In dieser Arbeit wird der Film "Matrix" dem Neuen Testament gegenübergestellt und die Gemeinsamkeiten verglichen.
Referat Nr. 12 |
2,650 Wörter (
ca. 6.6 Seiten ) |
2 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Immer öfters hört man, dass das Christentum aussterben würde. Die Leute gehen nicht mehr in die Kirche und der christliche Glaube wird bei dem Großteil der Bevölkerung fast vollständig aus dem Alltag verdrängt.
Trotzdem werden die Menschen heute noch ständig mit dem Christentum konfrontiert, oft ohne es zu merken. Vor allem in Filmen heutiger Zeit werden immer häufiger christliche Elemente und Botschaften eingebaut. Und seltsamerweise gehören diese Filme zu den erfolgreichsten überhaupt. Anhand des Films "Matrix" werden hier die auf den ersten Blick nicht gleich sichtbaren Gemeinsamkeiten sehr gut herausgearbeitet.
Outline:
Hauptpersonen
Inhalt
Christliche Religion in Matrix
Bedeutung der Hauptpersonen
Handlung
Vergleich: Matrix und NT
Textauszug
"Neo ist die wichtigste Figur im Film. Sein richtiger Name ist Thomas A. Anderson. Im Film führt er ein Doppelleben: Offiziell ist er Programmierer bei einer bekannten Softwarefirma. Privat hackt er sich unter dem Namen Neo in jedes mögliche Computersystem ein und verkauft illegal Software. Er nennt sich selbst „Neo, der große Hacker“. Er hat das Gefühl, dass mit seinem Leben und der Welt etwas nicht stimmt und macht sich auf die Suche nach einer Antwort.
Morpheus ist ein gesuchter Terrorist und wird von der Mehrheit aller Behörden als der gefährlichste Mann der Welt eingestuft. Er ist der Gründer einer Widerstandsbewegung, zu der Neo im Laufe der Handlung hinzu stoßen wird."
Tags:Christentum, Film
In dieser Hausarbeit wird auf den Schulversuch „Islamische Unterweisung“ eingegangen, der seit dem Schuljahr 1999/2000 in Nordrhein-Westfalen in den Klassenstufen 1 bis 10 durchgeführt wird.
Seminararbeit Nr. 61 |
3,950 Wörter (
ca. 9.9 Seiten ) |
6 Quellen |
2007
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Inhaltsangabe
Der Autor stellt dazu erst eine Übersicht über die Rahmenbedingungen her, unter denen der Unterricht entwickelt wurde und bios heute stattfindet. Anschließend werden die Durchführung des Schulversuchs und seine Akzeptanz in der Gesellschaft dargestellt. Zuletzt geht der Autor auf die Möglichkeit eines Religionsunterrichts für Muslime und Musliminnen in Deutschland ein.
Outline:
Einleitung
Muslime in Deutschland
„Islamischer Religionsunterricht“ in Deutschland
„Islamische Unterweisung“ in Nordrhein-Westfalen
Geschichte und Entstehung, Probleme
Lehrpläne
Teilnehmende Schulen und Akzeptanz des Schulversuchs von Seiten der muslimischen Schülerschaft und ihrer Eltern
Akzeptanz des Schulversuchs von den islamischen Verbänden Islamrat und ZMD
Zukunft des Schulversuches
Ausblick: Islamischer Religionsunterricht in Deutschland
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Mitte der siebziger Jahre wurde deutlich, dass viele der muslimischen Arbeitsmigranten, die seit den frühen sechziger Jahren nach Deutschland gekommen waren, einen dauerhaften Verbleib anstrebten. Zuvor war angenommen worden, dass die Arbeitskräfte nur übergangsweise in Deutschland sein würden und anschließend zu ihren Familien und Kindern in die Heimatländer zurückkehren würden. Daher hatte es zunächst keine Bemühungen gegeben, Muslimen bei ihrer Religionsausübung zu unterstützen und sie in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. Als zahlreiche Familien der Arbeitsmigranten ihren Angehörigen nach Deutschland folgten, wurde die Forderung nach einer angemessenen Unterstützung bei der religiösen Ausbildung der schulpflichtigen Kinder laut. Anders als in vielen anderen Bundesländern wurde diese in Nordrhein-Westfalen – als das Gebiet, das eine besonders starke Nachfrage nach Arbeitsmigranten hatte – aufgegriffen. Bereits im Jahre 1978 wurde das Landesinstitut für Schule und Weiterbildung mit der Ausarbeitung eines Lehrplans für einen islamischen Religionsunterricht beauftragt.''
Tags:Muslime in Deutschland, Islam, Religion, Pädagogik
Die Kontroverse um den Status des Schreins hängt unmittelbar mit der Frage zusammen, der im Rahmen dieser Arbeit nachgegangen werden soll: Stellt der Shintô und damit auch der aus ihm abgeleitete Kaiserkult des Staatsshintô überhaupt eine Religion dar?
Seminararbeit Nr. 28 |
4,050 Wörter (
ca. 10.1 Seiten ) |
9 Quellen |
2007
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Inhaltsangabe
Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts widmete man sich in der abendländischen Wissenschaftsliteratur dem Shintô als Volksglauben der Japaner. Der japanische Volksmoralist Inoue Tetsujirô, auf den der Autor im Laufe seiner Abhandlungen noch näher eingehen wird, befasste sich bereits 1897 mit der philosophischen Ideengeschichte Japans und sah den Shintô als nicht vergleichbar mit westlichen Vorstellungen von Religion. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trieb japanische Gelehrte vor allem die Frage nach der Beziehung von Tennô und Volk um; in diesem Zusammenhang setzte sich insbesondere Ichikawa Daiji mit dem Begriff der japanischen Nation auseinander. In der Zeit des Nationalsozialismus während der dreißiger und vierziger Jahre in Deutschland verengte sich der Blick der Japanforschung überwiegend auf die Untersuchung des „Shintoismus als Quelle des japanischen Volkscharakters und Nationalgeistes“, wie es Kurt Meissner 1939 beschrieb. Der Amerikaner D.C. Holtom brachte in den dreißiger und sechziger Jahren umfangreiche Studien zu den Interdependenzen von Nationalismus und Shintô heraus, auf denen auch die hier vorliegende Arbeit basiert. Erst in der Nachkriegszeit erschienen darüber hinaus Arbeiten, die sich stärker sozialwissenschaftlich bzw. religionssoziologisch mit dem Shintô und seiner Rolle im japanischen Ultranationalismus auseinandersetzten. Weiterhin stützt sich die vorliegende Arbeit maßgeblich auf die Veröffentlichungen von Helen Hardacre und Klaus Antoni, die in den achtziger und neunziger Jahren dem Staatsshintô ausführliche Studien widmeten sowie auf Ernst Lokowandts Schrift über die rechtliche Entwicklung des Staatsshintô während der Meiji-Zeit. Bei der Analyse der oben genannten Fragestellung bedient sich das hier vorliegende Werk einem soziologischen Koordinatensystem, das sich wesentlich nach den Ideen von Max Weber und Emile Durkheim richtet.
Outline:
Einleitung
Die Politische Theologie und der Yasukuni-Schrein
Die Politische Theologie des Carl Schmitt
Die Geschichte des Yasukuni-Schreins
Vom Verhältnis zwischen Shintô und StaatsshintôDie Meiji-Zeit und die Etablierung des Kaiserkultes
Die Trennung von Shintô und Buddhismus
Die ideologische Aufbereitung nationaler Mythen
Die Shinkoku-Ideologie
Die Ideologie vom Familienstaat und die Essenz nationalen Wesens
Fazit
Anhang
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Um die Entwicklung des japanischen Ultranationalismus seit der Öffnung des Landes in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und sein ideologisches Grundgerüst hinreichend verstehen zu können, ist die Zuhilfenahme einer politischen Theorie über die Entstehung und Legitimation von Souveränität, die in ihrer Beschreibung auf das japanischen Herrschaftssystems der damaligen Zeit anwendbar ist, unerlässlich. Der deutsche Staatsrechtler Carl Schmitt veröffentlichte im Jahre 1922 seine Studie zur Politischen Theologie, in der er die Staatslehre in unmittelbare Beziehung zur Theologie setzte. „Alle prägnanten Begriffe der modernen Staatslehre sind säkularisierte theologische Begriffe. Nicht nur ihrer historischen Entwicklung nach, weil sie aus der Theologie auf die Staatslehre übertragen wurden, […] sondern auch in ihrer systematischen Struktur, deren Erkenntnis notwendig ist für eine soziologische Betrachtung dieser Begriffe“ (Schmitt 2004:43) Für Schmitt war die religiös begründete Herrschaft eines starken Führers der bürgerlichen parlamentarischen Demokratie überlegen, da gemäß seiner Auffassung eine Präsidialdiktatur am ehesten den Volkswillen repräsentiere. Als Bewunderer des italienischen Faschismus, rechtfertigte Schmitt in seinen Werken nach 1933 kritiklos auch den aufkeimenden Nationalsozialismus in Deutschland und das Führerprinzip. „Dass der Faschismus auf Wahlen verzichtet […], ist nicht etwa undemokratisch, sondern antiliberal und entspringt der richtigen Erkenntnis, daß die heutigen Methoden geheimer Einzelwahl alles Staatliche und Politische durch eine völlige Privatisierung gefährden, das Volk als Einheit ganz aus der Öffentlichkeit verdrängen […] und die staatliche Willensbildung zu einer Summierung geheimer und privater Einzelwillen, das heißt in Wahrheit unkontrollierbarer Massenwünsche […] herabwürdigen. Gegen ihre desintegrierende Wirkung kann man sich nur schützen, wenn man […] eine Rechtspflicht des einzelnen Staatsbürgers konstruierte, bei der geheimen Stimmabgabe nicht sein privates Interesse, sondern das Wohl des Ganzen im Auge zu haben – angesichts der Wirklichkeit des sozialen und politischen Lebens ein schwacher und sehr problematischer Schutz. Jene Gleichsetzung von Demokratie und geheimer Einzelwahl aber ist Liberalismus des 19. Jahrhunderts und nicht Demokratie“ (Schmitt 1994:126). Schmitts Äußerungen weisen ihn als Anhänger der organischen Staatstheorie aus, die durch den Berliner Verfassungsrechtler Otto von Gierke bereits Einfluss auf die japanische Verfassungsrealität genommen hatte. „Die Organismus-Theorie war vorzüglich dazu geeignet, sowohl die besondere Stellung des Kaisers, als auch seinen Herrschaftsanspruch zu untermauern. Der Vergleich Kaiser = Kopf, Gehirn des Staats-Organ-ismus erklärte die einmalige, vom Volke wesensmäßig unterschiedene Position des Kaisers und wies ihm die Leitung des Staats-Körpers als natürliche Aufgabe zu“ (Lokowandt 1978:51). Obwohl Carl Schmitt seine Ausführungen zur Politischen Theologie nie auf das System der japanischen Tennô-Herrschaft nach 1868 bezog, ist seine faschistische Systemtheorie dennoch auf Japans Kaiserkult anwendbar, da sie die Entlehnung theologischer Begriffe zur Legitimation traditionaler Herrschaftsformen, so wie im Staatsshintô geschehen, erfasst. In den folgenden Ausführungen wird dem theokratischen Herrschaftssystem Japans und dem Yasukuni-Schrein als dessen Sinnbild, stets die Schmitt’sche Definition von Politscher Theologie zugrunde gelegt.''
Tags:Japan, Politik, Meiji-Zeit, Kaiserkult, Shintô und Buddhismus
Die Existenz der zahllosen ungelösten politischen, ethnischen und sozialen Problemen in der gesamten islamischen Welt machen den Fundamentalismus leider jederzeit zum greifbaren Mittel von Problemlösungen.
Seminararbeit Nr. 54 |
3,440 Wörter (
ca. 8.6 Seiten ) |
13 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Die Begriffe wie Islamischer Fundamentalismus, Islamismus, politischer Islam, Extremismus, Terrorismus gelegentlich Islamo-Faschismus, sind in der alltäglichen und öffentlichen Massenmedien dank Titeln wie „Wie gefährlich ist der Islam?“ (Stern, September 2007), „Der Koran. Das mächtigste Buch der Welt“ (Spiegel 52/2007) oder „Papst contra Mohammed. Glaubenskampf um den Islam, die Vernunft und die Gewalt“ (Spiegel 32/2006) überproportional präsent.
Dabei werden oft einige Punkte außer Acht gelassen: Erstens das begriffliche Wirrwarr des Phänomens, dessen Aufklärung aber nicht explizites Ziel der vorliegenden Arbeit ist, und zweitens die Unterscheidung zwischen dem Islam als Gesellschaftsordnung, Rechts- und Wirtschaftssystem und Religion der Muslime, und dem Islamismus als politische Bestrebung (Vgl. Pfahl-Traughber 2008, S. 34 ff.; Hartmann 1997, S. 7). Der Islamismus als politische Bestrebung soll auch der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit sein.
In Kapitel 1 wird der Begriff des zu untersuchenden Phänomens sowie dessen generelles Charakteristikum ins Visier genommen. In Kapitel 2 wird auf das Gewaltpotential der Religionen, insbesondere auf den Islam, näher eingegangen. Des weiteren wird versucht, die Ursachen des Islamismus aus historischen, soziokulturellen und sozioökonomischen Perspektiven zu behandeln. Das anschließende Kapitel befasst sich mit der Reformfähigkeit des Islamismus in Zeiten der Hochmoderne. Im letzten Kapitel werden dann abschließend die Ergebnisse dieser Arbeit zusammengefasst.
Outline:
Einleitung
Begriffsbestimmung: Islamismus oder Islamischer Fundamentalismus?Islam – Religion der Gewalt?
Zur Ursachen des Islamischen Fundamentalismus
Islamitisches Geschichtsbild
Soziokulturelle Erklärungsansatz
Sozioökonomische Erklärungsansatz
Zur Reformfähigkeit des Islamischen Fundamentalismus
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Textauszug
Die Begriffe wie Gewalt, Terrorismus oder Fundamentalismus mit denen meistens etwas negatives assoziiert wird, werden immer häufiger auf einer Skala mit dem Islam eingeordnet (Vgl. Mazyek 2008, S. 97). Diesem öffentlichen Mainstream liegt die Tatsache zugrunde, dass die bisher durchgeführten zahlreichen schwerwiegenden Anschläge hauptsächlich von diversen Islamitischen Organisationen durchgeführt wurden (Vgl. Gemein/Redmer, S. 255). In der Öffentlichkeit herrschenden Vorurteile und Stereotypen, die in der jeweiligen Gesellschaften vorbestimmt sind, was mit deren sozialpsychologischen Zusammenhang erklärt werden kann, tragen ebenfalls zu diesem öffentlichen Mainstream bei (Vgl. Jahn 1980, S. 6 f.). Laut Mayzek (2008) steht hier leider eine kleine Zahl der Muslime für die gesamte Masse der muslimischen Bevölkerung. Dabei werden sie sogar doppelt bestraft, so der Autor, in dem sie einerseits selbst Opfer von terroristischen Anschlägen sind und andererseits generell als Terroristen abgestempelt werden (Vgl. S. 97).
Tags:Politik, Religion, Terrorismus
Die 1975 erschienenen „Scritti corsari“ Pier Paolo Pasolinis stellen eine Sammlung von Zeitungsartikeln dar. Besonders die Konsumgesellschaft mit all ihren Auswirkungen auf Kirche, Sprache oder Jugend kritisiert Pasolini sehr heftig.
Hausarbeit Nr. 196 |
9,208 Wörter (
ca. 23 Seiten ) |
21 Quellen |
2006
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Inhaltsangabe
Im Rahmen dieser Arbeit soll zunächst versucht werden, anhand der Texte Pasolinis eine Charakterisierung der Konsumgesellschaft herauszuarbeiten, um anschließend auf bestimmte Phänomene – wie etwa den Einfluss der Konsumgesellschaft auf die Kirche – näher einzugehen. Auch die nach Pasolini vorhandene gesellschaftliche Nivellierung durch die bürgerliche Konsumgesellschaft kommt zur Sprache.
Inhalt
1 Einleitung
2 Die Herrschaft des Konsums und wie sie sich durchsetzte
2.1 Konsum als neue Religion?
3 Die gesellschaftliche Nivellierung durch den Konsum
3.1 Der Sprachverlust durch die Konsumgesellschaft
4 Schluss
5 Literaturverzeichnis
Textauszug
Als Symbol dieser neuen Gesellschaftsordnung sieht Pasolini das Auto und die Paarbeziehung an, die laut seinem Artikel „Il carcere e la fraternità dell’amore omosessuale“ das „bifronte mostro consumistico“ darstellten. Interessant ist hierbei, dass schon einige Jahrzehnte vor Pasolini ein anderer Autor ebenfalls gerade das Auto als Sinnbild für den bürgerlichen Kapitalismus sah. Die Rede ist von Nobelpreisträger Sinclair Lewis, der in seinem Roman „Babbitt“, einer Satire auf das amerikanische Bürgertum, davon spricht, dass für den Hauptprotagonisten George F. Babbitt dessen Auto – genau wie für alle anderen wohlhabenden Bürger – Poesie und Drama, Liebe und Heldentum bedeute. Warum dies so ist, erklärt Christian Pfister anhand der Situation Amerikas in den 1930er Jahren: „Trägerbranchen des Produktions- und Konsumstils waren die Erdölchemie und die Automobilindustrie, Schlüsselprodukt war das Auto. Das Auto wurde zum idealen Instrument der Freizeitgestaltung, zur Grundlage für neue Lebensstile und neue politische Bewegungen, mit ihm waren direkt und indirekt die meisten Arbeitsplätze verbunden.“
Es ist also die Synthese der beiden wichtigsten Wirtschaftssparten Amerikas, die sich im Auto manifestiert. Zur gesellschaftlichen Bedeutung des Automobils merkt Wolfgang Sachs an, dass es einerseits ein Statussymbol sei; er spricht von einer Dreiecksbeziehung zwischen Besitzer, Konsumgut und den anderen, aber andererseits verheiße es auch Freiheit, da für die Menschen der Konsumgesellschaft Glück gleichbedeutend mit der Akkumulation von Gütern sei und „das Glück wohnt draußen, jenseits der eigenen Person, in einer Welt von Dingen, die man sich erst aneignen muß, um in den Genuß des rechten Lebens zu kommen“. Hier klingt schon die konsumorientierte Ideologie an, die Pasolini in seinen Schriften so entschieden kritisiert. So verwundert es auch nicht, dass der Autor der „Scritti corsari“ in jungen Jahren das Fahrrad bevorzugte. Doch wie sieht die Gesellschaft des Konsums in Italien nun genau aus und wie konnte sie sich überhaupt etablieren?
Tags:Konsumkritik Nachkriegsära Wohlstand Gesellschaftsordnung, konsumorientierte Ideologie
In dieser Arbeit geht es um die Betrachtung der westlichen Russlandbilder, bei denen vor allem in Betracht zu ziehen ist, dass es sich hier nicht um einen statischen, sondern um einen dynamischen Prozess handelt.
Hauptseminararbeit Nr. 140 |
7,180 Wörter (
ca. 18 Seiten ) |
16 Quellen |
2008
$ 15.95
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Inhaltsangabe
Es änderten sich auch die Einstellungen der Regierung bzw. der Bevölkerung gegenüber Russland, sobald die gegebenen internen oder externen Rahmenbedingungen eine Änderung verzeichnet hatten. Außerdem handelt es sich um eine komplexe gesellschaftliche Erscheinung, deren Quelle sich in der nationalen Schatzkammer der jeweiligen Bevölkerungen befindet und historisch-kulturell sowie soziopsychologisch bedingt sind. Nicht zuletzt wurden dabei die Mechanismen der öffentlichen Massenmedien in Anspruch genommen, um die öffentliche Meinung in die gewünschte Richtung zu steuern. Die Darstellungen über Russland sind generell affektgeladen, d.h. sie sind entweder russlandfeindlicher (russophob) oder russlandfreundlicher (russophil) Natur, die sich in polarisierten Begriffen Russophobie vs. Russophilie ausdrückt. Die Zeit zwischen dem Wiener Kongress und dem Krimkrieg wird vor allem von feindlichen Russlandbildern dominiert, dennoch lassen sich aber auch die russlandfreundliche Stimmen in der damaligen Öffentlichkeit zu finden. Der Begriff „die westliche Russophilie“ ist sehr weit gefasst und soll an dieser Stelle eingeengt werden, in dem die Thematik aus der deutschen, insbesondere aus der preußischen, Perspektive, und nicht aus englischen oder französische oder anderen westlichen Perspektive behandelt wird. Anzumerken ist hier noch, dass die vorliegende Arbeit zumal auf die Monographie Russophilie und Konservatismus. Die russophile Literatur in der deutschen Öffentlichkeit 1831-1852 von Jahn Peter (1980) beruht.
Einführung
Ausgangslage
Russophile Literatur
Russophile Autoren
Warum Russophilie?
Historisch bedingte russophile Traditionslinie
Russophobie als Legitimation für Russophilie
Einfluss der zaristischen Regierung auf die westliche öffentliche Meinungsbildung
Die Wandlung des Russlandbildes im Laufe der Revolution und gegen Revolution
Inhaltliche Merkmale von Russophilie
Autokratische Herrscher
Residenz und Hof
Regierung, Administration und Armee
Adel und Volk
Religion und Kirche
Der Russische Messianismus
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Textauszug
Zu unterscheiden ist hier vor allem zwischen der bürgerlich-liberalen Position, die ausdrücklich einen russophoben Standpunkt vertritt und der aristokratisch-konservativen Position, die eindeutig zur Russophilie tendiert. Daher werden hier und im weiteren die Begriffe Russophilie und „konservative Russophilie“ gleichbedeutend verwendet. Die Aussagen über Russland weisen einen hohen Grad von Stereotypen und Affekt beladenen negativen Attribute wie „asiatisch“, „orientalisch“, „barbarisch“, „despotisch“ auf. So sind alle russophile und russophobe Schriften durch eine stark polarisierte und emotional aufgeladene Urteilsbildung sowie durch weitverbreitete Kernstereotypen gekennzeichnet. In dieser Hinsicht wird auch von der Kontinuität der russophoben oder russophilen Einstellungen bzw. Traditionslinien gesprochen (siehe noch Kap. 2.1). Und dieses entweder als vorurteilbedingte Antipathie oder überschwängliche, schwärmerische Emotion geäußerte einseitiges Russlandbild kann auch als Konsequenz mangelhaften Wissens über Russland gesehen werden. Dabei ist zu erwähnen, dass diese Kontroverse zwischen Russophoben und Russophilen innerstaatliche mehr oder weniger in der Polemik zwischen Westlern und Slawophilen ihren Ausdruck findet. Die Auseinandersetzung zwischen Westlern und Slawophilen erfolgt im Vergleich zu dem zu untersuchenden Phänomen eher auf innerstaatlicher und normativer Ebene.
Tags:Politik, Russland
In dieser Arbeit geht es um Formen von Antijudaismus und Antisemitismus, ein von Judenfeinden geprägter Begriff, der heute als Oberbegriff für alle Arten von Judenfeindlichkeit verwendet. Die Geschichte wird vom Autor lesenswert wiedergegeben.
Seminararbeit Nr. 107 |
4,750 Wörter (
ca. 11.9 Seiten ) |
8 Quellen |
2007
$ 12.95
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Inhaltsangabe
Antijudaismus (griechisch-lateinisch: „prinzipiell gegen Juden“) nennt man die Ablehnung, Anfeindung und Verfolgung von Angehörigen des Judentums durch Christen, Kirchen, christliche Staaten und Regierungen. Diese Judenfeindschaft entstand mit dem Alleingeltungsanspruch des Christentums. Sie wurde seit der Zerstörung des Jerusalemer Tempels 70 n. Chr. bis zur „konstantinschen Wende“ zum Grundbestand christlicher Theologie. Sie bestimmte seit der Spätantike - von räumlich und zeitlich begrenzten toleranten Perioden abgesehen - die Volksfrömmigkeit und den Umgang christlicher Mehrheiten mit jüdischen Minderheiten in weiten Teilen Europas während des Mittelalters.
Seit der Reformation wurde der Antijudaismus in die Neuzeit überliefert, wo er sich je nach Ländern und Konfessionen parallel zum Antisemitismus bis 1945 unterschiedlich ausprägte.
Outline:
Antijudaismus - Antisemitismus
Antijudaismus
Judenfeindlichkeit
Die Verantwortung der Kirche im Holocaust
Juden – Eine einflussreiche Bürgerschaft
Der ewige Judenhass
Chronologischer Ablauf des Antijudaismus
Martin Luther und die Juden 1500 – 1546
Jüdische Emanzipation und Judenfeindlichkeit 1750 - 1880
Übergang Antijudaismus – Antisemitismus
Antisemitismus in Österreich
Antisemitismus im ersten Weltkrieg (1914 – 1918)
Antisemitismus zu Beginn von Hitlers Machtergreifung
Antisemitismus nach dem Anschluss
Heimholen! – Die Judenmission
Die Rolle der katholischen Kirche - Fazit
Literatur
Textauszug
''Edward Kardinal Cassidy – australischer Leiter der Vatikankommission für religiöse Beziehungen zum Judentum wurde 1987 vom damaligen Papst Johannes Paul II beauftragt, die Frage zu untersuchen, in wie weit der katholischen Kirche Mitschuld am Holocaust gegeben werden kann. Rudolf Hochhuth hat in seinem Theaterstück „der Stellvertreter“ das Thema „Päpstliche Mitschuld am Holocaust“ aufgeworfen. Das Kernproblem des Holocaust ist, dass besonders die Länder mit einer langen christlichen Kultur als Mitschuldige am Völkermord in Verbindung gebracht werden. Die Kirche hat aber zu jeder Zeit Schuld von sich gewiesen jedoch eine gewisse Diskriminierung der Juden zugegeben. Alle Erklärungen zu dieser Thematik stellten jedoch fest, dass rassistische Ideologie niemals gebilligt sondern stets verdammt worden ist.''
Tags:Judenfeindlichkeit, Antisemitismus, Judentum, Religion, Holocaust, Israel
In dieser Arbeit wird das Grabes des Papstes sehr genau analysiert und vom Autor sehr interessant dargestellt.
Essay Nr. 99 |
2,530 Wörter (
ca. 6.3 Seiten ) |
12 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Zusammenfassend ergibt sich aus der Analyse, dass der Künstler römische Traditionen, eingebettet in die Ideen der Renovatio Romae mit den Neuerungen der französischen Gotik sowie den religiösen Vorstellungen seiner Zeit verbindet. Um die Entstehung, den Künstler und dessen Beeinflussung widersprechen sich die Thesen der Kunsthistoriker. Nach der Meinung des Autors zu urteilen, ist das Monument ein besonders schönes Beispiel, welches zeigt, dass Kunstentwicklung und Kunstgeschichte selten linear zu betrachten sind. Das künstlerische Schaffen des Pietro di Oderisii bewegt sich zwischen katholischen Lehrmeinungen, politischen Vormachtstellungskämpfen und künstlerischen Neuerungen. In dieser Zerrissenheit, die vielleicht von Künstler oder Auftraggeber gar nicht so empfunden wurden, entstand dieses einmalige und für spätere Kunstwerke prägende Monument.
Outline:
Papst Clemens IV.
Das Grabmonument Clemens IV.
Der Künstler des Clemensgrabes
Die Frage nach den Ursprüngen der kunsthistorischen Besonderheit des Clemensgrabes
Der religiöse Aspekt
Der kunsthistorische Aspekt
Der politische Aspekt
Bibliographie und Bildnachweis
Textauszug
''Das 1271/1272 errichtete Grabmal des Papstes ist in Fragmenten erhalten und verfügt über eine wechselvolle Geschichte. Am 29.11. 1268 verstarb der Papst in seiner Residenz nach nur drei jähriger Amtszeit in Viterbo, sein Leichnam sollte in der Dominikanerkirche S. Maria in Gradi gemäß seines Wunsches begraben werden. Allerdings forderten die Kathedralkanoniker der Stadt die Dominikaner auf, die sterblichen Überreste des Nachfolgers Petri in die Domkirche zu überführen. Die „Enteignung“ der Dominikaner hatte nicht nur religiöse, sondern auch wirtschaftliche Gründe, nämlich die Sicherung des Zustromes der Gläubigen. Erst 1276 gelang es Papst Innozenz V. Leiche und Grabmal in die Kirche des Bettelordens zurück zu bringen. 1885 fand schließlich eine Translation im Rahmen der Säkularisierung von S. Maria in Gradis (heutiges Museo Civico) nach San Francesco alla Roca statt, wo es sich noch heute befindet. Neben zahlreichen Beschädigungen, verursacht durch den Transport der Grabteile, wurden dem Kunstwerk außerdem im 2. Weltkrieg bzw. im Rahmen der Restaurierung schwere Schäden zugefügt.''
Tags:Religion, Vatikan, katholische Kirche
In dieser Arbeit beschreibt der Autor Bachs Matthäus Passion, analysiert und interpretiert diese.
Hausarbeit Nr. 74 |
2,830 Wörter (
ca. 7.1 Seiten ) |
5 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Dass der bekanntlich gottesfürchtige deutsche Großmeister Johann Sebastian Bach einen großen Teil seines Schaffens sakraler Musik widmete, vermag kaum zu verwundern. So machte er sich ebenso mehrmals erfolgreich an die Gattung der oratorischen Passion, in der wir die in dieser Arbeit zu besprechende „Matthäuspassion“ vorfinden. Basierend auf der Übersetzung der Kapitel 26 und 27 des Matthäus-Evangeliums in die deutsche Sprache durch den Reformator Martin Luther, vertonte Bach ein in enger Zusammenarbeit entstandenes Libretto des deutschen Dichters Christian Friderich Henrici (bekannt unter dem klingenden Namen Picander), das den letzten, irdischen Lebensabschnitt Jesu Christi beschreibt.
Bis heute findet sich eine einschlägige Melodie aus Bachs Matthäuspassion in gängigen, zeitunabhängig praktizierten Kirchenliedern wieder. Hans Leo Haßler (um 1600) hat sie komponiert, und zwar zu dem weltlichen Text „Mein G’müt ist mir verwirret, das macht ein‘ Jungfrau zart“. Sie gehört – wie auch z. B. das Innsbrucklied – zu den bekanntesten „Kontrafakturen“, d. h. sie wurde später mit geistlichen Texten versehen und lebt in dieser anderen Gestalt als eine der berühmtesten Choralmelodien bis auf den heutigen Tag.“ Zu einem der bekanntesten Choräle der Kirchengeschichte machte sie später „einer der bedeutendsten deutschsprachigen Kirchenlieddichter“, Paul Gerhardt, in den 1650er Jahren unter dem Titel "O Haupt voll Blut und Wunden", wie sie Bach schließlich auch in seinem Werk einsetzt. Diese bekannte Notenfolge wird im folgenden Text noch ausreichend Stoff für eine genauere Analyse hervorbringen, da sie in der betreffenden Passion einen recht auffällig großen Stellenwert einnimmt.
Outline:
Einleitung
Allgemeines
Inhalt und Form
Vorlage
Besetzung
Form
Tochter Zion und die Gläubigen
Absichtliches Falschkomponieren
Zahlensymbolik
Oh Haupt voll Blut und Wunden
Der zweite Akt
Rhythmus der Geißelung
Komm süßer Tod
Das Ende
Quellenverzeichnis
Textauszug
''Zu Lebzeiten beinahe vergessen, wurde die musikalische Welt erst wieder durch die Bach-Renaissance des 19. Jahrhunderts auf dieses, sein längstes (die zugegebenermaßen für heutige Verhältnisse geradezu schleppend in niedrigem Tempo durchgezogene Einspielung unter der Leitung Otto Klemperers aus den 1960ern beläuft sich auf stattliche 3 Stunden, 44 Minuten) und wohl epochalstes Werk aufmerksam, als es der junge Felix Mendelssohn Bartholdy am 11. März des Jahres 1829 in Berlin aufführte. Ihm ist es hauptsächlich zu verdanken, dass das musikalische Schaffen Bachs ursprünglich von Europa ausgehend heute weltweit den entsprechenden, angemessenen Stellenwert nicht mehr nur ausschließlich bei Experten besitzt. Neben der Johannespassion ist dieses wiederentdeckte Werk Johann Sebastian Bachs einzig erhaltene Passion – sowohl die Markus- als auch die Lukaspassion gelten spätestens seit 1945 als verschollen. 1729 als Frühfassung entstanden erfuhr die Nummer 244 laut Bach Werkverzeichnis immer wieder Veränderungen und Anpassungen in Text, Abfolge, Instrumentierung und Besetzung. Zusätzlich dazu führten unterschiedliche Aufführungspraxen und Interpretationen eines derart komplexen Werkes über einen solch langen Zeitraum hinweg zwangsläufig zu einer hohen Variabilität des jeweiligen Klangresultates, sodass es eine eindeutige, endgültig „wahre“ Fassung nicht zu greifen gibt. Die Uraufführung fand am 15. April 1729 in der St. Thomas Kirche in Leipzig unter der Leitung des Komponisten höchstpersönlich statt (andere Quellen erwähnen das Jahr 1727 für Komposition und Uraufführung).''
Tags:Musik, Religion, Johann Sebastian Bach, sakrale Musik, Kirche, Christentum
In der vorliegenden Arbeit befasst sich der Autor mit einem Teilbereich des religiösen Wandels, und zwar mit dem Wandel der Frauenbilder in zwei großen Weltreligionen - dem Christentum und dem Islam.
Seminararbeit Nr. 56 |
7,820 Wörter (
ca. 19.6 Seiten ) |
19 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Im ersten Kapitel der Arbeit wird zunächst die traditionelle Rolle der Frau in den heiligen Schriften des Christentums behandelt. Als Untersuchungstexte werden vor allem neutestamentliche Schriften (im Einzelnen die vier Evangelien des Christentums) behandelt, es werden jedoch auch die vor den Evangelien entstandenen heiligen Texte wie die Paulusbriefe, Pastoralbriefe und Apostelgeschichten zum Teil miteinbezogen. Im Abschnitt 1.2.1 des ersten Kapitels wird ein Fallbespiel aus dem evangelischen Kreis in Deutschland behandelt, das zeigt, wie der Wandel des Frauenbildes im evangelischen Kontext erfolgte.
In Abschnitt 1.2.2 wird die themenbezogene Entwicklung in der römisch-katholischen Kirche zusammengefasst. Im ersten Abschnitt des zweiten Kapitels der Arbeit wird die traditionelle Stellung der Frau im Islam (anhand der Auslegungen des heiligen Korans) behandelt. In den Abschnitten 2.2.1 und 2.2.2 wird zum einen das Phänomen „Gender Dschihad“ in arabischen Ländern behandelt, und zum anderen wird der Wandel des Frauenbildes im islamisch religiösen Kontext anhand eines Beispiels aus Marokko veranschaulicht.
Abschließend werden im dritten Kapitel die Ursachen und Gründe dieses Bedeutungswandels im christlichen und islamisch-religiösen Umfeld aufgegriffen, zusamen mit der Frage, warum es zu diesem Wandel kam.
Outline:
Einleitung
Christentum
Traditionelles Bild der Frau in der christlichen Bibel
Wandel des Rollenbildes der Frau in Deutschland
In der Evangelischen Kirche am Beispiel von Deutschland
In der Katholischen Kirche
Islam
Traditionelles Bild der Frau im Koran
Wandel der Frauenstellung in arabischen Ländern „Gender Dschihad“
Neues Familienrecht „Moudawana“ in Marokko
Einige Überlegungen zum Wandel von Frauenbildern
Fazit
Literaturverzeichnis
Textauszug
Momentan sind alltäglich die Aussagen zu hören, dass der Koran als Grundlage für die Unterdrückung der Frau diene, das Christentum dagegen die Befreiung der Frau mit sich gebracht habe. So geht Rita Rieplhuber in ihrer Studie Die Stellung der Frau in den neutestamentlichen Schriften und im Koran (1986) zur Relevanz dieser Aussagen auch anderen Fragestellungen nach.
Rieplhuber (1986) meint, dass trotz der Bekenntnisse aller Evangelien zu der besonderen Zugehörigkeit der Frauen zum Reich Gottes, in den Evangelien Markus und Matthäus diese Frage nicht gesondert behandelt wird. Für diese scheine die Frauenfrage kein Problem zu sein, sie sprechen erst spät in den Passions- und Ostergeschichten von den Frauen. Im Matthäus Evangelium verwende man vorwiegend männliche Bezeichnungen für Christen und sogar in Mt 1,21 sei zum Beispiel die Verkündung der Geburt Jesu nicht auf Maria, sondern auf Josef zurückgeführt (vgl. S. 40 f.).
In Lukas finde dagegen diese Frage, wie bei Rieplhuber (1986) zu lesen ist, deutliche Betonung durch die Erfahrung der aktiven Teilnahme an der kirchlichen Arbeit in den heidenchristlichen Gemeinden von selbstbewussten, meist vermögenden Frauen (vgl. S. 41). Nur in Johannes sei den Frauen eine ausdrückliche Stellung eingeräumt, die schon in der Struktur sichtbar sei. So stehen am Anfang in jeden der drei johanneischen „Bücher“ zwei Episoden in denen die Frauen Initiative ergreifen, das folgende Geschehen vorbereiten und einen musterhaften Glaube an Jesus zeigen (vgl. ebd. S. 41 f.). Die Evangelien liefern darüber hinaus einerseits keine explizite Stellungnahme Jesus gegenüber Frauen (vgl. ebd. S. 43) und andererseits wird in den wenigen Überlieferungen zum Verhältnis Jesus gegenüber Frauen weder Abwertung noch jegliche Befürwortung für die Unterdrückung der Frauen zum Ausdruck gebracht, abgesehen davon, dass alle seine zwölf Apostel Männer waren (vgl. ebd. S. 269). Man spricht sogar davon, dass Jesus in diesem Sinne ein Feminist war (Swidler 1982, zitiert nach Mitscha-Eibl 1995, S. 35).
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