In dieser Arbeit geht es um Kants ''Metaphysik der Sitten''; sie bildete eines der frühesten Projekte Kants zur Umgestaltung der Philosophie.
Seminararbeit Nr. 130 |
3,560 Wörter (
ca. 8.9 Seiten ) |
0 Quellen |
2009
$ 9.95
Einzelheiten
|
Dem Warenkorb hinzufügen
Inhaltsangabe
Kants Metaphysik der Sitten sollte ursprünglich vor einer Methodenschrift zur Metaphysik verfasst werden. Tatsächlich erschien sie 1797, 30 Jahre nach der ersten Ankündigung. (Vgl. Irrlitz 2002: 448 f.) Kant führt seine Ethik 1785 in der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten aus. Er erhebt den kategorischen Imperativ zum ethisches Prinzip und entwickelt eine Idee der Freiheit als notwendige Voraussetzung für die praktische Vernunft. Die grundlegende Frage der kantischen Ethik lautet: „Was soll ich tun?“ Kant untersuchte die Frage vorbereitend in der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (1785) und beantwortete sie endgültig mit der Kritik der praktischen Vernunft (1788). Kants theoretische Überlegungen zur Ethik bestehen aus drei Elementen: Dem sittlich Guten, der Annahme der Freiheit des Willens und der allgemeinen Maxime des kategorischen Imperativs. Kant musste nachweisen, dass „Freiheit möglich ist“, sprich, dass jeder Mensch einen freien Willen hat und argumentierte dies wie folgt: Der Mensch ist als intelligibles Wesen ist im Gegensatz des rein instinkt- und triebgesteuerten Begehrungsvermögens der Tiere in der Lage, in der Vernunft unabhängig von sinnlichen Einflüssen zu denken und zu entscheiden. So steht unser Sollen oft quer zu unseren eigenen Trieben, Neigungen und Wünschen.
Diese Tatsache, dass wir fähig sind gegen die eigene Sinnlichkeit (den eigenen Schweinehund) sittlich und moralisch zu handeln verschafft uns also im Unterschied zum Tier eine „praktische Freiheit“ (KrV A802/B830, zitiert nach Helferich 2005: 258), wir sind als vernunftbegabte Wesen nicht fremdbestimmt (heteronom), sondern selbstbestimmt (autonom). Sittlichkeit erscheint also als Moment der Vernunft, das auf praktisches Handeln gerichtet ist. Sie ist eine regulative Idee, die im Menschen a priori vorhanden ist bzw. wie Kant auch formuliert: Das Sittengesetz ist in den Menschen angelegt, die Aufgabe der Philosophie solle darin bestehen, dies näher auszuführen. Die Pflicht, dem Sittengesetz zu folgen ist Pflicht wie auch Basis und Garant unserer Freiheit, denn ohne die Sittlichkeit wäre der Mensch ein reines Sinnenwesen und damit unfrei.
Textauszug
Die Schrift „Metaphysik der Sitten“ gliedert sich in zwei Teile: In die Rechts- und in die Tugendlehre, wobei ehemals beide Teile als getrennte Bücher erschienen. (Vgl. Irrlitz 2002: 473) Der Tugendlehre ist ein allgemeiner Teil vorangestellt, der mit den Willensmaximen von Handlungen beginnt. Die darauf folgende Ethik als Pflichtenlehre erscheint in zwei Teilen als Pflichten gegen sich selbst und Pflichten gegen andere. Kants Tugendlehre weist darauf hin, dass man die Tugend nicht als die Fertigkeit in freien und gesetzmäßigen Handlungen definieren könnte. Das moralische Spezifikum sitzt im Vorsatz, im Willen zu bestimmten Handlungen.
Die moralische Gesetzgebung geht von unserer Vernunft aus (und nicht vom Verstand), diese Vernunft gibt uns das Sittengesetz. Wenn wir uns moralisch verhalten wollen, also das Sittengesetz zum Bestimmungsgrund machen, hat die praktische Vernunft Priorität und leitet die Willkür an. Wille hat keinen eigenen Bestimmungsgrund sondern ist die praktische Vernunft selbst. Der Kategorischer Imperativ ist also „dunkel in uns angelegt“ (Ⅷ, 321), quasi als Faktum der Vernunft. Wir leiten ihn nicht irgendwoher ab.
Kant versuchte, auf die Frage „Was soll ich tun?“ ein Ergebnis zu finden, dass der Selbstständigkeit der menschlichen Persönlichkeit gerecht wird, ohne dass über dieser Selbstständigkeit und Selbstverantwortung der Blick auf die Mitmenschen verloren geht.
Tags:Metaphysik der Sitten, Ethik, Philosophie, kategorischer Imperativ
In dieser Arbeit geht es um den Vietnamkrieg; wie es dazu kam, die Kämpfe, Opfer, Folgen und die Rolle der USA.
Seminararbeit Nr. 119 |
2,016 Wörter (
ca. 5 Seiten ) |
3 Quellen |
2008
$ 7.95
Einzelheiten
|
Dem Warenkorb hinzufügen
Inhaltsangabe
Mehr als ein Jahrzehnt lang versuchten die USA, die Übernahme von
Südvietnam durch den kommunistischen Norden und verbündete Rebellen zu verhindern. Die Kämpfe und die Bombardements kosteten bis zu vier Millionen Menschen das Leben und verwüsteten das Land. Die Ausweitung des Krieges auf Kambodscha bereitete dem Schreckensregime der Roten Khmer den Boden. Der Vietnamkrieg wurde für die USA zum moralischen und militärischen Fiasko. „Vietnam stellt bis heute das größte Verbrechen der amerikanischen Politik dar“, schreibt Eric Frey. Nirgendwo sonst wurde so viel Blut vergossen und menschliches Elend verursacht. Dass die Vietnamesen den Amerikanern heute mit großer Freundlichkeit entgegentreten, spricht für dieses Volk, das im 20. Jahrhundert hauptsächlich durch die Schuld anderer furchtbares Leid ertragen musste.
Outline:
Moralisches und militärisches Fiasko
Rolle 1: Der Kampf der „rechten (guten)“ Politik gegen den „bösen“
Kommunismus
Die Domino-Theorie als Allheilmittel
Freiheit um jeden Preis
Die Politik des „es gibt kein Zurück“
Rolle 2: Wirtschaftliche und politische Interessen in Süd-Vietnam
Die zweifelhafte Rolle der AID
Amerikas Verwicklung in den frühen Dogenhandel
Rolle 3: Der Einfluss Henry Kissingers
Textauszug
Der Vietnamkrieg begann als klassischer antikolonialer Unabhängigkeitskrieg. Indochina war seit Ende des 19. Jahrhunderts eine französische Kolonie, die von den Besatzern ausgebeutet, aber wirtschaftlich und sozial kaum entwickelt wurden. Zugleich gab es aber immer mehr gebildete Vietnamesen, die die französische Herrschaft ablehnten. Während des 2. Weltkriegs arrangierte sich
die französische Kolonialregierung in Vietnam mit den vordringenden Japanern und bot ihnen das Land als militärische Basis für Operationen in Südost-Asien an. Die Strategie der Amerikaner war, einerseits massive Finanzhilfe an Südvietnam zu leisten und andererseits alles zu unternehmen, um die „Kommunisten” zu vernichten. Mit ihrer Finanzhilfe wollten die Amerikaner erreichen, Südvietnam zu einer kapitalistischen und demokratischen Gesellschaft zu entwickeln, welche wirtschaftlich und sozial gesehen dem kommunistischen Norden überlegen war. Sollte dies gelingen, so der Standpunkt der Amerikaner, würde der kommunistisch regierte Norden Vietnams seine Anziehung auf die vietnamesische Bevölkerung und damit seine Existenzberechtigung verlieren.
Tags:Krieg, Politik, Amerika, Wirtschaft, Asien
In dieser Arbweit wird die Sicht des Dopingmissbrauchs aus psychologischer Perspektive betrachtet. Die Schwierigkeit ist, die externen Faktoren des Missbrauchs auf die internen Informationsverarbeitsungsprozesse zu integrieren.
Diplomarbeit Nr. 85 |
9,750 Wörter (
ca. 24.4 Seiten ) |
36 Quellen |
2008
$ 19.95
Einzelheiten
|
Dem Warenkorb hinzufügen
Inhaltsangabe
Das Phänomen des Dopingmissbrauchs bei Athleten basiert auf unserem Sportsystem. Das System Hochleistungssport polarisiert den dualen Code von Sieg und Niederlage. Folglich haben die Sportler einen hohen psychischen Druck zu bewältigen. Die Tatsache, dass Dopingsubstanzen die sportliche Leistung erhöhen, beeinflusst die Entscheidung des Athleten, ob er Dopingmittel anwenden soll oder nicht. Aber es gibt auch noch weitere interne und externe Faktoren, welche den Entscheidungsprozess wesentlich beeinflussen. Die externen Faktoren sind die Wirkung und die Nebenwirkungen der Dopingsubstanzen, die Nebenwirkungen, die Kontrollverfahren der WADA, die Gefahr einer positiven Dopingkontrolle und dem Ausmaß der Konsequenzen, der Trainer und das Umfeld, Verletzungen und anderen Faktoren. Die internen Entscheidungsfaktoren sind die persönliche Biografie, die ethischen Werte, die Moral, die Bedeutung des sportlichen Erfolgs und das Wissen über Dopingrisiken. In weiterer Folge verarbeitet das kognitive System des Athleten die internen und externen Faktoren. Es ist nicht die alleinige Entscheidung des Athleten, weil es auch vom System des Hochleistungsleistungssports erzwungen wird. Letztendlich hat der Athlet drei Optionen: Er kann Dopingmittel einnehmen, darauf verzichten oder dem Leistungssport den Rücken kehren.
Einleitung
Beschreibung des wissenschaftlichen Problems
Wissenschaftliche Fragestellungen
Wissenschaftliche Vorgangsweise
Überblick über die Kapitel
Das Wesen des sportlichen Erfolgs
Der duale Code des Hochleistungsports
Werte und Normen im Sport
Ethik im Spitzensport
Die Bedeutung des sportlichen Erfolges
Doping im Spitzensport
Doping
Definition
Welt-Anti-Doping-Code
Anti Doping Bestimmungen
Dopingentscheidungen
Dopingmittel
Anabolika und ihre Wirkung
Peptidhormone und ihre Wirkung
Glukokortikoide und ihre Wirkung
Stimulanzien und ihre Wirkung
Nebenwirkungen von Doping
Dopingmissbrauch und Herzkreislaufsystem
Androgene Wirkung von Wachstumshormonen
Die Nebenwirkungen von Blutdoping
Die Nebenwirkungen von Stimulanzien
Soziale Nebenwirkungen
Gefährdung der persönlichen Gesundheit
Todesrisiko
Dopingkontrollverfahren
Die Dopingkontrollverfahren der WADA
Die Vorgehensweise der Dopingtäter bei Kontrollen
Betrug durch Doping - Wettkampfsperren bei Dopingtätern
Weitere Faktoren
Der Trainer
Sportverletzungen
Entscheidungsprozessmodelle zum Doping
Die Entscheidung des Athleten zum Doping
Der Prozess der Entscheidungsfindung
Deduktive und Induktive Schlussfolgerungen
Kognitive Entscheidungsprozesse
Dissonanztheorie
Eine Verhaltensorientierte Betrachtungsweise
Die Dopingspirale
Realitätsverzerrungen von Athleten
Schlussteil
Literaturverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Einverständniserklärung
Textauszug
''In der Literatur werden die Anabolika in Anabole Steroide, Prohormone sowie Beta-2-Mimetika unterteilt. (vgl. Kern, 2002, S. 43ff; Bergner, 2005, S 85ff)
Zu den anabolen Steroiden zählen nach Kern (2002, S. 43ff) Wirkstoffe wie Testosteron, Nandrolon, Stanzolol, Halotestin, Vebenolol und Oral Turinabol. Ihre Wirkung zeigt sich nach Bergner (2005, S.85) prinzipiell in der Förderung des Muskelaufbaus.
Die Prohormone werden nach Kern (2002, S. 59) im Körper teilweise zu anabolen Steroiden umgewandelt. Dazu zählen exemplarisch Substanzen wie Dehydroepiandrosteron (DHEA), Androstendion, Androstendiol, Norandrostendion und Norandrostendiol. Bergner (2005, S. 96ff) beschreibt, dass Prohormone „… in den USA und auch in einigen europäischen Ländern als Zusatz zu Nahrungsergänzungsmittel…“ erlaubt sind. Daher gilt diese Art des Dopings auch als besonders beliebt.
Als eine weitere Gruppe der Anabolika führt Kern (2002, S. 65ff) die Beta-2-Mimetika an, zu denen exemplarisch Clenbuterol, Salbutamol und Terbutalin zählen. Dabei handelt es sich um Substanzen, die zu einer Bronchiendilatation führen. Dies hat eine gestärkte Lypolyse und Proteinsynthese zur Folge. Vor allem Clenbuterol ist weit untersucht, da es sich um ein potenzielles Anabolikum handelt, welches auch als Rindermastmittel verwendet wird. Eine weitere Besonderheit der Beta-2-Mimetika ist, dass diese sowohl als Anabolika, als auch als Stimulanzien in der Dopingliste angeführt werden.''
Tags:Sport, Medikamentenmissbrauch, Drogen
Eine Sachtextanalyse und Erörterung eines Auszugs aus Nietzsches Essay "Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn".
Wissenschaftlicher Aufsatz Nr. 1 |
1,848 Wörter (
ca. 4.6 Seiten ) |
1 Quelle |
2008
$ 6.95
Einzelheiten
|
Dem Warenkorb hinzufügen
Inhaltsangabe
Nietzsches Essay "Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn" von 1872, war zu Nietsches Lebzeiten ein unveröffentliches Frühwerk das aber bereits viele späteren Gedanken des Philosophen vorweg nimmt. Diese Sachtextanalyse legt auszugsweise die Argumentationsstruktur dar und erörtert die Schlüssigkeit der Argumente. Die Erörterung kommt zu dem Schluß, daß die Position Nietzsches, nämlich ein Plädoyer für die Unzulänglichkeit der Worte, in der Fragestellung schon zu Beginn der Argumentation sehr deutlich ist und von Nietzsche nicht mehr ausführlich überprüft wurde. Die Sachtextanalyse untermauert diese Kritik anhand einiger Beispiele und Argumente.
Textauszug
Da der Gebrauch von Sprache für jeden Menschen innerhalb der Gesellschaft unabdingbar ist, steht „der Mensch der Wahrheit, der Forscher und der Philosoph“(Nietzsche spricht sie in seinem abschließenden Satz noch zusätzlich auf die ihnen bevorstehende Sackgasse an, vorausgesetzt sie sind konsequent) in einer ernsthaften Zwickmühle. Ob nun Rationalist (das Erschließen der Außenwelt durch Vernunft) oder Empirist (Erkenntnis durch Erfahrung) – beide bedürfen der Sprache. Und wenn man den Konsequenzen der von Nietzsche dargestellten Sprachablehnung konsequent begegnet, steht man vor einer Unmöglichkeit eines jeden Pragmatismus. – Wie kann man zu Erkenntnissen gelangen mit Hilfe einer durch und durch willkürlichen Stütze, der Sprache?
Tags:philosophie, nietzsche, moral, moralisch, amoralisch, werte, sprache, kritik, sprachkritik