Seminararbeit aus dem Fach Entwicklungsökonomie im Rahmen des Diplomstudiums Volkswirtschaft, 2. Abschnitt
Seminararbeit Nr. 145 |
3,450 Wörter (
ca. 8.6 Seiten ) |
5 Quellen |
2007
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Inhaltsangabe
In dieser Arbeit geht es um die Etabilierung eines Sovereign Debt
Restructuring Mechanism (SDRM). Der Vorschlag dieser Etabilierung löste eine neue Debatte über Insolvenzverfahren für souveräne Staaten aus. Während sich frühere Proponenten von solch einem Verfahren zuvor noch mit dem harten Widerstand des IWF abfinden mussten, kam nun ein Vorschlag aus den Reihen des Fond selbst. Das im Vorhinein vorgebrachte Argument des IWF, dass eine Anwendung eines Insolvenzrechts auf Staaten gar nicht möglich ist, war somit vergessen worden.
Diese Idee ist aber keineswegs neu. Bereits Adam Smith hatte sie und konkrete Vorschläge zu einem solchen Verfahren gab es bereits in den frühen 1980er Jahren. Diese lehnten sich entweder am Chapter 9 (Schuldenregulierung einer Gebietskörperschaft) oder am Chapter 11 (Insolvenz eines Unternehmens) des amerikanischen Insolvenzrechts
an. Das SDRM kann mit dessen Eigenschaften zum Chapter 11 eingeordnet werden. Inwiefern sich dieses von dem Vorschlag eines Chapter 9, in zivilgesellschaftlichen Kreisen auch Fair Transparent Arbitration Process (FTAP) genannt, unterscheidet bzw. diesem ähnelt soll im Folgenden betrachtet werden.
1 Hintergrund
2 Der Insolvenzprozess beim SDRM
3 Kritik am SDRM (von FTAP-Seite)
4 Vergleich SDRM - FTAP
a. Gemeinsamkeiten
b. Unterschiede
5 Conclusio
Textauszug
Das zahlungsunfähig gewordene Land löst den Insolvenzprozess
unilateral durch die Einstellung der Schuldenbedienung
aus.
Infrage kommen für die Beanspruchung des SDRM:
Schwellenländer mit mittlerem Einkommen, potentiell auch
HIPCs mit großer Schuldenlast im privaten Sektor.
Als erstes sucht das Schuldnerland um Verhandlungen über die
Schuldensanierung mit den Kreditgebern (nicht-bindende Verhandlungen)
an, um damit das SDRM zu aktivieren.
Ob automatisch mit der Einstellung der Schuldenbedienung weitere
Gerichtsverfahren und damit das legale Erzwingen der Rückzahlung
der Schulden für den Insolvenzprozess ausgeschlossen sind, ist nicht
ganz klar. Der Fond hatte dazu verschiedene Vorschläge. Diese
reichen von vorbehaltloser Unterstützung für einen vorübergehenden
Standstill (= zinslose Stehenlassen der Forderungen), dem Gutheißen
eines Stay (= juristischer Mechanismus, der verhindert, dass man den
Schuldner noch klagen kann) bis hin zu verschiedenen Variationen, wo
dies die Gläubiger bestimmen können, in früheren Vorschlägen noch
ohne und dann mit der „hotchpot“ Regel (bei Klage darf man nicht
mehr kriegen als beim SDRM).
Tags:Insolvenz, Entwicklungsländer, Sovereign Debt
Restructuring Mechanism, Chapter 9, FTAP, souveräne Insolvenz
In diesem Kurzbericht soll der aktuelle Stand der Forschung dargestellt werden, da trotz des großen Erfolges immer noch nicht klar ist, welche Mechanismen dahinter stecken.
Hausarbeit Nr. 64 |
1,040 Wörter (
ca. 2.6 Seiten ) |
6 Quellen |
2009
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Inhaltsangabe
Seit die sog. Rhesus-Prophylaxe in den 60er Jahren entdeckt wurde, wird sie erfolgreich im klinischen Alltag eingesetzt. Ohne diese würden 17% der Frauen während oder nach der Schwangerschaft gegen RhD immunisiert werden, wodurch die Gefahr entstünde, dass in der nächsten ein Rh+ Kind an hämolytischer Krankheit bei Feten und Neugeborenen (HDFN) erkrankt. Mit post- und pränataler Prophylaxe wurde diese Zahl auf 0,1 reduziert. Von vielen wird sie gar als die erfolgreichste Antikörpertherapie bezeichnet.
Textauszug
''Die Rhesus-Prophylaxe wird bei D-negativen schwangeren Frauen angewandt, bei denen die Gefahr besteht, dass sie aufgrund eines D-positiven Kindes gegen dessen rote Blutkörperchen Antikörper entwickeln. Bis vor ein paar Jahren wurde nur postnatal passives anti-D intramuskulär verabreicht, das die Erythrozyten, die bei der Geburt übertreten, auffangen soll. Eine optimale Wirkung wird hierbei erzielt, wenn die Gabe innerhalb von 72 Stunden erfolgt, spätestens aber 13 Tage danach.2 2002 hat das NICE (National Institute of Health and Clinical Excellence)1 verordnet, dass auch die Blutkörperchen, die während der Schwangerschaft über die Plazenta in den mütterlichen Kreislauf gelangen und zu HDFN führen können, durch eine pränatale Prophylaxe abgefangen werden sollen. Der Zeitpunkt wurde auf die 28. Schwangerschaftswoche festgelegt, da vorher ein Übertritt äußerst selten ist. Normalerweise werden hierbei 300 mikrogramm IgG verabreicht.2 Nach 2-3 Tagen sollte das mütterliche Blut noch einmal auf fetale Zellen untersucht werden, um die Wirkung sicherzustellen. ''
Tags:Medizin, Impfungen, Pharmazie
Vorstellung der Sicherheitskonzepte im eCommerce.
Übersicht über die Risiken des Online-Bezahlwesens.
Beschreibung des Risikomanagements
Facharbeit Nr. 165 |
10,050 Wörter (
ca. 25.1 Seiten ) |
24 Quellen |
2008
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Inhaltsangabe
„Sicherheit bezeichnet einen Zustand, der frei von unvertretbaren Risiken der Beeinträchtigung ist oder als gefahrenfrei angesehen wird. Mit dieser Definition ist Sicherheit sowohl auf ein einzelnes Individuum als auch auf andere Lebewesen, auf unbelebte reale Objekte oder Systeme wie auch auf abstrakte Gegenstände bezogen.“
Wir beschränken uns in dieser Abhandlung auf die Sicherheit von Systemen und Individuen.
Um Sicherheit zu gewährleisten, müssen laut Definition Gefahren vermieden bzw. beseitigt werden, und dieser Zustand muss auch dauerhaft gewährleistet sein. Diese Abhandlung gibt einen Überblick über die Mechanismen der Vertrauens- und Sicherheitsbildung, sowie deren Risiken.
Abbildungsverzeichnis
Vorwort
Allgemeine Bedeutung von Sicherheit
Bedeutung von Vertrauen
Besorgte Kunden
Vertrauensbildende Maßnahmen
Soziale Maßnahmen
Sicherheit von Bezahlsystemen
Internetbanking
PIN/TAN Verfahren
Phishing
Webseiten Spoofing
Der HBCI Standard
Kreditkarten
Kreditkartendiebstahl
GefälschteInternetshops
Sicherheitslecks in Kreditkartendatenbanken
Rechnung der Kreditkartennummer
Lastschriftverfahren
Unrechtmäßige Einzugsermächtigung
Elektronisches Geld
PayPal
ClickandBuy
LUUPAY
Sicherheitsprobleme der E-Payment Systeme Übernahme der Email Adresse
Kommunikation
E-Mail
Authentizität
Vertraulichkeit / Autorisation
Integrität
Nichtabstreitbarkeit
Sichere Übertragung mittels Verschlüsselung
Digitale Signaturen
VoIP
Sicherheitsmaßnahmen
Industriespionage
Gefahrenquellen
Gefahren für das Unternehmen
Datenschutz
Schwachstelle Mensch
Privatanwender
Mitarbeiter
Risikomanagement
Qualitative Risikoanalyse
Angreiferstärke
Plausibilität von Angriffen
Risikohandhabung
Informatische Verfahren
Ökonomische Instrumente
Zahlen und Fakten zur Internetkriminalität im Bezug auf eCommerce
Rechtliche Aspekte des eCommerce
Verbot von Prüfungswerkzeugen zur Verifikation von Sicherheitssystemen
Zukunft
Literaturverzeichnis
Quellen Daniel Taphorn
Abkürzungsverzeichnis
Textauszug
Das Thema Sicherheit hat im eCommerce verschiedene Dimensionen: Wann fühlt sich ein Kunde sicher, wann hat er Vertrauen in eine eCommerce Anwendung? Wie schützt man die Übertragung von Kundendaten? Welche Anforderungen gibt es hinsichtlich des Datenschutzes? All diese Fragen haben nicht nur einen technischen Aspekt sondern auch einen Sozialen. Der soziale Aspekt Dieser nimmt sich der Angst der Kunden an und probiert, diese zu vermeiden. Insofern kann sogar die These vertreten werden, dass es sich beim sozialen Aspekt um den Wichtigeren handelt.
Es gibt kaum ein Thema, das die Kunden mehr davon abhalten kann, im Internet eCommerce Aktivitäten zu vollziehen, als mangelnde oder unzureichende Sicherheit.
In diesem Teil der Ausarbeitung soll der Schwerpunkt weniger auf der tatsächlichen technischen Sicherheit liegen, welche später erläutert wird, sondern vielmehr sollen die typischen Ängste der Kunden betrachtet werden. Es ist wenig hilfreich, eine topmoderne Sicherheitslösung zu besitzen, ohne dem Kunden zugleich wirklich ein Gefühl von Vertrauenswürdigkeit geben zu können.
Viele Kunden fürchten die Anonymität des Internets, wenn es um ihren Einkauf geht. Wer ist dieser Anbieter? Kann ich ihm vertrauen, obwohl er nicht sichtbar vor mir steht?
Durch die Anonymität haben immer noch viele mögliche Kunden das Gefühl, dass z.B. das Eintragen Ihrer Bankverbindung bei einem Onlineshop, zu unerlaubter Abbuchung durch unbekannte Dritte führen kann. Das hat zur Folge, dass der Kauf vorzeitig abgebrochen wird. Somit sind die Kunden für das Unternehmen häufig unwiederbringlich verloren.
Laut einer Umfrage von SafeNet2 haben mehr als 70 Prozent der befragten Nutzer dies bereits getan, wenn sie um ihre Zahlungsdaten gebeten wurden und Bedenken vor einem möglichen Zugriff von Hackern hatten. Auch das Online-Banking hat mit diesem Vertrauensproblem zu kämpfen. Dort sind bereits ein Drittel der Kunden beunruhigt, über den potenziellen Missbrauch ihrer Daten beruhigt. Ausführlich wird das Thema Bezahlprozesse in dem nachfolgenden Kapitel behandelt.
Tags:Risikomanagement, Online-Bezahlwesen, Hacker, Rechtliche Aspekte des eCommerce, Informatische Verfahren, E-Payment
In dieser Arbeit geht es um die Betrachtung der westlichen Russlandbilder, bei denen vor allem in Betracht zu ziehen ist, dass es sich hier nicht um einen statischen, sondern um einen dynamischen Prozess handelt.
Hauptseminararbeit Nr. 140 |
7,180 Wörter (
ca. 18 Seiten ) |
16 Quellen |
2008
$ 16.95
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Inhaltsangabe
Es änderten sich auch die Einstellungen der Regierung bzw. der Bevölkerung gegenüber Russland, sobald die gegebenen internen oder externen Rahmenbedingungen eine Änderung verzeichnet hatten. Außerdem handelt es sich um eine komplexe gesellschaftliche Erscheinung, deren Quelle sich in der nationalen Schatzkammer der jeweiligen Bevölkerungen befindet und historisch-kulturell sowie soziopsychologisch bedingt sind. Nicht zuletzt wurden dabei die Mechanismen der öffentlichen Massenmedien in Anspruch genommen, um die öffentliche Meinung in die gewünschte Richtung zu steuern. Die Darstellungen über Russland sind generell affektgeladen, d.h. sie sind entweder russlandfeindlicher (russophob) oder russlandfreundlicher (russophil) Natur, die sich in polarisierten Begriffen Russophobie vs. Russophilie ausdrückt. Die Zeit zwischen dem Wiener Kongress und dem Krimkrieg wird vor allem von feindlichen Russlandbildern dominiert, dennoch lassen sich aber auch die russlandfreundliche Stimmen in der damaligen Öffentlichkeit zu finden. Der Begriff „die westliche Russophilie“ ist sehr weit gefasst und soll an dieser Stelle eingeengt werden, in dem die Thematik aus der deutschen, insbesondere aus der preußischen, Perspektive, und nicht aus englischen oder französische oder anderen westlichen Perspektive behandelt wird. Anzumerken ist hier noch, dass die vorliegende Arbeit zumal auf die Monographie Russophilie und Konservatismus. Die russophile Literatur in der deutschen Öffentlichkeit 1831-1852 von Jahn Peter (1980) beruht.
Einführung
Ausgangslage
Russophile Literatur
Russophile Autoren
Warum Russophilie?
Historisch bedingte russophile Traditionslinie
Russophobie als Legitimation für Russophilie
Einfluss der zaristischen Regierung auf die westliche öffentliche Meinungsbildung
Die Wandlung des Russlandbildes im Laufe der Revolution und gegen Revolution
Inhaltliche Merkmale von Russophilie
Autokratische Herrscher
Residenz und Hof
Regierung, Administration und Armee
Adel und Volk
Religion und Kirche
Der Russische Messianismus
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Textauszug
Zu unterscheiden ist hier vor allem zwischen der bürgerlich-liberalen Position, die ausdrücklich einen russophoben Standpunkt vertritt und der aristokratisch-konservativen Position, die eindeutig zur Russophilie tendiert. Daher werden hier und im weiteren die Begriffe Russophilie und „konservative Russophilie“ gleichbedeutend verwendet. Die Aussagen über Russland weisen einen hohen Grad von Stereotypen und Affekt beladenen negativen Attribute wie „asiatisch“, „orientalisch“, „barbarisch“, „despotisch“ auf. So sind alle russophile und russophobe Schriften durch eine stark polarisierte und emotional aufgeladene Urteilsbildung sowie durch weitverbreitete Kernstereotypen gekennzeichnet. In dieser Hinsicht wird auch von der Kontinuität der russophoben oder russophilen Einstellungen bzw. Traditionslinien gesprochen (siehe noch Kap. 2.1). Und dieses entweder als vorurteilbedingte Antipathie oder überschwängliche, schwärmerische Emotion geäußerte einseitiges Russlandbild kann auch als Konsequenz mangelhaften Wissens über Russland gesehen werden. Dabei ist zu erwähnen, dass diese Kontroverse zwischen Russophoben und Russophilen innerstaatliche mehr oder weniger in der Polemik zwischen Westlern und Slawophilen ihren Ausdruck findet. Die Auseinandersetzung zwischen Westlern und Slawophilen erfolgt im Vergleich zu dem zu untersuchenden Phänomen eher auf innerstaatlicher und normativer Ebene.
Tags:Politik, Russland