In dieser Arbeit geht es um den Vietnamkrieg; wie es dazu kam, die Kämpfe, Opfer, Folgen und die Rolle der USA.
Seminararbeit Nr. 119 |
2,016 Wörter (
ca. 5 Seiten ) |
3 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
Mehr als ein Jahrzehnt lang versuchten die USA, die Übernahme von
Südvietnam durch den kommunistischen Norden und verbündete Rebellen zu verhindern. Die Kämpfe und die Bombardements kosteten bis zu vier Millionen Menschen das Leben und verwüsteten das Land. Die Ausweitung des Krieges auf Kambodscha bereitete dem Schreckensregime der Roten Khmer den Boden. Der Vietnamkrieg wurde für die USA zum moralischen und militärischen Fiasko. „Vietnam stellt bis heute das größte Verbrechen der amerikanischen Politik dar“, schreibt Eric Frey. Nirgendwo sonst wurde so viel Blut vergossen und menschliches Elend verursacht. Dass die Vietnamesen den Amerikanern heute mit großer Freundlichkeit entgegentreten, spricht für dieses Volk, das im 20. Jahrhundert hauptsächlich durch die Schuld anderer furchtbares Leid ertragen musste.
Outline:
Moralisches und militärisches Fiasko
Rolle 1: Der Kampf der „rechten (guten)“ Politik gegen den „bösen“
Kommunismus
Die Domino-Theorie als Allheilmittel
Freiheit um jeden Preis
Die Politik des „es gibt kein Zurück“
Rolle 2: Wirtschaftliche und politische Interessen in Süd-Vietnam
Die zweifelhafte Rolle der AID
Amerikas Verwicklung in den frühen Dogenhandel
Rolle 3: Der Einfluss Henry Kissingers
Textauszug
Der Vietnamkrieg begann als klassischer antikolonialer Unabhängigkeitskrieg. Indochina war seit Ende des 19. Jahrhunderts eine französische Kolonie, die von den Besatzern ausgebeutet, aber wirtschaftlich und sozial kaum entwickelt wurden. Zugleich gab es aber immer mehr gebildete Vietnamesen, die die französische Herrschaft ablehnten. Während des 2. Weltkriegs arrangierte sich
die französische Kolonialregierung in Vietnam mit den vordringenden Japanern und bot ihnen das Land als militärische Basis für Operationen in Südost-Asien an. Die Strategie der Amerikaner war, einerseits massive Finanzhilfe an Südvietnam zu leisten und andererseits alles zu unternehmen, um die „Kommunisten” zu vernichten. Mit ihrer Finanzhilfe wollten die Amerikaner erreichen, Südvietnam zu einer kapitalistischen und demokratischen Gesellschaft zu entwickeln, welche wirtschaftlich und sozial gesehen dem kommunistischen Norden überlegen war. Sollte dies gelingen, so der Standpunkt der Amerikaner, würde der kommunistisch regierte Norden Vietnams seine Anziehung auf die vietnamesische Bevölkerung und damit seine Existenzberechtigung verlieren.
Tags:Krieg, Politik, Amerika, Wirtschaft, Asien
In Friedrich Nietzsches Werk „Also sprach Zarathustra“ vertritt der Autor sehr radikale Positionen. Doch er kritisiert nicht nur, sondern er bietet dem Leser das neue Prinzip des „Übermenschen“ an.
Hausarbeit Nr. 185 |
5,598 Wörter (
ca. 14 Seiten ) |
7 Quellen |
2005
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Inhaltsangabe
Im Rahmen dieser Arbeit soll zunächst erklärt und interpretiert werden, was genau der „Übermensch“ eigentlich ist, inwiefern Nietzsches Vorstellungen umsetzbar sind, um schließlich mit einer speziellen Fragestellung an Nietzsches Überlegung vom „Übermenschen“ heranzutreten, die sich damit beschäftigt, ob der „Übermensch“ nicht bloß eine weitere Religionsform ist und ob es überhaupt möglich ist, Nietzsches Idee zu verwirklichen.
Textauszug
Ein grobes Bild des Übermenschen ist nach der Klarstellung, was er eben nicht ist, umrissen. Der Übermensch ist nicht wie der Mensch jemand, der sich in „Hinterwelten“ flüchtet und seine Energien an Götzendiensten verbraucht. Er hat sich sowohl von seinem Staat als auch von seiner Religion emanzipiert. Außerdem hat er alte Moralvorstellungen von Bord geworfen und sich neue Werte erschaffen. Möglich geworden ist dies dadurch, dass sein Geist die „drei Verwandlungen“ durchlaufen hat. Damit erklärt sich auch, was der Übermensch ganz konkret ist: eine veränderte Denkweise des Menschen, die für ihn ganz untypisch ist, ja vielleicht sogar gegen seine Natur ist, da etwa die Metaphysik bisher ein fester Bestandteil jeder menschlichen Kultur war. Beatrix Himmelmann hat demnach Recht, wenn sie behauptet, der Übermensch sei ein Chiffre der für eine Aufgabe stehe, die der Mensch sich selbst sei (vgl. Villwock, P. 2001, S.147). Diese Aufgabe besteht darin, nicht mehr menschlich sondern “übermenschlich“ zu Denken. Natürlich hat auch Annemarie Pieper nicht ganz Unrecht, wenn sie behauptet, der Übermensch sei eine Tätigkeit (vgl. Pieper, A. 1990, S.56), doch dem „übermenschlichen Handeln“ geht das „übermenschliche Denken“ vor.
Tags:Weltanschauung, Geisteswissenschaft, Religionsstifter, Religion, Mensch
Am 8. Mai 1693 gründete der bayrische Kurfürst Josef Clemens die Bruderschaftdes hl. Erzengels Michael. Die Verehrung des hl. Michael spielte nicht nur für das Haus Wittelsbach und ihre Politik eine große Rolle, sondern auch für die Bevölkerung der Zeit.
Seminararbeit Nr. 108 |
2,055 Wörter (
ca. 5.1 Seiten ) |
8 Quellen |
2007
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Inhaltsangabe
In dieser Arbeit geht es um den Erzengel Michael, der im Christentum als einer der vier Erzengel (die anderen sind Gabriel, Raphael und Uriel) gilt, erwähnt im Alten Testament (Daniel 12,1) und in der jüdischen Apokalyptik als Schutzengel Israels, im Neuen Testament als der Bekämpfer des Teufels (Brief des Judas 9) und Anführer der himmlischen Heerscharen im Kampf gegen den endzeitlichen Drachen (Offenbarung des Johannes 12,7). Er gilt als Vertrauter Gottes und Fürsprecher der Menschen bei Gott und ist ist heiliger Schutzpatron der Kirche - im Mittelalter des Heiligen Römischen Reiches und der christlichen Ritter - heute zahlreicher Kirchen und Städte. Als Tag seiner Verehrung (zusammen mit Gabriel und Raphael) wird der 29. September begangen (Michaelistag).
Daneben spielt Michael eine wichtige Rolle im Totenkult des traditionellen Volksglaubens. Er ist es, der ein Verzeichnis der guten und schlechten Taten eines jeden Menschen erstellt, das diesem zunächst am Tag des Sterbens (Partikulargericht), aber auch am Tage des Jüngsten Gerichts vorgelegt wird und auf dessen Basis er über ihn richtet. Er erscheint hier in der wichtigen Position des Seelenwägers, der die Seele des Verstorbenen auf ihrem Weg ins Jenseits geleitet.
Outline:
Die Erzbruderschaft St. Michael
Der Erzengel Michael
Patron der Soldaten
St. Michael, der Heilkundige
Erste Gründungen von Orden und Bruderschaften zum Hl. Michael
Gründung der Erzbruderschaft St. Michael
Das Haus Wittelsbach und der hl. Michael
Die Erzbruderschaft St, Michael heute
Textauszug
Der Hl. Michael wurde – gemeinsam mit anderen Heiligen wie dem Hl. Georg, dem Hl. Sergius oder dem Hl. Mauritius – als Patron der Soldaten und Krieger verehrt. Er gilt als Symbol der ecclesia militans, der wehrhaften Kirche: Princeps militiae coelestis quem honorificant angelorum cives (“Fürst der himmlischen Heerscharen”).
Im Spätmittelalter wurde Michael gemeinsam mit dem Heiligen
Georg zum Patron des Rittertums und speziell der ihm geweihten Ritterorden, des Ordre de Saint-Michel (Frankreich, 1469) und des Order of St. Michael and St. George (England, 1818), berufen.
Tags:Theologie, Religion
Dieser Aufsatz wirft ein Schlaglicht auf die marginale Rolle Jesu innerhalb der "Fleurs du mal" von Charles Baudelaire, die sich durch eine kritisch-revolutionäre Haltung dem Christentum gegenüber auszeichnen.
Wissenschaftlicher Aufsatz Nr. 174 |
2,460 Wörter (
ca. 6.2 Seiten ) |
1 Quelle |
2008
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Inhaltsangabe
Die Analyse zieht insbesondere die beiden Gedichte "Bénédiction" und "Le Reniement de Saint Pierre" zur Exemplifierung der aufgestellten Thesen heran.
Textauszug
Nachdem im Widmungsgedicht Au lecteur ein polyphoner Lobgesang auf seinen Widersacher Satan angestimmt worden ist, ist es Bénédiction, das eigentliche Eröffnungsgedicht der Fleurs du mal, das Jesus in den Vordergrund rückt. Jedoch wird nicht dessen Geschichte erzählt, sondern vielmehr die Alternativfassung seines Lebens, die der « Poète » (V.2) durchlebt. Vor allem die Verfluchung erhofft unverbindlicher und kurzlebiger Genüsse (V.7) lässt den Verdacht auf eine Anspielung zu hoher Wahrscheinlichkeit aushärten. Schließlich hallt darin das an Maria vollbrachte Werk des Heiligen Geistes wieder, das die Geburt Jesu bewirkt hat. Im Gegensatz zur entbehrungsreichen Flucht, die Maria und Josef aufgrund der von Herodes veranlassten Volkszählung auf sich nehmen müssen, kommt es der die unerwünschte Leibesfrucht Empfangenden in diesem Gedicht zupass, auf so martialische Weise ihres ‘Ballasts’ entledigt zu werden, wie es dem von Rom eingesetzten Vasallenkönig der Überlieferung nach vorschwebte.
Tags:Petrus, Verleugnung, Blasphemie, Ruinöses Christentum, Bénédiction, Le Reniement de Saint Pierre, Charles Baudelaire
Wie ist Internet entstanden, und welche Rolle spielt es heute?
In dieser Arbeit wird auf obige Frage sehr ausführlich und aufschlussreich eingegangen.
Hausarbeit Nr. 75 |
3,270 Wörter (
ca. 8.2 Seiten ) |
5 Quellen |
2005
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Inhaltsangabe
In dieser Arbeit geht es darum, dass mittlerweile auch die Qualität an Arbeiten im Internet steigt – nicht nur die Quantität. Es kann durchaus ausreichend sein, bei gewissen Themenbereiche nur auf das Internet zu vertrauen; es empfiehlt sich dennoch, seinen Wert im Vergleich zu „herkömmlichen“ Bibliotheken nicht zu überschätzen. Eine fundierte Eingabe von Suchworten ist der essentiellste Teil einer Internet-Recherche mit Suchmaschinen. Die benötigte Arbeitszeit, aus der gewaltigen Flut an Information, die das Internet bietet, das Wichtigste herauszufiltern, kann schon im Vorfeld minimiert werden.
Textauszug
''Im Dezember 1969 hingen die ersten vier Großrechner bereits am ARPANet, dessen Kernstück der Datenübertragung – der von Paul Baran erdachte, paketorientiere Übertragungsmodus – bis heute zum Einsatz kommt. Weitere Rechner sollten im Laufe der Zeit folgen – wenn auch nur langsam, denkt man an heutige Maßstäbe: Immerhin 61 Knoten zählte das Netzwerk zehn Jahre nach seiner Entstehung 1979. Als Grund dafür könnte man die Umstrukturierung der ARPA sehen, die in den 1970ern in DARPA („Defense Advanced Research Projects Agency“) umbenannt wurde, wie sie noch heute besteht, und seit her offiziell nur Projekte unterstützt, die der Verteidigung des Landes dienen. Universitäten allerdings, die sicherlich noch viel stärker vom ARPANet hätten profitieren können, erfüllen diese Voraussetzung offensichtlich nicht, oder zu geringfügig. Forschungsstätten, die nicht direkt Forschung für das Verteidigungsministerium oder Militär betrieben, konnten sich einen Zugang zumeist nicht leisten, was eine Entwertung jener Institutionen hinsichtlich der Entscheidung darstellte, an welcher Universität ein Professor nun lehren möchte – ein Teufelskreis.
Schließlich war eine Abspaltung der Universitäten vom ARPANet, und eine Entwicklung eines eigenen Netzwerks 1980 die logische Folge: Das CSNet („Computer Science Network“) war geboren. Am Ende einer 5-jährigen Subventionierung war diese neue Vernetzung „ein erstes, gelungenes Beispiel für ein selbst finanziertes Wissenschaftsnetz“ , das durch die Gebühren der teilnehmenden Forschungsstätten erhalten wurde.''
Tags:Kommunikation, Computer, online
Der Text ist ein Versuch, in Kürze die verschiedenen Facetten des Dekabristenaufstandes aufzuzeigen.
Essay Nr. 176 |
2,180 Wörter (
ca. 5.5 Seiten ) |
13 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Gerne wird der Dekabristenaufstand, der am 26. Dezember 1825 in St. Petersburg stattfand, als Russlands erste Revolution bezeichnet. Im kollektiven russischen Gedächtnis ist es eines der wichtigsten Ereignisse des 19.Jahrhunderts. Mitglieder und Sympathisanten der Dekabristenbewegung sind im Volk sehr beliebt und werden bis heute hoch geachtet.
Doch, dieser Aufstand ist, milde ausgedrückt, gescheitert. Und selbst A.S. Puschkin, der den Dekabristen sehr nahe stand, schrieb „in ihrem tiefsten Inneren waren sie nicht revolutionär gesinnt. Es entsprach alles ihrer Langeweile, dem Tatenhunger ihres jungen Gemüts. Erwachsene Männer zwar, flüchteten sie doch in die tollkühne Abenteuerlust der Jugend“.
Welche Rolle spielte der Dekabristenaufstand nun in der russischen Geschichte? War er mehr als eine „Spinnerei“ einiger gelangweilter junger Menschen?
I Einleitung: Beliebtheit der Dekabristen im Volk – „Aufstand aus Langeweile“
II Dekabristenbewegung und ihre Rolle in der russischen Geschichte
1) Geschichtlicher Kontext
2) Dekabristenbewegung
3) Der eigentliche Aufstand
III Schluss: unmittelbare und mittelbare Folgen
Textauszug
Um die Entstehung und die scheinbare Widersprüchlichkeit der Dekabristenbewegung zu verstehen, muss sie in ihrem zeitlichen und räumlichen Kontext betrachten werden.
Zu Beginn des 19.Jahrhunderts war Russland zu einer Weltmacht aufgestiegen. Das Reich war beständig gewachsen und hatte mit der Niederlage Napoleons den Höhepunkt seiner politischen Stärke erreicht. Die junge russische Elite wuchs mit dem Bewusstsein auf, jedem noch so unbesiegbar erscheinenden Feind überlegen zu sein. Doch die napoleonischen Kriege hatten sie auch darauf aufmerksam gemacht wie rückständig Russland in vielen Bereichen war. Sie hatten die Ideale der Aufklärung bzw. der französischen Revolution kennen gelernt und viele hatten sich davon begeistern lassen. Mit Zar Alexander I. war 1801 ein junger und zunächst reformwilliger Zar auf den Thron gekommen. Doch der „Befreier Europas“ herrschte in Russland weiterhin autokratisch und unternahm wenig, um die sozialen Probleme seines Landes zu lösen. Zu jener Zeit konnten etwa 97-98% der russischen Bevölkerung nicht lesen und schreiben , ein überwiegender Teil der Bauern waren Leibeigene ohne jegliche Rechte, im Militär kam es häufig schon bei kleinen Delikten zu grausamen Folterungen...
Tags:Russlands Revolution, Puschkin, Geschichte
Dieses Referat verfolgt das Ziel, die Signifikanz und den vielfältigen didaktisch-kognitiven Ertrag zu betonen, den "Interkulturelles Lernen" für den Wissenserwerb der Schüler mit sich bringt.
Referat Nr. 155 |
9,280 Wörter (
ca. 23.2 Seiten ) |
25 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
„Anschlag auf Aussiedlerheim!“ Diese oder ähnliche Schlagzeilen kann man den Medien fast täglich entnehmen. In letzter Zeit ist eine zunehmende Gewaltbereitschaft gegenüber ausländischen Mitbürgern festzustellen. Die Gründe für die aggressiven Überfälle und Ausschreitungen können nicht genau festgelegt werden, doch läßt sich bei der deutschen Bevölkerung häufig eine Angst gegenüber Fremden, Unbekannten und vor einer Überfremdung Deutschlands erkennen.
Es kann wohl nicht abgestritten werden, daß für die Politik hier ein wichtiges Betätigungsfeld entstanden und Handlungsbedarf vorhanden ist, die dadurch in der Gesellschaft bestehenden Probleme zu lösen. Durch die Tatsache, daß sich die Bundesrepublik Deutschland immer mehr zu einer multikulturellen Gesellschaft entwickelt, hat sich auch für die Pädagogik ein neuer Aufgabenbereich herausgebildet. Es muß also geprüft werden, welche Rolle der Pädagogik zukommt und welche Umsetzungsmöglichkeiten sich ergeben. Der Schule kommt hierbei eine wichtige Aufgabe zu, denn gerade dort treffen Kinder aus den verschiedenen Nationen mit unterschiedlichen kulturellen Voraussetzungen täglich aufeinander und rein nationale Klassen sind heute inzwischen eher die Ausnahme. Neben den deutschen Kindern sitzen deutsche Aussiedler aus Rumänien oder der Ukraine, Spanier, Griechen, Türken und Italiener. Aus diesem Grund haben die Lehrerinnen und Lehrer vor allem in den Grund- und Hauptschulen die Aufgabe, diese neue Situation zu akzeptieren und mit pädagogisch, erzieherisch und didaktisch sinnvollen Konzepten zu reagieren.
1. Vorbemerkung
2. Begriffsklärung
3. Entwicklung interkultureller Pädagogik
4. Historische Herausforderung einer interkulturellen Erziehung BRD als Einwanderungsland - Aktuelle Situation
5. Begründung Interkultureller Erziehung
6. Zielsetzungen Interkultureller Erziehung
7. Die Rolle des Lehrers im Interkulturellen Unterricht
8. Realisierungsmöglichkeiten zur Verwirklichung der Interkulturellen Erziehung
9. Unterrichtsbeispiele
10. Probleme und Grenzen Interkulturellen Unterrichts
11. Schlussbemerkung
Textauszug
Nach MOSER charakterisiert multikulturell „[...] zunächst einen Zustand einer Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlicher nationaler Herkunft mit verschiedenen Kulturen unter einem nationalen Dach leben. Diese demographische Entwicklung zeichnete sich seit dem Ende der 50er Jahre bei uns ab.“
Multikulturell bezeichnet nach WIATER die Tatsache, daß in einer Gesellschaft oder einer Gruppe verschiedene unterschiedliche Kulturen zusammenleben. Mit multikulturell läßt sich also der Zustand der Bundesrepublik beschreiben, denn dort leben die Angehörigen verschiedener Kulturräume in Frieden nebeneinander. Für die Schule bedeutet multikulturell, daß die Schülerinnen und Schüler gemeinsam unterrichtet werden und nebeneinander lernen.
FRANKE beschreibt multikulturell folgendermaßen: „[...] Multikulturell – das schließt Vermischung aus, denn es bedeutet: nebeneinander leben; hier ist Kultur als statisch anzusehen.“
Tags:pädagogische Konzepte, multikulturell, bikulturell, Interkultureller Unterricht
Ziel dieser Arbeit ist es, die Tätigkeit des Herstellens zu charakterisieren und abzugrenzen von der Arbeit und dem Handeln.
Seminararbeit Nr. 93 |
3,890 Wörter (
ca. 9.7 Seiten ) |
5 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Hannah Arendt sucht in ihrem Buch „Vita activa oder Vom tätigen Leben“ Antworten auf die Frage „Was tun wir, wenn wir tätig sind?“. Dabei unterscheidet sie drei Tätigkeitsbereiche des Menschen: das Arbeiten, das Herstellen und das Handeln. Diese Trias charakterisiert das menschliche Leben. Hannah Arendt stimmt hier mit Karl Marx überein, auch dieser meinte: „… denn was ist Leben [anderes] als Tätigkeit…“ (http://www.mlwerke.de/me/me40/me40_510.htm )
Die Arbeit ist für die Erhaltung des Lebensprozesses verantwortlich. Das Herstellen bringt Dinge hervor, die dem Homo faber Beständigkeit geben. Das Handeln ist politisch, es kann nur durch Pluralität geschehen. (vgl. Arendt 2008)
Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Kapitel „Das Herstellen“. Es soll aufgezeigt werden, welche Eigenschaften Hannah Arendt dem Herstellen zugeschrieben hat und wo die Grenzen sind zwischen dem Herstellen und den anderen beiden Tätigkeiten. Was zeichnet einen Menschen aus, der herstellt? Warum werden Gegenstände erzeugt? Was braucht der Mensch, um Objekte herstellen zu können?
Diese Fragen möchte der Autor im Zuge der Seminararbeit beantworten. Ziel dieser Arbeit ist es, die Tätigkeit des Herstellens zu charakterisieren und abzugrenzen von der Arbeit und dem Handeln.
Outline:
Einleitung
Das Herstellen
Die Dauerhaftigkeit der Welt
Die Verdinglichung
Die Rolle des Instrumentalen in der Arbeit
Die Rolle des Instrumentalen für das Herstellen
Der Tauschmarkt
Die Beständigkeit der Welt und das Kunstwerk
Schlussfolgerungen
Literaturverzeichnis
Textauszug
''Das Herstellen ist für Arendt „das Werk unserer Hände, und nicht die Arbeit unseres Körpers…“ (Arendt 2008, S. 161). Herstellen kann nur der Homo faber, nicht das Animal laborans. Der Homo faber ist der herstellende Mensch, er bearbeitet mit seinen Händen vorgegebenes Material zum Zwecke der Herstellung, dadurch entstehen Dinge. Im Gegensatz dazu steht das Animal laborans, dies ist der arbeitende Mensch. Im Unterschied zum Homo faber vermischt er sich körperlich mit dem Material seiner Arbeit, der herstellende Mensch verbindet sich nicht mit seinem Material.
Die Dinge, welche hergestellt werden, werden benutzt, dabei werden sie zwar gebraucht, aber nicht verbraucht. Sie sind nach der Benutzung immer noch da, man kann sie immer wieder benutzen, sie besitzen eine gewisse Haltbarkeit, wenn sie nicht zerstört werden. Dadurch erzeugen sie eine Beständigkeit in der Welt, diese ist wichtig, damit sich die Menschen auf der Erde einrichten können, sie brauchen die Gegenstände, um die Welt als ihre Heimat ansehen zu können. Objekte werden nicht hergestellt, um konsumiert zu werden, sondern um der Welt etwas Dauerhaftes zu verleihen. „Abgelöst vom Tätigkeitsgang, verbleiben die Gegenstände unseres Herstellens relativ dauerhaft in ihrer vorliegenden Dinghaftigkeit.“ (Breier 2005, S. 95) Im Vergleich zum Herstellungsprozess ist die Verweildauer auf Erden von den Dingen eine sehr lange.
Durch das Gebrauchen der Dinge werden diese aber abgenutzt. Sie werden zwar nicht verzehrt, aber sie halten nicht ewig. Auch wenn die Dinge nicht benutzt werden würden, würden sie irgendwann verfallen und wieder zur Natur zurückkehren, wo sie Homo faber herausgerissen hat. (vgl. Arendt 2008, S. 161f)''
Tags:Philosophie, Mensch
In dieser Arbeit werden durch eine ausgeprägte Literaturrecherche die ikonographischen Veränderungen der Kriegsfotografie von den frühen Kriegen des 19. Jahrhunderts bis zu den postmodernen Kriegen der Gegenwart wiedergegeben.
Diplomarbeit Nr. 58 |
28,750 Wörter (
ca. 71.9 Seiten ) |
66 Quellen |
2007
$ 19.95
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Inhaltsangabe
150 Jahre liegen zwischen den Anfängen der Kriegsfotografie im Krimkrieg von 1853 und der High-Tech Kriegsbildberichterstattung im Irakkrieg von 2003. Dennoch haben diese Kriege, wie auch alle zwischen ihnen liegenden, einen gemeinsamen Nenner: Sie alle versuchten, das Medium der Fotografie nicht für kulturelle, sondern vornehmlich für militärische und propagandistische Zwecke zu gebrauchen.
Die propagandistische Nutzung des Mediums Fotografie entlarvt nämlich auch dessen Schwäche: Zwar täuschen die fotografischen Abbildungen physischer Ereignisse Authentizität vor – ob die abgebildeten Ereignisse aber der Wirklichkeit entsprechen, lässt sich ihnen nicht entnehmen. In diesem Zusammenhang soll vor allem die Rolle der Bildlegende im Rezeptionskontext des Bildes näher untersucht werden.
Gerhard Paul vertritt die Ansicht, dass sich „sowohl der industrialisierte Krieg der Vergangenheit als auch der elektronische Krieg der Gegenwart letztlich der bildlichen Repräsentation entzieht“. Somit sind alle in der Kriegsbildberichterstattung gefertigten Bilder im Endeffekt nur Versuche, dem Krieg ein Gesicht zu verpassen – sei es ein humanisiertes, ästhetisiertes, entkörperlichtes oder entbrutalisiertes. Das prinzipiell antizivilisierte Ereignis Krieg sollte durch den Einsatz der visuellen Abbildung eine zivilisierte Form einnehmen – wenn auch nur in den Köpfen der Betrachter dieser Fotografien. Sie gaben ihm eine Ordnungsstruktur, die der Krieg per se nicht hat.
Neben dem offiziell vermittelten Bild des Krieges gelangte aber auch immer wieder sein inoffizielles, tabuisiertes Gesicht an die Öffentlichkeit. Von Kriegsgegnern aus eigenen Reihen oder als Propagandawaffe der gegnerischen Seite produziert, zeigten sie statt Militärparaden die zerstörten Schlachtfelder. Statt den Soldaten als Helden zu sehen, zeigten sie von Saldaten entstellte Kriegsopfer oder eine Leiche, statt Gewinn, war nur Verlust zu sehen.
Ein weiterer Aspekt, den diese Arbeit verfolgt, ist die Frage nach den Beweggründen für oder gegen die Darstellung von Leid, Tod und Gewalt in den Fotografien des Krieges. Warum wird Leiden in den Kriegsbildern dargestellt? Wie wird es rezipiert? Welche Rolle spielen die Massenmedien dabei?
Siegfried Kracauer beschäftigte sich bereits 1927 mit den Möglichkeiten der Fotografie und ihren Platz in den Massenmedien und stellte dabei kritisch fest, dass die künstlichen Bilder der Realität die eigentliche Realität ablösen würden. Ein weiterer Kritikpunkt an der Fotografie war, dass sie die Realität aus dem Zusammenhang bringen würde: „Die »Bildidee« vertreibt die Idee, das Schneegestöber der Photographien verrät die Gleichgültigkeit gegen das mit den Sachen Gemeinte.“
Jeder Krieg kreierte dabei eine eigene ikonographische Identität, einen ästhetischen Code, den der Mensch bis heute mit dem Wort Krieg assoziiert. Seien es die Grabenkämpfe aus den Fronten des Ersten Weltkriegs, die Bilder des von sowjetischen Soldaten eingenommenen Berliner Reichstags am Ende des Zweiten Weltkriegs, die Atombombenaufwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, das Bild des gefallenen Soldaten im Moment seines Todes aus dem spanischen Bürgerkrieg, die Straßenexekution eines Vietkonganhängers durch den Südvietnamesischen Polizeichef oder der Sturz der Saddam Statue in Bagdad – es sind allesamt Bilder, die die Rezeption des Krieges während und nach der Kampfhandlungen maßgeblich beeinflusst haben.
Das 19. Jahrhundert war das Zeitalter der industriellen Revolution, löste durch die Erfindung der Fotografie aber auch eine visuelle Revolution aus, die die Wahrnehmung der Menschen fundamental veränderte. Wurde die Fotografie im frühen 19. Jahrhundert wegen ihrer im Gegensatz zur Malerei maschinellen Bildproduktion noch als „Teufelskunst“ in Frage gestellt, trat ihr medialer Siegeszug dennoch innerhalb weniger Jahrzehnte ein. Was zuvor als Wirklichkeit wahrgenommen wurde, waren Dinge, derer sich der Mensch mit seinen eigene Augen vergegenwärtigen konnte. Durch die technisch erzeugten und beliebig reproduzierbaren Bilder, die die Fotografie fertigte, wurde die visuelle Welterfahrung nach außen hin, über den eigenen Lebenshorizont und dessen Wirklichkeit hinaus, ausgeweitet. Die Fotografie vermittelte dem Menschen die Illusion, Teilnehmer der darin abgebildeten Wirklichkeit zu sein, ohne sich dabei jedoch auf eine physische Empfindung stützen zu müssen. Die Kraft der Bilder, neue, authentisch erscheinende Realitäten zu kreieren, wurde auch von den politischen Machthabern erkannt und zum Zwecke der Kriegsdokumentation und Propaganda gebraucht. Während in den Kriegen des 19. Jahrhunderts, dem Krimkrieg und dem Amerikanischen Bürgerkrieg die Möglichkeiten der Fotografie (auch bedingt durch das frühe technische Entwicklungsstadium der Fotoapparate) nur vereinzelt voll ausgenutzt wurden, vollbrachten die frühen industrialisierten Kriege des 20. Jahrhunderts, der Erste und Zweite Weltkrieg, einen Quantensprung im Gebrauch der Fotografie zu den Zwecken der Kriegsführung. Die technischen Möglichkeiten wurden immer größer, womit auch die Möglichkeit der Bilder, eine modifizierte Realität zu kreieren, expliziter genutzt wurde. In den folgenden Kriegen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, dem spanischen Bürgerkrieg, dem Vietnamkrieg wie den Golfkriegen von 1991 und 2003 wurden die Techniken zur Bildpropaganda und der militärischen Kontrolle über die Bildhoheit im Krieg noch mehr erweitert und effektiver ausgeübt. Diese Arbeit soll durch die chronologische Behandlung der Kriege die Entwicklung der Kriegsfotografie u.a. geschichtlich nachvollziehbar machen.
Outline:
Vorwort
Erkenntnisinteresse
Theorie
Die Kriegsfotografie im 19. Jahrhundert
Der Krim-Krieg (1853-1856)
Der amerikanische Bürgerkrieg (1861-1865)
Fotografie im 1. Weltkrieg (1914 – 1918)
Der mediatisierte Krieg
Deutsche Kriegsfotografie
Alliierte Kriegsfotografie
Fotografie im Spanischen Bürgerkrieg (1936 – 1939)
Der erste Medienkrieg
Republikanische Kriegsfotografie
Franquistische Kriegsfotografie
Fotografie im Zweiten Weltkrieg (1939 – 1945)
Der moderne Propagandakrieg
Nationalsozialistische Kriegsfotografie
Alliierte Kriegsfotografie
Sowjetische Kriegsfotografie
Fotografie im Vietnam Krieg (1964 – 1973)
Der massenkulturelle Krieg
Amerikanische Kriegsfotografie
Nordvietnamesische Kriegsfotografie
Fotografie im Golf Krieg (1991)
Der postmoderne Krieg
Amerikanische Kriegsfotografie
Irakische Kriegsfotografie
Fotografie im Irak Krieg (2003)
Der präventive Krieg
Amerikanische Kriegsfotografie
Irakische Kriegsfotografie
Resümee
Wie verändert die Bildlegende den Rezeptionskontext eines Bildes?
Warum wird das Leiden in der Kriegsfotografie dargestellt?
Literaturverzeichnis
Textauszug
Im 19. Jahrhundert fand durch die ansteigende Industrialisierung, die Entwicklung der Fotografie und anderer technischer Innovationen auch eine Veränderung im Kriegswesen statt und leitete das Zeitalter der „modernen Kriege“ ein. Diese zeichnen sich vor allem durch ihren Einsatz von Massenheeren, industrialisierter und technisierter Kriegsführung mittels neuer mechanischer Waffen wie dem Maschinengewehr sowie moderner Kommunikationsmedien wie Telegrafie oder Fotografie aus.
Für die Rekrutierung von Massenheeren brauchte es ein Medium, dass das Volk in den Krieg mit einzubeziehen vermochte. Die Fotografie spielte in diesem Prozess schon von Anbeginn einen Hauptbestandteil in der medialen Kriegspropaganda. Im Gegensatz zur bisher üblichen Schlachtenmalerei nahm man von der Fotografie an, dass sie, im Gegensatz zur Malerei, den Krieg objektiv darzustellen vermochte, ein wirklichkeitsgetreues Bild des Krieges wiedergeben konnte und zugleich die zu rekrutierenden Rezipienten zu begeistern wusste. Aufgrund der technischen Grenzen der frühen Fotografie, vor allem durch die schweren und übergroßen ersten Fotoapparaten und der zweitaufwendigen Belichtungs- und Drucktechnik, eignete sie sich für eine militärisch-propagandistische Verwendung in den Kriegen des 19. Jahrhunderts jedoch nur bedingt: Der Fotograf war mit seinen Apparaturen schlichtweg zu langsam, um die Momentaufnahmen eines Gefechtes einzufangen. So ließen sich nur ruhende Handlungen festhalten, wie z.B. Waffen und Gerätschaften, die Lagerplätze der Soldaten, verlassene Gefechtsfelder, Dörfer und Straßen, Truppenversammlungen oder Portraits von Offizieren.
Dennoch wurden Krieg und Fotografie bereits in der Frühphase der Kriegsfotografie zu „kongruenten Betätigungen“ , die das Verhältnis des Menschen zu Krieg wie fotografischem Bild dauerhaft veränderten. Der Krieg wurde den Erzählungen und Malereien entrissen und „als Bild in die Lebenszusammenhänge der Menschen eingefügt“.
Als erster Krieg dieser Art ist der Krim-Krieg (1853-1856) zu nennen. Geführt von einer englisch-französisch-türkischen Koalition, die gegen die russischen Expansionsbestrebungen auf der Krim vorging, stellt er den Anfangspunkt der modernen, industrialisierten Kriegsführung da, der sich auch den Mitteln der Fotografie bemächtigte. Der Krim-Krieg war der erste Krieg des Industriezeitalters und durch seine Miteinbeziehung von Fotografen und Journalisten auch der erste Pressekrieg.
Während auf russischer Seite keine Ambitionen gezeigt wurden, den Krieg zu dokumentieren und medial zu verarbeiten, berichteten auf Seite der westlichen Koalition insgesamt 15 Photographen über den Feldzug für ihre Heimatländer, unter Anderem die Briten James Robertson und Roger Fenton sowie die Franzosen Jean-Baptiste-Hendri Durand-Brager sowie George Shaw Lefèvre.
Vor allem die Bilder Roger Fentons, die in ihrer Ästhetik den zeitgenössischen Geschmack der Briten und Franzosen widerspiegelte, formten in ihren Abbildungs- und Deutungsmuster den Stil der Kriegsfotografie bis in das 20. Jahrhundert und gingen als exemplarische Vertreter in die Geschichte der Kriegsfotografie ein.
Tags:Politik, Medien, Psychologie, Soziologie, Propaganda, Kriegspropaganda
Der Zugang des Autors dieser Arbeit zu diesem Thema ergab sich aus der Diskussion mit seiner Großmutter, als er zufällig die Fernsehübertragung aus dem Parlament verfolgte, in der es um die Entschädigung der so genannten „Trümmerfrauen“ ging.
Seminararbeit Nr. 113 |
3,838 Wörter (
ca. 9.6 Seiten ) |
12 Quellen |
2006
$ 11.95
Einzelheiten
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Inhaltsangabe
In der Auseinandersetzung mit dieser Problematik entwickelte sich die Frage, die es in dieser Arbeit zu beantworten gilt: Wie veränderte sich die wirtschaftliche uns soziale Lebenssituation (gemeint ist damit auch die Rolle) der Frau im Zeitraum von 1945 – 1968?
Aus dieser Fragestellung heraus entwickelte der Autor seine Hypothese, dass das Spektrum der Frauenrolle von der „Trümmerfrau“ der Nachkriegszeit über das Idealbild der Hausfrau und Mutter in den 50er Jahren zur emanzipierten jungen Frau der späten 60er Jahre reicht und sich zudem das Rollenbild – bedingt durch die individuelle wirtschaftliche Situation – in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten verschieden ausgeprägt zeigen müsste. In den Bildern unserer Welt lassen sich unsere Weltbilder erkennen. In historischen Abbildungen
begegnet uns die Vorstellung, die die Gesellschaft von sich hat. Dies gilt in besonderem Maße für die Werbung, die uns ständig umgibt und zur Stellungnahme herausfordert.
Die vorliegende Arbeit bezieht sich u.a. auf das Frauenbild in westdeutscher Werbung der 50er und 60er Jahre. Diese Epoche deutscher Geschichte ist für eine geschichtswissenschaftliche Darstellung der Wirtschaftswerbung besonders interessant, weil anhand der Werbung Wandlungsprozesse im Frauenbild beobachtet werden können. Der Autor hat dazu zwei Bilder zum Vergleich herangezogen. Das erste Bild zeigt eine Situation in den ersten Nachkriegsjahren, als Europa, insbesondere Deutschland und Österreich, ein Land der Frauen war. Wie nie zuvor standen Frauen im öffentlichen Leben. Als Straßenbahnschaffnerinnen, als Familienvorstände, als Trümmerfrauen, die wieder aufbauten, was die Männer im Krieg zerstört hatten.
Im Gegensatz dazu die Werbeanzeige einige Jahre später, die Wunsch statt Wirklichkeit abbildete. Die Frau auf dem Werbefoto lächelte dem Betrachter verführerisch und ein bisschen dümmlich als „Häschen“ zu. Die Werbung transportierte in den 50er Jahren offenbar ein Frauenbild, das wenige Jahre zuvor nicht denkbar gewesen wäre: Frauen hatten hübsch zu sein, die Ehe anzustreben und sich in ihre Hausfrauenrolle zu fügen. Ob es sich dabei um eine Zurückdrängung handelte oder die Frauen bereitwillig ihre alte Rolle akzeptierten, kann der Autor in dieser Arbeit nicht beantworten.
Outline:
Einleitung
Die Nachkriegszeit – Sehnsucht nach Geborgenheit und Gemütlichkeit im eigenen Heim
Hausarbeit in den vierziger und frühen fünfziger Jahren (1945 – 1955)
Die Frau als Mutter, Hausfrau und „Herzeige Objekt“
Ehe und Familie – Ideale geraten in Bewegung
Das Rollenbild der (berufstätigen) Frau
Leben, Schönheit und Konsum im "Wirtschaftswunder"
Neue Materialien – Neue Mode – Der Wunsch nach Internationalität
Wie „Frau“ wohnte
Kino, TV, Sport und Urlaub
Zusammenfassung
Anhang (Abbildungen)
Literatur
Textauszug
''Die weibliche Berufstätigkeit außerhalb der Familie wird als notwendiges Übel der Zeit betrachtet, das mit allen Mitteln abzuschaffen ist. Sie wird als etwas zeitlich Begrenztes angesehen, das durch die widrigen Umstände und die Notwendigkeit der Nachkriegszeit notwendig geworden war. In der Nachkriegszeit hatte die Hausarbeit einen außerordentlich hohen Stellenwert, sowohl in materieller als auch in ideeller Hinsicht. Durch eine geschickte Haushaltsführung konnte die Hausfrau einen großen Beitrag zur Versorgung und zum besseren Überleben der Familie beitragen. Die Themen „Hausfrauenhilfe“ und „praktische Tipps für Haushalt und Garten“ nehmen viel Platz in den Frauenzeitschriften der damaligen Zeit ein. Hausarbeit wird nicht nur für das Überleben der Familie als unentbehrlich erachtet, sondern auch die ideelle Funktion wird betont. In dieser Zeit beginnt auch die Technisierung des Haushaltes. Gegen Mitte der fünfziger Jahre avancierte der Kühlschrank zum Wunschtraum der österreichischen Durchschnittsfamilie schlechthin und zählte neben Fernseher und Waschmaschine zu den begehrtesten Statussymbolen.
1955 befanden sich in den österreichischen Haushalten bereits 77.500 Kühlschränke und bis 1970 hatte sich diese Zahl mehr als verdoppelt.Innerhalb zweier Jahrzehnte war aus dem begehrten
Luxusgegenstand ein alltägliches Haushaltsgerät geworden und obwohl ein Kühlschrank 1955 damals noch das gesamte Monatseinkommen eines Normalverdieners kostete und damit fast
genauso unerreichbar wie ein Urlaub war, sparten viele auf ihren ersten „Bosch“. Schließlich wich Anfang der fünfziger Jahre die Unsicherheit und Apathie der ersten Nachkriegsjahre aus den
Köpfen der Deutschen und Österreicher.''
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