischer und genetischer Untersuchungen feststellen lassen, wächst von Jahr zu Jahr. Mit ihr wächst jedoch auch die Kritik an der pränatalen Diagnostik, da es oft an entsprechenden therapeutischen Möglichkeiten fehlt. Somit muss die Frage, mit welcher Intention pränataldiagnostische Untersuchungen durchgeführt werden diskutiert werden. In Bezug auf die Diskussion um das Lebensrecht von Menschen mit Behinderungen sprechen Kritiker immer häufiger von einer „Perfektionierung“ der Schwangerschaft, sie befürchten das Entstehen eines „Automatismus“ aus Diagnostik und anschließendem Schwangerschaftsabbruch. Dass genetisch kranke Kinder heutzutage vermeidbar sind, ist eine weit verbreitete Meinung in der Gesellschaft. Vor allem Frauen, die sich um das Gelingen der Schwangerschaft sorgen, sind der medizinischen und gesellschaftlichen Einflussnahme in erhöhtem Maße ausgesetzt. Inwieweit ist die Möglichkeit der Selbstbestimmung, die weibliche Autonomie unter dem Druck und der gesellschaftlichen „Verpflichtung“, gesunde Kinder zu bekommen, überhaupt noch gegeben?
Textauszug
Viele Kritiker weisen das Potentialitätsargument als unplausibel zurück. Das populärste Gegenargument gibt zu bedenken, dass es grundsätzlich nicht einzusehen sei, warum Potentialität moralisch relevant sein soll, da schließlich ein potentieller Olympiasieger auch nicht bereits als Olympiasieger gilt, Prinz Charles als potentieller König nicht bereits die Rechte eines Königs in Anspruch nehmen könne und ein potentieller Mörder nicht schon hinter Gitter gehalten werde. Wie an diesen Beispielen zu sehen, werden potentielle und aktuelle Eigenschaften und Zustände in der Regel also keineswegs gleichgesetzt. Düwell wendet gegen das Prinz-Charles-Argument berechtigterweise ein, dass Prinz Charles dennoch einen anderen Status hat als z.B. ein Londoner Taxifahrer, was auf das Thema bezogen bedeute, dass potentielle Personen zwar nicht den gleichen Status wie Personen haben, aber gleichwohl bleibe festzustellen, sie haben einen moralischen Status. Sass unterscheidet dagegen zwischen der aktiven Potentialität z.B. schlafender Menschen und der passiven Potentialität, zu deren Realisierung noch etwas Zusätzliches hinzutreten muss. So haben alle Menschen die passive Potentialität, z.B. Bundeskanzler zu werden, doch werden daraus keinerlei Rechte für den Einzelnen abgeleitet.
Zudem wird gegen das Potentialitätsargument der Einwand hervorgebracht, dass man dann ja auch Gameten und möglicherweise sogar allen menschlichen Körperzellen Würde zusprechen müsste, da sie ebenso die Potentialität besitzen, unter geeigneten Bedingungen zu Embryonen und später zu Menschen heranzureifen. „Da aber niemand ernsthaft auf die Idee käme, für Ei- und Samenzelle einen moralischen Schutzstatus zu fordern, wiewohl sie das gleiche Potential wie der Embryo hätten, tauge ein solches Potential offensichtlich nicht dazu, jenen Status zu begründen“, schreibt der Rechtsphilosoph Reinhard Merkel. Gegen das „Abgrenzungsproblem“, wie es Leist nennt, wäre einzuwenden, dass Keimzellen lediglich die Potentialität besitzen, zu einem Menschen zu werden, während Zygoten und Embryonen dem gegenüber die Potentialität haben, sich selbst zu entwickeln. Wie Breuer darlegt, sei dies eine radikale Verschiedenartigkeit des Potentials, worin seiner Ansicht nach auch begründet liege, dass nur dem Embryo bzw. der Zygote, nicht aber einzelnen anderen Zellen der Status einer Person zugesprochen werden muss. Steigleder verweist auf Buckles Vorschlag einer Differenzierung zwischen der Potenz (des Präembryos), etwas hervorzubringen, nämlich den eigentlichen Embryo, und der Potenz (des Embryos), etwas zu werden, nämlich ein handlungsfähiger Mensch. Wir können nicht sagen, dass wir einmal eine befruchtete Eizelle waren, sondern nur, dass es einmal befruchtete Eizellen gegeben hat, welche den Embryo hervorbrachten, der wir einmal waren. Somit gelte das Potentialitätsargument für menschliche Embryonen im strikten Sinne, nicht aber für Präembryonen, so Steigleder.
Tags:Schwangerschaft, Ultraschall, vorgeburtliche Diagnoseverfahren, Geburt, Medizin, Bioethik
Die Zahl der jugendlichen Diabetiker nimmt unaufhörlich zu. In Österreich steigt die Quote der Jugendlichen, die an Diabetes erkrankt sind, stetig und in den USA sind bereits 5 Mio. Jugendliche betroffen. All das sind Folgen von Fettleibigkeit...
Seminararbeit Nr. 111 |
4,280 Wörter (
ca. 10.7 Seiten ) |
5 Quellen |
2008
€ 8.95
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Inhaltsangabe
Es gibt eine steigende Anzahl von fettleibigen Kindern und Jugendlichen, und Prävention scheint immer schwieriger zu werden. Besonders in Ferienzeiten sollte eine sinnvolle Freizeitgestaltung unbedingt thematisiert werden. Die so genannten „Couch Potatoes“ scheinen sich bester Gesundheit zu erfreuen, doch die Spätfolgen von zu wenig Bewegung sind unübersehbar. Die Schule hat bereits einen wichtigen Part in der Gesundheitserziehung übernommen. Doch werden die Appelle, die eine gesunde Ernährung und eine gezielte Bewegung betreffen, von den Eltern nicht genügend ernst genommen. Auch an den meisten Schulbuffets nimmt die gesunde Jause leider nur einen geringen Stellenwert ein. Die meisten zur Fettleibigkeit neigenden Kinder leben in einem Umfeld, in dem gesunde und bewusste Ernährung nicht wirklich wahrgenommen wird. Es sollte noch gezielter und bewusster aufgeklärt und die möglichen Gefahren durch ungesunde Ernährung stärker in das Bewusstsein der Menschen gerückt werden. Leider leben wir in einem Land der Reparaturmedizin und weniger der Aufklärung und Vorsorge. Aufklärung in den Medien müsste noch viel klarer und bewusster Platz greifen. Bewusste Ernährung und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Körper ist auch oft eine Frage des Bildungsgrades. Intellektuelle Menschen setzen sich bewusster mit ihrem Körper auseinander. Junge Menschen müssten nur durch „Probieren“ auf den Geschmack gebracht werden, um Chips gegen Joghurt zu tauschen. Die alarmierenden Zahlen aus Amerika könnten zu einem Umdenken führen, um durch gesunde Lebensführung ein genussvolles Leben zu ermöglichen.
Textauszug
''Die Zuckerkrankheit ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der es zu einer Erhöhung des Blutzuckerwertes und zu einer Störung des Fett- und Proteinstoffwechsels kommt. Betroffen sind 5% der Bevölkerung. Ursache ist ein relativer oder absoluter Mangel an Insulin, einem Hormon, das in den B-Zellen der Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Insulin fördert den Einstrom von Glucose aus dem Blut in die Körperzellen und es unterdrückt die Glucoseproduktion in der Leber. Bei Insulinmangel kann Glucose nicht mehr im Stoffwechsel umgesetzt werden. Anstelle von Zucker werden Fette und Proteine abgebaut, bis größere Mengen organischer Säuren aus dem Fettstoffwechsel ins Blut übertreten, die zu einer gefährlichen Übersäuerung des Blutes und der Gewebe führen. Tiefe Atmung, fruchtartiger Mundgeruch, ein großes Flüssigkeitsdefizit
infolge Zuckerverlustes und hohe Flüssigkeitsausscheidung über den Harn sowie Blutdruckabfall und zuletzt Bewusstlosigkeit kennzeichnen dieses lebensgefährliche diabetische Koma. Der Diabetes mellitus wird festgestellt durch den Nachweis eines erhöhten Nüchternblutzuckers (über 110 mg/dl im Serum) oder eines erhöhten Blutzuckerspiegels nach dem Essen (über 180 mg/dl im Serum) sowie das Vorhandensein spezifischer Symptome. Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten.''
Tags:Gesundheit, Psychologie, Medizin