Literarische Analyse des besagten Gedichtes aus der Feder von Gottfried Benn
Wissenschaftlicher Aufsatz Nr. 167 |
1,420 Wörter (
ca. 3.6 Seiten ) |
1 Quelle |
2009
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Inhaltsangabe
Die Drastik in Gottfrieds Benn expressionistischer Lyrik schlägt sich insbesondere in seiner Flugschrift Morgue und andere Gedichte (1912) nieder, die durch makabre Themen und einen zynisch-provokanten Ton von sich reden machte. Auch spricht er dem Menschen seine evolutionäre Vorrangstellung ab, wie es sich in seinem berühmt gewordenen Zitat „Die Kröne der Schöpfung, das Schwein, der Mensch“ bündelt. Den Menschen seiner spirituellen Dimension zu berauben und ihn in seiner fragilen Körperlichkeit, Krankheitsanfälligkeit sowie seinem die Endlichkeit veranschaulichenden Verfall, ist Benns Hauptanliegen. Damit stößt er den Menschen unwiederbringlich vom Sockel seiner Idealvorstellung, ein hehres Abbild Gottes zu sein, und stellt ihm seine diesseitigen Schwachpunkte entblößend vor Augen.
1. Hinführung
2. Telegrafisch-sterile Beschreibungskunst
3. Krebskranke als Unmenschen
4. Der Mann als Eingeweihter
Textauszug
Dem Gedicht ist keinerlei emotionale Anteilnahme anzumerken. Das lyrische Ich befleißigt sich einer kühlen Sprache, die beinahe an eine bürokratische Inventur gemahnt. Dem Mann, der die Sprecherrolle in diesem Gedicht innehat, scheinen die so abstoßend-verstörende Zustände, wie sie in der Krebsbaracke vorherrschen, nicht länger das Gemüt zu verdüstern, da sie ihm zur absoluten Selbstverständlichkeit geworden sind. Er beschränkt sich darauf, Gegebenheiten konzis und scharf umrissen zu konstatieren. So leitet er seine verbalisierten Beobachtungen etwa ein mit einem Einschluss der Gesamtheit: „Hier diese Reihe sind zerfallene Schöße / und diese Reihe ist zerfallene Brust / Bett stinkt bei Bett. Die Schwestern wechseln stündlich“. Jede Reihe wird auf eine Synekdoche (Schöße, Brust) zusammengeschmolzen, woraus man schließen kann, dass die der todbringenden Erkrankung anheimgefallenen Körperteile in den Fokus seines empirischen Blickes gerückt sind.
Tags:Gedicht, Interpretation
Gedichtinterpretation eines Gedichts von Heinrich Heine und dessen Biographie
Hausarbeit Nr. 7 |
770 Wörter (
ca. 1.9 Seiten ) |
1 Quelle |
2008
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Inhaltsangabe
In dieser Arbeit wird zunächst und übersichtlich das Gedicht interpretiert. Zwei Arten von Ratten werden als zwei Sorten Menschen im Kommunismus verglichen und deren Verhalten beschrieben. Am Ende der Interpretation wird der Kommunismus dem demokratischen System gegenüber gestellt.
Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich mit dem Leben des Heinrich Heine, Sohn eines unbemittelten jüdischen Kaufmanns, in einer übersichtlichen Biographie wiedergegeben, anhand prägender Ereignisse und Stationen seines Lebens.
Im dritten Teil der Arbeit wird die Bedeutung des Dichters Heine beschrieben, immerhin einem der bedeutendsten Journalisten und weltberühmter Lyriker.
Outline:
Gedichtinterpretation
Sein Leben in schnelle Zügen
Bedeutung für uns
Textauszug
Bedeutung für uns:
• er war der große Dichter des revolutionären, demokratischen Deutschlands
• größter deutscher Lyriker des 19. Jh. und bedeutende Gestalt der deutschen revolutionären Demokratie
• hervorragender Prosaschriftsteller, Essayist und Publizist
• Heine schaffte es in seinen besten Werken, die volksverbundenen, klassischen und romantischen Traditionen der deutschen
Literatur unter den Bedingungen seiner Zeit wiederzugeben
Tags:Dichter, Lyriker, Prosa, Schriftsteller, Journalist, Heinrich, Heine, Philosophie
Hausarbeit, die sich einer eingehenden Analyse des Gedichtes "A une passante" von Charles Baudelaire annimmt.
Hausarbeit Nr. 162 |
4,810 Wörter (
ca. 12 Seiten ) |
16 Quellen |
2009
$ 12.95
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Inhaltsangabe
Das zu bearbeitende Werk „A une passante“ entstammt Les Fleurs du Mal, dem Hauptwerk Charles Baudelaires, das 1857 sowie – in einer überarbeiteten Fassung – 1861 erschien und insgesamt 129 Gedichte enthält, von denen keines datiert ist. Es kreist primär um den Themenkomplex der „Verzweiflung, Lähmung, [des] fiebrigen Aufschwung[es] ins Irreale, [der] Todessehnsucht, [der] morbide[n] Reizspiele“. Die dem Gedichtband innewohnende Struktur ist dialektischer Natur, einer Einteilung in folgende sechs Zyklen unterworfen, die logisch aufeinander aufbauen und hier erläutert werden.
1. Situierung des Textes
2. Inhaltlich Dimension
2.1. Vorläufige Aussage des Gedichtes
2.2. Liebeskonzeption
2.2.1. Petrarkismus
2.2.2. Dekadente Erotik
2.2.3. Weltverhältnis
3. Makrostruktur des Textes
3.1. Textsegmentierung
3.2. Isotopien
3.2.1. Tod
3.2.2. Rausch
3.2.3. Unbeweglichkeit
3.2.4. Beweglichkeit
3.2.5. Sehvermögen
4. Sprachliche Mikrostruktur
4.1. Syntaktische Ebene
4.2. Phonische Ebene
4.3. Stilistische Ebene
4.4. Semantische Ebene
5. Zusammenfassende Gesamtbeurteilung
Textauszug
Im ersten Zyklus « Spleen et Idéal » streicht Baudelaire die Zweischneidigkeit des menschlichen Wesens heraus. Es geht um „den Kontrakt zwischen Aufschwung und Absturz“ . Der darauffolgende Zyklus « Tableaux parisien » befasst sich mit dem „Versuch eines Ausweichens in die äußere Welt der Großstadt“ und trägt über weite Teile hinweg Züge von Ekphrasis, sprich: poetischer Bildbeschreibung. An diesen schließt sich « Le Vin » an, der „den versuchten Ausbruch in das künstliche Paradies“ zum Gegenstand hat, welcher in die Gruppe « Fleurs du mal » mündet, in der „die Faszination des Zerstörenden“ die Oberhand gewinnt. Die beiden sich daraus entspinnenden Sektionen lauten « Révolte », worin „der höhnende Aufruhr gegen Gott“ Ausdruck findet, sowie « La Mort », das den Versuch beschreibt, „Ruhe im Tod zu finden“ . Da « A une passante » den « Tableaux parisiens » angehört, rückt dieser Zyklus in den Fokus der Untersuchung. Er besteht aus 18 Gedichten und weist, für sich allein genommen, einen ebenso dialektischen Charakter auf, wie er dem Gedichtband in seiner Gesamtheit zu Eigen ist. Dies lässt sich daraus ersehen, dass mit dem Eingangsgedicht « Paysage » der Rahmen für sämtliche geschilderte Geschehnisse, Beobachtungen und Traumsequenzen bis hin zu « Le crépuscule du matin » geschaffen wird.
Tags:Lyrik, Gedichtsinterpretation, Literatur, Petrarkismus, Dekadente Erotik
Diese Analyse bietet ein close reading des Gedichtes "Einsamer nie - " von Gottfried Benn.
Wissenschaftlicher Aufsatz Nr. 175 |
1,500 Wörter (
ca. 3.8 Seiten ) |
1 Quelle |
2009
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Inhaltsangabe
Aus der Untersuchung geht hervor, dass der vermeintlichen Naturbeschreibung ein politischer Subtext innewohnt.
Textauszug
Das Gedicht „Einsamer nie –“ von Gottfried Benn datiert aus dem Jahre 1940, was von nicht geringer Bedeutung für seine Rezeption ist. Denn zu diesem Zeitpunkt jährt sich der Zweite Weltkrieg zum ersten Mal. Womöglich hat es Benn für eine Notwendigkeit befunden, dieser Geißel Europas ein vorläufiges Denkmal zu setzen. Sicherlich kann von einem Denkmal im eigentlichen Sinne keine Rede sein. Es kann nur darum gehen, dem Medium Sprache etwas abzuringen, das dem historischen Umfeld auch menschlich-individuelle Tiefe verleiht und den Silberstreif noch verbleibender Hoffnung mit den Mitteln der Kunst an einen blutunterlaufenen Horizont zu malen, der schon so viele Gräuel und Schandtaten und das Leid zahlloser Unschuldiger hat mit ansehen müssen. Inwiefern sich dieses Unterfangen als fruchtbar und Erfolg verheißend herausstellt, muss bereits mit Zweifeln besetzt werden, wenn man den Titel in den Blick nimmt. Dieser nämlich kann kaum für sich selbst stehen, wirkt durch den Gedankenstrich vielmehr in Mitleidenschaft gezogen, elliptisch erschüttert, weil er im Grunde so Vieles mehr aus dem Reich des Unsagbaren in die Syntax des Verstehens zu zerren versucht und dabei kläglich zu scheitern scheint. Auch dürfte der Titel dem Gedicht nicht in einer Reflexion programmatisch vorangestellt worden sein. Vielmehr scheint es, als habe er sich naturgemäß aus dem fertig gestellten Gedicht ergeben. Nun ist es aber so, dass seine unvollständige Struktur nicht etwa auf Effekthascherei angelegt ist, sondern eher darauf abzielt, die Namenlosigkeit und das betretene Schweigen zu Papier zu bringen, das sich das lyrische Ich womöglich stattdessen auferlegen sollte, da ein Abschnitt der Geschichte angebrochen ist, dessen Geburt niemand präzise anzugeben oder plausibel zu erläutern vermag und über dessen Verlauf und Ende ein ähnliches Maß an Ahnungslosigkeit den europäischen Geist eingenommen hat.
Tags:Lyrik, Gedichtsinterpretation
Saxo Grammaticus erzählt die Geschichte des Asmundus, die auch in der Saga des Egil dem Einhändigen in einer ähnlichen Variante über die Vorfälle des Untoten berichtet.
Essay Nr. 116 |
1,440 Wörter (
ca. 3.6 Seiten ) |
7 Quellen |
2009
$ 4.95
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Inhaltsangabe
In dieser Arbeit geht es um Ezählungen über sogenannte Untote im Mittelalter, im besonderen um die Geschichte des Asmundus. Untote werden Wiedergänger genannt, menschliche Wesen, die nach ihrem biologischen Tod nicht zur Ruhe kommen, sondern im Diesseits weiterleben. Im Unterschied zu Gespenstern und Trugbildern zeichnen sich Wiedergänger durch ihre reale Körperlichkeit und menschliche Gefühle wie Hunger und Sexualität aus. Außerdem verfügen sie über enorme Kräfte.
Saxo mit dem Beinamen Grammaticus (ca. 1150-1220) war ein dänischer Geschichtsschreiber, der 1185 im Auftrag des Erzbischof Absalon von Lund eine 16-bändige Geschichte Dänemarks verfasste. Absolon galt als einer der bedeutendsten skandinavischen Kirchenfürsten des Mittelalters. In neun Büchern beschreibt Saxo die mythologische Vorzeit der Skandinavier und in weiteren 7 Büchern die dänische Geschichte bis zum Jahr 1202 und liefert lateinische Übersetzungen alter Helden- und Götterlieder.
Kaum eine andere Quelle des lateinischen Mittelalters nimmt eine derart zentrale Rolle in einer europäischen Nationalgeschichte ein. Das Werk ist nur in Fragmenten erhalten.
Textauszug
''Während im christlichen Europa des Mittelalters Theologie und Kirche versuchen die Untoten zu verbannen, spuken im Kulturkreis des Nordens Wiedergänger nicht in der Hölle sondern am Ort des Verbrechens. Auch in der Bekämpfung der Monster gibt es Unterschiede: Versucht die Kirche die Untoten durch Gebet und Weihwasser loszuwerden, muss in den heidnischen Sagas des Nordens geköpft und gepfählt werden.
Die empfundene Bedrohung, die von Untoten ausging, muss im Skandinavien und Island groß gewesen sein, darauf deuten zahlreiche Runenschriften mit Abwehrzaubern auf Amuletten hin.''
Tags:lebende Tote, Mythen, Lyrik, Philosophie
Eine literarische Gattung, ihre Entstehung, Entwicklung und Auswirkungen.
Facharbeit Nr. 13 |
4,150 Wörter (
ca. 10.4 Seiten ) |
10 Quellen |
2009
$ 11.95
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Inhaltsangabe
In dieser Arbeit werden zuerst der Ursprung und die Entstehungsvoraussetzungen der Römischen Liebeselegie dargelegt, eine literarische Gattung um die Wende des 8. zum 7. Jahrhunderts im griechischen Sprachraum. Der Leser erlangt vorallem Einblick in die typischen Motive und die Hintergründe dieser Gattung und deren Vertreter, da die Entwicklung, die die Römische Liebeselegie erfährt, mit dem Hintergrundwissen besser nachzuvollziehen ist.
Outline:
Die Gattung Elegie
Die römische Liebeselegie als Gattungstyp der Elegie
Die Entstehung der römischen Liebeselegie
Gesellschaftliche Voraussetzungen
Das elegische Wertesystem
Begründer der römischen Liebeselegie
Gaius Valerius Catullus
Gaius CorneliusGallus
Römische Liebeselegiker und ihre Werke
Sextus Propertius
Albius Tibullus
P. Ovidius Naso
Entwicklung und Auswirkungen der römischen Liebeselegie
Textauszug
"Unter dem Begriff Elegie verstand man in der Antike eine literarische Gattung, die schon um die Wende des 8. zum 7. Jahrhunderts im griechischen Sprachraum entstanden war.
Sie wurde als Gegenstück zum Epos entwickelt. In diesem stehen die Geschehnisse im Vordergrund und der Dichter nimmt nur eine berichtende Funktion ein.
In der Elegie hingegen hat der Dichter die Möglichkeit, als lyrisches Ich seine eigenen Gedanken beziehungsweise Meinungen zu bestimmten Themen zu äußern."
"Nach antiker Vorstellung bestimmt allerdings nicht primär der Inhalt die Gattung, sondern das Versmaß. Dies lässt sich sehr gut an Ovids „Amores“ erkennen, wie ich in Kapitel 4.3 noch näher darstellen werde.
So umfasst der Begriff Elegie Gedichte unterschiedlicher Längen, in denen Verspaare, die aus einem daktylischen Hexameter und einem daktylischen Pentameter bestehen, aufeinander folgen. Dieses Metrum wird elegisches Distichon genannt. Die Form einer Elegie ist also starr festgelegt, das thematische Spektrum hingegen breit gefächert, es umfasst politische Themen, Symposien und eben auch Klagegesänge, wie der Begriff selbst nahe legt."
Tags:Literatur, Philosophie, Lyrik, Gedichte
Analyse des Gedichtes "Nur zwei Dinge" von Gottfried Benn
Wissenschaftlicher Aufsatz Nr. 159 |
1,380 Wörter (
ca. 3.5 Seiten ) |
1 Quelle |
2009
$ 4.95
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Inhaltsangabe
Die literarische Analyse empfindet den bereits aus der Strophenform hervorgehenden gedanklichen Dreischritt des lyrischen Ichs im Angesicht verflossener Liebe nach.
Textauszug
Augenfällig ist, dass die sich anschließende Mittelstrophe die beiden anderen um einen Vers übertrifft, was wohl ihre zentrale Rolle betont und darüber hinaus, dass sie den (semantischen) Zenit des Gedichtes beherbergt. Dies bewahrheitet sich insofern, als sie mit einer semi-polemischen, semi-ernüchterten Feststellung eingeleitet wird, welche noch auf den letzten Vers der Eingangsstrophe verweist: „Das ist eine Kinderfrage“ (V.5). Der Leser ist geneigt, das eigene hermeneutische Streben einer präzisen Analyse zu unterziehen. Denn ist die Frage nach dem tieferen Sinn tatsächlich ohne Weiteres als infantil abzutun oder erwächst diese provisorische Schlussfolgerung schlicht aus dem entzauberten Stein der Weisen genannt Liebe, den das lyrische Ich nach wie vor nicht recht verwunden hat?
Tags:Lyrik, Interpretation, Literatur