In Friedrich Nietzsches Werk „Also sprach Zarathustra“ vertritt der Autor sehr radikale Positionen. Doch er kritisiert nicht nur, sondern er bietet dem Leser das neue Prinzip des „Übermenschen“ an.
Hausarbeit Nr. 185 |
5,598 Wörter (
ca. 14 Seiten ) |
7 Quellen |
2005
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Inhaltsangabe
Im Rahmen dieser Arbeit soll zunächst erklärt und interpretiert werden, was genau der „Übermensch“ eigentlich ist, inwiefern Nietzsches Vorstellungen umsetzbar sind, um schließlich mit einer speziellen Fragestellung an Nietzsches Überlegung vom „Übermenschen“ heranzutreten, die sich damit beschäftigt, ob der „Übermensch“ nicht bloß eine weitere Religionsform ist und ob es überhaupt möglich ist, Nietzsches Idee zu verwirklichen.
Textauszug
Ein grobes Bild des Übermenschen ist nach der Klarstellung, was er eben nicht ist, umrissen. Der Übermensch ist nicht wie der Mensch jemand, der sich in „Hinterwelten“ flüchtet und seine Energien an Götzendiensten verbraucht. Er hat sich sowohl von seinem Staat als auch von seiner Religion emanzipiert. Außerdem hat er alte Moralvorstellungen von Bord geworfen und sich neue Werte erschaffen. Möglich geworden ist dies dadurch, dass sein Geist die „drei Verwandlungen“ durchlaufen hat. Damit erklärt sich auch, was der Übermensch ganz konkret ist: eine veränderte Denkweise des Menschen, die für ihn ganz untypisch ist, ja vielleicht sogar gegen seine Natur ist, da etwa die Metaphysik bisher ein fester Bestandteil jeder menschlichen Kultur war. Beatrix Himmelmann hat demnach Recht, wenn sie behauptet, der Übermensch sei ein Chiffre der für eine Aufgabe stehe, die der Mensch sich selbst sei (vgl. Villwock, P. 2001, S.147). Diese Aufgabe besteht darin, nicht mehr menschlich sondern “übermenschlich“ zu Denken. Natürlich hat auch Annemarie Pieper nicht ganz Unrecht, wenn sie behauptet, der Übermensch sei eine Tätigkeit (vgl. Pieper, A. 1990, S.56), doch dem „übermenschlichen Handeln“ geht das „übermenschliche Denken“ vor.
Tags:Weltanschauung, Geisteswissenschaft, Religionsstifter, Religion, Mensch
Eine Sachtextanalyse und Erörterung eines Auszugs aus Nietzsches Essay "Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn".
Wissenschaftlicher Aufsatz Nr. 1 |
1,848 Wörter (
ca. 4.6 Seiten ) |
1 Quelle |
2008
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Inhaltsangabe
Nietzsches Essay "Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn" von 1872, war zu Nietsches Lebzeiten ein unveröffentliches Frühwerk das aber bereits viele späteren Gedanken des Philosophen vorweg nimmt. Diese Sachtextanalyse legt auszugsweise die Argumentationsstruktur dar und erörtert die Schlüssigkeit der Argumente. Die Erörterung kommt zu dem Schluß, daß die Position Nietzsches, nämlich ein Plädoyer für die Unzulänglichkeit der Worte, in der Fragestellung schon zu Beginn der Argumentation sehr deutlich ist und von Nietzsche nicht mehr ausführlich überprüft wurde. Die Sachtextanalyse untermauert diese Kritik anhand einiger Beispiele und Argumente.
Textauszug
Da der Gebrauch von Sprache für jeden Menschen innerhalb der Gesellschaft unabdingbar ist, steht „der Mensch der Wahrheit, der Forscher und der Philosoph“(Nietzsche spricht sie in seinem abschließenden Satz noch zusätzlich auf die ihnen bevorstehende Sackgasse an, vorausgesetzt sie sind konsequent) in einer ernsthaften Zwickmühle. Ob nun Rationalist (das Erschließen der Außenwelt durch Vernunft) oder Empirist (Erkenntnis durch Erfahrung) – beide bedürfen der Sprache. Und wenn man den Konsequenzen der von Nietzsche dargestellten Sprachablehnung konsequent begegnet, steht man vor einer Unmöglichkeit eines jeden Pragmatismus. – Wie kann man zu Erkenntnissen gelangen mit Hilfe einer durch und durch willkürlichen Stütze, der Sprache?
Tags:philosophie, nietzsche, moral, moralisch, amoralisch, werte, sprache, kritik, sprachkritik
Hausarbeit zu einem Vortrag von Prof. Arno Böhler an der Uni Wien, der sich mit dem Thema Körperlichkeit und Philosophie auseinandersetzt. Zitate und Verweise u. a. auf Nietzsche, Aristoteles und Platon.
Hausarbeit Nr. 181 |
2,100 Wörter (
ca. 5.3 Seiten ) |
4 Quellen |
2009
$ 7.95
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Inhaltsangabe
Die vorliegende schriftliche Arbeit beschäftigt sich mit dem Vortrag von Arno Böhler, den er am 24. 11. 2008 im Rahmen der Ringvorlesung „Methoden und Diszipline der Philosophie“ hielt. Die Thesen und Ausführungen des Vortragenden werden durch Darstellungen aus der Sekundärliteratur sowie dem schriftlichen Vorlesungskonzept von Arno Böhler ergänzt.
Textauszug
Nietzsche und die Kunst
In seinem berühmten philosophischen Jugendwerk „Die Geburt der Tragödie aus dem Geist der Musik“ (1872) entwickelte Nietzsche eine völlig neue Deutung der griechischen Kultur, die sich aus dem Gegensatz der beiden Gottheiten Dionysos und Apollo begründete. Apollo
verkörpert für Nietzsche das Prinzip des Individuums (principium individuationis). Das Individuum, die einzelne menschliche Person, bestimmt sich durch Bewusstsein und Abgrenzung von seiner Umgebung. Dionysos hingegen ist der Gott des Rausches und der Musik. Er verkörpert die Sehnsucht, die Grenzen der Alltagswelt zu durchbrechen und, sich im Rausch oder der Hingabe an den Tanz zu verlieren und das Gefühl des Einsseins mit den anderen Menschen und der Natur zu empfinden. Nietzsche zeigte, dass die einzigartige Leistung der griechischen Tragödie in der Verschmelzung beider Prinzipien, des Dionysischen und des Apollinischen, liegt. Zudem könne das Leben überhaupt nur in der erfahrenen Spannung beider Prinzipien richtig gelebt werden. Nietzsche argumentiere, dass wir eine der griechischen Tragödie verwandten Kunst bedürfen, denn nur eine solche Kunst könne eine tiefere Erfahrung des Lebens bzw. der Welt vermitteln.
Denn nur eine echte Kunst kann an Grenzerfahrungen des Daseins wie Liebe oder Tod heranführen und zugleich vermöge nur sie als Kunst, Spiel oder schöner Schein das Leben über den Schmerz alles Lebens zu trösten.
Tags:Kunst in der Philosophie, Sprechakttheorie, künstlerische Produktion, Nietzsche