In der vorliegenden Arbeit werden die Besonderheiten der internen Situationsanalyse und -prognose im Rahmen einer internationalen Marketingplanung näher untersucht.
Projektarbeit Nr. 137 |
8,200 Wörter (
ca. 20.5 Seiten ) |
25 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Kern dieser Arbeit soll das Beleuchten der unternehmensinternen Situation im internationalen Kontext sein.
Die notwenigen Grundlagen hierfür werden in Kapitel 2 gelegt. Zunächst erfolgt in Kapitel 2.1.1 eine Beschreibung der Prozessphasen des Marketing-Managements. Die Erläuterung des idealtypischen Verlaufes mit der Unterteilung in strategischer und operativer Planung erleichtert das Verständnis für die weitere Vertiefung. Ergänzend dazu wird in Kapital 2.1.2 der Begriff der Internen Situationsanalyse abgegrenzt und deren Bestandteile und Besonderheiten erläutert.
In Kapitel 2.2 wird der zuvor betrachtete Planungsprozess des Marketing- Managements auf den internationalen Kontext in konkretisierter Form übertragen. Spezifische Entscheidungen unter Beachtung der ungewohnten Situation und die Entwicklung von Strategien zum Bewältigen der Auslandsaktivitäten stehen hier im Mittelpunkt.
Gegenstand von Kapitel 3 ist die detaillierte Betrachtung der internen Situationsanalyse und die Erklärung der besonderen Bedeutung im internationalen Rahmen. Bestandteile der Unternehmensanalyse sind in diesem Zusammenhang die Unternehmenskultur, das Internationalisierungs-Know-How und die Ressourcen.
Die Entwicklung der Unternehmenskultur und ihre Bedeutung für die Bewältigung der Aktivitäten in verschiedenen Ländermärkten wird Inhalt von Kapital 3.1.1 sein. Die Notwendigkeit von speziellem Internationalisierungs-Know-How wird anschließend in Kapitel 3.1.2 diskutiert. Des Weiteren wird der unternehmerische Bedarf an Ressourcen aus internationaler Sicht in Kapital 3.1.3 behandelt.
Ausgewählte Techniken zur Analyse und Prognose der internen Unternehmenssituation werden in Kapitel 3.2 vorgestellt. Als Beispiele werden die beiden Verfahren Stärken-/ Schwächenanalyse (Kapitel 3.2.1) und die Portfolioanalyse (Kapitel 3.2.2) herangezogen. Der Nutzen, den das Unternehmen aus diesen Verfahren ziehen kann, wird hier ebenfalls erläutert.
Die Arbeit endet in Kapitel 4 mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und mit einem Ausblick.
Einleitung
Einführung in die Themenstellung
Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
Grundlagen
Planungsprozess im Allgemeinen im Rahmen des Marketing
Prozessphasen des Marketing-Managements
Abgrenzung des Begriffs Interne Situationsanalyse
esonderheiten des Planungsprozesses im Internationalen Marketing
Nähere Betrachtung des internen Umfeldes des Unternehmens
Gegenstand des internen Umfeldes
Unternehmenskultur
Internationalisierungs-Know-How
Ressourcen
Ausgewählte Techniken zur Analyse des internen Umfeldes
Stärken- und Schwächenanalyse
Portfolioanalyse
Schlussbetrachtung
Literaturverzeichnis
Selbstständigkeitserklärung
Textauszug
Betrachtet man das Management funktional als ein Prozess, so erfolgt der allgemeine Regelkreis des Managements über drei Stufen. Beginnend mit der Planung und gefolgt von der Implementierung wird die dritte Phase der Kontrolle eingeleitet. Eine anschließende Rückkopplungsschleife ermöglicht einen Soll-Ist-Vergleich. Parallel zu dieser Abfolge unterstützt eine Analyse und Prognose der jeweiligen Situation den Prozess. Diese Informationsversorgung und das entstandene Feedback bieten somit Potential zur Optimierung des Prozesses.
Überträgt man nun diesen allgemeinen Regelkreis des Managements auf das Marketing kann zwischen strategischem und operativem Marketing-Management unterschieden werden.
Operative Zielsetzungen sind primär kurz- bis mittelfristig ausgerichtet. Die Implementierung, also die Umsetzung der strategischen Planung, erfolgt über die operative Planung und mit ihren konkreten Maßnahmen.
Der Prozess des strategischen Marketing-Managements erfolgt ebenfalls in mehreren Stufen, ist jedoch detaillierter ausgestaltet. Diese nachfolgend erläuterten Phasen stellen einen idealtypischen Verlauf dar und verdeutlichen lediglich die systematische Abfolge.
Die grundsätzliche Definition der Unternehmensaufgabe und die Formulierung von Leitlinien erfolgt im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung. Der Zweck und die generelle Zielsetzung des Unternehmens (Corporate Mission), ihre Philosophie (Corporate Philosophy) sowie ihre Identität (Corporate Identity) stehen hier im Vordergrund. Unter Berücksichtigung dieser übergeordneten Ziele ergeben sich abgeleitete Handlungsziele für die einzelnen Bereiche des Unternehmens, also auch für das Marketing.
Die detaillierten Planungsschritte erfolgen nun:
Die Planungsaufgabe des Marketings kann sich als recht komplex erweisen, insbesondere, wenn das Unternehmen mehr als ein Produkt anbietet oder auf mehr als einem Markt tätig ist. Die Bildung von strategischen Geschäftseinheiten (SGE) kann diese Komplexität aufbrechen und eine bessere Übersicht für Entscheidungsträger schaffen. Die SGE basieren auf konkret definierten strategischen Geschäftsfeldern (SGF). Bezogen auf bestimmte Kriterien weisen die SGE in sich homogene Strukturen auf und sind somit nach außen hin abgrenzbar. Diese können sich u.a. auf Produkte, Technologien, Zielgruppen oder Märkte beziehen. Weitere Vorraussetzungen sind das Bestehen eines eigenen Konkurrentenkreises, ein selbstständiger Abrechnungskreis und ein hinreichendes Marktpotential. Wichtigste Prämisse ist jedoch die eigenständige Führung, denn Entscheidungen dürfen andere SGE nicht beeinflussen. Für jede nun definierte SGE wird eine eigene Marketingplanung festgelegt. Diese umfasst die Formulierung strategischer Ziele, die sich wiederum aus den vorher beschriebenen Handlungszielen orientieren. Diese münden in der Entwicklung von adäquaten Marketing-Strategien sowie deren Bewertung und Auswahl.
Tags:Internationalisierung, Marketing, Management, Business, Wirtschaft
Ausgangspunkt der Marketing-Planung ist die interne Situationsanalyse. Sie beurteilt Unternehmen hinsichtlich ihrer Ressourcen, Fähigkeiten und Marketingtpotentiale. Sie ist die Grundlage für Suche, Aufbau, Erhalt und Ausbau von Erfolgspotentialen.
Referat Nr. 49 |
7,470 Wörter (
ca. 18.7 Seiten ) |
22 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Die neueste Entwicklung der Wirtschaft ist geprägt von dem Anstieg der internationalen Verflechtung der Volkswirtschaften und grenzüberschreitenden Geschäftstätigkeiten der Unternehmen. Der Grad der Internationalisierung der Unternehmenstätigkeit hat seit der Einführung der an Wettbewerb und internationalen Arbeitsteilung orientierten Weltwirtschaft ständig zugenommen. Eine grenzüberschreitende Betätigung deckt viele Möglichkeiten für das Unternehmen auf, wie z.B. Erschließung neuer Absatzmärkte, Ausweitung bestehender Positionen und die Sicherung der bestehenden Absatzmärkte.
Im Zuge dieser Internationalisierung kommt es aber auch zu einer erhöhten Komplexität und Dynamik der unternehmerischen Umwelt und des internen Umfeldes. Kulturkonfrontationen, Wettbewebsdruck und negativwirkende sozio-politische Faktoren sind u.a. die Probleme, die die internationale Unternehmen beheben müssen. Aus diesen Problemen resultieren neue Herausforderungen für das internationale Management, wie z. B. Zunahme des Informationsbedarfs, hohes Risiko, Koordinationsbedarf und Steigung des Differenzierungsgrades der Marketingaufgaben.
Um diese Herausforderungen annehmen zu können, ist eine ausführliche Marketing-Planung erforderlich. Die internationale Planung umfasst sämtliche Planungsaktivitäten eines Unternehmens, das grenzüberschreitend tätig ist. Im Rahmen des internationalen Marketing-Managements bildet die Planung die Grundlage für Organisation, Koordination und Kontrolle der ausländischen Aktivitäten.
Ziel dieser Arbeit ist die interne Situationsanalyse im Rahmen einer internationalen Marketing-Planung vertiefend zu untersuchen.
Zu diesem Zweck werden erstens im Kapitel 2 die Einordnung der Marketing-Planung im Management, ihre Besonderheiten und Aufgaben analysiert. Im weiteren wird die interne Situationsanalyse definiert und ihre Position in der Planung verdeutlicht.
Nachdem die theoretischen Grundlagen für die weiteren Überlegungen gebildet worden sind, wird im Kapitel 3 die Stärken - und Schwächen-Analyse des Unternehmens schrittweise diskutiert. Das Erkennen der eigenen Stärken und Schwächen bildet die Basis für die Unternehmenswettbewerbsfähigkeit nur, wenn sie an der externen Umwelt angepasst werden. Eine Analyse der Verknüpfung von internen Stärken und Schwächen mit externen Chancen und Risiken erfolgt im zweiten Teil des Kapitel 3.
Kapitel 4 gibt einen Überblick und schließt die Arbeit mit einer Zussammenfassung ab.
Outline:
INHALTSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
EINLEITUNG
THEORETISCHE GRUNDLAGEN
INTERNATIONALE MARKETING PLANUNG
Definition, Zuordnung und Besonderheiten
Phasen der Entwicklung einer internationalen Marketing-Planung
INTERNE SITUATIONSANALYSE IN DER INTERNATIONALEN MARKETING-PLANUNG – DEFINITION, ZUORDNUNG UND BEDEUTUNG ANALYSE DER INTERNEN UNTERNEHMENSSITUATION IM RAHMEN EINER INTERNATIONALEN MARKETING-PLANUNG
POTENTIALANALYSE
Ressourcenanalyse
Fähigkeitenanalyse
Kompetenzen- und Kernkompetenzenanalyse
Wettbewerbsvorteilenanalyse
STÄRKEN-UND SCHWÄCHEN-ANALYSE
Vergleich und Bewertung von Stärken und Schwächen
PORTFOLIOANALYSE
AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG
LITERATURVERZEICHNIS
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG
Textauszug
Die strategische Marketing-Planung beginnt mit der Festlegung der strategischen Ziele. Diese werden von den Unternehmensaufgaben abgeleitet und bilden die Basis für die Abwicklung des Planungsprozesses. Die Festlegung der Ziele stellt nur abstrakte Information und Ideen dar, die in den weiteren Phasen entwickelt werden.
Die Analyse der externen und internen Situation als zweite Phase soll Antwort auf die Frage: „Wo befindet sich das Unternehmen?“ geben. In der Analyse werden die unternehmensinternen und Umweltfaktoren miteinbezogen, welche die Marktattraktivität, die Wettbewerbsfähigkeit und gegenwärtige Leistung beschreiben und bemessen. Die Analysenphase ist keine in sich abgeschlossene Phase, da sie alle Phasen der Planung mitbegleitet. In der Literatur wird sie aber aus didaktischen Gründen abgegrenzt.
Auf Basis der internen und externen Analyse können die Stärken und Schwächen des Unternehmens identifiziert und an den Chancen und Risiken der Umwelt angepasst werden. Das erfolgt durch die sogennante SWOT Analyse, die auch als separate Phase abgegrenzt werden könnte.
Weiterhin wird das Unternehmen in strategischen Geschäfsteinheiten (SGE) segmentiert. Die SGE sind einzelne Teile des Unternehmens, die in sich homogen sind. Für jede SGE wird eine separate strategische Planung durchgeführt, wobei ihre Bildung notwendig ist, wenn verschiedene Produkte auf verschiedenen Märkte oder gleiche Produkte auf verschiedene Märkte angeboten werden.
Tags:Marketing, Betriebswirtschaft, Unternehmensführung
Im Rahmen dieser Seminararbeit wird ein Entscheidungsunterstützungsmodell dargestellt, das es ermöglicht, einen optimalen Finanzplan zu erstellen. Das Modell baut auf zwei Entscheidungsmethoden auf: Goal Programming und Analytical Hierarchy Process
Seminararbeit Nr. 188 |
6,100 Wörter (
ca. 15.3 Seiten ) |
27 Quellen |
2010
$ 13.95
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Inhaltsangabe
Im Rahmen dieser Seminararbeit wird eine Entscheidungsunterstützungsmethode dargestellt, die es ermöglicht, einen optimalen Finanzplan zu erstellen. Um die Problemstellung zunächst etwas zu verdeutlichen, wird auf die Definition, geschichtliche Entwicklung und den Hauptakteuren der persönlichen Finanzplanung eingegangen. Diese Informationen dienen dazu, dem Leser klarzumachen, warum man überhaupt plant und wie ein optimaler Finanzplan aussehen muss. Die Frage „Wie funktioniert das Planen technisch?“ wird in den darauffolgenden Kapiteln sukzessive beantwortet.
Um die Natur eines Entscheidungsprozesses besser verstehen zu können, wird zunächst überprüft, wie sich die Präferenzen des Konsumenten auf seine Ziele und Zielbeziehungen auswirken. Es wird näher auf die Arten von Präferenzen sowie auf einen Tradeoff zwischen verschiedenen Präferenzen eines Entscheidungsträgers eingegangen. Desweiteren werden die Ziele, aus denen sich diese Präferenzen ableiten, erläutert und klassifiziert.
In den folgenden Kapiteln werden zwei Entscheidungsmethoden dargestellt, die außerhalb der persönlichen Finanzplanung breite Anwendung finden, jedoch bei der Finanzplanerstellung noch kaum eingesetzt wurden.
Der erste Ansatz - Goal programming (GP), in der deutschsprachigen Literatur besser bekannt als "Zielprogrammierung", ist ein mathematischer Ansatz, der in der Lage ist, multikriterielle Entscheidungsprobleme in Bezug auf mehrere konträre Ziele zu lösen. Dabei werden die Arten von GP sowie seine Funktionsweise anhand eines abstrakten Beispiels erläutert.
Die Schwierigkeit bei der Verwendung von GP besteht in der Ermittlung der relativen subjektiven und objektiven Zielwerte. Um dieses Problem handzuhaben, wird der zweite Ansatz - analytical hierarchy process (AHP) implementiert, mit dessen Hilfe sich die relativen Zielwerte ermitteln lassen. Dieses Verfahren hilft lässt im Allgemeinem folgende Fragen beantworten: „was ist wichtiger?“, „welche Alternative soll ich bevorzugen?“, „wie soll ich vorgehen?“. Ausschlaggebend hierfür sind solche Begriffe wie Präferenzenskala, Paarvergleichsmatrix und Eigenvektor. AHP stellt das wichtigste Element des Modells dar, seine Funktionsweise wird anhand eines ausführlichen Fallbeispiels praxisnah erklärt.
Im letzteren Abschnitt der Arbeit wird ein kombiniertes AHP/GP Modell dargestellt, das eine optimale Lösung mit Einbeziehung sämtlicher Alternativen, Entscheidungskriterien und Konsumentenzielen eines Haushaltes vorstellt. Die Funktionsweise des Modells wird erläutert durch die Ermittlung der Zielhierarchie sowie mathematische Definition der Modellrestriktionen und Modellziele, die daraufhin in die Zielfunktion eingesetzt werden. Anschließend wird die Vorgehensweise durch einen realitätsnahen Beispiel noch einmal verdeutlicht.
Die Arbeit ist auch in Form einer Power-Point-Präsentation mit einem dazugehörigen Hand-Out vorhanden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Problembereiche der persönlichen Finanzplanung
2 Planungsprozess
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Forschungsstand
2.3 Ausblick
2.4 Optimaler Planungsprozess
3 Präferenzen
3.1 Arten von Präferenzen
3.2 Definition Tradeoff
3.3 Zielbeziehungen
4 Entscheidungsunterstützungsmethoden
4.1 Goal Programming
4.1.1 Arten von GP
4.1.2 Funktionsweise von GP
4.2 Analytical Hierarchy Process
4.2.1 Einführung in den AHP
4.2.2 Bildung einer Paarverleichsmatrix
4.2.3 Definition Eigenvektor
4.2.4 Fallbeispiel
5 Kombiniertes AHP/GP Modell
5.1 Einführung
5.2 Ermittlung der Zielhierarchie
5.3 Modellrestriktionen
5.4 Modellziele
5.5 Zielfunktion
5.6 Zusammenfassung
6 Schlussfolgerung
Outline:
Finanzplanungsprozesses
Entscheidungsmethode, Entscheidungsträger, Entscheidungskriterien, Entscheidungsfindung, personal financial planning
Einnahmen, Ausgaben, Phasen des Planungsprozesses
Präferenzen, Höhenpräferenzen, Artenpräfenrenzen, Tradeoff, Alternativen, Ziele und Zielbeziehungen, Zielhierarchie, Zielkonflikt, Zielkomplementarität, Zielneutralität
Goal Programming, GP, Zielprogrammierung, lexikographisches GP, gewichtetes GP, Bestrafungsfunktion, Zielvariable, Abweichungen
Analytical Hierarchy Process, AHP, Prioritätenskala, paarweise Vergleiche Paarvergleichsmatrix, Nutzenwerte, nutzenmaximierende Auszahlung
Kombiniertes AHP/GP Modell, Portfolioziele, Konsumziele, Abweichungsvariablen, zeitpunktabhängigen Finanzmittelallokation, Modellrestriktionen, Modellziele, Zielfunktion
Textauszug
Mit den Jahren nimmt die Komplexität der Finanzplanung ausschließlich zu, was auf die zunehmende Vielfältigkeit und Unüberschaubarkeit des Finanzmarktangebots und auf die Verschmelzung der Märkte selbst, wie etwa die Verbündelung der Finanz- und Versicherungsprodukte, zurückzuführen ist. Dies macht die optimale Entscheidungsfindung ohne professionelle Unterstützung von außen immer unwahrscheinlicher. Die überwiegende Zahl der Beratungsdienstleistungen betrachten verschiedene Bereiche des Financial Planning getrennt voneinander. Wenn man jedoch eine optimale Entscheidung zu finden hat, müssen sämtliche subjektive und objektive Entscheidungskriterien in das Entscheidungsmodell mit einbezogen werden. In der heutigen Literatur gibt es kaum Ansätze, die alle für einen Individuum relevante Alternativen, Kriterien und Ziele berücksichtigen. Einen erfolgreichen Ansatz schlugen 1991 Amy und Robert Puelz vor, indem sie ein multikriterielles Entscheidungsmodell vorgestellt haben, das auf zwei Entscheidungsunterstützungsmethoden basiert: Goal Programming und Analytical Hierarchy Process. [PP91] Die Kombination dieser beiden Methoden ermöglicht es, eine optimale Allokation der zur Verfügung stehenden Einsatzmittel mit Einbeziehung aller subjektiven und objektiven Entscheidungskriterien zu finden.
Tags:Finanzplanung, Finanzmarkt, Goal Programming, Analytical Hierarchy Process
Pränatale Untersuchungen im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge sind heute kaum noch aus der Gesellschaft wegzudenken. Die Entwicklung neuer medizinischer Verfahren geht mit einer vermehrten Anwendung pränataldiagnostischer Maßnahmen einher.
Diplomarbeit Nr. 195 |
32,846 Wörter (
ca. 82.1 Seiten ) |
79 Quellen |
2010
$ 19.95
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Inhaltsangabe
Die pränatale Diagnostik hat sich in den letzten Jahren zu einem Instrument entwickelt, das nicht mehr nur bei einigen wenigen eingesetzt wird, sondern bei nahezu jeder Schwangerschaft. Die Zahl der Erkrankungen, die sich mit Hilfe sonographischer (Ultraschall), biochemischer und genetischer Untersuchungen feststellen lassen, wächst von Jahr zu Jahr. Mit ihr wächst jedoch auch die Kritik an der pränatalen Diagnostik, da es oft an entsprechenden therapeutischen Möglichkeiten fehlt. Somit muss die Frage, mit welcher Intention pränataldiagnostische Untersuchungen durchgeführt werden diskutiert werden. In Bezug auf die Diskussion um das Lebensrecht von Menschen mit Behinderungen sprechen Kritiker immer häufiger von einer „Perfektionierung“ der Schwangerschaft, sie befürchten das Entstehen eines „Automatismus“ aus Diagnostik und anschließendem Schwangerschaftsabbruch. Dass genetisch kranke Kinder heutzutage vermeidbar sind, ist eine weit verbreitete Meinung in der Gesellschaft. Vor allem Frauen, die sich um das Gelingen der Schwangerschaft sorgen, sind der medizinischen und gesellschaftlichen Einflussnahme in erhöhtem Maße ausgesetzt. Inwieweit ist die Möglichkeit der Selbstbestimmung, die weibliche Autonomie unter dem Druck und der gesellschaftlichen „Verpflichtung“, gesunde Kinder zu bekommen, überhaupt noch gegeben?
Textauszug
Viele Kritiker weisen das Potentialitätsargument als unplausibel zurück. Das populärste Gegenargument gibt zu bedenken, dass es grundsätzlich nicht einzusehen sei, warum Potentialität moralisch relevant sein soll, da schließlich ein potentieller Olympiasieger auch nicht bereits als Olympiasieger gilt, Prinz Charles als potentieller König nicht bereits die Rechte eines Königs in Anspruch nehmen könne und ein potentieller Mörder nicht schon hinter Gitter gehalten werde. Wie an diesen Beispielen zu sehen, werden potentielle und aktuelle Eigenschaften und Zustände in der Regel also keineswegs gleichgesetzt. Düwell wendet gegen das Prinz-Charles-Argument berechtigterweise ein, dass Prinz Charles dennoch einen anderen Status hat als z.B. ein Londoner Taxifahrer, was auf das Thema bezogen bedeute, dass potentielle Personen zwar nicht den gleichen Status wie Personen haben, aber gleichwohl bleibe festzustellen, sie haben einen moralischen Status. Sass unterscheidet dagegen zwischen der aktiven Potentialität z.B. schlafender Menschen und der passiven Potentialität, zu deren Realisierung noch etwas Zusätzliches hinzutreten muss. So haben alle Menschen die passive Potentialität, z.B. Bundeskanzler zu werden, doch werden daraus keinerlei Rechte für den Einzelnen abgeleitet.
Zudem wird gegen das Potentialitätsargument der Einwand hervorgebracht, dass man dann ja auch Gameten und möglicherweise sogar allen menschlichen Körperzellen Würde zusprechen müsste, da sie ebenso die Potentialität besitzen, unter geeigneten Bedingungen zu Embryonen und später zu Menschen heranzureifen. „Da aber niemand ernsthaft auf die Idee käme, für Ei- und Samenzelle einen moralischen Schutzstatus zu fordern, wiewohl sie das gleiche Potential wie der Embryo hätten, tauge ein solches Potential offensichtlich nicht dazu, jenen Status zu begründen“, schreibt der Rechtsphilosoph Reinhard Merkel. Gegen das „Abgrenzungsproblem“, wie es Leist nennt, wäre einzuwenden, dass Keimzellen lediglich die Potentialität besitzen, zu einem Menschen zu werden, während Zygoten und Embryonen dem gegenüber die Potentialität haben, sich selbst zu entwickeln. Wie Breuer darlegt, sei dies eine radikale Verschiedenartigkeit des Potentials, worin seiner Ansicht nach auch begründet liege, dass nur dem Embryo bzw. der Zygote, nicht aber einzelnen anderen Zellen der Status einer Person zugesprochen werden muss. Steigleder verweist auf Buckles Vorschlag einer Differenzierung zwischen der Potenz (des Präembryos), etwas hervorzubringen, nämlich den eigentlichen Embryo, und der Potenz (des Embryos), etwas zu werden, nämlich ein handlungsfähiger Mensch. Wir können nicht sagen, dass wir einmal eine befruchtete Eizelle waren, sondern nur, dass es einmal befruchtete Eizellen gegeben hat, welche den Embryo hervorbrachten, der wir einmal waren. Somit gelte das Potentialitätsargument für menschliche Embryonen im strikten Sinne, nicht aber für Präembryonen, so Steigleder.
Tags:Schwangerschaft, Ultraschall, vorgeburtliche Diagnoseverfahren, Geburt, Medizin, Bioethik
Projektarbeit im Fach "Angewandte Zeitreihenanalyse" im Rahmen des Diplomstudium Volkswirtschaft, 2. Studienabschnitt
Projektarbeit Nr. 146 |
2,350 Wörter (
ca. 5.9 Seiten ) |
1 Quelle |
2009
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Inhaltsangabe
In dieser Arbeit untersuchen die Autoren die Jahresdaten des Bruttoinlandprodukts pro Kopf von zwei Ländern, den Niederlanden und der Schweiz, über den Zeitraum 1950 bis 2004.
Das Motiv für Daten- und Themenauswahl war der Umstand, dass sie bisher nur einmal von stochastischen Prozessen innerhalb der ökonomischen Theorie gehört haben, und zwar im Zusammenhang mit Konjunkturzyklen, im Real Business Cycle Model.
Darin werden Produktivitätsschocks mit Hilfe eines AR(1) Prozesses generiert. So verändert sich der Input A (Technologie) jährlich zum einen durch die „technologische Fortschrittsrate“ g und zum anderen durch Produktivitätsschocks.
1 Einleitung
2 Fragestellung
3 Eliminierung des Trends
3.1 OLS Regression der logarithmierten Daten
3.1.1 Überprüfung auf Stationarität
3.2 Logarithmisches Differenzieren
3.2.1 Überprüfung auf Stationarität
4. Approximation durch ARMA-Prozesse
4.1 DLOG Niederlande
4.2 DLOG Schweiz
4.3 Zusammenfassung und Vergleich
Textauszug
Wir wollen diese Modellannahme der Produktivitätsschocks in unserer Arbeit in ähnlicher Weise, aber weit vereinfacht, adaptieren. Und zwar wollen wir überprüfen, ob die Abweichungen vom langfristigen Wachstumstrend des BIP pro Kopf, welche dann als Konjunkturzyklen interpretiert werden können,
• zum einen stationär sind und, falls dies der Fall ist,
• zum anderen durch stochastische Prozesse approximiert werden können.
Dazu müssen wir zuerst unseren Datensatz so modifizieren, dass wir den langfristigen Trend des BIP/Kopf extrahieren. Sodann wollen wir mit den Abweichungen / Konjunkturzyklen weiter arbeiten.
Was bei unserem Datensatz ein Problem darstellen könnte, ist die zeitliche Länge.
Innerhalb von 45 Jahren ist es sehr wahrscheinlich, dass wir einen „Strukturbruch“ beobachten, was eine Änderung des Wachstumstrends bedeuten würde. Dies zu untersuchen, soll aber nicht Gegenstand dieser Arbeit werden. Wir wollen nur darauf
hinweisen und nehmen für die Arbeit eine konstante Wachstumsrate an.
Tags:Zeitreihenanalyse, Stationarität, BIP, logarithmisches Differenzieren, OLS Regression, Dickey-Fuller Test
Die Hausarbeit wurde im Rahmen des Moduls Gesellschaftsrecht im Master-Studium der BWL erstellt. Thema ist die Kapitalerhaltung von Kapitalgesellschaften.
Hausarbeit Nr. 214 |
7,655 Wörter (
ca. 19.1 Seiten ) |
22 Quellen |
2009
$ 16.95
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Inhaltsangabe
Kapitalgesellschaften erkaufen sich das Privileg der Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen durch die Verantwortlichkeit der Gesellschafter für das Stammkapital. Neben der ordnungsgemäßen Aufbringung des Stammkapitals, sind die Gesellschaften vor allem auch für die ordnungsgemäße Erhaltung des Stammkapitals verantwortlich. Mit dem Thema der Kapitalerhaltung wird sich diese Hausarbeit näher beschäftigen. Die Arbeit zeigt auf, was unter dem Begriff der Kaptalerhaltung zu verstehen ist und welche gesetzlichen Vorschriften vorhanden sind. Des Weiteren werden die unterschiedlichen Auffassungen, welche in der Literatur zum Thema der Kapitalerhaltung bestehen, gegenübergestellt und auf die Problemfälle eingegangen, welche bei der Norm der Kapitalerhaltung vorhanden sind. Abschließend wird auf die praktischen Schlussfolgerungen, die sich aus den jeweiligen Entscheidungen für die Handlungen der Verantwortlichen ergeben, eingegangen.
Textauszug
GESELLSCHAFTSRECHTLICHER GESAMTZUSAMMENHANG
Definition der Kapitalerhaltung
Gesetzliche Regelung der Kapitalerhaltung
Zweck der Kapitalerhaltung
AUFFASSUNGEN ZUR NORM DER KAPITALERHALTUNG
Das Auszahlungsverbot
Rechtsfolgen
Sinnhaltigkeit des Gesetztes der Kapitalerhaltung
Schlussfolgerungen zur verbotenen Einlagenrückgewähr
Schlussfolgerungen zum Erstattungsanspruch
Tags:Kapital, Kapitalerhaltung, MoMiG, Kapitalgesellschaften, GmbH, AG, Gesellschaftsrecht
In dieser Arbeit im Rahmen des Proseminars „Historische Methoden“ geht es um das Inventar einer „Schreiber Keuschen am untern Hardt“ aus dem Jahre 1715.
Seminararbeit Nr. 95 |
2,308 Wörter (
ca. 5.8 Seiten ) |
7 Quellen |
2007
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Inhaltsangabe
Hauptsächlich stellt die Arbeit das Transkribieren dar, die weiteren Punkte sind die Interpretation des Transkribierten, das Erfassen des Bestands, Auskünfte über den Beruf des Bauers und dessen Hof, sowie eine Zusammenfassung und ein Rückblick auf das absolvierte Proseminar.
Aus dem Inventarbericht geht hervor, dass Hardt ein Dorf ist, das „ausser den Marckht Secau“ gelegen ist. Die Schreiber Keuschen selbst liegt am „untern Hardt“. Im „Topographisch- statistischen Lexikon von Steiermark “ (Stand von 1978) ist Hart Ortschaft der Katastralgemeinde Neuhofen und wurden nach Seckau eingepgfarrt und eingeschult. Da es bereits 1978 nur 26 Häuser und 148 Menschen in Hardt gab, kann man schlussfolgern, dass es zur Zeit des Inventarberichts nicht viel anders ausschaute und Hart ein eher kleines Dorf ist. Hart liegt 15 Minuten von Seckau entfernt an der Gemeindestraße und am Seinmüllerbach, am Fuße des Sonnenwendwaldes. Die Landschaft rund um Hart und Seckau ist eher eben, zum Teil ein bisschen hügelig. Seckau selbst liegt am Südfuß der Seckauer Alpen in einem Seitental des Murtals.
Das „Dombstüfft“ Seckau ist seit mehr als 850 Jahren eines der Wahrzeichen der Steiermark. 1140 wurde das Kloster als Augustiner-Chorherren-Stift gegründet und 1142 nach Seckau verlegt. Der erste Bischof von Seckau wurde Karl, Propst zu Friesach, welcher im Jahre 1217 die Verwaltung des eigenen Bistums übernahm. Das Bistum hatte aber nur geringe Ausdehnung. Nach der Aufhebung durch Josef II. 1883 wurde das Kloster von Beuroner Benediktinermönchen wiederbesiedelt.
1660 wurde Seckau dann zur Marktgemeinde erhoben.
Outline:
Einleitung
Transkription
Interpretation
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Aus dem Text geht hervor, dass der im Jahre 1714 in der Contagion verstorbene Ruepp Schmäll eine „Schreibers Keuschen“ am unteren Hart bei Seckau hinterlässt.
Eines der Probleme, die sich stellen, ist, dass der Verstorbene weder eine Frau, noch eheliche Leibserben hinterlässt. So geht das Erbe an seine zwei Schwestern, Christina und Katharina. Sehr lange kann er die Keuschen nicht besessen haben, da der Kaufbrief aus dem Jahre 1712, also zwei Jahre vor seinem Tod, stammt. Wie alt der Bauer ist, bzw. wann er seine Ehefrau geheiratet hat, geht aus dem Text nicht hervor. Bei den Dokumenten scheint zwar ein „Heyraths Briff“ auf, ein Datum wird allerdings nicht angegeben.
Aus der „Schätzung der Wahrnus“ geht hervor, dass die hauptsächlichen Arbeitsgebiete des Bauers die Forstwirtschaft und die Viehzucht sind.
Bei der Bestandsaufnahme kann man zwar feststellen, dass der derzeitige Bestand an Tieren nicht sehr groß ist; das Ehepaar besitzt nur eine Kuh, ein Schaf, ein Lamm und eine junge Ziege. Wenn man sich allerdings die Gerätschaften ansieht, die der Bauer am Hof hat, kann man erkennen, dass er sich im Bereich der Viehzucht entweder in den vergangenen Jahren unter anderem auf Schafe und die Weiterverarbeitung von Fleisch und Wolle konzentriert hat, oder dies aber auch erst vorgehabt hätte und ihm nur die finanziellen Mittel fehlen, um sich zwei Jahre nach dem Kauf des Hofes mehr Vieh anzuschaffen. Schafwolle ist ein wichtiges textiles Rohmaterial, das seit vorgeschichtlicher Zeit zur Stoffherstellung gebraucht wurde.
Grund zur Annahme, dass er sich unter anderem auf das Geschäft mit Wolle konzentriert hatte, gibt mir auch die Liste der Schulden im Bestandsbericht, in der er einem Weber Meister und einem Weber Knappen Geld schuldet. Die Wolle, die seine Frau daheim nicht gesponnen hat, hat er also weiterverkauft, oder aber, wie in dem Falle, weiterverarbeiten lassen.
Neben einer „Woll Schär“ und einer „Haar Häckhl“ findet man am Hof 3 Spinnräder, sowie „2 bessere deto“ und „Item ein Spünrath“, was meines Erachtens nach viel ist. Vielleicht spinnt aber auch die Bäurin die Wolle von den Höfen der Nachbarschaft als zweite Einnahmequelle, oder die Räder sind Erbstücke- das wären mögliche Erklärungen für das Vorhandensein so vieler Spinnräder.''
Tags:Sprache, historische Methoden
Die Kontroverse um den Status des Schreins hängt unmittelbar mit der Frage zusammen, der im Rahmen dieser Arbeit nachgegangen werden soll: Stellt der Shintô und damit auch der aus ihm abgeleitete Kaiserkult des Staatsshintô überhaupt eine Religion dar?
Seminararbeit Nr. 28 |
4,050 Wörter (
ca. 10.1 Seiten ) |
9 Quellen |
2007
$ 11.95
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Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts widmete man sich in der abendländischen Wissenschaftsliteratur dem Shintô als Volksglauben der Japaner. Der japanische Volksmoralist Inoue Tetsujirô, auf den der Autor im Laufe seiner Abhandlungen noch näher eingehen wird, befasste sich bereits 1897 mit der philosophischen Ideengeschichte Japans und sah den Shintô als nicht vergleichbar mit westlichen Vorstellungen von Religion. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trieb japanische Gelehrte vor allem die Frage nach der Beziehung von Tennô und Volk um; in diesem Zusammenhang setzte sich insbesondere Ichikawa Daiji mit dem Begriff der japanischen Nation auseinander. In der Zeit des Nationalsozialismus während der dreißiger und vierziger Jahre in Deutschland verengte sich der Blick der Japanforschung überwiegend auf die Untersuchung des „Shintoismus als Quelle des japanischen Volkscharakters und Nationalgeistes“, wie es Kurt Meissner 1939 beschrieb. Der Amerikaner D.C. Holtom brachte in den dreißiger und sechziger Jahren umfangreiche Studien zu den Interdependenzen von Nationalismus und Shintô heraus, auf denen auch die hier vorliegende Arbeit basiert. Erst in der Nachkriegszeit erschienen darüber hinaus Arbeiten, die sich stärker sozialwissenschaftlich bzw. religionssoziologisch mit dem Shintô und seiner Rolle im japanischen Ultranationalismus auseinandersetzten. Weiterhin stützt sich die vorliegende Arbeit maßgeblich auf die Veröffentlichungen von Helen Hardacre und Klaus Antoni, die in den achtziger und neunziger Jahren dem Staatsshintô ausführliche Studien widmeten sowie auf Ernst Lokowandts Schrift über die rechtliche Entwicklung des Staatsshintô während der Meiji-Zeit. Bei der Analyse der oben genannten Fragestellung bedient sich das hier vorliegende Werk einem soziologischen Koordinatensystem, das sich wesentlich nach den Ideen von Max Weber und Emile Durkheim richtet.
Outline:
Einleitung
Die Politische Theologie und der Yasukuni-Schrein
Die Politische Theologie des Carl Schmitt
Die Geschichte des Yasukuni-Schreins
Vom Verhältnis zwischen Shintô und StaatsshintôDie Meiji-Zeit und die Etablierung des Kaiserkultes
Die Trennung von Shintô und Buddhismus
Die ideologische Aufbereitung nationaler Mythen
Die Shinkoku-Ideologie
Die Ideologie vom Familienstaat und die Essenz nationalen Wesens
Fazit
Anhang
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Um die Entwicklung des japanischen Ultranationalismus seit der Öffnung des Landes in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und sein ideologisches Grundgerüst hinreichend verstehen zu können, ist die Zuhilfenahme einer politischen Theorie über die Entstehung und Legitimation von Souveränität, die in ihrer Beschreibung auf das japanischen Herrschaftssystems der damaligen Zeit anwendbar ist, unerlässlich. Der deutsche Staatsrechtler Carl Schmitt veröffentlichte im Jahre 1922 seine Studie zur Politischen Theologie, in der er die Staatslehre in unmittelbare Beziehung zur Theologie setzte. „Alle prägnanten Begriffe der modernen Staatslehre sind säkularisierte theologische Begriffe. Nicht nur ihrer historischen Entwicklung nach, weil sie aus der Theologie auf die Staatslehre übertragen wurden, […] sondern auch in ihrer systematischen Struktur, deren Erkenntnis notwendig ist für eine soziologische Betrachtung dieser Begriffe“ (Schmitt 2004:43) Für Schmitt war die religiös begründete Herrschaft eines starken Führers der bürgerlichen parlamentarischen Demokratie überlegen, da gemäß seiner Auffassung eine Präsidialdiktatur am ehesten den Volkswillen repräsentiere. Als Bewunderer des italienischen Faschismus, rechtfertigte Schmitt in seinen Werken nach 1933 kritiklos auch den aufkeimenden Nationalsozialismus in Deutschland und das Führerprinzip. „Dass der Faschismus auf Wahlen verzichtet […], ist nicht etwa undemokratisch, sondern antiliberal und entspringt der richtigen Erkenntnis, daß die heutigen Methoden geheimer Einzelwahl alles Staatliche und Politische durch eine völlige Privatisierung gefährden, das Volk als Einheit ganz aus der Öffentlichkeit verdrängen […] und die staatliche Willensbildung zu einer Summierung geheimer und privater Einzelwillen, das heißt in Wahrheit unkontrollierbarer Massenwünsche […] herabwürdigen. Gegen ihre desintegrierende Wirkung kann man sich nur schützen, wenn man […] eine Rechtspflicht des einzelnen Staatsbürgers konstruierte, bei der geheimen Stimmabgabe nicht sein privates Interesse, sondern das Wohl des Ganzen im Auge zu haben – angesichts der Wirklichkeit des sozialen und politischen Lebens ein schwacher und sehr problematischer Schutz. Jene Gleichsetzung von Demokratie und geheimer Einzelwahl aber ist Liberalismus des 19. Jahrhunderts und nicht Demokratie“ (Schmitt 1994:126). Schmitts Äußerungen weisen ihn als Anhänger der organischen Staatstheorie aus, die durch den Berliner Verfassungsrechtler Otto von Gierke bereits Einfluss auf die japanische Verfassungsrealität genommen hatte. „Die Organismus-Theorie war vorzüglich dazu geeignet, sowohl die besondere Stellung des Kaisers, als auch seinen Herrschaftsanspruch zu untermauern. Der Vergleich Kaiser = Kopf, Gehirn des Staats-Organ-ismus erklärte die einmalige, vom Volke wesensmäßig unterschiedene Position des Kaisers und wies ihm die Leitung des Staats-Körpers als natürliche Aufgabe zu“ (Lokowandt 1978:51). Obwohl Carl Schmitt seine Ausführungen zur Politischen Theologie nie auf das System der japanischen Tennô-Herrschaft nach 1868 bezog, ist seine faschistische Systemtheorie dennoch auf Japans Kaiserkult anwendbar, da sie die Entlehnung theologischer Begriffe zur Legitimation traditionaler Herrschaftsformen, so wie im Staatsshintô geschehen, erfasst. In den folgenden Ausführungen wird dem theokratischen Herrschaftssystem Japans und dem Yasukuni-Schrein als dessen Sinnbild, stets die Schmitt’sche Definition von Politscher Theologie zugrunde gelegt.''
Tags:Japan, Politik, Meiji-Zeit, Kaiserkult, Shintô und Buddhismus
Im Rahmen dieser Arbeit soll versucht werden, dem Leser zu demonstrieren, warum die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens durchaus negativ ausfallen kann, was besagt, dass das Leben möglicherweise keinen Sinn hat.
Hausarbeit Nr. 141 |
5,510 Wörter (
ca. 13.8 Seiten ) |
9 Quellen |
2004
$ 13.95
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Inhaltsangabe
Die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt für viele Menschen eine Kernfrage der Philosophie dar, obwohl es eine endgültige Antwort vielleicht niemals geben wird.
Es wird in der Arbeit zunächst auf Voraussetzungen bezüglich der Sinnfrage eingegangen, anschließend folgt der Hauptteil, der sich mit verschiedenen philosophischen Positionen befasst, wobei auch Gegendarstellungen anderer Autoren berücksichtigt werden; schließlich endet die Arbeit mit einer kurzen Zusammenfassung und einem Schlussresümee.
Einleitung
Warum die Antwort negativ ausfallen kann
Die Voraussetzung für die Sinnfrage: der Atheismus
Der „Schritt beiseite“
Die Größe des Universums im Gegensatz zu der des Menschen
Der Tod
Der Mensch als Sisyphos
Einschub: Sinn und Wert
Fortsetzung: Der Mensch als Sisyphos
Schluss
Literaturverzeichnis
Textauszug
Im Mittelalter glaubten die Menschen, dass ihr Leben nur die Vorstufe zu einem besseren, ewigen Leben sei, was dabei half, die Mühen des Erdenlebens besser zu ertragen. Der Glaube an Gott war in der Bevölkerung noch sehr stark und gab dem Leben einen Sinn, da dieses einen Platz in der göttlichen Weltordnung einnahm, alles im Weltall Vorhandene erfüllte einen Zweck. Doch in der Neuzeit musste die Religion langsam aber sicher Tribut an die moderne Wissenschaft zollen. Walter T. Stace bemerkt hierzu, dass Wissenschaftler wie Galilei, Kepler und Newton die Zweckursache aus ihrem Denken ausgeschlossen hätten, denn für ihre Arbeit sei die Untersuchung von Zwecken nutzlos gewesen, stattdessen hätten sie ihr Augenmerk auf die Untersuchung von Ursachen gerichtet (vgl. Stace, W.T. 2003, S.66). Durch diese neue Denkweise entstand ein neues Weltbild, das Stace wie folgt beschreibt:
„Ihm zufolge leben wir in einer Welt ohne Zwecke, ohne Sinn und ohne Bedeutung. Die Natur ist nichts anderes als bewegte Materie.“ (Stace, W.T. 2003, S.66)
Diese Erkenntnis stellt für die Religion nach Stace das Ende dar, denn eine Welt ohne Zweck stehe im Gegensatz zu dem Kern des Glaubens der Weltreligionen: Dass es nämlich einen übergeordneten Zweck, einen göttlichen Plan für die Welt gebe (vgl. Stace, W.T. 2003, S.66-67). Die moderne Wissenschaft blüht nach dem Mittelalter immer mehr auf, man sieht dies z.B. am Wandel der Universitäten, die vorher noch größtenteils klerikal ausgerichtet waren, aber im Laufe der Neuzeit ihr Lehrangebot und ihre Arbeitsweisen drastisch ändern. Damit verbunden ist die Verbreitung der wissenschaftlichen Sichtweise auf die Welt und somit die Vorstellung einer Welt ohne Zweck, die wie gezeigt das Ende der Religion bedeutet. Zwar existiert die Religion nach wie vor und viele Menschen nehmen aktiv an religiösen Veranstaltungen teil, aber laut Stace seien sie bereits um ihre Illusionen gebracht und wünschten sich nur das Licht zurück, das zumindest in unserem Kulturkreis bereits erloschen sei (vgl. Stace, W.T. 2003, S.68). Die Religion ist also in ihrem Kern hohl und schon tot, nur wollen dies die Menschen aus Verzweiflung und Angst nicht zugeben, da sie die atheistischen Gedanken erschrecken, auch wenn (oder gerade weil) diese möglicherweise wahr sei könnten. Denn mit der Ablehnung eines übergeordneten Zweckes und somit eines Gottes verfallen, wie Stace erläutert, auch alle Werte, da unsere moralischen Grundsätze von uns selbst erfunden sein müssten und nichts anderes ausdrückten als unsere Neigungen und Abneigungen, die jedoch variierten und deshalb relativ seien (vgl. Stace, W.T. 2003, S.68). Was allerdings noch viel schlimmer wiegt, ist der nun fehlende Sinn des Lebens.
Tags:Philosophie, Dasein, Existenz, Mensch, Denkweise, Weltanschauung, Ideologie, Weltbild
Seminararbeit aus dem Fach Entwicklungsökonomie im Rahmen des Diplomstudiums Volkswirtschaft, 2. Abschnitt
Seminararbeit Nr. 145 |
3,450 Wörter (
ca. 8.6 Seiten ) |
5 Quellen |
2007
$ 9.95
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Inhaltsangabe
In dieser Arbeit geht es um die Etabilierung eines Sovereign Debt
Restructuring Mechanism (SDRM). Der Vorschlag dieser Etabilierung löste eine neue Debatte über Insolvenzverfahren für souveräne Staaten aus. Während sich frühere Proponenten von solch einem Verfahren zuvor noch mit dem harten Widerstand des IWF abfinden mussten, kam nun ein Vorschlag aus den Reihen des Fond selbst. Das im Vorhinein vorgebrachte Argument des IWF, dass eine Anwendung eines Insolvenzrechts auf Staaten gar nicht möglich ist, war somit vergessen worden.
Diese Idee ist aber keineswegs neu. Bereits Adam Smith hatte sie und konkrete Vorschläge zu einem solchen Verfahren gab es bereits in den frühen 1980er Jahren. Diese lehnten sich entweder am Chapter 9 (Schuldenregulierung einer Gebietskörperschaft) oder am Chapter 11 (Insolvenz eines Unternehmens) des amerikanischen Insolvenzrechts
an. Das SDRM kann mit dessen Eigenschaften zum Chapter 11 eingeordnet werden. Inwiefern sich dieses von dem Vorschlag eines Chapter 9, in zivilgesellschaftlichen Kreisen auch Fair Transparent Arbitration Process (FTAP) genannt, unterscheidet bzw. diesem ähnelt soll im Folgenden betrachtet werden.
1 Hintergrund
2 Der Insolvenzprozess beim SDRM
3 Kritik am SDRM (von FTAP-Seite)
4 Vergleich SDRM - FTAP
a. Gemeinsamkeiten
b. Unterschiede
5 Conclusio
Textauszug
Das zahlungsunfähig gewordene Land löst den Insolvenzprozess
unilateral durch die Einstellung der Schuldenbedienung
aus.
Infrage kommen für die Beanspruchung des SDRM:
Schwellenländer mit mittlerem Einkommen, potentiell auch
HIPCs mit großer Schuldenlast im privaten Sektor.
Als erstes sucht das Schuldnerland um Verhandlungen über die
Schuldensanierung mit den Kreditgebern (nicht-bindende Verhandlungen)
an, um damit das SDRM zu aktivieren.
Ob automatisch mit der Einstellung der Schuldenbedienung weitere
Gerichtsverfahren und damit das legale Erzwingen der Rückzahlung
der Schulden für den Insolvenzprozess ausgeschlossen sind, ist nicht
ganz klar. Der Fond hatte dazu verschiedene Vorschläge. Diese
reichen von vorbehaltloser Unterstützung für einen vorübergehenden
Standstill (= zinslose Stehenlassen der Forderungen), dem Gutheißen
eines Stay (= juristischer Mechanismus, der verhindert, dass man den
Schuldner noch klagen kann) bis hin zu verschiedenen Variationen, wo
dies die Gläubiger bestimmen können, in früheren Vorschlägen noch
ohne und dann mit der „hotchpot“ Regel (bei Klage darf man nicht
mehr kriegen als beim SDRM).
Tags:Insolvenz, Entwicklungsländer, Sovereign Debt
Restructuring Mechanism, Chapter 9, FTAP, souveräne Insolvenz